Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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hoelzi123
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von hoelzi123 »

mr archer hat geschrieben:Was daran liegt, dass sich im Fernsehen längst auch genug Beispiele dafür finden, wo mit Genderfragen intelligent und aufgeklärt umgegangen wird. Im Videospiel sind sie dagegen extrem rar gesäht.
Wie viele Actionfilme (= Männer als Zielgruppe) gibt es denn, bei denen nicht eine Frau (oder manchmal ein Kind, was ähnlich hilflos ist, wie eine Damsel in Distress) gerettet oder gerächt werden muss?

EDIT: Okay, ich hab die Russen vergessen, die sind auch oft eine gute Motivation
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dx1
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von dx1 »

5ancho hat geschrieben:1. Ist die klassische Jungfrau in Nöten keine Videospielerfindung sondern wurde schon in Sagen und Märchen verwendet. Auch in der Bibel kamen Frauen nicht gerade als heldenhafte Figuren weg.
Du kannst nicht gleichzeitig die Bibel in eine Reihe mit "Sagen und Märchen" stellen und sie als Beleg für die Unheldenhaftigkeit der Frauen in der jüngeren Menschheitsgeschichte nennen. Als Standardwerk für den sozialen Zusammenhalt taugt sie ohnehin nicht. Um mal Deiner Argumentation zu folgen: Schon in der Bibel werden Männer als sehr feige beschrieben. Sie lösen Konflikte, in dem sie ihre Frauen und Töchter zur Vergewaltigung frei geben. So fühlt sich in Mathäus 21 ein Mann von Fremden bedroht und gibt ihnen seine Frau zum vergewaltigen, damit er seine Ruhe hat. Lot will im selben Buch zwei Engel vor einem Übergriff schützen, in dem er dem Mob seine beiden Töchter anbietet. Der Mob soll mit ihnen machen können, was er will.
5ancho hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben: Hast Du Dir ihr Video überhaupt angesehen? Wenn ja, solltest Du mal an Deiner Aufnahmefähigkeit arbeiten. Nix für ungut.
Ich hab die ersten 2 Mintuen gesehen und hatte schon kein Bock auf so eine Feministenkacke. Wieso wird im Video noch drauf eingegangen?
Wieso im Video darauf eingegangen wird? Fragst Du das ernsthaft oder sind Dir nur die Satzzeichen ausgegangen?
5ancho hat geschrieben:Da sieht man mal wieder was für eine Scheisse manchmal rauskommt wenn jeder das sagen darf was er denkt:
Dies war übrigens eine wirklich passende Einleitung für Deinen Beitrag. Schade, dass so wenige Leute so ehrlich sein können wie Du.
Gex83
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Gex83 »

vielleicht kannst du deinen post ja nochmal in vernünftiges deutsch packen. nach dem ersten absatz hab ich aufgehört. hat keinen sinn.
Ich werde sicherlich meinen Horizont nicht beschränken, nur damit du folgen kannst. ;) Take it or leave it, das ist die Prämisse, alles andere wäre Selbstverleugnung. ;) Ich bin hier nicht in der Schule, von daher obliegt mir die Wahl meines Vokabulars ;)

Oder um mal ganz poelmisch zu werden: Ein Post ohne Klein - und Großschreibung ist auch nicht gerade "vernünftig". Beides ist einer gewissen Situationh aber auch Zielgruppe angepasst.
Ich muss dir leider widersprechen im Bezug auf Sarkeesian. Um mich nicht allzu sehr zu wiederholen, kannst ja meinen vorherigen Beitrag der etwas untergegangen ist im Sturm der Kommentare lesen.
Ich kenne ihre anderen Videos nicht, und ja ihr Ansatz ist natürlich per se einseitig, aber als solcher logisch und sachlich untermauert. Der Ansatz ist natürlich ein anderes Problem, geht er von einer einseitigen subjektiven Prämisse aus. Oder kurz gesagt: Das was sie beweisen will, hat sie zwar gut bewiesen, aber sie hat bewusst Fakten ausgelassen was ihre Theorie als solches hingegen ins Wanken bringt. Klassisches Tunnelblickproblem.
Und zu jeder Aussage gibt es eine Gegenaussage: Das Burschen in der Schule schlechter darstehen, hängt auch mit der Überzahl an weiblichen Lehren an allg. bildenden Schulen zusammen. Ich bezweifle, dass es an den Mädchen liegt, die in einer technischen Schule schlecht darstehen, da es eine enorme Überzahl an männlichen Lehrern gibt, die durchaus unterbewusst die Mädels sabotieren.
Das ist auch ein Teil des Problems, aber auch die festgelegten Sozialbilder wie die Befürchtung dass Frauen instabil, schwach oder gleich Kinder kriegen. Andererseits will man auch Familien unterstützen. Das System als solches ist n atürlich absurd. Und ja, Männer sind heillos unterrepräsentiert vor allem solche die sachlich an die Sache rangehen. In einem Punkt will ich noch was anmerken Der Kampf für gleiche Rechte ist niemals eine Ideologie, ein festgefügtes Bild voller Normen wie der Feminismus es aber teilweise macht hingegen schon.
Zuletzt geändert von Gex83 am 08.03.2013 15:35, insgesamt 1-mal geändert.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

hoelzi123 hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben:Was daran liegt, dass sich im Fernsehen längst auch genug Beispiele dafür finden, wo mit Genderfragen intelligent und aufgeklärt umgegangen wird. Im Videospiel sind sie dagegen extrem rar gesäht.
Wie viele Actionfilme (= Männer als Zielgruppe) gibt es denn, bei denen nicht eine Frau (oder manchmal ein Kind, was ähnlich hilflos ist, wie eine Damsel in Distress) gerettet oder gerächt werden muss?

EDIT: Okay, ich hab die Russen vergessen, die sind auch oft eine gute Motivation
Hm. Mal ein paar Beispiele, die die üblichen Muster verlassen:

- Alien
- Jackie Brown
- Kill Bill 1 & 2
- Death Proof
- Sucker Punch (mit Abstrichen)
- Kick Ass
- Super - Shut up, crime!
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Creepwalker
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Creepwalker »

mr archer hat geschrieben: Was daran liegt, dass sich im Fernsehen längst auch genug Beispiele dafür finden, wo mit Genderfragen intelligent und aufgeklärt umgegangen wird. Im Videospiel sind sie dagegen extrem rar gesäht.

Und wenn man der Meinung ist, etwas ändern zu müssen - dann sucht man sich ein Feld, wo der Änderungsbedarf eben besonders stark ins Auge springt.
Nebenbei: sie macht zu diesem Thema übrigens auch Videos im Film- und Fernsehbereich ...
Genug Beispiele? Bauer sucht Frau, DSDS, Katzenberger und co...
Ja es gibt genug schlechte Beispiele und die laufen auch am Besten.
Aber klär uns doch mal auch inwiefern sich TV so sehr von games unterscheidet.
Ich bin gespannt... :D
Tatsächlich kann man auf Videospiele und deren Community wohl einen größeren Einfluss haben.
Ich bezweifle aber stark, dass hier der Hund tatsächlich begraben liegt...

Ich muss ja zugeben, schlau ist die Frau.
Mit Videos im TV und Filmbereich, kann sie wohl auch noch die nächsten 50 Jahre, ihre "Thesen" an williges Publikum verkaufen..
Ich schau mal in 20 Jahren vorbei, bin mal gespannt wer dann, der oder das aktuelle "Böse" ist. :mrgreen:
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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

hoelzi123 hat geschrieben:Warum also Computerspiele?
Z.B., weil es derartiges noch nicht über Videospiele gab. Es gibt 'ne ganze Menge Internetseiten, Youtubeshows und Zeitungskolumnen, die sich mit Sexismus in Filmen und Büchern, sogar Comics, beschäftigen. Da Videospiele aber mittlerweile ein weitestgehend gleich großes Medium geworden sind, ist es doch nur sinnvoll und logisch, dass sich auch damit Menschen beschäftigen.
hoelzi123 hat geschrieben:Meiner Meinung nach, weil sie genau weiß, dass das klassischerweise eine Männerdomäne ist [..]
Das natürlich auch.
hoelzi123 hat geschrieben:[..] und dass entsprechend die Kontroverse hier am größten sein wird. Hätte sie eine Videoserie zu "Women vs. Tropes in TV series" oder so gemacht hätte da kein Hahn nach gekräht...
..was aber auch nur zeigt, wie überfällig es war, dass sich jemand damit beschäftigt und die Schwächen in unser aller Hobby aufzeigt.
Und "unser aller" schließt Sarkeesian mit ein, der ich durchaus abnehme, dass sie gerne zockt.

Hach, was lob' ich mir Spiele wie jene von Bethesda, in welchen man anfangs ein Geschlecht wählt und es von dort aus keinen Unterschied mehr macht, ob es nun ein XX oder XY ist; weder beim eigenen Charakter noch bei NPCs. Das möchte ich an dieser Stelle einfach mal als Optimalzustand hervorheben; zwischen "starken Männern" und "starken Frauen" ist es schön, schlicht "starke Menschen" zu haben. :)

Edit:
Creepwalker hat geschrieben: Ich habe nicht gesagt sie sei "geldgierig", ich stelle nur (wie sie auch) etwas in Frage.... :roll:
Nämlich was mit dem Geld passiert und ob es tatsächlich ihr einziger Beweggrund war, die Darstellung der Frau in Videospielen zu schildern.
Bedenke, dass sie ursprünglich nur 6000 Dollar als Ziel gesetzt hatte. Das wäre eher zu wenig als zu viel Geld gewesen.
5ancho
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von 5ancho »

Gex83 hat geschrieben:
Ok dann extra nochmal für dich: Wenn Frauen erst jetzt auffällt, welche Rollen sie in Videospielen einnehmen und sich auch erst jetzt dagegen wehren, dann zeigt dass doch, dass die Entwickler mit ihrem Bild von der hilf- oder wehrlosen Frau zum Teil richtig lagen.
Das ist ein leider ein sehr dummer Kommentar, kommt er doch aus einer leichten Position aus der es sich leicht sagen lässt. Und ja, ich verweigere mich jeglicher political correctness. Männlich, westlich und privilegiert sind auch oft Rassissten (nicht dass ich dich mit denen gleichstellen will); wohl aber in die Rolle des Chauvinisten, propagierst du doch hier ein einseitiges Stammtischbild was der Realität nicht nahe kommt. Frauen sind wie Kinder jahrelang für ihren Opferstatus noch bestraft worden. Wenn selbst dein Leiden als Tat gilt, ist ein Ausweg schwer. Das kann man noch nach wie vor in der muslimischen Welt sehen.

Dass sie sich nicht wehren können, hat 2 Gründe:
a) Für eine Frauenbewegung ist es schwerer Mitglieder zu finden als für eine Gewerkschaft oder ein Opferverband allgemein die auf Geschlechter keine Rücksicht nehmen müssen.
b) Die gesellschaftliche Fesseln zwingen auch Frauen dazu, sich in die Rollen einzufügen. Frauen werden also auch von Frauen unterdrückt. Die Bildung einer Interessengemeinschaft wird quasi unmöglich.

Das hat also weniger mit Intelligenz zu tun als mit fehlender Luft zum Atmen. Oder gemäss der Bedürfnispyramide von Soziologen: Erst wenn wir essen können und ein Dach über dem Kopf haben machen wir uns über andere Probleme Sorgen. Es gab schlichtweg keine Grundlage. Also bitte das Hirnchen etwas einschalten, merci.
Also erstmal wird es dich vielleicht interesseieren und schockieren, dass ich überhaupt kein Sexist Chauvinist oder sonsitges bin. Ich binsehr gut erzogen und behandel Frauen mit Respekt. Das Problem ist einfach, dass sich solche Frauenbewegungen selten für Gleichberechtigung einsetzen sondern einfach nur mehr Rechte und weniger Pflichten fordern und das ist KEINE Gleichberechtigung. Wenn ich mir jetzt sagen lassen muss, dass es sexistisch ist einer Frau die Tür aufzuhalten dann muss ich mir an den Kopf fassen. Ausserdem wollen die Frauen einerseits selbstständig sein und ihre Rechnungen selbst bezahlen aber wenn der Kerl Knete hat und mal wa sspringen lässt sin sie sich auch nicht zu schade ihre Reize spielen zu lassen.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Creepwalker hat geschrieben:
Genug Beispiele? Bauer sucht Frau, DSDS, Katzenberger und co...
Ja es gibt genug schlechte Beispiele und die laufen auch am Besten.
Aber klär uns doch mal auch inwiefern sich TV so sehr von games unterscheidet.
Ich bin gespannt... :D
:roll:

Tut mir leid, aber auf so eine platte Argumentation fällt mir nur folgende platte Antwort ein:

http://www.arte.tv/de

http://www.3sat.de/index.html
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Byron89
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Byron89 »

@Gex83: Aus wiki oder jedem Sozialbuch:

Der Ausdruck Ideologie (griechisch ἰδεολογία – Lehre von der Idee bzw. Vorstellung, von gr. ἰδέα (idea), Erscheinung, und λόγος (logos), Lehre) hat zwei grundsätzlich verschiedene Bedeutungen:[1]

Als wertfreier Begriff ist Ideologie „die allen politischen Bewegungen, Interessengruppen, Parteien, aber auch Konzepten immanente“ Summe der jeweiligen Zielvorstellungen (siehe Politische Ideologie).
Der insbesondere von Karl Marx geprägte Ideologiebegriff betrachtet Ideologie als „Gebäude, das zur Verschleierung und damit zur Rechtfertigung der eigentlichen Machtverhältnisse dient“; Marx spricht auch von „Überbau“.

In beiden Fällen ist der Kampf für gleiche Rechte eine Ideologie. Du selbst bezeichnest es als Kampf! Man kann menschliches Zusammenleben nicht ohne Ideologie organisieren. Das die meisten Ideologie ablehnen liegt vor allem an der Verwendung des Begriffes in der Vergangenheit. Aber Gleichberechtigung ist ein Ideengebäude, somit eine Ideologie. Versteh mich nicht Falsch, ich lehne Gleichberechtigung nicht ab. Ich halte es nur für wichtig, all dies Neutral zu betrachten. Es gibt kein Gut oder Böse im biblischen Sinn. Theokratie oder Demokratie oder Technokratie sind alle umsetzbar: Die frage ist von welchem Prinzip profitiert die Menschheit am Besten. Sry, für den Exkurs, aber der war nötig...
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Creepwalker
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Creepwalker »

mr archer hat geschrieben:
Creepwalker hat geschrieben:
Genug Beispiele? Bauer sucht Frau, DSDS, Katzenberger und co...
Ja es gibt genug schlechte Beispiele und die laufen auch am Besten.
Aber klär uns doch mal auch inwiefern sich TV so sehr von games unterscheidet.
Ich bin gespannt... :D
:roll:

Tut mir leid, aber auf so eine Argumentation fällt mir nur folgendes ein:

http://www.arte.tv/de

http://www.3sat.de/index.html
Ja kannste dir in die Haare schmieren deine Links.
Deine arroganten Beiträge auch...

Ich rede nicht von meinem Konsumverhalten, sondern von der Masse der Leute und die schauen numal nicht deine tollen 6 Beispiele sondern Mainstream.
Du bist wie ein Blinder der das Licht sucht...
Bloß weil du so cool bist und Indie Filmchen schaust, bleibt das Problem vorhanden...
Gex83
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Gex83 »

Hach, was lob' ich mir Spiele wie jene von Bethesda, in welchen man anfangs ein Geschlecht wählt und es von dort aus keinen Unterschied mehr macht, ob es nun ein XX oder XY ist; weder beim eigenen Charakter noch bei NPCs. Das möchte ich an dieser Stelle einfach mal als Optimalzustand hervorheben; zwischen "starken Männern" und "starken Frauen" ist es schön, schlicht "starke Menschen" zu haben
Vielleicht ein Kommentar jeglichem Stammtischgegröle, Hetze und allem möglich konsequent den Wind aus den Segeln nimmt. Es sind schlichtweg Menschen, da ist das Geschlecht, die Hautfarbe, sexuelle Orientierung whatever unwichtig sobald man eine Person zu schätzen weiß. In diesem Sinne. ;) Gratulation für den bemerkenswerten Beitrag.
Also erstmal wird es dich vielleicht interesseieren und schockieren, dass ich überhaupt kein Sexist Chauvinist oder sonsitges bin. Ich binsehr gut erzogen und behandel Frauen mit Respekt. Das Problem ist einfach, dass sich solche Frauenbewegungen selten für Gleichberechtigung einsetzen sondern einfach nur mehr Rechte und weniger Pflichten fordern und das ist KEINE Gleichberechtigung. Wenn ich mir jetzt sagen lassen muss, dass es sexistisch ist einer Frau die Tür aufzuhalten dann muss ich mir an den Kopf fassen. Ausserdem wollen die Frauen einerseits selbstständig sein und ihre Rechnungen selbst bezahlen aber wenn der Kerl Knete hat und mal wa sspringen lässt sin sie sich auch nicht zu schade ihre Reize spielen zu lassen.
Nunja, der Kommentar hat mich zu diesem Gedanken veranlasst. Grundsätzlich steht hier viel Wahres drin: Gleichbereichtigung heisst natürlich nicht sich die Rosinen aus dem Kuchen picken: Es heisst gleiche Pflichten und Rechte. Da wird man auch in den sauren Apfel beißen müssen. Bezüglich der Wehrpflicht dürften sich wohl auch nur wenige Frauen stark gemacht haben. Aber das ist zutiefst menschlich, lehnen wir doch Veränderungen ab, denn neben guten Veränderungen gibt es natürlich schlechte Veränderungen. Das trifft ja auch auf Männer zu, denn auch diese rücken ungerne von Privilgien ab. Die Zeiten von Gentlemen sind passe was sowohl schade als auch gut ist. Einerseits nehmen wir Frauen als eigenständige Individueen wahr, andererseits haben auch mit positiven Vorurteilen aufgerümt. Noch Mitte des letzten Jahrhunderts brauchte die Frau für die Arbeit und ein eigenes Bankkonto die Erlaubnis ihres Mannes. Das mag für die meisten von euch schwer vorstellbar seink, aber so ist es. Es gibt schlichtweg keinen Grund ausser der Höflichkeit eine Tür offen zu halten. Das hat mit Frauenfeindlichkeit wie du richtig sagst nichts zu tun.

Es ist eher ein allgemeines Problem dass man Privilegien als selbstverständlich aufnimmt und die negativen Seiten sehr schwer bemängelt. Das ist natürlich eine äusserst einseitige Sichtweise das uns leider alle betrifft.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Oldholo hat geschrieben:
Hach, was lob' ich mir Spiele wie jene von Bethesda, in welchen man anfangs ein Geschlecht wählt und es von dort aus keinen Unterschied mehr macht, ob es nun ein XX oder XY ist; weder beim eigenen Charakter noch bei NPCs. Das möchte ich an dieser Stelle einfach mal als Optimalzustand hervorheben; zwischen "starken Männern" und "starken Frauen" ist es schön, schlicht "starke Menschen" zu haben. :)
Also da möchte ich persönlich widersprechen. Ich wünsche mir keinesfalls ein Verschwinden von Gender zugunsten androgyner, geschlechtsloser Wesen. Ich wünsche mir nur ein gleichberechtigtes Auftreten der verschiedenen Geschlechter und einen souveränen Umgang mit ihren Unterschiedlichkeiten, der meine Intelligenz nicht beleidigt.
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von 5ancho »

dx1 hat geschrieben:
5ancho hat geschrieben:1. Ist die klassische Jungfrau in Nöten keine Videospielerfindung sondern wurde schon in Sagen und Märchen verwendet. Auch in der Bibel kamen Frauen nicht gerade als heldenhafte Figuren weg.
Du kannst nicht gleichzeitig die Bibel in eine Reihe mit "Sagen und Märchen" stellen und sie als Beleg für die Unheldenhaftigkeit der Frauen in der jüngeren Menschheitsgeschichte nennen. Als Standardwerk für den sozialen Zusammenhalt taugt sie ohnehin nicht. Um mal Deiner Argumentation zu folgen: Schon in der Bibel werden Männer als sehr feige beschrieben. Sie lösen Konflikte, in dem sie ihre Frauen und Töchter zur Vergewaltigung frei geben. So fühlt sich in Mathäus 21 ein Mann von Fremden bedroht und gibt ihnen seine Frau zum vergewaltigen, damit er seine Ruhe hat. Lot will im selben Buch zwei Engel vor einem Übergriff schützen, in dem er dem Mob seine beiden Töchter anbietet. Der Mob soll mit ihnen machen können, was er will.
5ancho hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben: Hast Du Dir ihr Video überhaupt angesehen? Wenn ja, solltest Du mal an Deiner Aufnahmefähigkeit arbeiten. Nix für ungut.
Ich hab die ersten 2 Mintuen gesehen und hatte schon kein Bock auf so eine Feministenkacke. Wieso wird im Video noch drauf eingegangen?
Wieso im Video darauf eingegangen wird? Fragst Du das ernsthaft oder sind Dir nur die Satzzeichen ausgegangen?
5ancho hat geschrieben:Da sieht man mal wieder was für eine Scheisse manchmal rauskommt wenn jeder das sagen darf was er denkt:
Dies war übrigens eine wirklich passende Einleitung für Deinen Beitrag. Schade, dass so wenige Leute so ehrlich sein können wie Du.
Wieder mal ein gutes Beispiel dafür wie man gekonnt denunziert. Ich habe mit meiner Bibelaussage nicht sagen wollen, dass es ok ist nur weil es schon damals so geschrieben war sondern, dass nciht die Videospiele dieses Frauenbild erschaffen haben.
Und was meine Aussage zu dem "nicht zu Unrecht wehrlos gezeigt" Thema angeht: Wieso sind die Frauen schon so lange für ihre Rechte am kämpfen und kriegen sie trotzdem irgendwie nicht durch? Das kann wohl kaum an der Gesellschaft liegen denn die schwarzen haben es auch wunderbar geschafft sich Akzeptanz und Gleichberechtigung zu sichern. Es liegt eher daran, dass diese angeblichen Verfechter der Frauen meistens nur für eine kleine Gruppe sprechen und es den meisten Frauen nicht so ergeht. Warum sollt eich mich also jetzt mit einem Hirngespinst einer dahergelaufenen Quirrulantin beschäftigen wenn ich weiß, dass die Sachlage eine ganze andere ist.
Ich höre ja auch nicht, dass Frauen sich beschweren, dass der HErzensbrecher in Filmen immer ein Brad Pitt, ein Ryan Gosling oder ein Robert Pattison sein muss. Ich hab noch nie eine Frau sagen hören "Edward ist so toll weil der eine tolle Persönlichkeit hat". Das ist kommerzielle Kunst über die wir hier reden und die funktioniert am besten wenn die Zielgruppen bedient werden. Den Konsumenten dann zu unterstellen sie können nicht slebt erkennen wie die richtige Welt aussieht ist bevormundent und diskriminierend.
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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

5ancho hat geschrieben: Also erstmal wird es dich vielleicht interesseieren und schockieren, dass ich überhaupt kein Sexist Chauvinist oder sonsitges bin. Ich binsehr gut erzogen und behandel Frauen mit Respekt. Das Problem ist einfach, dass sich solche Frauenbewegungen selten für Gleichberechtigung einsetzen sondern einfach nur mehr Rechte und weniger Pflichten fordern und das ist KEINE Gleichberechtigung. Wenn ich mir jetzt sagen lassen muss, dass es sexistisch ist einer Frau die Tür aufzuhalten dann muss ich mir an den Kopf fassen. Ausserdem wollen die Frauen einerseits selbstständig sein und ihre Rechnungen selbst bezahlen aber wenn der Kerl Knete hat und mal wa sspringen lässt sin sie sich auch nicht zu schade ihre Reize spielen zu lassen.
Hey, Du springst da gerade von Frauenbild zu Frauenbild und baust Dir eine total widersprüchliche Frau zusammen, die es so einfach nicht gibt.
Alles existiert; die Frau, die ihre sexuellen Reize spielen lässt, um davon finanziell zu profitieren, die Frau, die es nicht mag, von "Gentlemen" bedient zu werden, es gibt antimaskulinistischen Feminismus ebenso wie gleichberechtigungsbezogenen Feminismus, stimmt.
Aber das ist nun einmal keine homogene Masse, ebenso wenig, wie es bei Männern der Fall ist.
Sogar Feminismus selbst ist überaus vielfältig. Das gilt es für Dich erstmal zu verinnerlichen, bevor Du Schlussfolgerungen ziehst. :wink:
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Creepwalker hat geschrieben:
Ja kannste dir in die Haare schmieren deine Links.
Deine arroganten Beiträge auch...

Ich rede nicht von meinem Konsumverhalten, sondern von der Masse der Leute und die schauen numal nicht deine tollen 6 Beispiele sondern Mainstream.
Du bist wie ein Blinder der das Licht sucht...
Bloß weil du so cool bist und Indie Filmchen schaust, bleibt das Problem vorhanden...
Und das von dem Foristen, der vor wenigen Momenten noch in meine Richtung nach Beispielen gefragt hat. Und genau, "Alien" war voll Indie und so.