Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken legen

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Hokurn
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Hokurn »

brent hat geschrieben:
Hokurn5 hat geschrieben:
Also wenn Anspruchslos heißt, das ich kein für mich frustrierendes Dark Souls spielen mag oder eigtl. immer den höchsten wenn nicht sogar die beiden höchsten Schwierigkeitsgrade meide, bin ich eindeutig Anspruchslos. Bei Filmen würde ich mich auch als Anspruchslos sehen, da ich einen Machete zuletzt im TV auch einer Dokumentation vorgezogen habe.
Nein, das war gar nicht gemeint. Es geht nur indirekt um spielerische Inhalte. Es geht mehr darum, sich ständig aufgewärmtes Essen auftischen zu lassen. Sowas ist nen Steam Deal wert, oder vlt noch für die Hälfte im Keystore, aber das ist mitnichten das, was Ubi hier will, denn daran verdient sich zu schlecht. Aber solange man bei Fifa einfach die letzte Zahl ändern kann und immer noch Millionen verkauft, wird sich nichts ändern. Will wohl scheinbar keiner, ist ja auch zu aufwändig, weiter als bis morgen zu denken.
Naja sagen wir mal so... Bei Fifa bekenne ich mich gern schuldig. Ich sehe Fifa als spielerisch gut an. Da kann man halt wenn man zu viel ändert und revolutioniert recht leicht verschlimmbessern... Und der aktuelle Kader ist mir persönlich halt recht wichtig. Klar man könnte genauso gut alle zwei, drei oder vier Jahre n neues Fifa kaufen aber wenn die lieblings Mannschaft n großen Umbruch macht ist es auch irgendwann nicht mehr alles über die Einstellung abänderbar. Ich kaufe Fifa seid 11 wieder jährlich und muss sagen das sich das bisher immer gelohnt hat. 12 hatte ne neue Defensive und 13 den Skill-Modus den ich zumindest oft und ausreichend gespielt habe...
Online habe ich in jedem Fifa mit anderen Teams gespielt, da der Transferzeitraum jedesmal dafür gesorgt hat das ein anderes Team meinen Bedürfnissen entspricht und schon jetzt kann ich sagen das es wieder so sein wird. Also über Abwechslung kann ich mich nicht beschweren...
Und bei anderen Spielen setze ich halt einfach mal 3-4 Teile aus und spiele sowas wieder wenn ich Bock drauf habe.
Nur finde ich nicht das jemand der da halt jährlich Bock drauf hat was falsch macht. Es gehen ja auch nicht wenige einmal im Monat in ihr lieblings Restaurant und bestellen jedes mal das gleiche. Der mensch ist in manchen Hinsichten halt ein Gewohnheitstier und will genau das wieder.
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Dafuh
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Dafuh »

Klar...das geht dann im allerschlimmsten Fall soweit, dass eine Serie wirklich so gut ist, Fortsetzungen verdient und die dann nie erscheinen...
Böse Erinnerungen an Shenmue werden wach und so einen Fall braucht die Spielerschaft nicht noch einmal!

Ich komme ansonsten damit klar.
Spiele müssen nicht unbedingt sofort abgeschlossen sein und können durchaus auf längere Serien ausgebaut sein.
Trotzdem heißt das im Umkehrschluss aber auch, dass nicht unbedingt alles sofort auf Sequels ausgelegt werden muss...
Zuletzt geändert von Dafuh am 16.07.2013 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
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RVN0516
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von RVN0516 »

Im Prinzip ist es ja so, jedes Unternehmen will und muss auf Gewinne hin arbeiten sonst kann man ja gleich dicht machen.
Leider ist es so das man mittlerweile so eine Cash Cow braucht um andere Projekte finazieren zu können um nicht ganz unterzugehen.
Rockstar ist da so ein schönes Beispiel das finanziert sich mit jedem Teil der nächste plus 3-4 weitere Titel die eventuell ansonsten nicht drin wäre, wie RDR oder Max Payne 3 wobei dann RDR erfolgreicher war wie gedacht und Max Payne nicht so wie gewünscht.
Am muss dann aber auch beachten wie man mit diesen Cash Cow umgeht, wenn man sie ausquetscht wie sind irgendwann nichts mehr einbringen, siehe MOH, und wie lange der Hype um CoD noch anhält wird sich auch noch
zeigen. Es kommt halt immer auf die Qualität der einzelnen Teile, das gibts genug Serien die einfach damit kränkeln.
Bin ja selbst Besitzer mehrer Spieleserien.
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Nightmare King Grimm
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Nightmare King Grimm »

Kajetan hat geschrieben:
Danny1981 hat geschrieben:Blizzard war bis WoW-WOTLK auf jeden Fall ein Entwickler, wo man blind jedes Spiel / Erweiterung am Erscheinungstag kaufen konnte!
Kleine Korrektur: Diablo 3 ist bis jetzt der einzige wirkliche Schnitzer, den sich Blizzard geleistet hat! Zwar nicht kommerziell, aber Diablo 3 war das erste (und bislang einzige) Spiel von Blizzard, das in Punkto Gameplay bestenfalls durchschnittlich war. An Diablo 3 hat man zum ersten Mal etwas bei Blizzard-Spiele gesehen, das man sonst nur von den Produkten anderer Majors kennt, das Einknicken des theoretisch bestmöglichen Gameplays vor den kommerziellen Forderungen des Publishers.
Ich weiß nicht, ob ich das wirklich nur auf D3 beziehen würde. Ehrlich gesagt hab ich das bei den letzten beiden WoW-Erweiterungen bereits so empfunden, dass man nachgelassen hat bzw eingeknickt ist. Und auch SC2 hat mich (zumindest von der Story die mich nun wirklich zu sehr an andere Blizzard-Universen erinnert hatte und auch so manchen Denkfehler beinhaltet hat...) nicht mehr so wirklich angemacht. Das ist zwar weit weg davon, die Spiele "Grottenschlecht" zu nennen, sie sind noch immer gut. Aber ich meine fairerweise muss man sagen, dass Blizzard nicht nur bei Diablo schwächelt/geschwächelt hat.
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Odyn
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Odyn »

TL;DR:

Wenn eine Marke kein Geld abwirft wird es sie nicht (mehr) geben.

Schön das die Spieleindustrie auch endlich verstanden hat wie Marketing funktioniert...
Wer nicht wirbt, der stirbt.
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Danny1981
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Danny1981 »

Kajetan hat geschrieben:
Danny1981 hat geschrieben:Blizzard war bis WoW-WOTLK auf jeden Fall ein Entwickler, wo man blind jedes Spiel / Erweiterung am Erscheinungstag kaufen konnte!
Kleine Korrektur: Diablo 3 ist bis jetzt der einzige wirkliche Schnitzer, den sich Blizzard geleistet hat! Zwar nicht kommerziell, aber Diablo 3 war das erste (und bislang einzige) Spiel von Blizzard, das in Punkto Gameplay bestenfalls durchschnittlich war. An Diablo 3 hat man zum ersten Mal etwas bei Blizzard-Spiele gesehen, das man sonst nur von den Produkten anderer Majors kennt, das Einknicken des theoretisch bestmöglichen Gameplays vor den kommerziellen Forderungen des Publishers.

Erst seit Diablo 3 muss (gut, müssen muss niemand, aber man sollte :) ) man auch bei Blizzard das tun, was man sich hoffentlich bereits bei anderen Publishern/Entwicklern angewöhnt hat: Zuerst in Ruhe Tests und erste Reaktionen abwarten, dann erst bei genug Interesse zuschlagen.
Ich kann deine Denkweise vollstens nachvollziehen :)
Aber ich würde soweit gehen und sagen, dass Blizzard sich durch WoW langsam in die Casual-Richtung gedreht hat. Ich wette, dass selbst das Addon nach Pandaria das Ziel hat "Neue Spieler bei der Hand zu nehmen"... ich meine, hallo? Das Spiel ist seit beinahe 10 (!!) Jahren auf dem Markt, sollte man sich nicht so LANGSAM um den spielerischen Kern kümmern? Das Zusammenspiel, den sozialen Aspekt? Nein, Blizzard macht lieber alles NOCH leichter, entfernt sich vom MMO-Gedanken durch LFG-Tools und Ähnliches. Da ist es kein Wunder, wenn viele Spieler (auch ich, obwohl ich sehr sehr oft pausiert habe und seit mitte Cata gar nicht mehr spiele) classic und BC durch die rosarote Brille betrachten.

In WoW-Classic habe ich so viele tolle Erlebnisse gehabt, kannte den halben Server namentlich und man verband jede Gilde, jeden Spieler mit positiven oder negativen Erlebnissen.
Heutzutage kennt man höchstens noch seine Gilde und wechselt in vlt. 20 Raids und Dungeons soviele Worte, wie damals alleine auf dem Weg in die Instanz.

Und D3 ist sicher nicht auf dem Weg besser zu werden. Dazu ist zu sehr der Wurm drin. Klar, Patches sind schön und gut, aber Blizzard behandelt ja jede noch so kleine Neuheit über Monate hinweg wie ein Top Secret-Dokument.
Das ist schon sehr lächerlich, ganz davon ab, dass das deutsche Forum echt tot ist.
Wenn ich (wieder einmal) GGG dagegen setze, die wöchentlich Patches bringen, für die das milliardenschwere Blizzard Monate oder sogar Jahre braucht, dann kann ich mir nur an den Kopf greifen.

Solche Titel, die jährlich einen Aufguss bekommen spiele ich erst gar nicht.
Ausnahmen sind JRPGs wie die Tales-Serie, wo man einfach nichts falsch machen kann beim Zugreifen oder auch mein geliebtes Disgaea ^^

Und ja, Starcraft 2 war natürlich auch echt gut! Habe ich mir sogar gekauft, obwohl ich nicht viel mit RTS anfangen kann - Blizzard-Bonus eben! :)

Das Addon zu SC2 hingegen interessiert mich nicht. Nennt es eine Konsequenz aus D3 :)
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Kajetan
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Kajetan »

Danny1981 hat geschrieben:...
Danny, ich beziehe mich ausdrücklich nicht auf das "Spiel gefällt mir/gefällt mir nicht", sondern auf die Konsequenz, mit der sich im Spiel alles dem Gameplay unterordnet. Man kann sich natürlich threadweise über die zunehmende Casualisierung von WoW klagen, doch auch hier merkt man immer noch, dass das Gameplay das Ah und Oh des Spieles ist. Denn WoW war schon immer "leichter" und "zugänglicher" als der MMO-Wettbewerb, man darf das nicht einfach unter die Tischplatte fallen lassen.

Rein persönlich finde ich zB. SC2 jetzt nicht sooooo aufregend, was aber daran liegt, dass ich nicht der große RTS-Fan bin und Spiele in diesem Genre (bis auf wenige Ausnahmen) bei mir eigentlich nur so nebenher laufen. Dennoch merke ich einem SC2 an, dass hier das Gameplay stimmt. Da passt alles zusammen. Das ist das Gameplay, welches man an SC1 geschätzt hat.

D3 hingegen ... rein in Sachen Produktionswerte kann ich nicht meckern, die Präsentation ist ohne Fehl und Tadel. Und was vorhin gesagt wurde, sich mit Schmackes durch Untote kloppen, das kommt schon gut ... nur sind das nur Äusserlichkeiten, Verpackung. Das Gameplay dahinter, die Mechaniken, die sind bei D3 nicht nur kaputt, sie sind vom zu starken Streben nach Kommerz verrottet, man merkt zu schnell, auf was man es mit diesem Spiel eigentlich abgesehen hat.
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Skabus
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Re: Kommentar

Beitrag von Skabus »

Alter Sack hat geschrieben:Klar geht es denen in erster Linie um Geld. Wäre auch ein komisches Unternehmen wenns denen nicht ums Geld verdienen geht.
Es ist aber ein großer Unterschied ob ich wegen der Kohle Spiele entwickle, oder Spiele entwickle und damit Kohle machen will.

Allein das ändert schon extrem viel in der Art und Weise wie das Spiel gemacht wird.
Alter Sack hat geschrieben:Wo arbeitest du ... auf dem Amt oder gar nicht vermutlich.
Ich verbitte mir solcherlei Unterstellungen. :roll:
Was arbeitest du denn? CEO bei EA oder was? Sei froh, dass dich noch keiner mit Mistgabeln gejagt hat, verdienst hättest du es :lol:

Immer diese haltlosen Unterstellungen...
Alter Sack hat geschrieben: Am Anfang des Tages muss jede Firma in der Wirtschaft erstmal sehen das die Kohle reinkommt. Und wenn viele Leute die Blockbuster lieben werden sie halt produziert und verkauft.
Du hast nicht viel Ahnung von Firmenskalierung, Gewinnerwartung und dem Verhältnis zwischen Firmengröße und der Gewinnerwartung oder?


MfG Ska
Index86
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Beitrag von Index86 »

Aha ...also auch Zombie U ?
Muss doch so sein.Anfangs hies es.Man überlegt schon an einen Nachfolger.Dann die Zahlen seien so schlecht das man nicht mehr an eine Fortsetzung denke.... Is das eine neue Taktik von der ich nichts weiss? Oder handelt Ubi nur bezüglich ZombieU so weil es sich wirklich nicht auszahlen würde.Mich würd interessieren wieviel Verkaufte Einheiten sich gelohnt hätten für Ubisoft. Über 500.000 waren es oder? Heißt bei 4 Millionen WiiU Besitzern hat also jeder 8. das Spiel gekauft. So schlecht ist das nicht find ich.Klar, wenn sichs nicht rechnet, is das ein schwacher Trost.Schade, weil das Spiel echt geil war und ich habs gern gekauft.Bei 8 Millionen wärens vielleicht 1.000.000 Einheiten geqwesen und bei 16 Millionen schon 2 oder mehr Millionen verkaufte Einheiten.
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Alter Sack
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Alter Sack »

@Skabus: OK das mit der Arbeit nehme ich zurück das war unhöflich. Entschuldigung.

Bei der Größe eines solchen Unternehmens muss ich Spiele haben um damit Kohle zu erwirtschaften. Und zwar sichere Kohle. Ich kann mir keine tollen Ideen aus den Fingern saugen und hoffen das es klappt. Sollte ich ausreichend Überschüsse erwirtschaften kann man bestimmt mal das ein oder andere ausprobieren. Aber das sind keine 10 Mann Buden mehr aus der Gründerzeit der Viedeospiele.

Ich denke das unsere Erfahrung im Bereich "Firmenskalierung, Gewinnerwartung und dem Verhältnis zwischen Firmengröße und der Gewinnerwartung " etwa ähnlich sein wird. Ich arbeite seid knapp 30 Jahren und davon die letzten 20 in demselben IT-Unternehmen und hab schon so einiges mitbekommen. Ich denke da wir beide noch kein CEO eines Publishers waren dürften wir nicht weit auseinander sein.
Und deshalb bin ich auch der Meinung das die Risiken bei einer Firmengröße die Ubisoft hat bewusst ziemlich kleingehalten werden. Vor allem da der Markt rund um Videospiele sehr wankelmütig ist.
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Bambi0815 »

Alter Sack hat geschrieben:@Skabus: OK das mit der Arbeit nehme ich zurück das war unhöflich. Entschuldigung.

Bei der Größe eines solchen Unternehmens muss ich Spiele haben um damit Kohle zu erwirtschaften. Und zwar sichere Kohle. Ich kann mir keine tollen Ideen aus den Fingern saugen und hoffen das es klappt. Sollte ich ausreichend Überschüsse erwirtschaften kann man bestimmt mal das ein oder andere ausprobieren. Aber das sind keine 10 Mann Buden mehr aus der Gründerzeit der Viedeospiele.

Ich denke das unsere Erfahrung im Bereich "Firmenskalierung, Gewinnerwartung und dem Verhältnis zwischen Firmengröße und der Gewinnerwartung " etwa ähnlich sein wird. Ich arbeite seid knapp 30 Jahren und davon die letzten 20 in demselben IT-Unternehmen und hab schon so einiges mitbekommen. Ich denke da wir beide noch kein CEO eines Publishers waren dürften wir nicht weit auseinander sein.
Und deshalb bin ich auch der Meinung das die Risiken bei einer Firmengröße die Ubisoft hat bewusst ziemlich kleingehalten werden. Vor allem da der Markt rund um Videospiele sehr wankelmütig ist.
Wenn man die laufende Jahre das ein wenig mitverfolgt hat wurden den Mitarbeiter von den größeren Unternehmen immer mehr die Freiheit genommen ein wenig eigene Ideen zu verwirklichen. Ich denke so muss es nicht sein. Rechtfertigen mit ist ja eine grosse Firma zieht nicht wirklich. Sie haben einfach keine Lust mehr Risiken einzugehen und investieren mehr in Marketing und Marktanaylse. Bauen darauf ihre Spiele auf (bauen ihre Marken aus). Würde mir von AAA Entwicklern die ich sag mal 70% in Marketing und 20% in Marktanalyse stecken, schätz ich mal jetzt so, wünschen das die 10% die noch in das Spiel gehen nicht nur für das Erstellen von Content da ist von bereits vorhandene Marken. Ich wünsche mir nicht in 10 Jahren das 26te Call of Duty oder das 26te Asassins Creed.
Nanimonai
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Nanimonai »

Danny1981 hat geschrieben: Aber ich würde soweit gehen und sagen, dass Blizzard sich durch WoW langsam in die Casual-Richtung gedreht hat.
Willst Du damit sagen, dass Blizzard vorher nicht "casual" war?
Die komplexesten Spiele waren vor WoW Starcraft und Warcraft und die waren von Anfang an schon immer der eher einsteigerfreundliche Versuch, Echtzeitstrategie an den Mann zu bringen (deswegen waren sie auch so erfolgreich). Diablo, Lost Vikings, Battle Chess, Justice League... viel mehr "casual" geht doch gar nicht.

Vielleicht gibt es da aber auch Definitionsschwierigkeiten. Was ist denn für Dich "casual"?
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Skabus
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Skabus »

Alter Sack hat geschrieben:@Skabus: OK das mit der Arbeit nehme ich zurück das war unhöflich. Entschuldigung.
Man sollte da immer vorsichtig sein. Ich arbeite seit einiger Zeit in einer Marketing-Firma die 3D-Apps für namenhafte Großunternehmen herstellt ;)

Und ziemlich wahrscheinlich wirds von mir in Zukunft auch den ein oder anderen Indie-Titel geben ;)

Aber ist halt Internet, bins gewohnt, und meistens selbst nicht besser :P
Alter Sack hat geschrieben:Bei der Größe eines solchen Unternehmens muss ich Spiele haben um damit Kohle zu erwirtschaften. Und zwar sichere Kohle. Ich kann mir keine tollen Ideen aus den Fingern saugen und hoffen das es klappt. Sollte ich ausreichend Überschüsse erwirtschaften kann man bestimmt mal das ein oder andere ausprobieren. Aber das sind keine 10 Mann Buden mehr aus der Gründerzeit der Viedeospiele.
Ja, das ist mir schon bewusst, und ich will auch gar nicht sagen, dass die mayors völlig daneben liegen, das Problem ist nur, dass sie seit etwa 10 Jahren in so einer ewig gleichförmigen Tretmühle gefangen sind, und absolut keine Ambitionen haben die Spiele an sich inhaltlich und durch Innovationen auf eine neue Stufe zu heben und nicht nur ständig grafische Updates zu präsentieren, wärend der spielerische Anspruch aber zurückgeht.
Alter Sack hat geschrieben:Ich denke das unsere Erfahrung im Bereich "Firmenskalierung, Gewinnerwartung und dem Verhältnis zwischen Firmengröße und der Gewinnerwartung " etwa ähnlich sein wird. Ich arbeite seid knapp 30 Jahren und davon die letzten 20 in demselben IT-Unternehmen und hab schon so einiges mitbekommen.
Oha, dann bin ich ja im Vergleich zu dir ein richtiger Frischling :D Dein Name ist scheinbar doch Programm. Nichts für ungut, das Internet ist eben immer etwas unpersönlich. :Häschen:

Du müsstest in dem Punkt aber wissen, das Firmengröße und Wachstum keine Faktoren sind die vom Himmel fallen, es ist eine bewusste Entscheidung einer Firma, die expandieren will und auch die wirtschaftliche Stärke gewonnen hat um das zu tun. Dabei verlieren viele Firmen aber den Fokus auf ihre Produkte. Das geht solange gut, wie es genug Kunden gibt die die Produkte kaufen. Die Firma sagt sich in diesem Fall, es wäre richtig so und nicht anders zu handeln, der Erfolg bemisst sich also nur über Gewinn nicht über die Qualität der Produkte. Sobald dann aber der Zusammenbruch kommt, gibt man sich wiederrum reumütig und tut so, als hätte man das ja schon seit Jahren geahnt. Unternehmertum ist in vielerlei Hinsicht sehr verlogen, das durfte ich bereits am eigenen Leib erfahren(zum Glück nicht meine aktuelle Firma!)

Niemand hindert EA, Ubisoft und Co. aber daran z.B, eigene kleine Indie-Abteilungen aufzubauen, und dort mit kleineren Bugets(=geringeres Risiko), kleine Entwicklerteams anzustellen, die dann eben vom Umfang her kleinere Produkte herstellen, aber eben mehr Wert auf Innovation und Originalität legen. So könnte ein mayor auch aktive Feldforschung betreiben und evtl. Indie-Ideen aus der Taufe heben die, sofern sie gut ankommen, auch die AAA-Titel berreichern würden. Bestes Beispiel ist aktuell Minecraft: Das Spiel hat selbst bei den mayors eine Welle losgetreten, mehr Spiele mit prozedural erstellten Inhalten anzubieten. Denke da an Gameglobe oder Project Spark.Gibt aber noch jede Menge anderer Produkte. Die Secon Life-Macher arbeiten aktuell z.B. an Patterns, einem Minecraftklon.

Was ich an den mayors aber so schrecklich finde,ist die Arroganz und die Ignoranz für Innovationen, für kleinere Zielgruppen, die ebenso gerne Videospiele spielen und nichts mit CoD anfangen können.

Dieses Vakuum hat ja letzendlich auch die Indie-Welle losgetreten und es zeigt sich, dass sich kleine Projekte, selbst mit sog. "altbackenem"(man wie ich dieses Wort hasse!) GameDesign gut verkaufen. Ich denke da an "Legend of Grimrock", einem extrem guten Indie-Titel der die "Dungeon Crawler" für die neue Generation wieder salongfähig gemacht haben und daher zurecht 500.000 Mal verkauft wurde.

Für die mayors ist sowas aber Peanuts. Es geht ihnen auf Deutsch gesagt am Arsch vorbei, dass es eine mittlerweile große Indie-Szene gibt, die vor allem durch Innovation und nicht durch gutes Marketing punktet.

Ich sehe daher keinen wirklich überzeugendes Argument zu sagen "Wir wollen Geld verdienen!". Denn es verdienen nicht nur die mayors, sondern auch die Indies, kleine Firmen, die große Innovationen anbieten. Ist ja in artfremden Branchen auch so. Es gibt die großen mayors die z.B. Kleidung in Massenware produzieren, das schließt aber kleine, selbstständige Schneidereien nicht aus, die dafür dann aber keine Ware von der Stange, sondern originelle und außergewöhnliche Ware herstellen. Das weiß ich deswegen, weil ich selbst in einer sehr kleinen Firma arbeite(etwa 10 Mitarbeiter), die aber trotzdem durch ihre innovativen Konzepte großes Interesse bei namenhaften Firmen wie Autohersteller, Immobilienfirmen, etc. hervorgerufen hat.

Es stellt sich immer die Frage was ich "wirklich" machen will, wie ich am Markt bestehen will, und vor allem ob ich eben wirklich nur möglichst viel Geld machen will, oder ob ich meine Kunst/mein Handwerk ausleben und davon leben will. Da ist es einfach kein Argument, dass EA sich immer größer frisst und dann floppen nach und nach ihre ganzen "tollen" Projekte. Die letzte Flaute war doch erst mit The Old Republic: Ein gigantisches Entwicklungsbuget hat man lockergemacht, wobei sicher mehrere Millionen nur für Marketing draufgegangen sind. Namenhafte WoW-Clans haben für "The Old Republic" ihre WoW-Server verlassen und kaum ein paar Monate später sind die selben wieder zurückzukehren. Warum? Weil "The Old Republic",wie sovieles was EA macht,ein Windbeutel ist. Viel Wind, aber keine Substanz.

Jetzt frage ich dich: Was hat es mit Geld verdienen zu tun, ein Produkt am Kunden vorbeizuentwickeln, Millionen Kosten zu verursachen um dann zu merken, dass all das Marketing nicht darüber hinweggetäuscht hat, dass das Produkt über weite Strecken absolut substanzlos ist und bei den Kunden nicht ankommt.

Ich glaube nicht, dass die Publisher wirklich verstehen wie der Spielemarkt funktioniert. Die meisten Entscheidungsträger(ich durfte einige kennenlernen, gute wie schlechte) verstehen viel von Marktwirtschaft aber kaum was von Spielen. Sie glauben immernoch es gäbe eine Formel X mit der man SICHER immer den Gewinn Y einfahren, wenn man sich doch nur an eine genaue Kombination aus Marketing(bis zur Grenze des Betrugs), Geheimniskrämerei und Technologieeinkauf hält. Daher produzieren sie auch ständig Hypes, in der Hoffnung die Leute zu dieser Formel "hinzuerziehen". Erst war es "Social Media", nun F2P. Dieser Leute kapieren einfach nicht, dass all das Facetten des großen Ganzen sind, und wirklich erfolgreich wird der sein, der ein breites Spektrum an Kunden bedient und nicht versucht sich Konsumzombies zu züchten, die alle das selbe aufgetischt kriegen und alles immer und immer wiederkauen müssen.

Ich sehe daher auch den Sinn bei Ubisoft nicht. Eine Idee muss nicht zwangsläufig in die Form gegossen werden, dass jede IP sofort ein Franchise wird, das ist utopisch und sorgt wieder nur dafür, dass viele gute oder gar sehr gute Ideen im Keim erstickt werden, eben weil sie sich nicht als Marketing-Monster eignet. Und genau das ist Gift wenn man nicht nur mit Technikern sondern mit kreativen Menschen zusammenarbeiten will.


MfG Ska
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brent
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von brent »

Kurzer Einwand: "major".
Es geht nicht um Bürgermeister. :)
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Skabus
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Skabus »

brent hat geschrieben:Kurzer Einwand: "major".
Es geht nicht um Bürgermeister. :)
Verdammt ich hatte es erst so geschrieben, und dann gedacht es wär falsch und hab alles nochmal geändert. Danke :)


MfG Ska