Der Beweis ist da. Downloadportale mit illegalen Inhalten sind kein Ammenmärchen. Sie existieren.Kajetan hat geschrieben: DRM existiert, weil man meint in Kopien ein Problem sehen zu müssen, ohne dafür aber nur den Hauch eines Beweises zu haben, dass dem tatsächlich so ist.
Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob diese Portale nun wirklich dazu beitragen, dass Publisher weniger umsetzen, es reicht die reine Tatsache, dass das Produkt eines Herstellers illegal vervielfältigt wurde, um ihm das Recht zu geben, Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Dieses Recht, was in vielen Punkten den Verbraucherschutz ankratzt, kann nur deswegen durchgesetzt werden, weil jedes Gericht dieser Welt dem Hersteller diese Maßnahmen zugesteht.
Die EULA´s der Hersteller sind teilweise so dermaßen kundenfeindlich und greifen teilweise so stark in Privatrechte der Kunden ein, dass sie unter "normalen" Umständen niemals durchsetzbar wären. Daher findet man solche EULA´s auch nicht bei Produkten, die nicht ohne erheblichen Aufwand vervielfältigt werden können.
Und auch wenn der ein oder andere Publisher mal den Bogen überspannt und wieder zurückrudern muss, weil er die Gängelung des Kunden zu weit getrieben hat, wird doch gerade Herstellern digitaler Inhalte deutlich mehr Kontrolle und Vorbehaltsrechte zugesprochen, eben weil es faktisch nachweisbar ist, dass diese Produkte illegal vervielfältigt werden.
Und deswegen gibt jeder einzelne Schwarzkopierer jedem Publisher mit jedem illegalen Download immer wieder ein gutes Argument in die Hand, um diese unschöne Praxis der DRM-Maßnahmen durchzusetzen.
Das digitale Rechtemanagement steckt noch in gesetzlichen Kinderschuhen, die Gesetzgeber neigen aber dazu, die kommenden Gesetze eher zu Gunsten der Hersteller auszulegen, eben weil diese mit guten Argumenten belegen können, dass mit ihren Produkten Schindluder betrieben wird.

