Das Problem, was Microsoft mit OpenGL hat, ist, daß es nicht von ihnen ist und auch nicht unter deren Kontrolle. Microsoft ist ja auch schon lange nicht mehr Mitglied im OpenGL Konsortiium, dafür das Who's Who der Hardware-/Software-/Spielebranche. Es hat bis vor einigen Jahren auch ziemlich finster für OpenGL ausgesehen, aber glücklicherweise hat sich das Blatt zugunsten von OpenGL gewendet.
Auf Windows gab es seitens Microsoft anfangs nur die me-too Unterstützung für OpenGL, die dann komplett fallengelassen wurde. So hatten die meisten Spiele für Windows mit OpenGL-Unterstützung ihren eigenen OpenGL-Treiber mit an Bord, zb Quake, Unreal Tournament etc.
sourcOr hat geschrieben:
Wie lange hast du dich mit Windows 8 beschäftigt, wenn ich mal fragen darf? Selber mal Hand angelegt?
Dein Internet Explorer ist an dem ganzen Geschehen nur marginal relevant und der läuft in einem Linux unter wine auch prima.
Ich bin lange genug in der Branche, zu wissen, daß die Reichweite und Dominanz von Windows nicht nur von Spielen alleine abhängig ist, sondern der Businessbereich spielt da eine wesentlich größere Rolle. Dort gibt es auch andere Prioriäten. Ich war seit Herbst 2012 bis vor kurzem beschäftigt, überall in unserem Land von Windows XP auf ... Windows 7 und Server 2008 für die lokalen Konzerne auszurollen.
Ein Windows 8 ist zwar auch schön konfigurierbar und hat Vorteile gegenüber 7 in diesem Bereich, allerdings wurde immer und immer wieder festgestellt, daß a) die Mitarbeiter sich der neuen Oberfläche total verweigern und b) die Schulungskosten nicht dafürstehen, diese darin durchzuschleusen.
Zur Zeit und in den nächsten Jahren wird Windows 7 noch Standard sein. Es ist von der Oberflächenkonfigurierbarkeit, Bedienbarkeit her (und via Microsofts Office 365) durchaus denkbar, daß nach Windows 7 der Einsatz von Linux im grossen Stil kommen wird. Grundbedingung ist allerdings ein Linuxdistribution, die sich äusserlich von Windows 7 nur marginal unterscheidet UND entsprechende Wartungsverträge, die auch die Versprechungen erfüllen können. An diesem Punkt krankt es letztlich (ja, Redhat und Ubuntu bieten entsprechendes an, aber diese konzentrieren sich auf ihre Serverprodukte diesbezüglich und dort hat sich Linux auch entsprechend Terrain erobert).
Aus der Perspektive der Spieleindustrie ist Windows in eine Sackgasse angelangt, da Microsoft die gleiche Taktik wie beim XBox360-Controller mit seiner eigenen API fährt und man aber bei den Spielen nicht willens ist, nur noch Exklusivversionen für Metro zu produzieren, da man sich selber die potientelle Kundschaft zu sehr einengt und zwei Programmversionen für eine Plattform zu produzieren, rechnet sich nicht.
Siehe auch Microsofts Versuche, die Spieler auf Windows XP (Halo 1) und Windows Vista (Halo 2) unter dem Banner von Games for Windows Live zu locken. Der Game Explorer von Vista/7 ist ja auch grandios gescheitert, nutzt den überhaupt jemand im Forum?
neo6238 hat geschrieben:
Warum Spiele sich nicht durchsetzen bei Linux? Wegen der Treiber... die Windows-Grafiktreiber sind einfach schneller.
Leider, zumindest für die OpenSource-Treiber gilt das... dennoch hinken auch die proprietären ebenfalls ein wenig hinterher, auch wenn sich in den letzten Monaten dank Valves Engagement einiges verbessert hat.
Die Steambox wird auf jeden Fall einschlagen, wenn Valve diese geschickt vermarktet. Halt eine äussere Hülle im Stil von einem Companion Cube (mit Herzchen) anbieten, mitsamt allen Spielen von Valve kostenlos vorinstalliert und/oder eine exklusive Verfügbarkeit von Half-Life 3 für ein halbes Jahr nur für die Steambox, wo danach HL3 auf normalen PCs auch gespielt werden darf.
Um die TeamFortress / CounterStrike / Dota - Jünger zu bedienen, vielleicht auch noch eine Team Fortress 2 / CounterStrike / Dota - Edition oder so
