Weil das Ergebnis eben das ist, was wir heute sehen. Gäbe es Kickstarter und die Indie-Szene nicht, wären wir immer noch im Gaming-Mittelalter(zur Erklärung: Die 90iger bezeichnen viele Leute wie etwa Brian Fargo als goldene Ära der Spielebranche, ab 2000 haben wir das Mittelalter(Verlust aller Errungenschaften vor dem Mittelalter), wärend langsam die Rennaicance(Rückkehr der alten Erkenntnisse) eingeläutet wird), in dem es ausschließlich Spiele für die breite Masse gibt. Mich stört es nicht, wenn Casuals ihre Games bekommt. Mich stört, dass die Leute mit einem etwas schwierigeren Geschmack(ich schreib extra nicht "anspruchsvoller" damit keiner denkt ich erhebe mich über andere) in den letzten Jahren kaum ein Angebot gefunden haben. Erst langsam baut sich eine alternative Szene auf, die Spiele anbietet, die dann auch für alternative Geschmäcker geeignet sind.ThePanicBroadcast hat geschrieben:@ ska
Meiner Meinung nach liegt genau da dein Fehler. Wieso sollte die Beurteilung eines Spiels nur einer verschwindenden Anzahl Nerds (zu denen ich mich auch zähle) zustehen, und nicht der breiten Masse an Casual Gamern?
Solange man als Publisher sich auf die Masse verlässt, wird man immer die selben Antworten bekommen: Einfaches Gameplay, nicht zu komplex, kein moderater Schwierigkeitsgrad, nicht zu viel Dialoge, keine Revolutionen, keine Experimente, etc. etc.
Solange man diese Leute fragt und ihre bloße Mehrheit als Grund nimmt Mainstream-Müll zu entwickeln, werden die Spiele herzloser Retortenmüll sein, was mich absolut stört. Ich mag Spiele mit Herz, die auch mal einfach was verrücktes, ernstes, besonderes oder tiefgründigeres probiert. Mit "Cart Life" hab ich z.B. ein absolut grafisch grottiges Spiel bekommen, aber es hat Tiefgang, geht an die eigene Substanz(wenn man sich drauf einlässt) und hat ein Gameplay das eben nicht so 08/15 daherkommt wie 90% aller anderen Spiele die aktuell so erscheinen.
Ich hab also an sich nichts gegen die Meinung der Casuals, aber ich weiß, dass diese eine Art von Spiel wollen, die vielen Hardcore-Gamern(und vor allem MIR) zuwiederläuft und diese beiden Gruppen lassen sich nicht versöhnen.
Und D1/D2/Starcraft, etc. waren für die Hardcore-Gamer konzipiert. Das D3 jetzt für eine andere Gruppe Menschen gemacht wurde, ist ja nicht schlimm, aber so wurde das nicht kommuniziert. Man hat so getan, als könne man eine eierlegende Wollmilchsau erzeugen, die Casuals und Hardcores gleichermaßen gefallen könnte. Ich lasse mich von so einem Quatsch zwar schon lange nicht mehr verarschen, aber die Fans von Diablo wollen ja gerne einen Nachfolger, weil ihnen das Spielgefühl, das Universum, die Story, das Sammeln, etc. gefällt.
D3 aber jetzt für die Casuals zu entwickeln, aber zu versuchen die Hardcores noch mitzuziehen, um die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben ist einfach scheiße. Und wenn man sich dann aufregt, kommen die Casuals mit der Aussage: "Was habt ihr denn? ICH hab Spaß! Ihr seit doch alles nur Hater!" und das nervt eben gewaltig...
MfG Ska
