Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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tamberlane
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von tamberlane »

GeQo hat geschrieben:
tamberlane hat geschrieben:
Das die gute Frau Recht hat, kann niemand, der nüchtern an die Sache herangeht, anzweifeln. Das was sie da aufzählt, hat sie sich ja nicht ausgedacht. Sie muss sich nur zwei Dinge ankreiden lassen: erstens, die Gegenseite (Tomb Raider, Drakan, etc.) völlig übergangen zu haben[...]
Wie kann sie denn "Recht" haben, wenn sie nur eine Facette, eine Seite der Medaille beleuchtet? Meines Erachtens beißt sich das.
Wenn sie einen wichtigen Teil der ganzen Geschichte 'ignoriert' und sich nur an ihrer Sicht 'festbeißt', dann ist das für mich keineswegs "Recht". Sie sagt Wahres, keine Frage. Denn wie du sagst: sie hat sich die Dinge ja nicht ausgedacht. Ist sie deswegen im Recht? Keineswegs.
Für mich ist "Recht haben" und "die Wahrheit sagen" völlig synonym. Man kann ihre Aussagen mit "das ist wahr!" bestätigen. "Im Recht sein" ist etwas völlig anderes. Aber auch das kann man ihr nicht absprechen, schließlich hat sie auch das Recht solche Videos zu drehen und die vermeintlichen Missstände anzuprangern. Auch wenn das mit Hilfe sehr einseitiger Argumentation geschieht. Das ist zwar dann unglaubwürdiger, aber trotzdem Teil der Meinungsbildung.
Ich versteh auch die ganze Aufregung nicht, sie hat ja nicht behauptet, die Bösen männlichen Spieledesigner machen das extra nur deswegen, um Frauen zu diskriminieren.
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IEP
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von IEP »

B-oNe-s hat geschrieben:
Kumbao hat geschrieben:Das Problem ist, dass die meisten der von Dir genannten "positiven Beispiele" eben genau das Gegenteil sind. Bayonetta, die Dame aus Golden Axe, Heavy Metal, alles ganz genau die Gegenbeispiele für eine positive Frauenrolle in einem Videospiel.
Och, find ich eigentlich nicht. Diese Frauen sind stark und sexy ( da kann man mir erzählen was man will aber genau das streben die meisten Frauen doch in der Realität auch an ). Dass diese Beispiele natürlich wie gesagt hoffnungslos überzeichnet sind betrifft aber Frauen genau so wie Männer , da sehe ich den Unterschied wiederum nicht.
Sehe ich genau so. Meine Schwester (31) übrigens auch. Sie fand die Steuerung von Bayonetta zwar zu schwer, aber ihr hat die sexy Bayonetta sehr gut gefallen. Auch die ganzen "Pro Feminismus"-Leute sollten mal sehen, dass es bei allen Geschlechtern (wieviele es jetzt auch immer sein mögen) verschiedene Sichtweisen gibt.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

IEP hat geschrieben:Sehe ich genau so. Meine Schwester (31) übrigens auch. Sie fand die Steuerung von Bayonetta zwar zu schwer, aber ihr hat die sexy Bayonetta sehr gut gefallen. Auch die ganzen "Pro Feminismus"-Leute sollten mal sehen, dass es bei allen Geschlechtern (wieviele es jetzt auch immer sein mögen) verschiedene Sichtweisen gibt.
Das sind dann aber Opfer von Jahrhunderte lang tradierter männlicher Gehirnwäsche :ugly:
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Habe gerade nochmal auf Youtube den Kommentar unter dem Video aufgeklappt. Ganz am Ende findet sich dieses Statement:


"ABOUT COMMENTS
A vocal minority of abusive commenters have unfortunately made constructive conversation impossible here on YouTube. However we encourage you to embed this video on your blogs, forums and social networks in order to facilitate discussions on the topic with your own communities.

For more information on cyber mobs and gendered online harassment, you can watch my TEDxWomen talk on the topic: https://www.youtube.com/watch?v=GZAxwsg9J9Q"



Wie schon mehrfach gesagt: ich finde diese Position nachvollziehbar.
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ElTrollo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von ElTrollo »

GeQo hat geschrieben: Versteh mich nicht falsch - ich will nicht behaupten, diese Problematik wäre vollends an den Haaren herbeigezogen. Doch reitet mir die gute Frau viel zu sehr auf der 'Opferrolle' der Frau herum. Wie ich schon in einem vorigen Kommentar von mir sagte: das kann man so und so drehen.

Ich könnte genauso sagen, der Mann wird in die Heldenrolle gezwungen. Er ist es, der alles begradigen muss. Er ist der, der sein Leben riskiert um die 'Jungfrau in Nöten zu retten'. Das setzt dann eigentlich auch voraus, dass das Leben der 'Jungfrau in Nöten' mehr wert ist, als sein eigenes. Denn er wirft es immerhin allen Umständen zum Trotz in die Waagschale.

Zusammengefasst: Klar, es gibt diese (unfaire?) Rollenaufteilung - im Spiel wie auch im Leben. Und ja, die Jungfrau in Nöten ist ein stilistisches Mittel um einen Plot aufzuziehen. Aber das hat zwei Seiten und nur weil die nette Dame im Video die eine Seite aufzählt und die andere "vergisst", hat sie keineswegs 'Recht'.
Ich kann deinen Standpunkt schon verstehen, aber der größte Teil der Kritik in diesem Thread geht doch am Thema vorbei. Der Punkt mit der einseitige Sicht z. B - es ist das erste von 12 Videos zu dem Thema "Women vs. Tropes". Wenn nach dem 12. Video noch immer der Eindruck der Einseitigkeit besteht, dann muss das selbsverständlich kritisiert werden. Momentan halte ich das einfach für verfrüht.

Die Rollen von Männern in Videospielen dürften auch mehrheitlich Stereotypen entsprechen, aber das ist doch schlicht nicht ihr Thema, von daher kann ich diesen Punkt in der ganzen Diskussion echt nicht nachvollziehen. Das verweisen auf die "Gegenseite" ist finde ich immer eine ziemlich unsauber Sache. Bezieht sich jetzt speziell auch nicht auf dich. Aber als die Sexismusdebatte hochkochte, kamen auf einmal auch aus allen Ecken die Einwände, es gäbe ja auch Sexismus gegen Männer - ja und? Unrecht + Unrecht = Recht?! Ja, auch das "Männerbild" ist in Videospielen klischeebehaftet. Wenn hierzu jemand ein vergleichbares Projekt auf die Beine stellen würde, bitte, ich würde mir das auch anschauen. Nur binn ich mir sicher, dass in diesem Fall keine Hasstriaden zu befürchten wären, wie es jetzt zum Teil der Fall ist. Mag auch sein, dass ich da etwas zu sensibel bin, aber diese immer wieder auftauchenden Nazi- und Faschismusvergleiche stoßen mir zumindestauf keinerlei Vertsändnis.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

ElTrollo hat geschrieben: Das verweisen auf die "Gegenseite" ist finde ich immer eine ziemlich unsauber Sache. Bezieht sich jetzt speziell auch nicht auf dich. Aber als die Sexismusdebatte hochkochte, kamen auf einmal auch aus allen Ecken die Einwände, es gäbe ja auch Sexismus gegen Männer - ja und? Unrecht + Unrecht = Recht?!
Stimmt. Für mich hat sich mit dem Erreichen dieses Argumentationsmusters das Gegenüber als seriöser Diskussionspartner in der Regel erledigt. Das Muster ist ja sattsam bekannt - und zwar aus dem Kindergarten. Und genauso fruchtbar wird das Gespräch dann gern ab diesem Punkt. Es wird argumentativ die Jalousie heruntergelassen und reflexhaft und mit zunehmend weinerlich-gereiztem Tonfall auf die Gegenseite verwiesen, die auch ganz arg doll böse ist. Wie gesagt. Kindergarten.
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IEP
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von IEP »

mr archer hat geschrieben:
ElTrollo hat geschrieben: Das verweisen auf die "Gegenseite" ist finde ich immer eine ziemlich unsauber Sache. Bezieht sich jetzt speziell auch nicht auf dich. Aber als die Sexismusdebatte hochkochte, kamen auf einmal auch aus allen Ecken die Einwände, es gäbe ja auch Sexismus gegen Männer - ja und? Unrecht + Unrecht = Recht?!
Stimmt. Für mich hat sich mit dem Erreichen dieses Argumentationsmusters das Gegenüber als seriöser Diskussionspartner in der Regel erledigt. Das Muster ist ja sattsam bekannt - und zwar aus dem Kindergarten. Und genauso fruchtbar wird das Gespräch dann gern ab diesem Punkt. Es wird argumentativ die Jalousie heruntergelassen und reflexhaft und mit zunehmend weinerlich-gereiztem Tonfall auf die Gegenseite verwiesen, die auch ganz arg doll böse ist. Wie gesagt. Kindergarten.
Es ist in meinem Fall nur so, dass ich den "Sexismus" auf beiden Seiten sehe, aber im Fall von Videospielen finde ich es so belanglos, dass ich nicht glauben kann, dass man sich mit so was beschäftigt. Keine zockende Frau, die ich kenne, stört sich an so was in Games. Vielleicht kenne ich auch einfach zu wenige Amerikanerinnen.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

IEP hat geschrieben:Es ist in meinem Fall nur so, dass ich den "Sexismus" auf beiden Seiten sehe, aber im Fall von Videospielen finde ich es so belanglos, dass ich nicht glauben kann, dass man sich mit so was beschäftigt. Keine zockende Frau, die ich kenne, stört sich an so was in Games. Vielleicht kenne ich auch einfach zu wenige Amerikanerinnen.
Naja, Sexismus funktioniert eigentlich nur zweiseitig. Die noch weit verbreitete Annahme, dass Männer z.B. in angestrebten Beziehungen Frauen gegenüber den ersten Schritt zu machen haben lässt sich nicht ohne die stillschweigende Annahme halten, dass Männer eine aktive und Frauen eine passive Rolle innehaben. Und andersherum.

Ebenso der Ausspruch "Frauen (und Kinder) zuerst!". Nicht ohne sexistische Annahmen von Stärke und Schwäche zu erklären.

Nur bringt diese Art von Sexismus ggü. Männern nicht die alltäglichen Nachteile, die Frauen durch Sexismus erfahren müssen, wie z.B. weniger Lohn oder schlechtere Einstellungschancen.
Aber für eine vollkommen gleichgestellte Gesellschaft müssen alle Arten von Prämissen aufgegeben werden. Die Frage ist: wie weit darf die Gleichstellung gehen, damit nicht nur noch graue, farblose Individuen herumlaufen, weil jede Art von Farbe mit einem bestimmten Klischee behaftet ist.
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

.

Nochmal für alle Schreihälse mit Penis, die sich einer feministischen Hetzjagd ausgesetzt sehen:
Wigggenz hat geschrieben:
Abe81 hat geschrieben: Du hast diverse Kommentare geschrieben, die ein Bild zeichnen. Das ist nicht 'sofort' geschehen, sondern auf Grundlage deiner vielen Aussagen. Das ist auch kein 'Totschlag', sondern Gegenargument. [...] also belege wenigstens auch den törichten Vorwurf, ich würde Totschlagsargumente bedienen.
[...]

Und diese Aussage meinerseits ist dir schon Grund genug, mich als rechtskonservativen Antifeministen hinzustellen, zeichne angeblich ein Bild, als wenn sie in irgend einer Art repräsentativ für sämtliche anderen Lebensbereiche wäre. Das ist Totschlagargumentiererei.
Ein paar längere Basisbanalitäten zur Debatte:

A) Ich würde dich, wie auch die meisten der anderen DiD-Video-Gegner, nicht als rechtskonservativen Antifeministen hinstellen, sondern als eher durchschnittlichen Hanswurst, der es nicht sonderlich mit der Gleichberechtigung der Frau hält. Das scheint mir auch nur deswegen der Erwähnung wert, weil es hier im Thread, in den Videokommentaren usw. vielen Alltagsmackern so geht, daß sie denken, sie werden als eine Art "Extrem" abgeurteilt, nur weil sie etwas gegen Feminismus sagen. Nein, das ist ganz und gar nicht so, der Ansatz ist ein anderer: Das Geschlechterverhältnis in der Gesellschaft ist so schief, daß es verwundern würde, wenn eine solche Einstellung "extrem" wäre; das Verhältnis ist ferner so verdinglicht/verinnerlicht, daß es schon gar nicht mehr auffällt, wie selbstverständlich diese schiefe Lage ist (sie wird z.B. naturalisiert mit "Männer und Frauen sind von Natur so und so").

Sie - deine/eure Einstellung zum Geschlechterverhältnis - ist durchschnittlich, aber reaktionär (gemessen an dem, was möglich wäre, wegen Stand der Aufklärung, Empirie über das Thema etc.). Sie ist zutiefst anti-humanistisch, aber gesamtgesellschaftlich akzeptiert. Das schiefe Verhältnis im kulturindustriellen Zweig (Filme, Spiele, Bücher etc.) aufzubrechen, hat sich die Video-Bloggerin auf die Fahnen geschrieben. Das halte ich für naiv, gemessen an der Art der Theorie, wie ein Effekt erreicht werden soll (Aufklärung über Videos mit dem Appell zum Umdenken), aber ich halte es auch für inhaltlich richtig.

B) Meine Urteile über die Kommentatoren mögen harsch und furchtbar ungerecht sein, weil sie nicht euch, als ganze Person, berücksichtigen. Das ist mir relativ egal, ich urteile auf der Grundlage dessen, was hier im Thread geäußert und auch nicht geäußert wird, mit wem man sich dadurch gemein macht, wen man warum ablehnt. Und das ist zwar erschreckend, aber m.E. ebenso repräsentativ. Wer z.B. herumtönt, man würde ihn nicht richtig einschätzen, weil er ja für gleiche Löhne zwischen den Geschlechtern sei, aber gleichzeitig für all' die widerlichen Kommentare hier im Thread keinen Blick hat (Anspielungen darauf, daß die Videobloggerin unterfickt sei, daß sie eine Golddiggerin sei, Spekulationen darüber, ob sie noch Jungfrau sei etc.), den kann man in seiner Empörung nicht Ernst nehmen.

C) Und ich finde es auch befremdlich, das man hier so die Mimose mimt, anstatt sich auf den Inhalt zu konzentrieren. Nichts anderes wird doch auch die ganze Zeit von der Video-Bloggerin gefordert:"Kommentarfunktion auf Youtube wieder öffnen, die ganzen Vergewaltigungs- und Morddrohungen nicht Ernst nehmen, das ist business as usual" etc. Ich dachte, daß müsse man so im Internet ertragen (so deine Argumentation, Wigggenz, und die vieler anderer hier). Na dann ertragt sie doch, sonst müßte man euch den Vorwurf machen, mit zweierlei Maß zu messen; einen Doppelstandard nennt man das.
Wigggenz hat geschrieben: Eine Beispielthese aus ihrem Video:
Dinosaur Planet wurde aus sexistischen Motiven zu Star Fox Adventures.
Ihr Argument: Protagonistin Crystal wurde zu Protagonist Fox, Crystal zur DiD.
Mein Gegenargument: Fox ist ein bekannter Name. Ein Spiel, das "Star Fox" im Namen trägt, ist um einiges umsatzträchtiger, allein auf Grund des Namens, zumal es anscheinend für ein eigenes Star Fox noch gar keine Pläne gab. Das waren rein wirtschaftliche Erwägungen, und Geld ist weder männlich noch weiblich.
Meine Schlussfolgerung: Star Fox Adventures entstand nicht aus sexistischen Motiven.
Bevor ich das Beispiel zerlege, noch kurz die Anmerkung: Du führst als Nachweise für ein angebliches Totschlagsargument meinerseits an, daß du obiges geäußert hättest und deswegen dann gleich abgestempelt würdest. Die Verbindung hast du hergestellt, denn der von mir geforderte Nachweis beinhaltet ja, mir erst dein sachliche Argumentation zu zeigen (das hast du oben gemacht) und dann meine unsachliche Reaktion, die von mir monokausal ("gleich/sofort abgestempelt, aufgrund einer Aussage") auf deine Aussage zurückgeführt wurde. Letzteres hast du nicht gemacht, sondern einfach behauptet. Sorry für so trockene Logik-Nachhilfestunde, mir kommt das ja auch wie im Kindergarten vor, aber du scheinst das ja nicht ganz nachzuvollziehen.

Inhaltlich zu deinem Beispiel, (auf das ich ja auch bereits weiter oben diverse Male eingegangen bin):
A) Ist es kein Zufall, daß der männliche Charakter der schon vormals bekanntere war. Das hat lange Tradition.
B) Ignorierst du meine Aussagen dazu, daß eine bestimmte Form einen bestimmten Inhalt annehmen muss: Die wirtschaftlichen Erwägungen beruhen auf der binnenrationalen Planung, daß die Planer die Geschlechterverteilung in der Spielergemeinschaft kennen (was in dieser Eindeutigkeit mittlerweile kippt, aber die Spieleindustrie kommt da noch nicht hinterher) und auch ihre Bedürfnisse. Warum sind aber die Bedürfnisse und die Geschlechterverteilung beim Spielen so? Die scheinbar (nicht anscheinend!) rein wirtschaftlichen Überlegungen sind 'konfundiert'/durchzogen mit der Sicht auf das Geschlechterverhältnis und der so eingerichteten Welt.
C) Viele Frauen sind damit nicht einverstanden, das wird ignoriert, indem man Cherry-Picking und ad-hoc-Empirie betreibt, es wird also allerlei Zinnober betrieben, um diese Stimmen nicht hören zu müssen, ignorieren zu können, zu relativieren ("aber meine Schwester finde das auch OK", "ich kenne zehn Frauen die die Welt so in Ordnung finden")
D)... ach, ich könnte eine Myriade Seiten dazu schreiben, aber irgendwie vermute ich, daß das bei den meisten sowieso nichts bringt. Ein wenig resigniere ich davor... das eine Prozent, das man überzeugen kann, ist es mir dann auch nicht mehr wert, angesichts solcher begriffsstutzigen Dauerdiskutierer; und damit meine ich nicht, daß ich es per se schlimm finde, wenn jemand anderer Meinung ist, sondern wie die Diskussion geführt wird (denn mit einigen hier konnte ich ja schon einen halbwegs fruchtbaren bzw. angenehmen Streit führen).
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IEP
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von IEP »

Wigggenz hat geschrieben:
IEP hat geschrieben:Es ist in meinem Fall nur so, dass ich den "Sexismus" auf beiden Seiten sehe, aber im Fall von Videospielen finde ich es so belanglos, dass ich nicht glauben kann, dass man sich mit so was beschäftigt. Keine zockende Frau, die ich kenne, stört sich an so was in Games. Vielleicht kenne ich auch einfach zu wenige Amerikanerinnen.
Naja, Sexismus funktioniert eigentlich nur zweiseitig. Die noch weit verbreitete Annahme, dass Männer z.B. in angestrebten Beziehungen Frauen gegenüber den ersten Schritt zu machen haben lässt sich nicht ohne die stillschweigende Annahme halten, dass Männer eine aktive und Frauen eine passive Rolle innehaben. Und andersherum.

Ebenso der Ausspruch "Frauen (und Kinder) zuerst!". Nicht ohne sexistische Annahmen von Stärke und Schwäche zu erklären.

Nur bringt diese Art von Sexismus ggü. Männern nicht die alltäglichen Nachteile, die Frauen durch Sexismus erfahren müssen, wie z.B. weniger Lohn oder schlechtere Einstellungschancen.
Aber für eine vollkommen gleichgestellte Gesellschaft müssen alle Arten von Prämissen aufgegeben werden. Die Frage ist: wie weit darf die Gleichstellung gehen, damit nicht nur noch graue, farblose Individuen herumlaufen, weil jede Art von Farbe mit einem bestimmten Klischee behaftet ist.
Wenn es um alltägliche Nachteile, sei es in Beruf oder in freier Wildbahn, geht, dann stimme ich ja vollkommen zu. Aber was das mit klischeehafter Charakterisierung in Spielen zu tun hat, ist mir nach wie vor, auch nach 103289 Seiten Dummgeschwätz, unklar.


@Abe: Ich empfehle dir eine kalte Dusche.
Zuletzt geändert von IEP am 11.03.2013 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

Abe81 hat geschrieben:.Nochmal für alle Schreihälse mit Penis, die sich einer feministischen Hetzjagd ausgesetzt sehen:
Du fängst einen Beitrag so an, und erwartest dann, dass man sich nicht einer Hetzjagd ausgesetzt sehen soll?

Abgesehen davon, dass du nun schon mehrfach als einziger bleidigend wurdest?
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JesusOfCool
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von JesusOfCool »

@wigggenz: du bist echt so humorlos...
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

JesusOfCool hat geschrieben:@wigggenz: du bist echt so humorlos...
Soso, Humor ist das also.
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JesusOfCool
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von JesusOfCool »

also ich kann drüber schmunzeln aber ich fühl mich dadurch auch nicht angesprochen weil ich keiner dieser schreihälse bin die da wohl gemeint sind... oder zumindest sehe ich mich nicht als solchen. trotz penis.

faktisch gesehen hast du mit der penissache allerdings schon recht, die ist da wirklich vollkommen fehlplatziert. ansonsten steht in dem post aber viel wahres und dich nur wegen diesen einen details nicht damit auseinanderzusetzen ist... kindisch.
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ThePanicBroadcast
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von ThePanicBroadcast »

Ich stelle mir grad vor wie Wigggenz einen Kommentar mit
"An alle Schreihälse mit Klitoris ...."
beginnt :Blauesauge:
Was da los wäre :D