Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

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Kajetan
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Kajetan »

Brakiri hat geschrieben:Vielleicht sollte Sony vor diesem Patent mal einen Volkswirt zu rate ziehen, der sich mit MZB und Abschöpfung der Konsumentenrenten beschäftigt.
Ich bin mir sicher, dass weiß man bei Sony. Solche Maßnahmen sind meiner Meinung auch nicht dazu gedacht tatsächlich den Umsatz zu erhöhen, sondern dienen (wie auch DRM-Systeme a la Online-Securom oder UBIplay) nur dazu den ansonsten von Branchenkenntnis unbeleckten Investoren etwas vorzugaukeln: "Schaut her! Wir tun was! Verkauft nicht Eure Aktienanteile, weil wir doch so toll sind und was tun!".

All das Geblähe über die angebliche Schädlichkeit von Kopien oder Secondhand-Handel, welches dann vom Fußvolk der Publisher verbreitet wird, dient nur der Vernebelung der wahren Umstände, damit der Kunde zu einem investorenfreundlicheren Verhalten gedrängt werden kann.
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Dafuh
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Dafuh »

Ok somit wäre die Idiotie erklärt...
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sYntiq
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von sYntiq »

Chris_HH hat geschrieben:Es ist besser so für die Entwickler die, nicht einen Cent sehen, wenn Gebrauchtspiele weiterverkauft werden, alle wollen sie nur billig kaufen, aber die Spieleindustrie will wohl keiner Unterstützen, daran zu denken wo die ihr Geld herbekommen ... ist nicht drin ?
Schade dass viele bei diesem Thema anscheinend viel zu kurz denken, bzw. nur einen kleinen Teil des ganzen berücksichtigen...

Man kann diese Accountbindung zur Zeit meiner Meinung nicht wirklich mit Steam vergleichen. Die Steam-Download-Spiele sind sozusagen "immer da". Bei den Konsolen Retail-Spielen bist du im Grunde dann gezwungen sie dir zum Release zu kaufen. Es gibt immer wieder Retail-Spiele die sind neu irgendwann einfach nicht mehr zu bekommen (und wenn, dann nur von Händlern die einen utopischen Preis verlangen von denen der Publisher auch nichts abbekommt)

Auch gehen wir so nur noch weiter weg vom "Spiel als Kulturgut" hin zum "Spiel als reiner Wegwerf-Konsum" Ich als Spieler und Sammler habe oftmals gar keine andere Möglichkeit als auf den Gebrauchtmarkt zuzugreifen. Oder kannst du mir sagen wo ich heutzutage noch neue NES und SNES Spiel herbekomme bei denen der Publisher/Entwickler dann auch noch Geld sieht?

Davon ab: Wer sagt eigentlich dass wirklich der Entwickler mehr Geld bekommt und das nicht einfach nur der Publisher einstreicht?
Chris_HH hat geschrieben:Du machst dir das mit deinem Denken auch unnötig kompliziert xD Steam gibst du deine Acc Daten an deinen Freund, der installiert sich die gewünschten Spiele und startet dann einfach nur noch im "offline Modus", somit können sogar beide gleichzeitig mit dem ACC spielen .....
Da ich eher der Konsolero bin und am Rechner kaum zocke, wusste ich nicht wie "frei" man bei Steam wirklich ist.
Wenn er denn ein XBLA Spiel weitergeben will, nimm er sich einfach die Daten vom Freund und er gibt seine bei, weil wohl beide reininvestieren und nicht nur einer ;) Oder der eine kriegt die XBLA Daten und der andere spielt mit den PSN Daten. ^^
Bei XBLA Games ist es ja sogar noch rel. einfach, da ich auch ohne den "Kauf-Account" die Spiele weiterhin auf der "Kauf-Konsole" zocken kann. Aber wenn Retail-Spiele zB. nur an den Account geknüpft sind, dann kann ich zB. Spiel A nicht mehr verleihen wenn ich gerade dabei bin Spiel B mit gleichen Account zu zocken, oder ich brauche für jedes Spiel einen Account.

Und was ist, wenn ich mir aus irgendwelchen Gründen einen neuen Account erstellen muss? (Soll bei MS schon vorgekomen sein dass Accounts fälschlicherweise gebanned wurden): Dann kann ich auch gleich meine gekauften Spiele wegschmeissen und neukaufen?

Bei Steam regt mich diese Accountbindung gar nicht so sehr auf. allerdings habe ich dort bei mir selbst auch schon leider eine "Fire and Forget" Mentalität festgestellt. Spiele wenn dann nur im Sale oder Humble-Indie-Bundle kaufen. Wenn ich da irgendwann nciht mehr rankomme: Egal, hat ja kaum was gekostet. Wenn ich mir aber ein Spiel im Laden für 60 bis 150(Collector Editions) kaufe, widerstrebt es mir irgendwie total diese einfach wegzuschmeissen wenn ich sie partout nicht mehr brauche.

Wenn ich so überlege diese Accountbindung hätte es bei Konsolen von Anfang an gegeben, dann wäre meine Sammlung a)wohl nie auch nur halb so gross geworden wie sie ist und b) wenn ich jetzt meine Sammlung auflösen würde/müsste (Interesse verloren/Partout kein Platz mehr/neue Lebensumstände usw. usw.) müsste ich für 600-700 Spiele einen Abnehmer finden der sie alle nimmt (weil dann ja alle an meinen Account gebunden wären) oder sie einfach in den Müll schmeissen...
johndoe977503
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von johndoe977503 »

Tja, tolle Technologie. Spiele mit zu einem Freund nehmen fällt dann wohl flach...
Skoop86
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Skoop86 »

Dan musst du die Ganze Konsole mitnehmen und nicht fallen lassen! :)
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sYntiq
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von sYntiq »

eldar hat geschrieben:Tja, tolle Technologie. Spiele mit zu einem Freund nehmen fällt dann wohl flach...
Naja, das "Bei mir oder bei dir" hängt dann einfach von der jeweiligen Spielewahl ab und gut ist. :mrgreen:
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Levi 
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Levi  »

Ich verhielt mich ruhig zu den Thema, denn abgesehen von dem von sYntiq angesprochen "Altnachkauf" von Spielen, die einfach nicht mehr produziert werden, habe ich nichts mit den Gebrauchtmarkt am Hut (vor allem verkauf ich selbst auch nichts) ...
...
eldar hat geschrieben:Tja, tolle Technologie. Spiele mit zu einem Freund nehmen fällt dann wohl flach...
...
aber daran habe ich überhaupt nicht gedacht :evil: ... stimmt. das wäre damit komplett hinfällig ... WTF!! Oo
Yoda_FDS
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Beitrag von Yoda_FDS »

Sehr schöne Idee. In Deutschland/der EU ist das ja schon mal illegal. Es gibt ja das Gerichtsurteil, dass auch Accountgebundene Spiele weiterverkäuflich sein müssen.

Da eine solche Technologie ein gravierender Einschnitt in die Eigentumsrechte der Spieler ist, wird sie sicher weltweit ne Menge Klagen einfahren, von denen Sony dann auch die meisten verlieren wird.
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Levi 
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Re: Kommentar

Beitrag von Levi  »

Yoda_FDS hat geschrieben:Sehr schöne Idee. In Deutschland/der EU ist das ja schon mal illegal. Es gibt ja das Gerichtsurteil, dass auch Accountgebundene Spiele weiterverkäuflich sein müssen.
??

es gab ein Urteil dazu, dass man gebrauchte Lizenzen weiterverkaufen darf. Aber wenn das Spiel als "Abo" aufgezogen wird, ähnlich wie Steam es tut, dann ist das auch wieder hinfällig.

Zu "Accountgebundenen Spiele müssen weiterverkaufbar sein" ist mir kein Urteil bekannt. Hast ne Quelle zufällig?
johndoe820476
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von johndoe820476 »

ich bin kein jurist, aber ist das überhaupt rechtens? moralisch sowieso nicht, gehört der besitz, und damit die freie verfügung über eigene sachgegenstände, zu den menschlichen grundrechten, was spätestens durch staatstheoretiker wie hobbes, lockes, etc. forciert wurde. es handelt sich hier doch schon um einen einschnitt in die grundlegendsten rechte unserer modernen zivivlisation....
und gab es nicht ein gerichtsurteil, das steam dazu verpflichtete den gebrauchtspielmarkt zu ermöglichen, also konkrete hinweise darauf, dass seine unterbindung unrecht ist? scheiß profitgier...
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Diablokiller999
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Beitrag von Diablokiller999 »

Immer dieses rumgeheule der Entwickler, das ist doch nurnoch reine Gewinnmaximierung.
Jetzt existiert die technische Möglichkeit die Leute auszusaugen und sie wird mit scheinheiligen Begründungen genutzt. Haben diese Leute nie etwas gebraucht gekauft? Ist das egal das dort ein ganzer Markt ausgerottet wird, an dem auch Arbeitsplätze hängen? Audi kriegt auch kein Geld wenn ich mein Auto weiter verkaufe, die standen nie bei Gebrauchthändlern auf dem Platz und haben Geld eingefordert. Wäre ja noch schöner wenn Intel an jeder weiterverkauften CPU nochmal Geld verdient, ist ja schließlich ihre geistige Arbeit.
Und das aller Schlimmste, die Leute hier finden das auch noch gut wenn sie beschissen werden!!!
Skoop86
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Skoop86 »

Allein schon die Idiotie von Sony ein Spiel auf ein gewissen Maß an Installationen auf eine Konsole zu beschräncken, hat den eindruck das es sich nicht nur um das Eindämmen des Gebrauchtmarktes handelt sondern auch den Kunden ggfs. auszubeuten. Deshalb hoffe ich einfach nur das "wenn" sie dieses System irgendwan auf den Markt hauen mächtig in die Roten Zahlen gleiten. Damit Investoren, Hersteller und Publischer der Spiele Industrie schnell mercken das man sowas nicht mit seinem Kunden machen darf. Dabei gehe ich jetzt mal gar nicht auf den Gebrauchtmarkt ein, was ggfs. Pro und Contra hat sondern auf die Anzahl der Verwendung der Software die ein Kunde mit 60-70 Euro bezahlt und sie nicht uneingeschränckt nutzen kann bzw. darf.

Also wen das keine Gewinnoptimierung ist was dann?
Tomstar234
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Tomstar234 »

Dieses Patent zur Unterbindung eines "Gebrauchtspielmarktes" ist erbärmlich - so weit so gut.

Aber wir haben es als Konsumenten alle selbst in der Hand. Und wie bei (fast) jedem Kopierschutz wird es wieder so sein, dass sich die Community beschwert, aber nur ein unzureichender Bruchteil von uns wird sein Kaufverhalten dahingehend ändern, das Produkt auch konsequent zu boykottieren. So ist es eigentlich in allen Lebensbereichen, egal ob es um Lebensmittel (Genmanipulationen, chemische Zusätze...), Software oder politische Entscheidungen (Leistungsschutzrecht, ESM, die Liste wäre endlos...) geht - wir sind einfach zu bequem. Von daher glaube ich manchmal, wir haben es echt nicht besser verdient... (Da will ich mich übrigens gar nicht ausnehmen!)


Eines möchte ich der Spieleindustrie jedoch zugutehalten: Die hier weiter oben angesprochenen Preissteigerungen der Spiele ist seit eigentlich 15-20 Jahren kaum vorhanden. Ich kann mich noch gut erinnern, für jeden AAA-Titel für den N-64 mindesten 130-140 DM bezahlt zu haben. Generell war eigentlich kein neues Spiel für weniger als 120 DM zu bekommen. Auch PC-Spiele haben damals schon 70-100 DM gekostet - inflationsbereinigt ist die Preispolitik also eigentlich ganz fair.
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Kajetan
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Re: Kommentar

Beitrag von Kajetan »

 Levi hat geschrieben: es gab ein Urteil dazu, dass man gebrauchte Lizenzen weiterverkaufen darf. Aber wenn das Spiel als "Abo" aufgezogen wird, ähnlich wie Steam es tut, dann ist das auch wieder hinfällig.
Jain. Es gilt im Prinzip auch hier der Erschöpfungsgrundsatz, denn wie im Retail kaufe ich nämlich nicht bei ActiBlizz oder Pupsisoft, sondern ich kaufe bei Valve als Händler ein. Valve müsste mir theoretisch das Recht einräumen meine Nutzungslizenzen weiterveräussern zu können. Ein Urteil eines deutschen Landgerichts (oder Oberlandesgerichts) ist zwar diesbezüglich zum gegenteiligen Schluß gekommen, aber man kann nicht im Retail-Handel so entscheiden und im Download-Bereich (so lange ich nicht direkt beim Hersteller kaufe) anders entscheiden. Hier ist meiner Meinung nach noch nicht das letzte Wort gesprochen.
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brent
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Re: Kommentar

Beitrag von brent »

 Levi hat geschrieben:
Yoda_FDS hat geschrieben:Sehr schöne Idee. In Deutschland/der EU ist das ja schon mal illegal. Es gibt ja das Gerichtsurteil, dass auch Accountgebundene Spiele weiterverkäuflich sein müssen.
??

es gab ein Urteil dazu, dass man gebrauchte Lizenzen weiterverkaufen darf. Aber wenn das Spiel als "Abo" aufgezogen wird, ähnlich wie Steam es tut, dann ist das auch wieder hinfällig.

Zu "Accountgebundenen Spiele müssen weiterverkaufbar sein" ist mir kein Urteil bekannt. Hast ne Quelle zufällig?
Dazu sind noch Urteile abzuwarten, denn ein Abo kauft man nicht einmal. Verleihgeschäfte sehen anders aus.
Tomstar234 hat geschrieben: Eines möchte ich der Spieleindustrie jedoch zugutehalten: Die hier weiter oben angesprochenen Preissteigerungen der Spiele ist seit eigentlich 15-20 Jahren kaum vorhanden. Ich kann mich noch gut erinnern, für jeden AAA-Titel für den N-64 mindesten 130-140 DM bezahlt zu haben. Generell war eigentlich kein neues Spiel für weniger als 120 DM zu bekommen. Auch PC-Spiele haben damals schon 70-100 DM gekostet - inflationsbereinigt ist die Preispolitik also eigentlich ganz fair.
Auch hinsichtlich der Absatzentwicklung?