Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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Creepwalker
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Creepwalker »

Wigggenz hat geschrieben: Im Übrigen frage ich mich, warum Sarkeesian eigentlich betonen muss, dass sie eine Frau ist. :Kratz: War ganz am Anfang des Videos von Thunderfoot zu sehen. Wenn es im Feminismus wirklich ausschließlich um Gleichberechtigung, Gleichstellung und Abschaffung geschlechtlicher Rollenbilder geht, dann sollte es unerheblich sein, welchem Geschlecht der jeweilige Verfechter des Feminismus angehört. Zumal man doch direkt sieht, dass sie eine Frau ist, sie ist immerhin ja keine von denen die einerseits für das weibliche Geschlecht kämpfen aber andererseits ihre körperlichen Merkmale der Weiblichkeit unterdrücken.
Coz she's a bitch... :Blauesauge:

Ne mal ernsthaft, was ich viel lustiger finde ist, dass sie sich als "pop culture critic" darstellt.
Wo kann man denn den Titel studieren oder kaufen?
Achja...RICHTIG! ...bei Kickstarter, indem man seinen eigenen Youtubeschäfchen das Geld aus der Tasche zieht.
Wie weltfremd und naiv (oder berechnend?!) muss denn ne 22 Jährige sein um sich so überzeugt als "Kritiker" darzustellen.
Brauch man nicht wenigstens ein wenig Lebenserfahrung und bissel Weitsicht um halbwegs objektiv zu resumieren?

Halt! Sie hat ja recht, in Zeiten von Facebook und Co. glaubt ja jede Wurst sie sei wichtig und man müsste ja seine Grütze der ganzen Welt mitteilen..
Sind wir nicht eigentlich alle Pop Culture Critics?
Ich jedenfalls schon....nur bin ich leider zu dumm damit Kohle zu verdienen.
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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

@Creepwalker: Ohne nun speziell auf Dein absurdes Geschwurbel einzugehen: Wie kommst Du denn darauf, dass Anita Sarkeesian 22 sei? Sie selbst gibt ihr Alter nirgends an, und die englische Wikipedia spricht von "circa 1984", was sie etwa 29 Jahre alt macht.
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De_Montferrat
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von De_Montferrat »

Oldholo hat geschrieben:@Creepwalker: Ohne nun speziell auf Dein absurdes Geschwurbel einzugehen: Wie kommst Du denn darauf, dass Anita Sarkeesian 22 sei? Sie selbst gibt ihr Alter nirgends an, und die englische Wikipedia spricht von "circa 1984", was sie etwa 29 Jahre alt macht.
Ich würde sogar sagen, dass ihr Alter keine Rolle spielt. Sie könnte 100 Jahre alt sein und ihr Video wäre genau das, was es ist.
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

@De_Montferrat

Hey, was ist los? Ich bin dir doch schon ein ganzes Stück entgegen gekommen und trotzdem bist du nicht zufrieden zu stellen.

Ich glaube auch nicht an das böse, sexistische Videospiel, aber das tut Frau Sarkeesian ja auch nicht. Das betont sie zum Schluss sogar. Es ist eben nur bezeichnend, dass ein Großteil der Alltagsflucht nunmal in Mann rettet Frau vor fiesem Bösewicht besteht. Das ist natürlich vor allem mal bezeichnend für das Zielpublikum und würde sicherlich anders aussehen, wenn damals auch mehr Mädchen Games gezockt hätten.

Ich würde Frau Sarkeesian selbst als einer ihrer Befürworter aber ein Stück weit als Netztbeschmutzerin bezeichnen, denn wenn man ihr glauben darf und einige Bilder betrachtet, scheint sie ja selbst begeisterte Gamerin zu sein. Und all die bösen, patriarchischen, misogynen Spiele gehören ja unter anderem auch zu ihren Lieblingstiteln. Also scheint sie sich ja selbst von dieser Form der Alltagsflucht unterhalten zu fühlen, denn am Ende interessiert das Mädel in Zelda niemanden, man spielt das Game, weil es Spaß macht und nicht, weil man so gerne seine patriachische Weltvorstellung auslebt.

Und das ist halt der Fakt, der ihr Video zu mindestens für mich ein wenig unglaubwürdig macht. Sicher, man kann sich auch mehr wünschen, als das was da ist. Aber erst mit den Games Spaß haben und sie dann schlecht zu machen, ist ein bisschen, wie im Restaurant den Schweinebraten auf zu essen und danach zu sagen, dass Fleischkonsum gar fürchterlich ist und die Tiere in der Massenzucht bestimmt ganz furchtbar gelitten haben.

Damit spiele ich ihren Kritikern natürlich ganz schön in die Hand, aber das musste ich doch mal los werden.

Thema Kinderliteratur:

Gewinnerseite war ironisch gemeint, da die abgeänderten Versionen ja bereits auf dem Markt sind. So gesehen ist die Zeit in diesem Falle auf meiner Seite. :wink:
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

muecke-the-lietz hat geschrieben:@Es ist eben nur bezeichnend, dass ein Großteil der Alltagsflucht nunmal in Mann rettet Frau vor fiesem Bösewicht besteht. Das ist natürlich vor allem mal bezeichnend für das Zielpublikum und würde sicherlich anders aussehen, wenn damals auch mehr Mädchen Games gezockt hätten.
Bezeichnend inwiefern?

Aber im letzten Satz hast du doch den Kern der Sache getroffen: natürlich würde es anders aussehen,wenn damals auch mehr Mädchen Games gezockt hätten. Es ist nunmal einfach leichter, sich mit einer Figur des eigenen Geschlechts zu identifizieren. Wären damals also genau so viele Mädchen wie Jungs die Zielgruppe gewesen (also sprich Zockerinnen und Zocker), dann hätten wir heute ein ausgewogenes Verhältnis von Frau-rettet-Mann und Mann-rettet-Frau, weil man der Zielgruppe stets so gut es geht entgegenkommen will (solange man sie noch nicht wie heute abhängig gemacht hat natürlich :D).

Ich verstehe nur nicht, inwiefern man in dieser Sachlage auch nur irgendeine Spur von Sexismus entdecken kann.
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

Wigggenz hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:@Es ist eben nur bezeichnend, dass ein Großteil der Alltagsflucht nunmal in Mann rettet Frau vor fiesem Bösewicht besteht. Das ist natürlich vor allem mal bezeichnend für das Zielpublikum und würde sicherlich anders aussehen, wenn damals auch mehr Mädchen Games gezockt hätten.
Bezeichnend inwiefern?

Aber im letzten Satz hast du doch den Kern der Sache getroffen: natürlich würde es anders aussehen,wenn damals auch mehr Mädchen Games gezockt hätten. Es ist nunmal einfach leichter, sich mit einer Figur des eigenen Geschlechts zu identifizieren. Wären damals also genau so viele Mädchen wie Jungs die Zielgruppe gewesen (also sprich Zockerinnen und Zocker), dann hätten wir heute ein ausgewogenes Verhältnis von Frau-rettet-Mann und Mann-rettet-Frau, weil man der Zielgruppe stets so gut es geht entgegenkommen will (solange man sie noch nicht wie heute abhängig gemacht hat natürlich :D).

Ich verstehe nur nicht, inwiefern man in dieser Sachlage auch nur irgendeine Spur von Sexismus entdecken kann.
Bezeichnend in sofern, dass das Zielpublikum aus jungen, männlichen Zockern bestand.

Witzig ist doch auch, dass die weiblichen Gamer genauso leicht zu beeinflussen sind, wie die männlichen Gamer. Kaum macht ein bisschen Bewegungssteuerung, niedliche Optik oder Social Kram kann man sich vor weiblichen Gamern kaum retten.

So gesehen kann man da niemandem Sexismus unterstellen, eher, dass man eine ganze Weile lang sein Zielpublikum vielleicht etwas zu streng abgesteckt hat.

Und der Inbegriff des Patriarchs Shigero Miamoto hat letztlich mit seinen Games wie Mario, Zelda und Pikmin Spiele gemacht, die genauso viele Zockerinnen angesprochen hat, wie Zocker. Das ist halt auch ein irre witziger Fakt. Obwohl Zelda quasi der Inbegriff der DiD ist, lieben die Mädels diese Spiele, weil sie eben auf anderer Ebene die Mädels ansprechen.
Sie sind nicht übermäßig brutal, das Kämpfen steht eher im Hintergrund, man erlebt ein tolles Abenteuer mit vielen Figuren, mit denen man quatschen kann, hat viele, tolle kleine Nebenstorys, muss viele Rätsel lösen und die Optik ist letztlich auch putzig. Das interessiert die meisten Mädels vielmehr, als dass sie immer wieder Zelda retten müssen.

Da wird sich doch eher drüber aufgeregt, dass sich die blöde Kuh mal wieder hat entführen lassen und ob die nichts besseres zu tun hat.

Und wenn Frau Sarkeesian nicht gerade solche Videos macht, spielt sie bestimmt genau aus den gleichen Gründen eben auch diese Games.

Auch das furchtbar sexistische Spiel Starfox Adventures ist so ein typisches Mädchenspiel. Und das macht das Ganze für mich erst so super interessant.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

muecke-the-lietz hat geschrieben:Und der Inbegriff des Patriarchs Shigero Miamoto hat letztlich mit seinen Games wie Mario, Zelda und Pikmin Spiele gemacht, die genauso viele Zockerinnen angesprochen hat, wie Zocker. Das ist halt auch ein irre witziger Fakt. Obwohl Zelda quasi der Inbegriff der DiD ist, lieben die Mädels diese Spiele, weil sie eben auf anderer Ebene die Mädels ansprechen.
Sie sind nicht übermäßig brutal, das Kämpfen steht eher im Hintergrund, man erlebt ein tolles Abenteuer mit vielen Figuren, mit denen man quatschen kann, hat viele, tolle kleine Nebenstorys, muss viele Rätsel lösen und die Optik ist letztlich auch putzig. Das interessiert die meisten Mädels vielmehr, als dass sie immer wieder Zelda retten müssen.
Nun frage ich mich, inwiefern Zelda nun Mädchen anders anspricht als Jungs, denn ich behaupte mal, auch den Jungs geht es eher sehr nachrangig darum, Zelda tatsächlich zu retten, als vielmehr um Charaktere, größere und kleinere Nebenstories, Dungeons lösen und auch Optik und Weltdesign (was nicht immer putzig sein muss, wie Twilight Princess und Teile von Majora's Mask bewiesen haben).

Die "Rette-Zelda"-Mechanik wurde nur aus den Urzeiten übernommen, als man halt noch irgendeinen Aufhänger für das Spiel brauchte (ich gehe nämlich stark davon aus, dass die Spielmechaniken noch vor der Story als Ideen vorhanden waren). Dann verließ man sich auf die auf den ersten Blick nunmal motivierendste Variante unter den Billig-Stories, nämlich "Your-significant-other in Distress". Zielgruppe Jungs, schon wird DiD draus. Aber wichtig war auch für besagte Jungs die Story nie, nur wollte man kein Spiel ganz ohne Story-Aufhänger haben.

Die Nachfolger zeigen, wie unwichtig das große Story-Gerüst eigentlich für die Spiele waren (sie wurden kein bisschen komplexer) und dass man dort keine Mühe reingesteckt hat. Brauchte man auch nicht, die Spiele waren trotzdem genial.

Twilight Princess ist da das für mich herausragende Zelda (in Grenzen auch Majora's Mask), da fand ich die Story wirklich mal interessant, und Midna ist einer der besten Charaktere, die jemals im Zelda-Universum aufgetaucht sind. Leider ist man da mit Skyward Sword eher wieder zurückgegangen.

Aber lass uns das nicht in einen Zelda-Thread verkommen lassen, mein Punkt ist, dass ich denke, dass sowohl Mädchen als auch Jungs (und Frauen und Männer) die Spiele nicht verschieden, sondern auf gleiche Weise genießen.
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De_Montferrat
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von De_Montferrat »

muecke-the-lietz hat geschrieben:@De_Montferrat
Es ist eben nur bezeichnend, dass ein Großteil der Alltagsflucht nunmal in Mann rettet Frau vor fiesem Bösewicht besteht. Das ist natürlich vor allem mal bezeichnend für das Zielpublikum und würde sicherlich anders aussehen, wenn damals auch mehr Mädchen Games gezockt hätten.
Möglich ist es.
Ich würde Frau Sarkeesian selbst als einer ihrer Befürworter aber ein Stück weit als Netztbeschmutzerin bezeichnen, denn wenn man ihr glauben darf und einige Bilder betrachtet, scheint sie ja selbst begeisterte Gamerin zu sein. Und all die bösen, patriarchischen, misogynen Spiele gehören ja unter anderem auch zu ihren Lieblingstiteln. Also scheint sie sich ja selbst von dieser Form der Alltagsflucht unterhalten zu fühlen, denn am Ende interessiert das Mädel in Zelda niemanden, man spielt das Game, weil es Spaß macht und nicht, weil man so gerne seine patriachische Weltvorstellung auslebt.
Ich sehe eben nicht, dass Frau Sarkeesian das versteht. Wenn man bisherige Arbeiten einbezieht (z. B. diese Fantasy-Frauen-Geschichte), dann weisen die eine Richtung. Vielleicht werden die bezahlten Videos ja auch endlich mal argumentativ und perspektivisch breiter, aber das muss sie erstmal zeigen. Vorher und selbst dann bleiben eben noch diese Behauptungen. Und die sind einfach kritisch zu hinterfragen.
Und das ist halt der Fakt, der ihr Video zu mindestens für mich ein wenig unglaubwürdig macht. Sicher, man kann sich auch mehr wünschen, als das was da ist. Aber erst mit den Games Spaß haben und sie dann schlecht zu machen, ist ein bisschen, wie im Restaurant den Schweinebraten auf zu essen und danach zu sagen, dass Fleischkonsum gar fürchterlich ist und die Tiere in der Massenzucht bestimmt ganz furchtbar gelitten haben.
Das ist ja nicht das einzige. Sie beschwert sich ja über Sexismus und frauenfeindliche Bilder, rennt aber auch nicht wie die letzte Nonne durch die Gegend. Das verlangt, denke ich, auch niemand. Aber es passt eben nicht so ganz in ihren Grundtenor der bösen, bösen, patriarchalischen Gesellschaft.
Thema Kinderliteratur:
Gewinnerseite war ironisch gemeint, da die abgeänderten Versionen ja bereits auf dem Markt sind. So gesehen ist die Zeit in diesem Falle auf meiner Seite. :wink:
Mh... diese Editionen habe ich noch nirgendwo gesehen. :wink:
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

Wigggenz hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:Und der Inbegriff des Patriarchs Shigero Miamoto hat letztlich mit seinen Games wie Mario, Zelda und Pikmin Spiele gemacht, die genauso viele Zockerinnen angesprochen hat, wie Zocker. Das ist halt auch ein irre witziger Fakt. Obwohl Zelda quasi der Inbegriff der DiD ist, lieben die Mädels diese Spiele, weil sie eben auf anderer Ebene die Mädels ansprechen.
Sie sind nicht übermäßig brutal, das Kämpfen steht eher im Hintergrund, man erlebt ein tolles Abenteuer mit vielen Figuren, mit denen man quatschen kann, hat viele, tolle kleine Nebenstorys, muss viele Rätsel lösen und die Optik ist letztlich auch putzig. Das interessiert die meisten Mädels vielmehr, als dass sie immer wieder Zelda retten müssen.
Nun frage ich mich, inwiefern Zelda nun Mädchen anders anspricht als Jungs, denn ich behaupte mal, auch den Jungs geht es eher sehr nachrangig darum, Zelda tatsächlich zu retten, als vielmehr um Charaktere, größere und kleinere Nebenstories, Dungeons lösen und auch Optik und Weltdesign (was nicht immer putzig sein muss, wie Twilight Princess und Teile von Majora's Mask bewiesen haben).

Die "Rette-Zelda"-Mechanik wurde nur aus den Urzeiten übernommen, als man halt noch irgendeinen Aufhänger für das Spiel brauchte (ich gehe nämlich stark davon aus, dass die Spielmechaniken noch vor der Story als Ideen vorhanden waren). Dann verließ man sich auf die auf den ersten Blick nunmal motivierendste Variante unter den Billig-Stories, nämlich "Your-significant-other in Distress". Zielgruppe Jungs, schon wird DiD draus. Aber wichtig war auch für besagte Jungs die Story nie, nur wollte man kein Spiel ganz ohne Story-Aufhänger haben.

Die Nachfolger zeigen, wie unwichtig das große Story-Gerüst eigentlich für die Spiele waren (sie wurden kein bisschen komplexer) und dass man dort keine Mühe reingesteckt hat. Brauchte man auch nicht, die Spiele waren trotzdem genial.

Twilight Princess ist da das für mich herausragende Zelda (in Grenzen auch Majora's Mask), da fand ich die Story wirklich mal interessant, und Midna ist einer der besten Charaktere, die jemals im Zelda-Universum aufgetaucht sind. Leider ist man da mit Skyward Sword eher wieder zurückgegangen.

Aber lass uns das nicht in einen Zelda-Thread verkommen lassen, mein Punkt ist, dass ich denke, dass sowohl Mädchen als auch Jungs (und Frauen und Männer) die Spiele nicht verschieden, sondern auf gleiche Weise genießen.
Absolut, ich wollte nur drauf hinweisen, dass die "patriarchsichen Beispiele schlechthin" am Ende auch von den Mädels geliebt werden. Ich will jetzt hier auch kein Fass auf machen, was Jungs- und was Mädelsspiele sind, Fakt ist aber, dass es wohl mehr Zelda-, Mario- und Pikminspielerinnen gibt, als Quake-, Gears of War- und Fifa Spielerinnen.

Ich fand Majoras Mask übrigens mit Abstand am spannendsten. Und es ist auf jeden Fall putzig im Vergleich zu Quake, Doom, Blood, Fifa, Gran Turismo, UFO und wie sie nicht alle hießen und heißen. Alleine der kleine Deku Link spricht ja wohl seine eigene Sprache.
Und auch TP ist immer noch putzig im Vergleich zu anderen Titeln. Man betrachte sich nur mal die Goronen, die in diesem Teil so witzig waren, wie nie zuvor. Bei WW und SS liegt die Putzigkeit schon eher auf der Hand.
Starfox Adventures hat ja im Prinzip in die gleiche Kerbe geschlagen, mit seinen superniedlichen Dinos vielleicht sogar noch mehr.
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

De_Montferrat hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:
Thema Kinderliteratur:
Gewinnerseite war ironisch gemeint, da die abgeänderten Versionen ja bereits auf dem Markt sind. So gesehen ist die Zeit in diesem Falle auf meiner Seite. :wink:
Mh... diese Editionen habe ich noch nirgendwo gesehen. :wink:
Hier mal ein schöner Artikel dazu, von der Gegenseite formuliert.

http://www.efraimstochter.de/Dies_und_D ... ____.shtml

Astrid Lindgren wurde übrigens nicht ein einzige Mal in die rechte Ecke gedrängt, sondern diese Umstellung soll sie und ihre Texte davor bewahren.

Und wer sich wirklich noch dafür interessiert:

http://www.amazon.de/Ur-Pippi-Astrid-Li ... 3789141593

Unglaublich witzig und viel zu abgedreht. Absolut empfehlenswert.
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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

Wigggenz hat geschrieben: Feminismus

Gleichberechtigung
Diametrale Gegensätze. So, wie eine erzwungene Frauenquote weder dazu führt, dass Frauen mehr Leistungen in Führungspositionen zeigen, noch ihre Akzeptanz in diesen erhöht, wird militanter, einseitiger Feminismus je zu mehr führen, als Ablehnung gegenüber Frauen in genau den angesprochenen Bereichen.
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De_Montferrat
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von De_Montferrat »

muecke-the-lietz hat geschrieben: Hier mal ein schöner Artikel dazu, von der Gegenseite formuliert.

http://www.efraimstochter.de/Dies_und_D ... ____.shtml

Astrid Lindgren wurde übrigens nicht ein einzige Mal in die rechte Ecke gedrängt, sondern diese Umstellung soll sie und ihre Texte davor bewahren.

Und wer sich wirklich noch dafür interessiert:

http://www.amazon.de/Ur-Pippi-Astrid-Li ... 3789141593

Unglaublich witzig und viel zu abgedreht. Absolut empfehlenswert.
Ok, da gibt es sie also doch. Nunja, was soll ich dazu sagen? Die Skandinavier machen es richtig. "Astrid Lindgren wurde übrigens nicht ein einzige Mal in die rechte Ecke gedrängt, sondern diese Umstellung soll sie und ihre Texte davor bewahren." Das ist doch genau das Problem: Vorauseilender Gehorsam bei völlig harmlosen Wörtern in Kinderbüchern. Dieser vorauseilende Gehorsam gepaart mit polititischer Überkorrektheit so manch eines Gutmenschen. Da frage ich mich wirklich, wer da verbohrter ist? Die Gutmenschen oder die "ewig gestrigen Sturköpfe", wie die Kritiker des Abänderns von Originalen von Erstgenannten gerne bezeichnet werden. Die Schwierigkeit scheint, denke ich, vornehmlich eine deutsche zu sein. Aufgrund der Geschichte traut man sich ohnehin weniger als in anderen Ländern. Als Vergleich kann man sich ja ansehen, wie es die Skandinavier besser und richtiger machen.
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PanzerGrenadiere
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von PanzerGrenadiere »

brent hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben: Feminismus

Gleichberechtigung
Diametrale Gegensätze. So, wie eine erzwungene Frauenquote weder dazu führt, dass Frauen mehr Leistungen in Führungspositionen zeigen, noch ihre Akzeptanz in diesen erhöht, wird militanter, einseitiger Feminismus je zu mehr führen, als Ablehnung gegenüber Frauen in genau den angesprochenen Bereichen.
genau meine meinung. die frauenquote verpasst allem, was sich frauen bisher "erarbeitet haben", einen kräftigen arschtritt.
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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

brent hat geschrieben:So, wie eine erzwungene Frauenquote weder dazu führt, dass Frauen mehr Leistungen in Führungspositionen zeigen, noch ihre Akzeptanz in diesen erhöht, wird militanter, einseitiger Feminismus je zu mehr führen, als Ablehnung gegenüber Frauen in genau den angesprochenen Bereichen.
Das ist 'ne Schutzbehauptung und keineswegs wahrscheinlicher als das von den meisten Feminist_innen erwartete Ergebnis. Wir reden hier schließlich von vorwiegend akademischen Bereichen, in denen auch Männern eine gewisse Intelligenz zugesprochen werden dürfte.
Wenn Umfragen wie die hier genannte repräsentativ sind, wäre es bestenfalls ein Erfolg und schlimmstenfalls ein selbstgemachtes Übel, aber sie lassen das von Dir gezeichnete Szenario ziemlich unwahrscheinlich wirken.
De_Montferrat hat geschrieben:Vorauseilender Gehorsam bei völlig harmlosen Wörtern in Kinderbüchern. Dieser vorauseilende Gehorsam gepaart mit polititischer Überkorrektheit so manch eines Gutmenschen. Da frage ich mich wirklich, wer da verbohrter ist? Die Gutmenschen oder die "ewig gestrigen Sturköpfe", wie die Kritiker des Abänderns von Originalen von Erstgenannten gerne bezeichnet werden. Die Schwierigkeit scheint, denke ich, vornehmlich eine deutsche zu sein. Aufgrund der Geschichte traut man sich ohnehin weniger als in anderen Ländern. Als Vergleich kann man sich ja ansehen, wie es die Skandinavier besser und richtiger machen.
"Harmlos" ist relativ, nicht?
Zudem: Das ist keineswegs eine rein deutsche "Attitüde"; die USA z.B. sind in den letzten Jahren grundsätzlich deutlich Ismen-bewusster geworden und der "Negerkönig" hieß dort von Anfang an schlicht "Cannibal King", womit die Angelegenheit sowieso umschifft wurde.
Abgesehen davon natürlich, dass ich weiterhin nicht sehe, was schlimm daran sein sollte, rassistische Wörter aus unserer Alltagsliteratur zu streichen.
Welchen Gewinn ziehen wir denn daraus, dass in einem Pippi Langstrumpf-Buch von "Negern" gesprochen wird?