Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Oldholo
Beiträge: 1657
Registriert: 18.12.2007 11:51
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Oldholo »

Randall Flagg hat geschrieben: Ich erinnere mich da etwa an einen femblog aus den USA, wo eine Frau einer anderen den Ratschlag erteilt, das Sperma ihres Zimmergenossen zu stehlen, nachdem dieser Sex mit seiner Freundin gehabt hat (also den Bezug nach Sperma zu durchsuchen) und sich selbst "einzuführen" in der Hoffnung, ein Kind zu kriegen, um dadurch Alimente zu kassieren.
Damit mache ich mich jetzt zwar irgendwie des Kein wahrer Schotte-Prinzips schuldig, aber ich würde doch irgendwie behaupten, dass das kein Feminismus, sondern schlichtweg scheiße ist.
Auch Feminist_innen in den USA dürften mit Ausnahme einiger Extremist_innen einsehen, dass das so nicht sein kann. Überambitionierte Reaktionen und Ausreißer_innen lassen sich halt nicht vermeiden, wenn etwas Neues passiert. Ich halte es aber für falsch, die gesamte Bewegung dafür zur Rechenschaft zu ziehen.
Randall Flagg hat geschrieben:Ohnehin frage ich mich bei vielen Themen diesbezüglich, warum man sich über so eine Scheiße aufregt? Es gibt so viele Probleme auf der Welt, Hunger, Armut etc. Und dann streitet man sich um dummes Zeug, ob es etwas DAS Gott heißt, wegen Geschlechtsneutral und so, und dass man mehr Mädchen in technische Berufe bringen muss.
Warum nicht? Das ist doch keine exklusive Entscheidung, ob mensch nun für das Eine oder das Andere eintritt. Schlimmer geht sowieso immer. Aber eben auch besser.
Randall Flagg hat geschrieben:Ach ja, die werden ja von den stereotypen Weltbildern des Fernsehens und des Alltags beeinflusst. Erinnert mich an einen Fall aus England, wo eine Familie ihr Kind geschlechtsneutral erzogen hat. Das Kind wusste bis zum 6. oder 7. Lebensjahr nicht, ob es ein Junge oder Mädchen war. Es war ein Junge, aber dennoch wirkte das Kind recht weiblich. Bestes Beispiel dafür, dass geschlechtsneutrale Erziehung nicht möglich ist.
Inwiefern ist das ein Beispiel dafür, dass es nicht möglich ist? Ich weiß darüber jetzt nur das, was Du geschrieben hast, aber für mich sieht es nun danach aus, dass das Kind trotz anders gelagerter Geschlechtsmerkmale für sich entschieden hat, eher weiblich zu sein. Was ist daran dann gescheitert? :)
Randall Flagg
Beiträge: 1808
Registriert: 25.03.2009 20:31
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Randall Flagg »

Oldholo hat geschrieben: Inwiefern ist das ein Beispiel dafür, dass es nicht möglich ist? Ich weiß darüber jetzt nur das, was Du geschrieben hast, aber für mich sieht es nun danach aus, dass das Kind trotz anders gelagerter Geschlechtsmerkmale für sich entschieden hat, eher weiblich zu sein. Was ist daran dann gescheitert? :)
http://www.telegraph.co.uk/news/9028479 ... yping.html

Hier ist die ganze Story, falls es dich interessiert.

Meine Meinung zumindest ist es, dass geschlechtsneutrale Erziehung allein schon aus psychologischer Sicht nicht ganz möglich ist. Nehmen wir mal an, ein Pärchen bekommt einen Jungen und möchte diesen geschlechtsneutral aufziehen. Und zwar nach dem Motto: Der Junge kann spielen womit er will, egal ob es "für Mädchen" oder "für Jungen" ist.
In den meisten Fällen wird es mit Sicherheit so enden:
Beispiel 1: Junge möchte Fußballspielen.
Eltern: "Bist du sicher? Na gut?"
Beispiel 2: Junge möchte mit Puppen spielen.
Eltern: "Hey, super, kein Problem, hier hast du eine Barbie-Puppe" und innerlich freuen sie sich, dass der Junge etwas nicht-geschlechtstypisches macht.

Richtig wäre es so:
Junge möchte Fußballspielen.
Eltern: Alles klar, hau rein.
Junge möchte mit Puppen spielen.
Eltern: Alles klar, hau rein.


Ach du scheiße, ich realisiere gerade, dass meine Eltern mich unbewusst geschlechtsneutral erzogen haben. Ich hatte als Kind sowohl Autos als auch (bis ich drei oder vier war) zwei oder drei Puppen und keinen hats gestört :ugly:

EDIT:
Oldholo hat geschrieben: Damit mache ich mich jetzt zwar irgendwie des Kein wahrer Schotte-Prinzips schuldig, aber ich würde doch irgendwie behaupten, dass das kein Feminismus, sondern schlichtweg scheiße ist.
Auch Feminist_innen in den USA dürften mit Ausnahme einiger Extremist_innen einsehen, dass das so nicht sein kann. Überambitionierte Reaktionen und Ausreißer_innen lassen sich halt nicht vermeiden, wenn etwas Neues passiert. Ich halte es aber für falsch, die gesamte Bewegung dafür zur Rechenschaft zu ziehen.

Okay, du hast natürlich recht. Wo Feminismus drauf steht, muss nicht zwangsläufig auch welcher drin sein.

Warum nicht? Das ist doch keine exklusive Entscheidung, ob mensch nun für das Eine oder das Andere eintritt. Schlimmer geht sowieso immer. Aber eben auch besser.
Schon klar, jeder sollte halt für das eintreten, was einem wichtig ist. Aber bei manchen Blogeinträgen kommt es mir so vor, als ob sich die Leute da förmlich reinsteigern und es zu einer Obsession ausartet. Und das kann ich nicht verstehen, da es (mir) unbedeutend erscheint im Vergleich zu anderen Themen wie Krieg oder Freiheit. Oder Videospiele :ugly:
Zuletzt geändert von Randall Flagg am 04.01.2013 00:34, insgesamt 1-mal geändert.
mattzazzles
Beiträge: 14
Registriert: 09.08.2012 22:59
Persönliche Nachricht:

Kommentar

Beitrag von mattzazzles »

@Everything Burrito
Es heißt zwar nicht (mehr) KindergärtnerIn, aber den Aufruf nach mehr männlichen Erziehern gab es tatsächlich und zwar öfters, auch vom Bund wurde danach gekräht.
BTW Kim rockt!
mattzazzles
Beiträge: 14
Registriert: 09.08.2012 22:59
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar

Beitrag von mattzazzles »

gracjanski hat geschrieben:tja, nicht alle rennen der karriere nach, wie sie. gibts zum glück noch normale weibchen, die auf ihre instinkte hören.

jaja überall reissen frauen die klappe auf und verkaufen sich als Opfer, ist auhc das einzige, was sie wirklich gut können.
Geh zurück in deine mittelalterliche Taverne und hass da mit deinen unterentwickelten männlichen Freunden weiter über die bösen Frauen ab.
Randall Flagg
Beiträge: 1808
Registriert: 25.03.2009 20:31
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Randall Flagg »

was für amüsante Auswirkungen diese ganze Feminismus / Gendersache hat, sieht man auch öfters auf KOTaku:

Bild
Benutzeravatar
Oldholo
Beiträge: 1657
Registriert: 18.12.2007 11:51
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Oldholo »

Danke! :)
Randall Flagg hat geschrieben: Richtig wäre es so:
Junge möchte Fußballspielen.
Eltern: Alles klar, hau rein.
Junge möchte mit Puppen spielen.
Eltern: Alles klar, hau rein.
Stimmt. Wie genau es nun bei welchen Eltern aussieht, lässt sich natürlich schwer sagen. Und gerade bei binären Entscheidungen ("Kriegt das Kind nun eine Puppe oder einen Fußball zum Geburtstag?") werden Eltern wohl des Öfteren bewusst oder unbewusst Einfluss auf die geschlechtliche Prägung nehmen. Rein theoretisch ist es aber trotzdem möglich, wie Dein Beispiel selbst ja auch zeigt.
Randall Flagg hat geschrieben:Ach du scheiße, ich realisiere gerade, dass meine Eltern mich unbewusst geschlechtsneutral erzogen haben. Ich hatte als Kind sowohl Autos als auch (bis ich drei oder vier war) zwei oder drei Puppen und keinen hats gestört :ugly:
Ich weiß gar nicht mehr, was ich "damals" so alles besaß und womit ich gespielt habe. Ich erinnere mich aber immerhin daran, mit meiner Nachbarin zusammen mit Puppen gespielt zu haben und Playmobil cooler gefunden zu haben als Lego (und bin trotzdem im MINT-Bereich gelandet).
Aber zumindest ist es doch erstmal lobenswert, dass Mann sich bisweilen outen kann, auch mit Puppen gespielt zu haben, ohne dass daraus ein Thema gemacht wird. :D
mattzazzles hat geschrieben: BTW Kim rockt!
Meinst Du Kim Petras? Ich kann mit ihrer Musik zwar nichts anfangen, aber es ist immer wieder witzig, sich in ihrer Sexualität ach-so-sichere Menschen in die "Wie find'ste die?"-Falle zu locken. :lol:
mattzazzles
Beiträge: 14
Registriert: 09.08.2012 22:59
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von mattzazzles »

Oldholo hat geschrieben:Uff.
gracjanski hat geschrieben:Wo gibt es denn Männerquoten (die werden ja heute gefordert von irgendwelchen Linksextremen) ?
Wo sind die denn notwendig? Wo beschweren sich denn Männer, in einem bestimmten, weiblich dominierten Beruf keinen Arbeitsplatz bekommen zu haben?
Wenn in einem bestimmten Unternehmen eine Frauenquote von sagen wir 30% besteht, dann rate mal, wieviele Prozent Männer es dann dort gibt. Ich tippe grob auf 70%.
Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass Frauenquoten nur als Übergangslösung fungieren und überhaupt mal dafür sorgen sollen, dass Frauen in Männer-dominierten Positionen und Berufen in einer dem Bevölkerungsanteil angemessenen Zahl vorhanden sind, sich beweisen können und als "Normalzustand" akzeptiert werden. Das ist nämlich alles nicht der Fall. Wenn Frauen in Chefetagen zu ~50% vertreten wären, wäre die Quote so oder so erfüllt. Die steht ja nirgends bei 90% oder so.
gracjanski hat geschrieben:Wo gibt es Berufskurse nur für Männer (die gibt es für Frauen)?
Überlege bitte mal, welchem Zweck die dienen und in welchen Branchen sie eröffnet werden.
Frauen sollen hier Schutzräume geschaffen werden, sie sollen animiert werden, in traditionell männlich besetzen Berufen Fuß zu fassen. Und zur Erinnerung: Das sind so ziemlich alle Berufe, insbesondere in höheren Positionen. Wegen meiner könnte mensch auch Berufskurse für Männer in weiblich besetzten Berufen eröffnen (die gibt es z.T. übrigens auch bereits), das wäre dann im Bereich Pädagogik, Gebäudereinigung, Pflege, Einzelhandel und Kosmetik/Mode. Übrigens alle ziemlich grottig bezahlt.
gracjanski hat geschrieben:Wann gab es jemals freien Eintritt für Männer, während Frauen zahlen müssen?
Beziehst Du Dich damit auf Clubs/Discos? Selbst dort lässt das jedoch immer mehr nach, gerade bei gebildeteren Zielgruppen (und Veranstaltern). Aber Du hast hier Recht; obwohl ich eine möglicherweise gut gemeinte Intention dahinter verstehe und prinzipiell unterstütze, ist das aus männlicher Sicht nicht ganz fair. Das an sich ist aber kein strukturelles Problem, sondern eine Marketingmasche einzelner Betreiber, um damit "Anbaggermaterial" für die männliche Kundschaft zu schaffen. Das eigentliche Problem dahinter liegt tiefer.
gracjanski hat geschrieben:Hast du jemals erlebt, dass ein Junge für die gleiche Leistung eine bessere Note bekommen hat als ein Mädchen?
Weiß ich nicht, ich kann nicht in die Köpfe der Lehrer schauen. Aber so oder so; das ist doch kein anerkanntes oder gar gefördertes Verfahren, sondern bestenfalls ein "OMG, die hat ja Möpse! Die kriegt 'ne 4!"-Gedankengang des Lehrers/der Lehrerin. Positive Diskriminierung (oder zumindest mit positivem Resultat für die Betroffene), aber eben auch reduzierend.
Wigggenz hat geschrieben:1. Lies mal die Strafnorm zum Exhibitionismus ;)
I know. Aber das ist ja kein neuerliches Gesetz und stand das letzte Mal anno '99 zur Debatte. Kann mensch neu aufrollen, sollte es auch, ich vermute, dass es dann auch geändert werden würde.
Edit: Es spricht doch übrigens auch irgendwie für sich, dass so ein Sonderfall in der deutschen Gesetzgebung herangezogen werden muss, um Diskriminierung von Männern zu belegen, während der alltägliche Wahnsinn sich so völlig anders präsentiert.
Wigggenz hat geschrieben: Die normative Erwartungen, sich "wie ein Gentleman" gegenüber Frauen zu verhalten - das Kavaliertum? ;) (Ist das die korrekte deutsche Übersetzung von chivalry? :D)
Das kommt natürlich auf die Einzelfälle an, aber es gibt durchaus Strömungen im Feminismus, welche genau dies nicht mehr wollen. Solche, wo "Türen aufhalten" als positive Diskriminierung angesehen wird. Das wäre das gegenüberliegende Extrem. Kann ich persönlich jedoch beides nicht nachvollziehen, da ich schlichtweg allen Menschen (Mann, Frau, Inter*, Trans* oder Eichhörnchen) die Tür auf halte, wenn jemand knapp hinter mir ist.
Ansonsten siehst Du ja selbst, dass das je nach Sichtweise für alle Beteiligten suboptimal ist und sich im Endeffekt dazu nur sagen ließe, dass es grundsätzlich keine Gleichbehandlung gibt, wie genau auch immer mensch das nun empfindet.
Danke, danke, dein Beitrag hat mir wieder etwas Hoffnung gegeben. Es sind scheinbar noch nicht alle der Dummheit und der Misogynie verfallen. Es ist übrigens momentan ein großer Trend zu behaupten MANN wird diskriminiert. Wahnwitzig ist das besonders, wenn es weiße Männer tun, die privilegierteste Bevölkerungsschicht der Erde. Männerrechtsgruppen schießen nur so aus dem Boden, bei denen findet man die unterhaltsamsten (und gruseligsten) Zitate überhaupt. Schöne Zitatesammlung gibt es hier: https://twitter.com/MensRightsDude
Randall Flagg
Beiträge: 1808
Registriert: 25.03.2009 20:31
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Randall Flagg »

mattzazzles hat geschrieben: Danke, danke, dein Beitrag hat mir wieder etwas Hoffnung gegeben. Es sind scheinbar noch nicht alle der Dummheit und der Misogynie verfallen. Es ist übrigens momentan ein großer Trend zu behaupten MANN wird diskriminiert. Wahnwitzig ist das besonders, wenn es weiße Männer tun, die privilegierteste Bevölkerungsschicht der Erde. Männerrechtsgruppen schießen nur so aus dem Boden, bei denen findet man die unterhaltsamsten (und gruseligsten) Zitate überhaupt. Schöne Zitatesammlung gibt es hier: https://twitter.com/MensRightsDude
Das ist genau das, was ich vorhin meinte. Dieser Mist mit "hurrr, der weiße Mann ist priviligiert" ist doch totaler Müll. Das ist eigentlich das genaue Gegenteil von dem, was gracjanski geschrieben hat. Dieser ganze "White cis scum" erinnert mich immer an solche Dinge:
Spoiler
Show
Bild
Bild
Bild
Bild
Und um es noch etwas zu provozieren:
Spoiler
Show
Bild

Da braucht man sich nicht wundern, wenn es plötzlich Gegenbewegungen gibt.
@Mods: Wenn das zu viele Bilder sind, sagt bescheid oder macht daraus simple Links.
Zuletzt geändert von Randall Flagg am 04.01.2013 01:26, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
Sarkasmus
Beiträge: 3454
Registriert: 06.11.2009 00:05
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Sarkasmus »

Männerquote für den Kindergarten?
Die ist mehr als unnötigt.
1. Männer werden händeringend für den Beruf de Kindergärtner gesucht.
Weil die Kinder kaum bis gar keine männliche Bezugsperson in ihrem Leben haben
2. Wer will bitte eine Schulische Ausbildung machen ohne Ausbildungsvergütung?Wohl die wenigsten.

Dieser Beruf ist wahrlich nur was für Menschen die Erziehe als Traumberuf sehen.
Benutzeravatar
greenelve
Beiträge: 48763
Registriert: 07.04.2009 19:19
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von greenelve »

@Randall Flagg:
Wenn du glaubt es wird zuviel, kannst sie auch mit ner kurzen Beschreibung in spoiler packen. So mach ich das, wenn ich Platz sparen will bei großen Bildern.
Benutzeravatar
Oldholo
Beiträge: 1657
Registriert: 18.12.2007 11:51
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Oldholo »

Jetzt lasst uns nicht auch noch das Privilegien- und Critical Whiteness-Fass auf machen. Das würde jetzt irgendwie eindeutig zu weit führen und ist sowieso Teil einer ganz anderen Kontroverse. :?
Natürlich sind weiße Hetero-Cis-Männer so priviligiert, wie es nur geht, und natürlich wirkt eine Beschwerde wegen Diskriminierung deswegen ein wenig wie der Aufstand der Aristokraten, und natürlich kann Mann auch nichts dafür, so geboren und sozialisiert worden zu sein, und natürlich ist dieses "DIE CIS SCUM"-Zeugs absurd und kurzsichtig, alles richtig. Aber daraus jetzt ein Streitthema zu machen würde IMHO gerade vom Wesentlichen ablenken..
Randall Flagg
Beiträge: 1808
Registriert: 25.03.2009 20:31
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Randall Flagg »

Oldholo hat geschrieben:Jetzt lasst uns nicht auch noch das Privilegien- und Critical Whiteness-Fass auf machen. Das würde jetzt irgendwie eindeutig zu weit führen und ist sowieso Teil einer ganz anderen Kontroverse. :?
Natürlich sind weiße Hetero-Cis-Männer so priviligiert, wie es nur geht, und natürlich wirkt eine Beschwerde wegen Diskriminierung deswegen ein wenig wie der Aufstand der Aristokraten, und natürlich kann Mann auch nichts dafür, so geboren und sozialisiert worden zu sein, und natürlich ist dieses "DIE CIS SCUM"-Zeugs absurd und kurzsichtig, alles richtig. Aber daraus jetzt ein Streitthema zu machen würde IMHO gerade vom Wesentlichen ablenken..
Unterschreibe ich so, wie es da steht.

@greenelve

Danke dir!
Benutzeravatar
Nichtswisser
Beiträge: 145
Registriert: 08.03.2012 01:12
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Nichtswisser »

Ich denke mal das die Unterrepräsentation von Frauen in der Branche weniger der Diskriminierung, sondern vielmehr dem Fakt geschuldet ist das Frauen einfach generell weniger Interesse haben wenn es um Computerspiele und Technik geht. Gibt ja schließlich auch reichlich andere Hobbies bei denen Frauen unterrepräsentiert sind, und das hat auch nichts mit Diskriminierung zu tun. Neben Videospielen wären da z.B. Angeln oder Schach, noch nie ne "Anglerin" getroffen und ich bin recht häufig an See und Fluss am joggen und angle auch ab und zu selbst. Und die Fische "diskriminieren" bestimmt nicht :lol:

Das mit der Gleichheit der Geschlechter ist halt Unsinn, Darwin hätte zu dem Thema wahrscheinlich angemerkt das ein Unterschied in Form meist auch auf einen Unterschied in der Funktion schließen lässt. Wo wir beim Thema Videospiele sind, Frauen und Männern gehen nicht einmal gleich, beim erstellen von 3D Modellen und Animation bedarf es unterschiedlicher Modelle und Animationen oder es sieht einfach falsch aus. Der Körperschwerpunkt ist ganz anders verteilt. Auch das Gehirn ist anders aufgebaut, wo bei heterosexuellen Männern in der Regel die Gehirnhälfte welche allgemein mehr mit Logik in Verbindung gebracht wird dominiert, dominiert bei heterosexuellen Frauen die Gehirnhälfte welche eher mit Gefühlen assoziiert wird.

Bei Schwulen und Lesben ist es übrigens andersherum, deren Gehirn spiegelt im Gleichgewicht zwischen der Linken und der Rechten Hälfte das andere Geschlecht. Das die Lesben welche größtenteils die extremen Frauenbewegungen anführen wie Männer behandelt werden wollen kommt also nicht von ungefähr. Ich lehne den Gleichheitsgedanken aus Prinzip ab weil ich es ablehne für Dinge Schuld zu beziehen für die ich keine Verantwortung trage. Akzeptiert man den Unsinn nämlich, dann ist die logische Konsequenz das der Mann IMMER schuld ist wenn Frauen unterrepräsentiert sind, schlechtere Leistungen bringen, oder was auch immer. Der Mann ist immer schuld. Und das gilt sowohl für die Gegenwart als auch die Vergangenheit. Und da wir nicht wirklich gleich sind, wahrscheinlich auch noch für die nächsten Jahrhunderte/Jahrtausende oder bis wir es geschafft haben uns selbst zu vernichten.

Und jemandem für etwas zu verantworten bzw zu bestrafen für das er keine schuld trägt, z.B. das Geschlecht mit dem er geboren wurde, ist ungerechte Diskriminierung. Und ich lasse mich nicht diskriminieren :wink:
Benutzeravatar
greenelve
Beiträge: 48763
Registriert: 07.04.2009 19:19
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von greenelve »

@Nichtswisser:
Das ist was eingeimpft wird: Gleichberechtigung = Aufwertung der Frauenrechte. Das ist wie eine Revolution, mit Herrscher und Beherrschten. Und Herrscher sind schuld das es Beherrschte gibt, denn wenn niemand beherrscht wird, gibt es auch keine Herrscher. Darüber sollten wir dann doch seit einigen Jahren hinaus sein.

Gleichberechtigung sollte bedeuten "gleiche Berechtigung". Wenn jemand etwas machen will, ob Mann oder Frau, soll man machen. Einzig Qualitäten sind wichtig. Grundsätzlich sind Frauen emotionaler/sozialer, was ihnen bei allem zugute kommt, was mit Gefühlen und Interaktion zusammenhängt. Grundsätzlich sind Männer pragmatischer beim Denken, was bei bestimmten Feldern zugute kommt. Was aber nicht bedeutet, das dies unumstößlich ist, gibt es Frauen die deutlich gefühlskälter agieren als manche Männer und umgedreht.

Gerade wenn du Schwule und Lesben erwähnst. Gibt es doch das Klischee des männliches und weiblichen Parts. Bei Schwulen der Ledertyp und die Tunte, bei Lesben die Burschikose und die Prinzessin. Mit all den Details die Mann- und Frausein auszeichnen. Ledertyp/Burschikos denken pragmatisch und zeigen wenig Gefühle, Tunte/Prinzessin quatschen ohne Ende und platzen regelrecht vor Gefühlen. Rein Klischeehaft gesprochen. Denn so einfach lässt es sich nicht runterbrechen.
Was sind denn Bisexuelle? :Häschen:

Menschen sind unterschiedlich. Jeder einzelne. Das betrifft alle Eigenschaften, die wir als Menschen aufweisen. Dabei gibt es Gemeinsamkeiten, welche sich aus verschiedenen Gründen ergeben.
Benutzeravatar
Wigggenz
Beiträge: 7449
Registriert: 08.02.2011 19:10
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Kim Swift: Aufruf an weibliche Entwickler

Beitrag von Wigggenz »

greenelve hat geschrieben:Menschen sind unterschiedlich. Jeder einzelne. Das betrifft alle Eigenschaften, die wir als Menschen aufweisen. Dabei gibt es Gemeinsamkeiten, welche sich aus verschiedenen Gründen ergeben.
Das liegt an genetischem Bauplan und Umwelteinflüssen. Fragt sich nur was wieviel ausmacht.

Des Weiteren meine ich hier etwas von Misogynie gelesen zu haben.
Wer denjenigen, die nicht der Auffassung sind, dass es sich bei gewissen Unterrepräsentationen um Diskriminierung handelt, direkt Misogynie vorwirft, hat mMn einen Schaden.

Wenn man versucht, politisch überkorrekt alles gleichzuschalten, weil jede vom Individualverhalten unbeeinflusste Ungleichheit (manche mögen sagen "Besonderheit")=Diskriminierung, dann kann nur so etwas dabei herauskommen:
Bild