Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele aussehen?
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- 4P|BOT2
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Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele aussehen?
Gebrauchtspiele sind den Herstellern bekanntermaßen ein Dorn im Auge. Genauer gesagt: Der Umstand, dass man an weiterverkaufter Software nichts mitverdient.In einer umfangreichen Studie (via Wired) beschäftigten sich Masakazu Ishihara von der New York University und Andrew Ching von der University of Toronto auch mit der Frage, was passieren würde, wenn es plötzlich keine Gebrauchtspiele mehr gäbe...
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Mca90
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Kommentar
Das Verrückte ist ja, dass die Spiele gleichzeitig teurer werden sollen. Das zusammen mit der Gebrauchtspielesperre kann nicht gut gehen. Entweder sie werden die Sperre wieder entfernen oder die Preise müssen nach unten korrigiert werden.
- Kajetan
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Re: Kommentar
Quatsch! Man fährt die Sache bewusst mit Karacho an die Wand und fordert dann Staatshilfen aka bedingungsloses Grundeinkommen für Firmen anMca90 hat geschrieben:Das Verrückte ist ja, dass die Spiele gleichzeitig teurer werden sollen. Das zusammen mit der Gebrauchtspielesperre kann nicht gut gehen. Entweder sie werden die Sperre wieder entfernen oder die Preise müssen nach unten korrigiert werden.
- saxxon.de
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
Meiner Meinung nach sagt Jim Sterling in der aktuellen Jimquisition alles zum Thema, was es zu sagen gibt. Man kann von dem Mann halten, was man will, aber er hat wirklich ein Talent dazu, den Finger in die Wunde zu legen.
- A Vile Saint
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Re: Kommentar
Ob man deswegen die XBox One als TV-Box promoted? Weil man dadurch die Anzahl an Käufern gewinnen muss, die man durch Gebrauchtspielsperre und überteuerte Spiele verliert?Mca90 hat geschrieben:Das Verrückte ist ja, dass die Spiele gleichzeitig teurer werden sollen. Das zusammen mit der Gebrauchtspielesperre kann nicht gut gehen. Entweder sie werden die Sperre wieder entfernen oder die Preise müssen nach unten korrigiert werden.
Genug Publisher schreiben rote Zahlen und peilen immer noch nicht. dass ihre Politik sie ihrer eigenen Grundlage berauben wird. Aber den Konzernspitzen wird das weder mittel- noch langfristig etwas ausmachen. Sie werden trotz des Misserfolgs mit Boni und Abfindungen nach Hause gehen, während die finanziell geprellten diejenigen sind, die Teile ihrer Alterversorgung oder ihren Job als "normaler Arbeitnehmer" bei dem Unternehmen haben. Also so, wie in ausnahmslos allen Branchen...
@Kajetan: kein Grundeinkommen...sind wir hier bei Georg Schramm, oder was (sind wir leider nicht
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johndoe798735
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
Hat jetzt zwar nichts mit der XBox sondern mehr mit dem PC zu tun, aber ich würde eine Überarbeitung des Gebrauchtspielemarktes durchaus ok finden. In Zeiten von Steam, Origin und co. werden sowieso immer weniger Spiele in Boxen gekauft. Ich fände es super, wenn ich meine Steam-Lizenzen einfach weiter verkaufen kann. Ein System ala ebay, wo man einfach einen kleinen Teil des Kaufpreises an Steam bzw. den Entwickler weitergibt würde dann ja ausreichen. Der Preis wird dann einfach durch Steam festgelegt (meinetwegen 20-30 % unter dem Neupreis) und fertig, immerhin verschleißen virtuelle Lizenzen ja nicht.
Aber natürlich wäre das nicht im Sinne der Publisher, schließlich wollen die beim Weiterverkauf ja anscheinend noch mal ordentlich dran verdienen...
Aber natürlich wäre das nicht im Sinne der Publisher, schließlich wollen die beim Weiterverkauf ja anscheinend noch mal ordentlich dran verdienen...
- Kajetan
- Beiträge: 27139
- Registriert: 13.04.2004 10:26
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Re: Kommentar
MS verfolgt stur die grundlegende, noch von Bill Gates vorgebene Strategie, irgendwann im Wohnzimmer genauso präsent zu sein, wie man das auf dem PC in Punkto Betriebssystem und Office-Software ist. Spiele sind für MS nur Mittel zum Zweck, daran ist MS nicht wirklich interessiert. Dass sich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren aber ganz gewaltige Dinge verändert haben, das Wohnzimmer schon längst in der Hand einer Unmenge von Hardware- und Dienste-Anbietern ist, MS hier auf einen vollkommen überfüllten Markt drängt ... mei, das interessiert nicht, wenn man mit Windows und Office jedes Jahr soviel an GEWINN einstreicht, was Firmen wie EA an Jahresumsatz haben. MS geht der Spielemarkt am Arsch vorbei, die Gebrauchtspielsperre hat man nur eingeführt, weil die Publisher laut genug gejammert haben und MS eigentlich nur in Ruhe seine Wohnzimmer-Mediastation fertigstellen wollte.A Vile Saint hat geschrieben:Ob man deswegen die XBox One als TV-Box promoted? Weil man dadurch die Anzahl an Käufern gewinnen muss, die man durch Gebrauchtspielsperre und überteuerte Spiele verliert?Mca90 hat geschrieben:Das Verrückte ist ja, dass die Spiele gleichzeitig teurer werden sollen. Das zusammen mit der Gebrauchtspielesperre kann nicht gut gehen. Entweder sie werden die Sperre wieder entfernen oder die Preise müssen nach unten korrigiert werden.
- Kajetan
- Beiträge: 27139
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
Gerade Plattformen wie Steam, wo jede Transaktion zentral über Accounts verwaltet wird, eignen sich perfekt dazu, dass auch der Publisher seinen Anteil an anfälligen Lizenzübertragungsgebühren bekommt.G0ten hat geschrieben:Aber natürlich wäre das nicht im Sinne der Publisher, schließlich wollen die beim Weiterverkauf ja anscheinend noch mal ordentlich dran verdienen...
Technisch und rechtlich steht dem nichts im Wege, der Publisher muss nur wollen. Und genau DARAN scheitert es bislang. Die Publisher wollen nicht.
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Solidus Snake
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
Ich würde mich selbst als Steamverweigerer bezeichnen. Ich habe zwar Steam und auch Steamgames aber das sind durch die Bank "NUR" Valve Games. Auf Konsole habe ich "gehabt" 78 Games. Davon sind bestimmt 1/3 Gebraucht oder Tausch Games. Die Meisten Games verkaufe oder tausche ich. Ohne dieses Recht des Wiederverkaufs hätte ich vielleicht nur die Hälfte der Games. Sprich dadurch das ich die Games verkaufen kann hole ich mir auch immer wieder neue. Fällt das nun weg, hole ich mir eben nur noch die Perlnen. Vielleicht lohnt sich dann eine Konsole garnicht mehr und ich kann mir gleich Games für nur noch ein paar Euro holen.
Als Student habe ich eben nicht die Möglichkeit mir 78 Games zum Vollpreis zu holen. Deshalb glaube ich auch, das die Umsätze an Games (und gerade in Japan) erstmal richtig einbrechen werden.
Und Nein ich sehe es nicht ein nochmal einen Beitrag an einen Konsolenhersteller zu tätigen.
Als Student habe ich eben nicht die Möglichkeit mir 78 Games zum Vollpreis zu holen. Deshalb glaube ich auch, das die Umsätze an Games (und gerade in Japan) erstmal richtig einbrechen werden.
Und Nein ich sehe es nicht ein nochmal einen Beitrag an einen Konsolenhersteller zu tätigen.
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THD04
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
Wie sie sich selber das Wasser abgraben... herrlich oder?
Nichts - aber auch gar nichts! - ist unendlicher als die Gier von Spiele-Publishern... die geht soweit das sie auf beiden Augen blind sind für das was ihre Kunden wirklich wollen.
Naja... ausser die Energieindustrie--- die hält beim Thema Gier ganz locker mit.
Nichts - aber auch gar nichts! - ist unendlicher als die Gier von Spiele-Publishern... die geht soweit das sie auf beiden Augen blind sind für das was ihre Kunden wirklich wollen.
Naja... ausser die Energieindustrie--- die hält beim Thema Gier ganz locker mit.
- Exedus
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
Dafür braucht es eigentlich keine studie sondern einfach gesunden Menschenverstand, aber den haben EA und Co bekannter weise ja nicht.
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Armin
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
Jetzt haben wir es also auch wissenschaftlich belegt, was uns der Papst (Kajetan) immer gepredigt hat. Weniger wird verkauft, weil sich die Leute den Kauf mangels Verkaufsmoeglichkeit besser ueberlegen. Aber bei niedrigen Preisen funktionierts doch ganz gut, wie uns ja Gog,gamersgate und steam ja schon lange gezeigt haben.
- sphinx2k
- Beiträge: 4057
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
Auch wenn ich hier einige Punkte habe wo ich ehr widersprechen möchte finde ich den Beitrag hier gut zusammen gefasst wie man das ganze sehen kann.
https://www.youtube.com/watch?v=2G_f8YBy39M
Z.B. meint er das Onlinedienste wie Server kosten sind für die ein Wiederverkäufer ja nichts zahlt. Ich kann man zwar mit dem Argument an sich anfreunden, aber es ist auch selbst verschuldet wenn man keine Server Software anbietet für seine Kunden das diese selbst hosten können.
https://www.youtube.com/watch?v=2G_f8YBy39M
Z.B. meint er das Onlinedienste wie Server kosten sind für die ein Wiederverkäufer ja nichts zahlt. Ich kann man zwar mit dem Argument an sich anfreunden, aber es ist auch selbst verschuldet wenn man keine Server Software anbietet für seine Kunden das diese selbst hosten können.
- FlyingDutch
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
Zum Verweigern gehört meines Wissens ein kompletter Verzicht. Ich jedenfalls würde jemanden der Steam nutzt, nicht als Steamverweigerer bezeichnen.Solidus Snake hat geschrieben:Ich würde mich selbst als Steamverweigerer bezeichnen. Ich habe zwar Steam und auch Steamgames aber das sind durch die Bank "NUR" Valve Games.
Ich mach mir die Welt, widdewidde, wie sie mir gefällt
- King Rosi
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Re: Spielkultur: Wie würde ein Markt ohne Gebrauchtspiele au
sehe ich auch so. ich persönlich nutze sogut wie garkeinen gebrauchtspiele markt und wenn da snur zum verkaufen. ich bin aber auch der meinung, dass er ruhig etwas restriktiver werden kann, wenn die spiele grunlegend billiger werden.
naja, aber man sollte abwarten, wie es trotz accountbindung bei der xbox one (stört mich übriegns nicht im geringsten, nutze auch steam in vollem umfang) möglich sein wird, spiele zu verkaufen und wieviel die spiele letztenendes kosten werden.
naja, aber man sollte abwarten, wie es trotz accountbindung bei der xbox one (stört mich übriegns nicht im geringsten, nutze auch steam in vollem umfang) möglich sein wird, spiele zu verkaufen und wieviel die spiele letztenendes kosten werden.
