Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spielekritik

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Boesor
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Boesor »

Wigggenz hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:Witzig, ich hatte eher vermutet umgekehrt. Syncro ist Geschmacksache.
Dass man in einer synchronisierten Fassung (zumindest eines Films) nur ca. die halbe originale Schauspielleistung bekommt, lässt sich nicht relativieren. Die Stimme und deren Gebrauch gehören eben so fest zu einem Menschen dazu, wie dessen Mimik und Gestik.
Ich gebe gerne zu, ich schaue Filme und Serien fast ausschließlich zur Unterhaltung. Da ist mir die Schauspielleistung erstmal egal, ich kann auch sehr gut damit leben, wenn ich eine kombinierte schauspielleistung aus Schauspieler + Syncronstimme bekomme.
Beispielsweise gefällt mir die deutsche Stimme von "barney" aus How i met your mother einfach besser, schöner betont etc.
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the curie-ous
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von the curie-ous »

Filme gibt es schon seit gefühlten Jahrtausenden und mit der Zeit krochen von Jahr zu Jahr immer mehr sogenannte Filmexperten aus dem Boden, um der ganzen Welt ihre Meinung kund zu tun, warum der Film gut ist und jener scheiße. Trotzdem kommen jeden Donnerstag ungefähr 3-4 neue Filme in die Kinos. Grob über den Daumen: 150 Filme pro Jahr. Und davon ist weit mehr als die Hälfte oft Schrott.
Das heißt: hat sich die Qualität der Filme verbessert, obwohl dieses Medium schon so lange existiert; obwohl darüber abertausende Kritiker philosophieren?
Trotzdem gehen doch die Leute wie blöd ins Kino und schauen sich den Schund an oder kaufen sich ihn auf DVD, während es doch so tolle Kritiker gibt die einem die Filme nicht empfehlen.

Und dieser Umstand soll sich dann bei Videospielen ändern?



Bei Büchern kenn ich mich nicht aus.
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Nauglamir
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Nauglamir »

Die "Wahrheit" die ich mir aus seinem Kommentar raushole ist, das es wirklich nicht viele oder kaum echte Experten für das Thema Spiele und Medien gibt.

Ich kenne hierzulande kein einziges WISSENSCHAFTLICHES Studium der sich mit dem Thema digitale Spiele und Wahrnehmung in den Medien auseinandersetzt. Die Hochschule Trier (D) und Anhalt (D) bieten digitale Medien und Spiele an, allerdings ausgerichtet auf einen Beruf innerhalb der Entwicklung von Spielen. Ansonsten kenne ich nur noch die FH Krems (Ö) die dort ein Zentrum für Angewandte Spieleforschung unterhalten.

Es gibt nur sehr, sehr wenige echte Medienwissenschaftler die sich mit digitalen Spielen auseinandersetzen, aber 100te Fachexperten die Ihren Senf in Zeitungen oder im TV kundgeben ohne überhaupt einen Hintergrund mit der Thematik zu haben. Was letzten Endes zu den bereits bekannten Problemen wie Fehlinterpretation oder unsachgemäßer Berichterstattung führt.

Im Fokus der Ausbildung von Journalisten stehen immer noch klassische Standards, wie z.B. ein Auszug aus dem Wiener FH Studium für Journalismus & Medienmanagement zeigt:
Das Bachelor-Studium Journalismus & Medienmanagement verbindet anwendungsorientierte Kenntnisse aus den Bereichen Print, TV und Video, Radio und Audio sowie Neue Medien mit Ansätzen aus der Journalistik, Medien- und Kommunikationswissenschaft, rechtlichen Grundlagen und wirtschaftlicher Kompetenz.


Ich wäre ganz klar dafür das Thema digitale Spiele endlich auch auf einer eigenen, wissenschaftlicher Basis zu behandeln wie es in Psychologie, BWL, Marketing oder anderen Studien passiert. Oder zumindest einen entsprechenden Themenschwerpunkt in bestehenden Studien wie Marketing, Journalismus oder Medienkompetenz zu integrieren.
Zuletzt geändert von Nauglamir am 12.07.2013 09:27, insgesamt 2-mal geändert.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von mr archer »

the curie-ous hat geschrieben:Filme gibt es schon seit gefühlten Jahrtausenden und mit der Zeit krochen von Jahr zu Jahr immer mehr sogenannte Filmexperten aus dem Boden, um der ganzen Welt ihre Meinung kund zu tun, warum der Film gut ist und jener scheiße. Trotzdem kommen jeden Donnerstag ungefähr 3-4 neue Filme in die Kinos. Grob über den Daumen: 150 Filme pro Jahr. Und davon ist weit mehr als die Hälfte oft Schrott.
Das heißt: hat sich die Qualität der Filme verbessert, obwohl dieses Medium schon so lange existiert; obwohl darüber abertausende Kritiker philosophieren?
Die Hälfte? Schön wärs! Ich würde eher von einer Schrottquote von 80 - 90 % ausgehen. Und in so einer Situation ist es manchmal einfach schön, die Meinung eines anderen zu hören, dessen Argumentationsstil, Schreibe und Filmgeschmack einem liegt. Und sei es nur zur Orientierung. Denn man kann nicht alles im Blick behalten. Ich zumindest lasse mich gern von fachkundigen Leuten auf Kulturerzeugnisse aufmerksam machen, die mir sonst sehr wahrscheinlich durch die Lappen gegangen wären. Keiner kann alles allein im Auge behalten und überblicken. Aus diesem Grund halten wir uns Experten. Arbeitsteilung. Finde ich prima.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von mr archer »

Nauglamir hat geschrieben:
Ich wäre ganz klar dafür das Thema digitale Spiele endlich auch auf einer eigenen, wissenschaftlicher Basis zu behandeln wie es in Psychologie, BWL, Marketing oder anderen Studien passiert.
Auch neue Studienfächer fallen nicht vom Himmel. Die müssen finanziert werden, was in den Geistes- und Sozialwissenschaften in der Regel über die Gemeinschaft geschieht. Also Steuergeld. Und um die Verteilung von Steuergeld muss parlamentarisch gerungen werden. Und das geschieht nur, wenn der gesellschaftliche Druck hierfür groß genug ist.
Ein vielfach erprobtes Mittel beim Aufbau dieses Drucks sind Mediendiskurse und Expertenkreise, die sich gesellschaftlich immer breiter verankern und irgendwann nicht mehr übersehen werden können. Auf diesem Weg haben es über die Feminismusbewegung die Gender Studies in die Unis geschafft. Und auf diesem Weg wird es auch die Ludologie an die Unis schaffen.

Noch ein Grund mehr, warum wir in die Breite wirkende Profis bei der Außendarstellung brauchen.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Kajetan »

mr archer hat geschrieben:
the curie-ous hat geschrieben:Filme gibt es schon seit gefühlten Jahrtausenden und mit der Zeit krochen von Jahr zu Jahr immer mehr sogenannte Filmexperten aus dem Boden, um der ganzen Welt ihre Meinung kund zu tun, warum der Film gut ist und jener scheiße. Trotzdem kommen jeden Donnerstag ungefähr 3-4 neue Filme in die Kinos. Grob über den Daumen: 150 Filme pro Jahr. Und davon ist weit mehr als die Hälfte oft Schrott.
Das heißt: hat sich die Qualität der Filme verbessert, obwohl dieses Medium schon so lange existiert; obwohl darüber abertausende Kritiker philosophieren?
Die Hälfte? Schön wärs! Ich würde eher von einer Schrottquote von 80 - 90 % ausgehen.
Jopp. Sturgeon's Law: "90% of everything is crap!"

Wenn man das konsequent durchdenkt, erhält man eine schöne Lektion in Demut :)
Granfaloon
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Granfaloon »

mr archer hat geschrieben:
Nauglamir hat geschrieben:
Ich wäre ganz klar dafür das Thema digitale Spiele endlich auch auf einer eigenen, wissenschaftlicher Basis zu behandeln wie es in Psychologie, BWL, Marketing oder anderen Studien passiert.
Auch neue Studienfächer fallen nicht vom Himmel. Die müssen finanziert werden, was in den Geistes- und Sozialwissenschaften in der Regel über die Gemeinschaft geschieht. Also Steuergeld. Und um die Verteilung von Steuergeld muss parlamentarisch gerungen werden. Und das geschieht nur, wenn der gesellschaftliche Druck hierfür groß genug ist.
Ein vielfach erprobtes Mittel beim Aufbau dieses Drucks sind Mediendiskurse und Expertenkreise, die sich gesellschaftlich immer breiter verankern und irgendwann nicht mehr übersehen werden können. Auf diesem Weg haben es über die Feminismusbewegung die Gender Studies in die Unis geschafft. Und auf diesem Weg wird es auch die Ludologie an die Unis schaffen.

Noch ein Grund mehr, warum wir in die Breite wirkende Profis bei der Außendarstellung brauchen.
Generell ist es Aufgabe einer Universität, Gesellschaft und Kunst in Gänze abzubilden. Das heißt sowohl Gefäße aus dem 13. Jahrhundert in Vorderasien als auch Film, Buch, Theater, Malerei, Tanz etc. etc.des 20. Jahrhundert. Ich bin wie gesagt noch nicht so lange Gamer (seit 2009). Aber die Methoden der Inhaltsanalyse oder Strukturanalyse mit Sequenzgrafiken ließen sich aus der Filmanalyse (Prof. Korte/ Prof. Faulstich) übernehmen. Fraglich sind aber die zu diskutierenden Inhalte. Bei einem normalen Shooter-Game macht es links und rechts Bumm-Bumm und man geht mal in Deckung, regeniert und schießt dann wieder. Spiele wie Bioshock gehen aber darüber hinaus, wenn sie ultraliberal-kapitalistische Gesellschaftentwürfe (Bioshock) oder sozialistische Utopien (Bioshock 2) verhandeln. Die Figur Andrew Ryan on Bioshock z.B. lehnt sich an Ayn Rand an, eine Philosophin, die davon ausgeht, dass eine Gesellschaft auf absoluten Eigennutz am Besten prosperiert. Das Setting von Deus Ex spielt, man braucht nur bei Wikipedia nachzuschauen, auf Werke von Rembrandt(!) und Draper an. Da gibt es Forschungspotenzial auf transdisziplinaren Wegen ohne Ende. Allerdings sagen die Uni sich, wir finanzieren wohl weiter einen kleinen Fachbereich wie Koptologie, die seit 1860 business as usual machen als einen Studiengang , wo die Leute nur spielen!!!
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KATTAMAKKA
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von KATTAMAKKA »

Spoiler
Show
muecke-the-lietz hat geschrieben:Passiert gerade nicht viel, oder? Über 200 Kommentare zu einer ziemlich diffusen, nicht greifbaren und im Kern doch eigentlich selbstverständlichen Aussage. Ich bin überrascht.

Zum Thema Spielejournalismus: Der Spielejournalismus ist ein ganz eigener Bereich, mit ganz eigenen Regeln und ganz eigener Rhetorik, was bei vielen fälschlicherweise zu der Annahme führt, dieser sei unprofessioniell, unseriös und kindisch. Stattdessen aber unterliegt er einfach der Besonderheit des Mediums Games, was einige Herausforderungen mit sich bringt, die andere Medien so nicht haben.

Ersteinmal sind Games nichts anderes als Software, also ein Produkt, das funktionieren muss. Das kann sich in ganz unterschiedlicher Form ausdrücken, aber Fakt ist, dieser Punkt ist nicht wegzudenken, spielt er doch eine entscheidene Rolle, für alles was noch kommt.
Denn zum Zweiten sind Games nicht einfach nur Software, sondern Unterhaltungssoftware, was tatsächlich schon der schwierigere Teil ist. Denn wie gut ein Spiel unterhält, setzt sich aus unglaublich vielen Komponenten zusammen.
Und dann kommen ja noch unglaublich viele Punkte dazu. Erzählt ein Spiel eine Geschichte, ist es ein Sportspiel, Rennspiel, Strategiespiel, oder was weiß ich. All diese einzelnen Genres bringen so unglaublich viele Probleme mit sich für den Tester.
Wenn es eine Geschichte erzählt, wird der Tester kurz zum Kunst und Kultur Kritiker, ist es eine Simulation kurz zum Fachmann für komplexe Abläufe, ist es ein Sportspiel wird er zum Sport und Spaßwissenschaftler - das alles vereint der Spielejournalismus in sich und noch viel mehr.

Videogames sind mehr als Geschichte und mehr als Gameplay, mehr als Technik und mehr als alles zusammen. Das macht es so schwierig, über sie zu berichten. Und das hat sich nunmal in den letzten 30 Jahren recht gut entwickelt, ist ein eigener Bestandteil der Medienlandschaft geworden und funktioniert anders als andere Magazine.

Mehr Aufmerksamkeit in Zeitschriften wie der Süddeutschen und der TAZ wäre wünschenswert, einfach, weil dann mal Journalisten an die Sache rangingen, die nicht diesen Ballast von 30 Jahren auf ihren Schultern trügen, sondern vielleicht mit ihrer Ansicht einen ganz anderen Fokus setzten können, weit ab der einfachen Review.

Aber Herr Spector geht in seiner Aussage schlicht die Spiele Kritiker an. Und anstatt sich ehrlich aufzuregen, dass seine letzten Spiele kaum Beachtung gefunden haben und er die niedrigen Werungen von Epic Mickey 2 nicht versteht, macht er es halt auf eine intelligentere Art und Weise. Er macht Spielekritiker zu Dilletanten, dessen Arbeit ihn nicht tangiert, weil sie schlicht unter seinem Niveau ist - er macht die Argumente null und nichtig. Schön, dass das keiner erkennt. In bestimmten Fachkreisen ist das eine ganz übliche Methode, um die Konkurrenz auszustechen.

Was er sagt, ist per se nicht falsch, aber was er eigentlich ausdrücken will, halte ich einfach nur für billig.
Muss da klar wiedersprechen. Ich denke du macht es dir allgemein zu einfach und ich glaube auch nicht das du Herrn Spector im speziellen gerecht wirst.

@ Archer

Gender ist crap haben alle erkannt ausser die deutsche Inteligenzia die wie immer total verklemmt und im vorrauseilendem Gehorsam sich überflüssigen Regeln, Grenzen und politikel Korrektniss unterwirft . Die deutsche ^^Inteligenzia^^ ist eine blubbernde Masse kastrierter Hunde und ist alleine damit beschäftigt dafür zu sorgen das es auch so bleibt. :wink:

Es gibt ganz sicher herausragende Denker bei uns , aber die werden mit deutscher Gründlichkeit aussortiert und mundtot gemacht. :wink:

Wo sind eigentlich unsere Philosophen abgeblieben? Die werden sich warscheinlich auch die nächsten 100 Jahre nur mit der deutschen Schuld und sonst nichts beschäftigen. Mit dieser Haltung verblöden wir erst richtig und versklaven uns auf ewig bei den Fascho Kapitalisten USA. Die für mich technisch aufgerüstete Nazis sind mit einem selbsternannten Recht auf die Weltherrschafft. :mrgreen:

Auf uns darf weiterhin jeder jederzeit pissen. siehe NSA, der englische Geheimdienst und natürlich die Wallstreet . Wir haben nichts zu melden, wir haben zu kuschen :mrgreen:
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 12.07.2013 14:15, insgesamt 4-mal geändert.
Vernon
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Vernon »

Ich hatte mich eine Zeit lang für Astronomie interessiert. In den dortigen Fachzeitschriften hoffte man auch auf mehr Beachtung durch die Massenmedien. Stattdessen wurden die Gelder für Raumfahrtprojekte wieder und wieder zusammengestrichen oder verweigert.
Sollen sich die Medien lieber damit befassen. Ein gut gezielter Asteroid und aus ists mit der Rolle der Frau in Computerspielen.^^
Granfaloon
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Granfaloon »

froschhund hat geschrieben:Kennt ihr "Movie in 5 seconds"?
http://www.youtube.com/watch?v=kO1WXEH9B7M

In diesen Videos wird auf ironisch pointierte Weise ein ganzer Film auf's "Wesentliche" zusammengepresst. Natürlich ist das als Gag gedacht, denn man kann praktisch jeden Film (auch einen guten) auf einen einzigen Satz reduzieren, sowas wie "Frodo, geh nach Mordor und vernichte den Ring!".

Bei Spielen gibt es - finde ich - das Problem, dass man nicht nur ein spezifisches Spiel, sondern gleich ganze Genres mit einem einzigen solchen Satz charakterisieren kann:

- Ego-Shooter: "Hier hast du eine Waffe, töte damit alle deine Feinde, während du den Levelausgang suchst."
- Rennspiel: "Du kannst lenken, beschleunigen, bremsen und schalten, gewinn das Rennen."
- Jump&Run: "Lauf und hüpf von links nach rechts und pass auf, dass du in keine Falle trittst."
.
Antwort Ego-Shooter: Sicherlich richtig! Allerdings ist es nicht eine Frage, ob ich in Spec Ops:The Line plötzlich feststelle, dass ich, nachdem ich panisch in einen Hinterhalt geraten bin und ein Sandsturm mir die Sicht raubt, justamente mir von der anderen Seite die Kugeln um die Ohren fliegen, ich abdrücke und eine Frau und ein Kind töte? Oder Call of Duty spiele?

Antwort Jump&Run: Ist es nicht ein Unterschied, wenn ich wie in Catherine zwar hüpfe und ausweiche, dass Setting aber das ganze Dilemma von Treue, Fremdgehen und Gewissensbissen ausleuchtet, darüber hinaus die (Bezugnahme Test) ... "psychischen Blockaden ... wahrsten Sinne des Wortes erklommen werden"? Oder eine eklektisch zusammengebastelte stereotype Story wie Darksiders?

Wo ist der Unterschied der den Unterschied macht?
johndoe1388741
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von johndoe1388741 »

muecke-the-lietz hat geschrieben: ....
Stimme Dir in einigen Punkten zu und ist auch gut formuliert. Mein Kommentar (Beitrag von edelg » Do Jul 11, 2013 9:48 am) hat das aber auch erkannt, war nur anders formuliert. MfG
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greenelve
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von greenelve »

Granfaloon hat geschrieben:
froschhund hat geschrieben:Kennt ihr "Movie in 5 seconds"?
http://www.youtube.com/watch?v=kO1WXEH9B7M

In diesen Videos wird auf ironisch pointierte Weise ein ganzer Film auf's "Wesentliche" zusammengepresst. Natürlich ist das als Gag gedacht, denn man kann praktisch jeden Film (auch einen guten) auf einen einzigen Satz reduzieren, sowas wie "Frodo, geh nach Mordor und vernichte den Ring!".

Bei Spielen gibt es - finde ich - das Problem, dass man nicht nur ein spezifisches Spiel, sondern gleich ganze Genres mit einem einzigen solchen Satz charakterisieren kann:

- Ego-Shooter: "Hier hast du eine Waffe, töte damit alle deine Feinde, während du den Levelausgang suchst."
- Rennspiel: "Du kannst lenken, beschleunigen, bremsen und schalten, gewinn das Rennen."
- Jump&Run: "Lauf und hüpf von links nach rechts und pass auf, dass du in keine Falle trittst."
.
Antwort Ego-Shooter: Sicherlich richtig! Allerdings ist es nicht eine Frage, ob ich in Spec Ops:The Line plötzlich feststelle, dass ich, nachdem ich panisch in einen Hinterhalt geraten bin und ein Sandsturm mir die Sicht raubt, justamente mir von der anderen Seite die Kugeln um die Ohren fliegen, ich abdrücke und eine Frau und ein Kind töte? Oder Call of Duty spiele?

Antwort Jump&Run: Ist es nicht ein Unterschied, wenn ich wie in Catherine zwar hüpfe und ausweiche, dass Setting aber das ganze Dilemma von Treue, Fremdgehen und Gewissensbissen ausleuchtet, darüber hinaus die (Bezugnahme Test) ... "psychischen Blockaden ... wahrsten Sinne des Wortes erklommen werden"? Oder eine eklektisch zusammengebastelte stereotype Story wie Darksiders?

Wo ist der Unterschied der den Unterschied macht?
Ach das klappt doch bei Filmen genauso leicht:

Actionfilm: Kawumm
Komödie: Lachen
Drama: Traurig
Krimi: Spannend
usw.

Das sind aber nichts anderes als Genrebeschreibungen, kein Inhalt des jeweiligen Werkes, wie zum Beispiel "Frodo, geh nach Mordor". :Blauesauge:
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KATTAMAKKA
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von KATTAMAKKA »

Genau und dieses bocksteife Schubladen denken und das krampfhafte festhalten daran , ist der Tod für jede kreativität und bietet locker flockig eine Argumentation für einen Genickschuss bei kreativem Handeln. Das Leben ist deutlich komplexer als zig Schubladen und Games sollten wenigstens komplexer als eine einzelne simple Schublade sein und vor allem frecher . Raffinesse mit einem gehörigen Schuss Spielwitz. Die Spielekritiker sitzen dazu nur in einer eigenen von den Bigplayern gesponcerte Schublade mit der Aufschrifft ^^Mein Name ist Hase , ich habe nicht zu melden und mein Horizont endet am Schubladen Griff^^ :mrgreen:

Man könnte auch sagen das die Jungs zwar studiert haben , aber auch schon da haben sie eigentlich nur auswendig gelernt und nichts begriffen, und verstehen/verwechseln fälschlicher Weise jetzt ihre Spielekritik als ^^dokumentarische^^ Bestandsaufnahme des Game Buisness mit freundlicher Unterstützung der Game Industrie um mal wieder fremdbestimmt irgendwas und irgendjemand zu bedienen obwohls ihnen eigentlich Scheissegal ist . Hauptsache irgendein Soll ist erfüllt und das grosse Ganze flutscht ordentlich . Und das grosse ganze kann man nur verstehen und akzeptieren wenn man studiert hat. Unterwerfung macht nur wissentlich und vorsetzlich richtig Spass . Ist das nicht geil, das ist Megageil , das ist ein Systemkonformer multibler Orgassmus . Also eigentlich nichts :mrgreen:

Unsere Eliten sind die Super Sklaven im schnicken aalglatten SM Ganzkörper Latexoutfit, mit Penisring und Hundehalsband aus Krokodilleder ,die uns normale Haussklaven aus Mangel an Freigeist genüsslich malträtieren , die Gürtel enger schnallen Masche macht die total scharf ( mehr haben die schlichtweg nicht drauf ) und uns noch weismachen wollen ,das Das normal sei. Die Typen sind nur noch krank :mrgreen:

Jetzt müsst ihr das nur noch auf die Merkel projezieren und nein am Ende von deren Kroko Leine sitzt nicht Gott . Wenn ihr das begriffen haben solltet, ja dann habe ich noch Hoffnung . Geradezu Euphorisch werde ich wenn ihr erkennt das Das ( Krokohundehalsband, etc ) nichts gutes sein kann :mrgreen:

Halt, ich höre Krokoleder ist Tierquälerei und das sei ein unakzeptabler und unpassender Diskussionsbeitrag von KATTAMAKKA . Verdammt ich bin raus. :mrgreen:
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 12.07.2013 21:40, insgesamt 9-mal geändert.
johndoe1527797
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von johndoe1527797 »

greenelve hat geschrieben:Das sind aber nichts anderes als Genrebeschreibungen, kein Inhalt des jeweiligen Werkes, wie zum Beispiel "Frodo, geh nach Mordor". :Blauesauge:
Ob Harry Potter, Frodo Beutlin, Luke Skywalker oder hmm... Neo "Mr. Anderson"

die gleiche Geschichte in anderen Bildern!
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greenelve
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Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von greenelve »

neo6238 hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Das sind aber nichts anderes als Genrebeschreibungen, kein Inhalt des jeweiligen Werkes, wie zum Beispiel "Frodo, geh nach Mordor". :Blauesauge:
Ob Harry Potter, Frodo Beutlin, Luke Skywalker oder hmm... Neo "Mr. Anderson"

die gleiche Geschichte in anderen Bildern!
Geschichte ungleich Genre. :/

Und ja, ob Schüler an einer magischen Schule oder Ringträger, kein großer Unterschied in der Geschichte. :steinigen: