Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopierschutz

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Oldholo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von Oldholo »

spliffb hat geschrieben: Und nun theoretisieren wir mal ein bißchen weiter: [...]
Da wären wir dann wieder bei Theorien. Der herumerzählende, aber nicht gezahlt habende Begeisterte könnte ebenso gut ein herumerzählender zahlender Kunde sein, er könnte seine Meinung für sich behalten, oder er könnte Zahlungswillige zu Zahlungsunwilligen machen ("Du kaufst Dir das? Echt? Gibt's doch auf xyz.de oder ich brenn's Dir, sind ja nur 5GB!"), er könnte das Spiel auch scheiße finden und das rum erzählen, was wiederum potentielle Käufer abschreckt.
Das lässt sich unmöglich abschätzen.
spliffb
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von spliffb »

Haha, wo findet das so statt? Taka-Tuka-Land? Gibt's bei euch auch Einhörner?
In meiner Welt, geht der "Werber" mit der portablen Festplatte durch die Kinderzimmer und die potentiellen "Kunden" sparen sich sogar die Download-Wartezeit...
Irgendwie scheint deine einseitige Welt eher an der Realität vorbeizugehen als meine, denn es gibt sowohl Käufer als auch Kopierer, genauso wie Kopierer auch zu Käufern werden.
Und du glaubst gar nicht wieviele Kopierer die enge Bindung zur Marke zu Käufern mutieren lässt.

Mich hat damals beispielsweise eine Kopie von Monkey Island dazu bewegt, mir selbigen Teil als Original zu holen, und noch dazu die nächsten beide Teile ebenso.
Trine 1 als Kopie erhalten, gespielt und für gut befunden. Danach im Humble Bundle erworben und Teil 2 daraufhin ebenso gekauft. Solche Verhaltensweisen sind keine Einzelfälle, sonst hätte die Spieleindustrie sicher nicht ein derart rasantes Wachstum in dermaßen kurzer Zeit hinlegen können. So einseitig "böse", wie du die Spielerschaft hinstellen willst, kann sie ja dann auch nicht sein.

Wenn ich zurückdenke wieviele vormalige Nichtspieler in der PS1/2 Ära erst durch die unendliche Vielfalt an Games, die der Freund eines Freundes auf der gemoddeten Konsole hatte, für das Thema Videogames angefixt wurden, von denen heute immer noch unzählige der Leidenschaft für Games verfallen sind, und mittlerweile weit mehr Spiele kaufen als noch zuvor, sehe ich schon auch positive Resonanzen aufgrund des Kopierens.
spliffb
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von spliffb »

@ Oldholo

Völlig richtig und deswegen bleibt festzuhalten, daß Kopieren nicht eindeutig und zwangsläufig negative Konsequenzen auf die Einnahmen hat.
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Oldholo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von Oldholo »

spliffb hat geschrieben: Völlig richtig und deswegen bleibt festzuhalten, daß Kopieren nicht eindeutig und zwangsläufig negative Konsequenzen auf die Einnahmen hat.
Meh, so könnten wir auch argumentieren, dass nicht zweifelsfrei feststeht, ob das Spaghettimonster nicht doch vielleicht irgendwie möglicherweise existiert.

Wir haben diese Unbekannten auf jeder Seite, mit dem selben Mund-zu-Mund-Propaganda-Potential, also streichen wir es doch einfach aus der Gleichung. Was bleibt, ist die Betrachtung einer Einzelperson (ob sie nun durch einen Test, Werbung oder einen raubkopierenden Freund darauf aufmerksam gemacht wurde). Ist diese Person ein Raubkopierer, kauft sie das Spiel nach dem (Probe-)Spielen oder sie kauft es nicht, mangels stichhaltiger Zahlen zu je 50%iger Wahrscheinlichkeit. Beschafft sich diese Person das Spiel hingegen legal, kauft sie das Spiel, 100%ig, sie ist ja Kunde. Ergo: Solange es keine Zahlen gibt, die das Gegenteil belegen, müssen Entwickler und Publisher davon ausgehen, dass Raubkopien im Schnitt zu Verlusten führen.
.asm
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von .asm »

Oldholo hat geschrieben:Ist diese Person ein Raubkopierer, kauft sie das Spiel nach dem (Probe-)Spielen oder sie kauft es nicht, mangels stichhaltiger Zahlen zu je 50%iger Wahrscheinlichkeit.
Das ist ja wohl ziemlicher Unsinn, erinnert mich an meinen kleinen Cousin, der mal zu mir sagte "Die Gewinnchance im Lotto ist 50%, denn entweder deine Zahlen werden gezogen, oder nicht."
Nur weil man die Zahlen im Hintergrund nicht kennt, kann man nicht einfach pauschal sagen das sei 50/50.
edit: Bzw. man kann es schon sagen/formulieren, es muss aber nicht richtig sein.
spliffb
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von spliffb »

Ergo: Solange es keine Zahlen gibt, die das Gegenteil belegen, müssen Entwickler und Publisher davon ausgehen, dass Raubkopien im Schnitt zu Verlusten führen.
Da gehst du aber davon aus, das jene Einzelperson nur Kopierer oder Käufer sein kann. Sie könnte aber genauso in die weitaus größere Gruppe der desinteressierten Nichtspieler fallen.
Und die werden natürlich in großer Zahl durch Freibier, äh quatsch, durch Spiele für lau angelockt (siehe mein Beitrag mit PS1/2). Und ein Kopierer ist in erster Linie schon mal ein Spieler, der sich für das Hobby Videogames interessiert und somit eher ein Käufer als ein desinteressierter Nichtspieler.
Laut deinem Beispiel wurde nun die Chance auf einen Kauf um 50% gesteigert, mit der möglichen Aussicht auf 100% in näherer Zukunft.
Fast alle Käufer waren oder sind noch teilweise Kopierer, das war oftmals ihr Einstieg in die Welt der Software, die große bunte Vielfalt hat sie angefixt und zu leidenschaftlichen Gamern gemacht und nicht mehr losgelassen. Erst durch die Kopie wurden sie willens und überzeugt diesem Hobby zu frönen und auch als Käufer mehr Geld dafür zu löhnen.
In einem isolierten Einzelfall ausschließlich in der Momentaufnahme mag es durchaus sinnig erscheinen, daß Kopien zu Verlusten führen. Aber so einfach und Schwarz/weiß funktioniert diese Welt nun mal nicht.
marschmeyer
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von marschmeyer »

Oldholo hat geschrieben: Ergo: Solange es keine Zahlen gibt, die das Gegenteil belegen, müssen Entwickler und Publisher davon ausgehen, dass Raubkopien im Schnitt zu Verlusten führen.
Na, wenn du das sagst. :roll:
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Oldholo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von Oldholo »

.asm hat geschrieben: Das ist ja wohl ziemlicher Unsinn, erinnert mich an meinen kleinen Cousin, der mal zu mir sagte "Die Gewinnchance im Lotto ist 50%, denn entweder deine Zahlen werden gezogen, oder nicht."
Nur weil man die Zahlen im Hintergrund nicht kennt, kann man nicht einfach pauschal sagen das sei 50/50.
edit: Bzw. man kann es schon sagen/formulieren, es muss aber nicht richtig sein.
Das ist zwar einerseits richtig, andererseits aber auch die einzige Annahme, die möglich ist.
Wir könnten es auch in Form eines Binärbaums machen, hätten dann ein "Ja" auf Käuferseite sowie ein "Ja" und ein "Nein" auf Seiten der Kopierer und würden gleichzeitig Zahlen vermeiden, wenn Dir das lieber ist.
Ein Käufer ist dennoch ein sicherer Kauf, ein Raubkopierer nicht.
spliffb hat geschrieben: Da gehst du aber davon aus, das jene Einzelperson nur Kopierer oder Käufer sein kann. Sie könnte aber genauso in die weitaus größere Gruppe der desinteressierten Nichtspieler fallen.
[...] gemacht und nicht mehr losgelassen. Erst durch die Kopie wurden sie willens und überzeugt diesem Hobby zu frönen und auch als Käufer mehr Geld dafür zu löhnen.
In einem isolierten Einzelfall ausschließlich in der Momentaufnahme mag es durchaus sinnig erscheinen, daß Kopien zu Verlusten führen. Aber so einfach und Schwarz/weiß funktioniert diese Welt nun mal nicht.
Jetzt bist Du aber sehr festgefahren auf Dein Beispiel. :D
Aber natürlich gehe ich davon aus, dass die genannte Einzelperson grundsätzlich Interesse an dem Spiel besitzt. Tut sie es nicht, ist sie für die Betrachtung schließlich gar nicht relevant oder (wenn das Interesse zwar besteht, jedoch nicht sonderlich stark ist) beschafft sich das Spiel durch eine Raubkopie und fällt damit in die zweite Gruppe.
Die persönliche Geschichte der Person spielt dabei auch keine wirkliche Rolle. Dass sie früher mal PS1-Spiele kopiert hat, nützt den einstigen Entwicklern heute schließlich nichts mehr (es sei denn, es sind heute rein zufällig dieselben Entwickler, deren neueres Spiel wir betrachten), und heute kann es die Entwickler kaum stören, wenn eine Person vor Jahrzehnten mal fröhlich Rohlinge befüllt hat. Auch halte ich die Spielerschaft mittlerweile für groß und diversifiziert genug, sodass die einstigen Kopierer kaum mehr ins Gewicht fallen dürften. Potentielle Käufer eines Landwirtschaftssimulators dürften eher selten einstige PS1-Zocker sein, und für viele andere Spiele ist die Hauptzielgruppe schlicht zu jung, um diese Ära überhaupt wirklich miterlebt zu haben.
spliffb hat geschrieben:In einem isolierten Einzelfall ausschließlich in der Momentaufnahme mag es durchaus sinnig erscheinen, daß Kopien zu Verlusten führen. Aber so einfach und Schwarz/weiß funktioniert diese Welt nun mal nicht.
Das ist richtig. Aber was bleibt Entwicklern und Publishern denn anderes übrig? Wir könnten - rein theoretisch - auch darüber philosophieren, dass es nicht zwangsläufig zu Verlusten führt, wenn Obstverkäufer ihr Obst kostenlos zum Verzehr zur Verfügung stellen, oder Maurer ihre Maurerarbeiten. Oder Buchautoren ihre Bücher.
Aber letztlich wollen alle diese Menschen ihre Produkte (und Dienstleistungen) verkaufen, davon leben sie schließlich, und das ist ihr gutes Recht. Wir müssen die Wirtschaft doch nicht neu erfinden, nur weil es sich hierbei um ein virtuelles Produkt handelt, das sich beliebig oft kopieren lässt. Den Unterschied, den das ausmacht, merken wir doch bereits beim Preis. Ansonsten würde so ein GTA IV mal eben 100 Mio Dollar kosten, im Einzelhandel.
hathol
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Re: Kommentar

Beitrag von hathol »

Oldholo hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Manche Entwickler verteufeln Kopien. Manche Entwickler begrüßen Kopien ausdrücklich. Den meisten ist es aber scheissegal, es ist kein Thema für sie.
Oh, Kajetan, glaubst Du das wirklich?
Im Indiebereich kann ein Notch vielleicht wirklich von sich behaupten, dass ihn Kopien nicht sonderlich tangieren, denn er ist bereits reicher geworden als er es sich hätte träumen lassen können. Alle anderen Entwickler hingegen verkaufen nicht mal eben 1 Mio+ Kopien ihrer Software zu einem zweistelligen Preis, die juckt das Thema Raubkopien immer, weil es bei ihnen den Unterschied bedeutet zwischen "gut genährt" und "wie bezahle ich nur diese Rechnungen?". Der eine oder andere Entwickler nutzt das Thema noch als Marketingtrick, ein guter Ruf kann schließlich höhere Verkaufszahlen bedeuten, aber wenn es jetzt sofort einen Kopierschutz gäbe, der günstig und unknackbar ist und der reguläre Käufer der Spiele in keinster Weise beeinträchtigt, würde ich meinen Hintern darauf verwetten, dass er binnen kürzester Zeit fast ausnahmslos in fast jedem Spiel der Welt verbaut wäre, ob Indie oder nicht.
Kurzinfo: Ich hab selber ein Indie Studio, wir machen hauptsaechlich mobile und web Sachen. Unser Erstling wurde auf Android bisher ca. 15k mal raubkopiert und ca. 100 mal bezahlt. Und ich geb Kajetan recht: es ist mir naemlich scheiss egal. Jeder Indie Dev mit einem Funken oekonomischen Restverstandes macht die Finanzierung seines Studios nicht direkt vom Erfolg der Spiele abhaengig - da kann ich auch gleich ins Casino gehen. Wir (und die meisten anderen Indies hier) querfinanzieren unsere eigenen Games ueber Auftragsarbeiten. Ich will nicht sagen das wir aus der Nummer nichts gelernt haben, ganz im Gegenteil. Wir sehen jetzt eben zu das wir die Spieler anders zum Geld ausgeben bringen koennen (z.B. per in-app purchases) und verbessern unsere marketing Strategie. Was allerdings unter Garantie nicht passieren wird, ist dass ich einen Kopierschutz in eins unserer Games schraube.

Alex
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sf2000
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von sf2000 »

Oldholo hat geschrieben: (...)Wir haben diese Unbekannten auf jeder Seite, mit dem selben Mund-zu-Mund-Propaganda-Potential, also streichen wir es doch einfach aus der Gleichung. Was bleibt, ist die Betrachtung einer Einzelperson (...) mangels stichhaltiger Zahlen zu je 50%iger Wahrscheinlichkeit. Beschafft sich diese Person das Spiel hingegen legal, kauft sie das Spiel, 100%ig, sie ist ja Kunde. Ergo: Solange es keine Zahlen gibt, die das Gegenteil belegen, müssen Entwickler und Publisher davon ausgehen, dass Raubkopien im Schnitt zu Verlusten führen.
Spektakuläre Methode.
Lassen Sie mich nur kurz einfügen, dass die übergroße Masse aller Raubkopien dort entstehen, wo die potentiellen Käufer sich das Spiel sonst schlichtweg nicht leisten können oder dürfen. Häufig genug sogar beides gleichzeitig; ich rede von dem massiven Kontingent von Leuten, die ihr Spiel nur über ihre Eltern beziehen könnten. Kommen bei Ihnen nicht vor.
Sie übersehen auch, dass es kaum ein Land auf Erden gibt, wo ein Spiel so wenig kostet wie in Deutschland - relativ zur Kaufkraft. Allerdings steckt nicht mal in Deutschland die Kaufkraft unbedingt da, wo Spiele gekauft werden; das wird auch konsequent ignoriert. Ich denke, was immer an Raubkopien unterwegs ist in Ländern wie China, Rußland, Brasilien, als potentielle Verkäufe einzurechnen, ist nicht nur einfach unseriös, sondern lachhaft unrealistisch.

Es mag auch Leute geben, die einfach geizig sind und deswegen Raubkopien nutzen. Diese kleine Gruppe ist die einzige, die bewußt eine Entscheidung für den Kauf treffen könnte, ergo, die man tatsächlich als Käufer gewinnen könnte. Alle einfachen Methoden sind bereits erprobt worden; also im Endeffekt, den "Markt" der Raubkopien auszuräuchern.

Der faszinierende Aspekt dabei ist, dass man das eigene Produkt so unzugänglich und unzulänglich gemacht hat, um diese Strategie umzusetzen. Es gab mal nur einen Preisvorteil. Mittlerweile haben Piraten auch einen Vorteil, was die Nutzbarkeit des Produktes angeht, was die Rechte des Nutzers angeht, selbst was die Zugänglichkeit angeht. Wäre ich die xbeliebige Mangementetage eines Spielekonzerns, ich würde mich beschämt in die Ecke stellen. All die Mühen haben letztlich nur bewirkt, das "Konkurrenzprodukt" attraktiver zu machen als jemals zuvor. Und ja, das spielt das kriminelle Element dabei entschieden herunter. Stimmt. Aber wie ich schon sagte: Raubkopien einfach nur als Diebstahl zu bekämpfen, hat sich nun wirklich eindeutig nicht bewährt. Ich frage mich, wieviele Spieleschmieden noch untergehen müssen, bevor man es mal mit klassischem Wettbewerb versucht.
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Oldholo
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Re: Kommentar

Beitrag von Oldholo »

hathol hat geschrieben:Unser Erstling wurde auf Android bisher ca. 15k mal raubkopiert und ca. 100 mal bezahlt. [...] Was allerdings unter Garantie nicht passieren wird, ist dass ich einen Kopierschutz in eins unserer Games schraube.
Irgendwer muss die Zeche für oft kopierte Spiele aber zahlen. Wenn ihr das nicht seid, dann eben Kreditinstitute, Investoren, Auftraggeber oder eben letztlich wieder die Kunden, die sich mit In-App-Purchases und derlei Gedöns herumschlagen müssen. Gewinnen tut dabei - von den Kopierern abgesehen - trotzdem niemand, und es wäre doch auch schön, wenn es ohne Querfinanzierung funktionieren könnte, aye?
Dennoch Kudos dafür, dass ihr auf Kopierschutztechniken verzichtet. :wink:

Edit: @sf2000:
Wir können Minderjährige, russische Raubkopien und andere kaum gewinnträchtige Märkte auch völlig aus der Betrachtung heraus lassen, sie als unvermeidliche Kopien verbuchen. Es geht mir ja gar nicht um absolute Umsatzverluste und Verkaufszahlen, wodurch das keinen Einfluss auf die relative Betrachtung nehmen würde.
Zuletzt geändert von Oldholo am 13.11.2012 06:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von sf2000 »

Wir müssen die Wirtschaft doch nicht neu erfinden, nur weil es sich hierbei um ein virtuelles Produkt handelt, das sich beliebig oft kopieren lässt.
Genau da liegen Sie falsch. Da Wirtschaft sich über zehntausend Jahre nicht mit digitalen Gütern auseinandersetzen musste, ist sogar genau das Gegenteil der Fall. Dass Sie denken, dass das nicht so sein sollte, ist völlig irrelevant; seit zehn Jahren beweisen sich die Spieleschmieden, dass alle Sturheit nichts daran ändert, dass sich die Regeln geändert haben. Lassen Sie mich nur mal auf Projekte wie "Kickstarter" verweisen, um anzudeuten, dass das aber noch lange nicht das Ende für diejenigen ist, die mit Spielen Geld verdienen wollen. Aber wie das so ist mit Evolution: Anpassung ist die Losung. Trauern Sie nicht um die Dinosaurier. Das Leben findet einen Weg;)
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von Svenc »

Übrigens, passt ein wenig zum Thema: Letztens ist mir ein FM-Spieler aufgefallen, der sich auf diversen Portalen über ständige Abstürze im Football Manager 2012 beklagt hat, das Spiel lohne sich so kaum. Weil mir der Ton und die beschriebenen Fehler merkwürdig vorkamen, forschte ich nach. Eine Google-Nachfrage später fand ich heraus, dass genau dieser Benutzer sich in diversen Tauschbörsen-Foren herumtreibt und offensichtlich eine gecrackte Version spielt, die zwar ohne Steam läuft aber anscheinend fehleranfällig ist. Das war recht eindeutig: So macht er sich dort nicht mal die Mühe, weder einen anderen Nicknamen zu verwenden noch seine sehr auffällige, weil immer gleich von allen Regeln der Grammatik abweichende Interpunktion zu ändern.

So etwas geht echt gar nicht.
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von Oldholo »

sf2000 hat geschrieben: Genau da liegen Sie falsch. [...] Anpassung ist die Losung. Trauern Sie nicht um die Dinosaurier. Das Leben findet einen Weg;)
Die Regeln haben sich nicht geändert - sie werden nur massenhaft nicht akzeptiert. Bezahlt werden wollen Spiele trotzdem, ob durch Verkäufe im Retail, digital, durch Mikrotransaktionen oder Spendensammlungen à la Kickstarter. Sofern er die Möglichkeit dazu hat, zahlt ein Raubkopierer zu keinem Zeitpunkt, er ist in der "neuen Welt" nicht plötzlich ein integraler Teil des Wirtschaftskreislaufs.
Kickstarter selbst ist indes nur ein neues, durchaus willkommenes Finanzierungsmodell, aber keinesfalls ein Ersatz für das alte Publishermodell. Soweit ich weiß, ist das "Double Fine Adventure" mit 3,3 Mio USD aktuell die erfolgreichste Kickstarterkampagne gewesen. Wollen wir nicht in Zukunft auf AAA-Titel mit State-of-the-Art-Technik verzichten (und ich möchte das jedenfalls nicht), können diese Summen nicht genügen, um eine aufwändige Entwicklung zu finanzieren (zur Erinnerung: Wir sind mittlerweile bei ~150 Mio Dollar als Spitzenkosten für ein Videospiel angelangt). Und hier reden wir über Tim Schafer und Ron Gilbert, Ikonen der Computerspielebranche mit genau den alten Fans, die heute ihr eigenes Geld verdienen dürften. Unbekannte Entwickler haben es noch einmal ungleich schwerer, teurere Produkte zu finanzieren, hier gleicht das Ganze mehr dem uralten Mäzenatentum der Renaissance denn einer digitalen Revolution.

Aber ja: Das Leben findet einen Weg.
Ich hoffe nur, dass er nicht mit "Free2Play 4eva!", knüppelhartem DRM, lauter Oldschool-RPGs und 8-Bit-Spielen endet.
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Exedus
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von Exedus »

Wir sehen jetzt eben zu das wir die Spieler anders zum Geld ausgeben bringen koennen (z.B. per in-app purchases)
Also da habe ich dann doch lieber einen Kopierschutz