Alking hat geschrieben:Es geht darum bei jedem verkauften Spiel NACH dem Neukauf ebenfalls Umsatz zu generieren. Das bedeutet man wird ein System einführen, bei dem nochmal gezahlt werden muss und das Geld ohne große Umwege über den Konsolenhersteller auch an die Publisher geht.
Nur ist das eine Milchmädchenrechnung.
1. Es gibt genügend Leute, die eine Gebrauchtspielsperre boykottieren würden. Das Geld für die PS4 ist bei mir fest eingeplant, aber eine Konsole mit einer allgemeinen Gebrauchtspielsperre würde mir nicht ins Haus kommen. Eine optionale Gebrauchtspielsperre wäre dagegen noch ok, dann würde ich nur die Publisher boyottieren, welche diese einsetzen.
2. Bei einer kostenpflichtigen Gebrauchtspielentsperrung haben Erstkäufer nach einem Spielverkauf faktisch weniger Geld für neue Spiele zur Verfügung. Was die Publisher also auf der einen Seite an Geld mit der Gebrauchtspielentsperrung abpressen, fehlt dann an anderer Stelle für Neuspiele.
3. Bei einer kostenpflichtigen Gebrauchtspielentsperrung werden Gebrauchtspiele letztlich teurer, sodass diese für einkommensschwache Käufergruppen (z.B. Schüler) weniger erschwinglich werden. Auch dieses schadet dem Absatz insgesamt.
Letztlich ist das Ganze nämlich ein Nullsummenspiel: Kaum ein Haushalt kann/wird wegen einer Gebrauchtspielsperre mehr Geld für Spiele ausgeben, sondern es werden dann halt weniger gekauft.
Ich bin übrigens auf den Preis der XBone/PS4-Spiele gespannt. Oft wird bei einer neuen Konsolengeneration ja eine kleine Preiserhöhung angestrebt. Dagegen ist eigentlich nichts zu einzuwenden. Jedoch wäre bei einer gleichzeitigen Gebrauchtspielsperre, die den Wiederverkaufswert von Neuspielen faktisch reduziert, jede Preiserhöhung eine Frechheit.