Das könnte ja durchaus sein, aber leider bedeutet Cloud Gaming vor allem eins: Totale Abhängigkeit mit allen erdenklichen Konsequenzen. Spiele werden zu Dienstleistungen degradiert, die jeder Zeit eingestellt werden können, das Verhalten des Konsumenten wird rund um die Uhr gespeichert und ausgewertet, jeglicher Umgang mit dem Spiel wird strikt von den Publishern vorgegeben. Und sobald eine Monopolstellung erreicht ist, fängt der Spass erst richtig an: Monatlichen Abokosten können nach Belieben (nach oben) korrigiert und Spiele in Einzelteile zerstückelt werden, die man einzeln zusammenkaufen muss usw. der Vorstellung sind keine Grenzen gesetzt. Und wie gesagt, wenn der Dienst dann irgendwann mal nicht mehr rentabel ist, wird er abgeschaltet. Schicht im Schacht.Hahle hat geschrieben:[...]aber prinzipiell ist Cloud-Gaming durchaus eine tolle Sache. [...]
Besonders Letzteres bereitet mir als Spieler am meisten Sorgen: Spiele sind doch viel mehr als Dienstleistungen. Sie mögen vielleicht nicht Kunst sein, aber sie sind Kulturgüter, die auf einer Ebene mit Büchern, Filmen und Musik stehen. Es ist ein wunderbares Medium, das uns Spieler wie kein anderes zu fesseln vermag. Dass irgendwann einmal profitorientierte Manager zu den Verwaltern unserer Kulturgüter werden könnten, ist eine wirklich unschöne Vorstellung. Weshalb sollten nicht auch Filme, Bücher und Musik komplett zu Wolken verdampfen?
Klar, ich betreibe gerade Schwarzmalerei und Gelegenheitsspieler wird das kaum stören, aber mir persnönlich liegt viel an meinem Hobby und es gefällt mir gar nicht, dass dieses wunderbare Medium immer mehr zu einem Spieball profitorientierter Anzugträger wird.
