The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimmste in der Gaming-Industrie"

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Wigggenz
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Wigggenz »

Nanimonai hat geschrieben:[...]
Du sagst es selbst:
Wo es Türen gibt, gibt es immer einen Weg, sie zu öffnen.

Und so wie ich das sehe, wird Schwarzkopieren momentan nur von einer Sorte DRM anscheinend wirklich gehemmt (nicht verhindert, wohlgemerkt, nur gehemmt):
Ein zu 100% auf Always-on ausgelegtes Spiel wie D3.

Das ist aber, wie schon oft gesagt, unverhältnismäßig. Denn das bringt zu viele, zu erhebliche Nachteile für ehrliche Käufer mit sich, ist sogar noch um einiges schlimmer als die übliche zwanghafte Zusatzsoftware mit Accountbindung. Um diese Sorte DRM zu rechtfertigen, muss meiner Ansicht nach positiv bewiesen werden, wieviele Leute sich so ein Spiel kauften und es ansonsten schwarzkopiert hätten. Und diese Zahl muss erheblichen Ausmaßes sein.

Nicht vergessen: Ein entscheidender Fakt, den wir haben, ist die Ansammlung gravierender Nachteile der üblichen DRM-Systeme für zahlende Kunden. Eine hohe absolute Zahl von Schwarzkopien legitimiert nur und ausschließlich, dass überhaupt gegen diese vorgegangen werden muss, aber nur im Rahmen der Verhältnismäßigkeit. Und für die Verhältnismäßigkeit einer Maßnahme (da kommt an erster Stelle die Geeignetheit, an die ich die oben beschriebenen Anforderungen stelle) ist deren Verwender den Beweis schuldig.
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danke15jahre4p
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:
Spoiler
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leifman hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Ich halte es für etwas blauäugig zu glauben, dass jemand sich ein Spiel kauft, weil er den Entwickler so gut findet und ihn unterstützen möchte.
naja, die erfolgreichen kickstarter kampagnen sagen da was anderes!
Das kann man nicht direkt vergleichen, denn ohne das Geld der Unterstützer wird das Spiel erst gar nicht erscheinen. Man gibt das Geld nicht, weil man einen Entwickler so toll findet (er hat ja noch keine Arbeit abgeliefert, die man bewerten kann), sondern aus einer Hoffnung heraus, dass es ein gutes Spiel werden wird.
doch, ein wichtiges, wenn nicht sogar das wichtigste kriterium bei investments ist die reputation der verantwortlichen!

ein tim schafer bekommt eher geld als ein no name game design absolvent, sollte eigentlich auch klar sein!
Serials als Kopierschutz? Dann kann man es auch gleich sein lassen, da geht es ja wahrscheinlich noch schneller sich eine Seriennummer erzeugen zu lassen und zu kopieren als sie händisch aus einem Booklet einzutippen.
eine serial stellt einen 08/15 user schon vor genügend probleme, dessen erzeugung erst recht!

aber ich dachte deine frage zielt auf das ab was man tuen könnte, nicht auf das was man tuen muss!?

man könnte den drm lockern, man muss ihn nicht verstärken!
"wenn sich das die großen player nicht erlauben können mit dem preis runterzugehen, pech!" ist kein zielführender Lösungsvorschlag.
aber selbstverständlich ist er das, einer der vermutlich zu einer bereinigung des marktes führen würde, aber in der basis wohl der einzige lösungscorschlag der einige dinge wieder gerade rücken könnte!

ein tomb raider verkauft sich 3 mio. mal, wird aber als flop angesehen!

hallo? entweder falsch kalkuliert, zu teuer eingekauft, sich in der lizenz vergriffen, oder einfach noch größere lasten in anderen releases zeitgleich!
Davon habe ich vorhin eigentlich ziemlich explizit gesprochen... man erreicht sehr schnell in dieser Diskussion eine emotionale Ebene, die in keinster Weise förderlich für die Debatte ist.
wo denn? ich habe auf rein wirtschaftlicher basis geantwortet, nicht ein deut emotional!

du fragst was man tuen könnte um die verkäufe anzukurbeln (bzw. raubkopierer zu käufern machen), ich sage, preise runter, qualität steigern! emotional?
Ich möchte mich ungerne wieder bestätigt sehen in meiner Annahme, dass irgendwann nur noch auf Stammtischparolen umgeschaltet wird.
die einfachsten wirtschaftlichen zusammenhänge sind stammtisch?
Preise senken bei gleichzeitig steigender Qualität. Wie kann das in der Praxis aussehen?
kleinere, aber leckere brötchen backen!

firmen restrukturieren, firmenkosten senken, zwischenhändler meiden, marketing günstiger und gezielter einsetzen, auf teure tools verzichten, grafik engines optimieren - keine polygon jagd...
Qualität habe ich vorhin ja schon als Argument gegen Schwarzkopien ausgeschlossen, da gute Qualität nachweisbar kein Kopierschutz ist.
mag auf den ersten blick so sein, dennoch setzt sich qualität auf langer sicht durch!

klar, die early adopter raubkopierer gibt es, unabhängig von qualität, doch die spätkäufer gibt es nur,abhängig von qualität!

ein gutes spiel wird auch nach einem jahr noch gekauft, dann wenn es schon auf den ganzen sites und als torrent nicht mehr verfügbar ist, ein schlechtes spiel verkauft sich nach einem halben jahr schon nicht mehr!
Steigende Qualität bedeutet aber im gleichen Atemzug auch steigende Kosten.
kommt auf die investition an, wenn man natürlich die neuesten tools und die neueste grafik haben musst, wirds teuer! abermuss es denn sein? wer sich in so eine spirale verzwickt, ist selber schuld!

und auch hier hat sich die branche das selber eingebrockt, wenn man grafik als innovation verkaufen will, muss man sich nicht wundern wenn man sich dementsprechend seine käuferschicht herangezogen hat!
Wir sind jetzt teilweise bei Produktionskosten im dreistelligen Millionenbereich angekommen (Bioshock Infinite angeblich 200 Mio). Wenn dann gleichzeitig noch die Preise sinken sollen, müssen die Absatzzahlen astronomisch und unrealistisch hoch sein.
musste denn bioshock jetzt kommen? zu diesem zeitpunkt mit dieser grafik, mit diesen kosten? hätte man das gleiche spiel in 1 - 2 jahren nicht um 25% günstiger produzieren können?

alles eine frage der kalkulation, wenn man sich dafür entscheidet,muss man es auch durchziehen, wenn man failt, dann failt man!
Wie soll es in der Praxis funktionieren, wenn man 10 Mio+ Einheiten absetzen muss, um überhaupt an den Break Even Point zu kommen?
wiegesagt, das hat sich die branche teilweise selber zuzuschreiben, mit ihrer immer-geilere-grafik-spirale!

das was ich von tomb raider gehört habe, war: top grafik - haare mit dem neuesten dx11 schnickschnack

dann wurde noch was von survival erzählt, dann ballerei, dann kaum rätsel eher action!

ja super, dennoch verkauft es sich 3 mio. mal! und das soll wenig sein?

wer da auf nen noch größeren big bang gehofft hat, hat einfach falsch kalkuliert!
Die Kosten für die Spieleentwicklung darf man nicht mit den Kosten für Filmproduktionen oder Musikproduktionen vergleichen, dort gibt es ganz andere, mehrstufige Absatzmärkte.
dann muss sich der markt einfach mal ein wenig regulieren, zurückfahren das ganze! tut vielleicht auch der indieszene ganz gut, die wird dann schneller auf das gleiche podest kommen wie die aaa-mega titel!
Ich konnte leider bei Deinem Beitrag nur Forderungen eines enttäuschten Spielers erkennen, aber keine wirklich zielführenden Lösungsvorschläge, vielleicht kannst Du ja da mal drauf eingehen.
soso, enttäuschter spieler...

komischerweise sind die einzigen die in der branche heulen die dicken publisher, die kleinen bis mittelständigen unternehmen machen ihr ding, komisch!

das zeigt mir einfach nur, dass die kosten für die produktion oftmals unnötig zu hoch sind, wenn man das nicht reguliert und nicht die preise anpasst, wird es keine überschussrechnung im positiven sinne geben!

der markt ist übersättigt mit software, spielen, anbietern - deswegen nochmal: je höher das angebot, desto niedriger der preis!

keine ahnung wo du da emotionalität erkennen willst, aber seis drum!

greetingz
Nanimonai
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Nanimonai »

Wigggenz hat geschrieben: Das ist aber, wie schon oft gesagt, unverhältnismäßig. Denn das bringt zu viele, zu erhebliche Nachteile für ehrliche Käufer mit sich, ist sogar noch um einiges schlimmer als die übliche zwanghafte Zusatzsoftware mit Accountbindung. Um diese Sorte DRM zu rechtfertigen, muss meiner Ansicht nach positiv bewiesen werden, wieviele Leute sich so ein Spiel kauften und es ansonsten schwarzkopiert hätten. Und diese Zahl muss erheblichen Ausmaßes sein.

Nicht vergessen: Ein entscheidender Fakt, den wir haben, ist die Ansammlung gravierender Nachteile der üblichen DRM-Systeme für zahlende Kunden. Eine hohe absolute Zahl von Schwarzkopien legitimiert nur und ausschließlich, dass überhaupt gegen diese vorgegangen werden muss, aber nur im Rahmen der Verhältnismäßigkeit. Und für die Verhältnismäßigkeit einer Maßnahme (da kommt an erster Stelle die Geeignetheit, an die ich die oben beschriebenen Anforderungen stelle) ist deren Verwender den Beweis schuldig.
Ein Hersteller von "was auch immer" ist grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, seine Vorgehensweise oder Verkaufsstrategie zu rechtfertigen oder zu beweisen, es ist seine Entscheidung, sein Angebot.
Daher ist er auch niemanden irgendetwas schuldig.
Es steht uns nicht zu, einen "Rahmen der Verhältnismäßigkeit" zu beschreiben, das kann nur der Gesetzgeber. Wir können lediglich entscheiden, ob wir auf ein Angebot eingehen wollen oder nicht.

Was nützt es, was Du da schreibst? Es wird keinen Beweis geben (weder in die eine noch in die andere Richtung), also ist es überflüssig einen zu fordern.

Es ist doch müßig, sich immer und immer wieder an Dingen aufzuhalten, die einfach nur den momentan unschönen Stand beschreiben, ohne sich um Lösungsvorschläge zu kümmern. Wem hilft das? Du hast Dir dann Luft gemacht und geschildert, wie blöd doch alles ist und vielleicht fühlst Du Dich danach auch besser, aber ehrlich gesagt ist das nicht mein Anliegen hier... ich möchte viel mehr über Möglichkeiten diskutieren, wie man die jetzige Situation verbessern kann.

Können wir uns darauf einigen?
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Wigggenz
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Wigggenz »

Nanimonai hat geschrieben:Ich möchte viel mehr über Möglichkeiten diskutieren, wie man die jetzige Situation verbessern kann.

Können wir uns darauf einigen?
Auf den ersten Part deines Posts gehe ich nicht wirklich ein, weil du Publishern einen Blankoscheck gibst, nach Belieben mit den Verbrauchern zu verfahren. Deine Gedanken ein paar Jahrzehnte zurück und in den Kopf des Gesetzgebers platziert, hätten wir heute kein Verbraucherschutzrecht. Und auch unser heutiges Verbraucherschutzrecht ist meiner Meinung nach nicht weit genug, wenn auch nur, weil die heutigen Problemfelder sich eher exklusiv auf Luxusgüter wie Videospiele beschränken.

Was die Möglichkeiten der Verbraucher angeht, gegen die heutige Situation vorzugehen, das habe ich dir bereits anfangs geschrieben:
Produkte mit derartigem DRM-System boykottieren (oder zumindest erst dann kaufen, wenn der Gewinn für den Publisher kaum noch existent oder mittlerweile völlig uninteressant ist) und zum Boykott oder extremen Spätkauf aufrufen.

Da habe ich persönlich auch nun schon seit längerem ein reines Gewissen, auch wenn meine Bemühungen, andere vom Kauf DRM-behafteter Produkte abzuhalten, relativ fruchtlos bleiben.
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben: firmen restrukturieren, firmenkosten senken, zwischenhändler meiden, marketing günstiger und gezielter einsetzen, auf teure tools verzichten, grafik engines optimieren - keine polygon jagd...
Das sind ja alles nette Schlagworte. Aber sie haben keinen Inhalt, keinen Hintergrund. Versuche doch bitte nicht, ein Unternehmensberater für Unternehmen zu sein, von denen Du keinerlei Hintergrundinformationen interner Strukturen hast.
leifman hat geschrieben: kommt auf die investition an, wenn man natürlich die neuesten tools und die neueste grafik haben musst, wirds teuer! abermuss es denn sein? wer sich in so eine spirale verzwickt, ist selber schuld!

und auch hier hat sich die branche das selber eingebrockt, wenn man grafik als innovation verkaufen will, muss man sich nicht wundern wenn man sich dementsprechend seine käuferschicht herangezogen hat!
Ich gehe nicht davon aus, dass die Spielerschaft in Zukunft bereit sein wird, auf immer besser werdende Grafik zu verzichten. Sicherlich trifft das auf den einen oder anderen zu, aber gewiss nicht auf das Gros der Spieler. Das ist ein Point of no Return, auch was den Werbeeffekt angeht. Ich glaube nicht, dass ein Half Life 2 bei heutigem Release (ohne, dass es jemals Half Life gegeben hätte) auch nur irgendeinen Zuspruch bei Spielern finden würde.
Nein, wir haben die Grafik von Battlefield 3 gesehen, ein Battlefield 4 mit der Grafik eines Battlefield 1942 würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit floppen.
leifman hat geschrieben: der markt ist übersättigt mit software, spielen, anbietern - deswegen nochmal: je höher das angebot, desto niedriger der preis!
Ich bin nicht der Auffassung, dass wir bereits den Punkt der Marktsättigung erreicht haben. Zielgruppen werden erweitert (Frauen stehen momentan oben auf der Liste, ich nehme stark an, dass in naher Zukunft auch Rentner als neue Zielgruppe hinzukommen werden), die Nachfrage ist sehr hoch, das Angebot stark. Noch wächst dieser Markt.
Hört er irgendwann auf damit, dann wird es eine Preisregulierung nach unten geben. Derzeit sehe ich diesen Punkt aber noch lange nicht erreicht.
Betrachten wir die gesamte Marktentwicklung gab es auch seit Anbeginn des Computerspielezeitalters keine nennenswerten Preisänderungen, weder nach oben noch nach unten.
keine ahnung wo du da emotionalität erkennen willst, aber seis drum!
Du beendest nahezu jeden Satz mit einem Ausrufezeichen. Du schreibst "laut", nicht entspannt und zurückhaltend. Das ist emotional.
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Nanimonai »

Wigggenz hat geschrieben: Produkte mit derartigem DRM-System boykottieren (oder zumindest erst dann kaufen, wenn der Gewinn für den Publisher kaum noch existent oder mittlerweile völlig uninteressant ist) und zum Boykott oder extremen Spätkauf aufrufen.
Das ist vermutlich die einzige Möglichkeit, ja.
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

Nanimonai hat geschrieben:Ein Hersteller von "was auch immer" ist grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, seine Vorgehensweise oder Verkaufsstrategie zu rechtfertigen oder zu beweisen, es ist seine Entscheidung, sein Angebot.
Daher ist er auch niemanden irgendetwas schuldig.
Richtig. Selbiges gilt aber auch für den Konsumenten. Und damit haben wir doch die einzig denkbare Lösung: Das kann und wird nur der Markt entscheiden. Da kannst du dir noch soviel Mühe mit konstruktiven Vorschlägen unter Berücksichtigung und Abwägung aller Interessen. Also von "neutralen" Lösungen, die allen Beteiligten nutzen. Das ist alles nur graue Theorie. In der Praxis kommen wir aus den Rollen nicht heraus. Sprich: große Firmen müssen radikal profitorientiert arbeiten werden ihre Produkte solange mit Kontrollmaßnahmen versehen (ganz einfach weil es geht), solange der Käufer das mitmacht. Und der Konsument kommt aus seiner Rolle ebenfalls nicht raus: Er konsumiert, bis eine rote Linie überschritten ist oder umgeht die Kontrollmaßnahme (erneut: weil es geht). Beiden Parteien kann man ihr Verhalten nichtmal übel nehmen. Das hat was von Poker, von Ausreizen. Dein Vorhaben ist ja ehrbar, hier zu vermittelnden, ausgewogenen Lösungen zu kommen, aber in der Praxis zerschellen die ruckzuck in der Interessens-Gemengelage. Und ganz ehrlich sehe ich auch überhaupt nicht ein, den Firmen in ihre Sache reinzuquatschen. Wenn sie mir ein Produkt vorlegen, was mich nicht überzeugt, dann ist das überhaupt nicht mein Problem.

Ein Umdenken bzgl. DRM wird nur stattfinden, wenn der Bogen soweit überspannt wird, dass die Kunden abspringen oder konkurrierende Geschäftsphilosophien (wie CDP derzeit) anfangen zu boomen und gefährlich attraktiv zu werden. Wenn die Schäfchen weglaufen, wird umgedacht. Fällt man mit dem Always-On der X-Box 720 grandios auf die Fresse, gibt es einen Turn. Der Markt muss aber diese Signale aussenden, vorher wird sich da nichts bewegen und das Ausreizen, das "Rollenspielchen" der Interessen geht fröhlich weiter.
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Xris
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Xris »

Und so wie ich das sehe, wird Schwarzkopieren momentan nur von einer Sorte DRM anscheinend wirklich gehemmt (nicht verhindert, wohlgemerkt, nur gehemmt):
Ein zu 100% auf Always-on ausgelegtes Spiel wie D3.
Hmm wirklich? Ich denke ja das es im Fall von D3 eher an der Tatsache liegt, das die Meisten mit D3 erst im MP wirklich Spaß haben. Vermutlich wäre eher ein guter MP der beste Kopierschutz. Nicht das erste Mal das ich hinter den Versuchen der Entwickler in jedes Spiel einen MP reinzuquetschen noch andere Bewegründe als Verpackungsreklame sehe.

@Copy Player
Es ist kein Diebstahl im eigentlichen Sinne... wurde ja schon oft genug hier richtiggestellt. Aber mal ein anderer Gedankengang - ich weis nicht wie das Durchschnittsalter in diesem Thread ist. Ich jedenfalls bin die ersten Jahre ohne Internet und dergleichen aufgewachsen. Da war die Tauschbörse der Freundeskreis, der mit kopierter Musik, Filmen und natürlich auch Spielen herhalten musste. Aber damals hat man da noch nicht jeden gleich an die Wand gestellt, nur weil man mal eine Musik CD auf Kasette aufgenommen (auch das ist nach dem Gesetz eine illegale Kopie) hat, oder später gleich die komplette CD auf nen Rohling. Ich frage mich was da passiert ist... und hat es geschadet bist heute? Kopiert wird seit wann? War es das Tonbandgerät?
Nanimonai
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Nanimonai »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: Richtig. Selbiges gilt aber auch für den Konsumenten. Und damit haben wir doch die einzig denkbare Lösung: Das kann und wird nur der Markt entscheiden.
Natürlich. Letzten Endes entscheidet es der Markt und nur der.

Leider halte ich die Spezies "Computerspieler" für einen der schlechtest möglichen und am wenigsten aufgeklärten Konsumenten, daher wird er in diesem Pokerspiel wohl noch eine ganze Weile lang mit "7/2/offsuit" als Starthand rumkrebsen.
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danke15jahre4p
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:
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leifman hat geschrieben: firmen restrukturieren, firmenkosten senken, zwischenhändler meiden, marketing günstiger und gezielter einsetzen, auf teure tools verzichten, grafik engines optimieren - keine polygon jagd...
Das sind ja alles nette Schlagworte. Aber sie haben keinen Inhalt, keinen Hintergrund. Versuche doch bitte nicht, ein Unternehmensberater für Unternehmen zu sein, von denen Du keinerlei Hintergrundinformationen interner Strukturen hast.
natürlich habe ich keine expliziten und spezifischen informationen über die einzelnen interen firmenstrukturen, aber, wenn ein pordukt hergestellt wird und erreicht nicht die gewinnzone, dann liegt es wohl an den herstellungskosten, oder?

wenn mein produkt vom markt nicht angenommen wird, dann liegt es entweder am preis, an der qualität, dem marketing oder der bedarfsanalyse!

diese regeln gelten einfach, dafür muss ich keine hintergrundinformationen interner firmenstrukturen haben!

wenn deine firma zu teuer prodzuiert, darüber hinaus zu teuer anbietest, hast du am markt gefailt, ganz einfach!
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leifman hat geschrieben: kommt auf die investition an, wenn man natürlich die neuesten tools und die neueste grafik haben musst, wirds teuer! abermuss es denn sein? wer sich in so eine spirale verzwickt, ist selber schuld!

und auch hier hat sich die branche das selber eingebrockt, wenn man grafik als innovation verkaufen will, muss man sich nicht wundern wenn man sich dementsprechend seine käuferschicht herangezogen hat!
Ich gehe nicht davon aus, dass die Spielerschaft in Zukunft bereit sein wird, auf immer besser werdende Grafik zu verzichten. Sicherlich trifft das auf den einen oder anderen zu, aber gewiss nicht auf das Gros der Spieler. Das ist ein Point of no Return, auch was den Werbeeffekt angeht. Ich glaube nicht, dass ein Half Life 2 bei heutigem Release (ohne, dass es jemals Half Life gegeben hätte) auch nur irgendeinen Zuspruch bei Spielern finden würde.
Nein, wir haben die Grafik von Battlefield 3 gesehen, ein Battlefield 4 mit der Grafik eines Battlefield 1942 würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit floppen.
tja, wenn einige big player mal wieder anfangen würden auf wirtschaftlichkeit hinzuarbeiten, dann müssen sich die spieler bald darauf einstellen eher grafische "magerkost" zu bekommen, bis dann der nächste wieder voll auf die kacke haut!

so ist das halt!
Betrachten wir die gesamte Marktentwicklung gab es auch seit Anbeginn des Computerspielezeitalters keine nennenswerten Preisänderungen, weder nach oben noch nach unten.
ja, vielleicht muss sich da was ändern!
keine ahnung wo du da emotionalität erkennen willst, aber seis drum!
Du beendest nahezu jeden Satz mit einem Ausrufezeichen. Du schreibst "laut", nicht entspannt und zurückhaltend. Das ist emotional.
:)

sorry, aber so beende ich immer die sätze, allerdings mit ohne jeglicher intention dahinter ala "laut" oder "schreien!

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Zuletzt geändert von danke15jahre4p am 29.04.2013 21:50, insgesamt 1-mal geändert.
Nanimonai
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Nanimonai »

Xris hat geschrieben:Aber damals hat man da noch nicht jeden gleich an die Wand gestellt, nur weil man mal eine Musik CD auf Kasette aufgenommen (auch das ist nach dem Gesetz eine illegale Kopie) hat, oder später gleich die komplette CD auf nen Rohling. Ich frage mich was da passiert ist... und hat es geschadet bist heute?
Vergleiche die Distributionsplattformen "Schulhof" und "Internet" miteinander, dann solltest Du Dir die Frage selbst beantworten können.
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben: sorry, aber so beende ich immer die sätze, allerdings mit ohne jeglicher intention dahinter ala "laut" oder "schreien!
Ich möchte das auch nur als Hinweis verstanden haben, wie so etwas bei mir ankommt. Lese ich Deine Beiträge, visualisiere ich einen User mit hochrotem Kopf vor dem Monitor, der wie wild auf seiner Tastatur rumhämmert, weil sein Boxsack im Kraftraum von einem virtuellen Roundhouse-Kick zerschmettert worden ist. SO WIE CAPTN CAPSLOCK !!!
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

Nanimonai hat geschrieben:Leider halte ich die Spezies "Computerspieler" für einen der schlechtest möglichen und am wenigsten aufgeklärten Konsumenten, daher wird er in diesem Pokerspiel wohl noch eine ganze Weile lang mit "7/2/offsuit" als Starthand rumkrebsen.
Tja ich weiß es nicht. Ist ja mittlerweile eine extrem heterogene Gruppe, die ich so gar nicht einschätzen kann (da darf man sich von diesem Forum ja nicht täuschen lassen). Aber um trotzdem mal richtig schön zu pauschalisieren: In jedem Fall scheint der gemeine Gamer als solcher mit versprochener Bequemlichkeit ziemlich bestechbar zu sein, und solange man diesen Rundum-Sorglos-Wohlfühl-Traum gut an den Mann/Frau bringen kann, gibt man offenbar herzlich gerne das eine oder andere Recht auf. Woll'n mal schauen, wir schmerzresistent der gemeine Computerspieler langfristig wirklich ist, was Gängelung und Fremdkontrolle betrifft. Bin ich selbst gespannt drauf^^.
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Xris
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Xris »

Nanimonai hat geschrieben:
Xris hat geschrieben:Aber damals hat man da noch nicht jeden gleich an die Wand gestellt, nur weil man mal eine Musik CD auf Kasette aufgenommen (auch das ist nach dem Gesetz eine illegale Kopie) hat, oder später gleich die komplette CD auf nen Rohling. Ich frage mich was da passiert ist... und hat es geschadet bist heute?
Vergleiche die Distributionsplattformen "Schulhof" und "Internet" miteinander, dann solltest Du Dir die Frage selbst beantworten können.
Achso! Wenns nicht sooft gemacht wird, ists weniger schlimm? Und ich wette das es Prozentual gesehen nicht mehr geworden ist. Denn der Spiele- Musik und Videomarkt ist seit damals um ein vielfaches größer geworden. Nein, nein das liegt einfach nur daran viel mehr Geld auf dem Spiel steht und sich die Herren Aktionäre in die Hose scheißen. So hat man wenigstens das Gefühl dem Copy Player nicht gleich die Haustüre sondern nur den Hintereingang offen stehen zu lassen.
Nanimonai
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: "DRM-Systeme sind das Schlimms

Beitrag von Nanimonai »

Xris hat geschrieben: Wenns nicht sooft gemacht wird, ists weniger schlimm? Und ich wette das es Prozentual gesehen nicht mehr geworden ist. Denn der Spiele- Musik und Videomarkt ist seit damals um ein vielfaches größer geworden.
Genau. Das trifft wohl auf viele Straftaten zu, dass es weniger schlimm ist, wenn es weniger gemacht wird.
Uli Hoeneß hat prozentual am Gesamtvermögen vermutlich auch nicht mehr Steuern hinterzogen als Knut Gustav mit seiner Tischlerei. Bei den absoluten Zahlen werden aber einige Menschen hellhörig.