Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Marke

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The Incredible Hojo
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Re: Kommentar

Beitrag von The Incredible Hojo »

Lilli zockt hat geschrieben:na los weg mit dem Mist...endlich ein Publisher mit Lichtblicken! Hoffentlich zieht Activision und Ubisoft nach...
Nur mal so aus einer Laune heraus gefragt:

Was hätten wir davon?
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muecke-the-lietz
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Re: Kommentar

Beitrag von muecke-the-lietz »

The Incredible Hojo hat geschrieben:
Lilli zockt hat geschrieben:na los weg mit dem Mist...endlich ein Publisher mit Lichtblicken! Hoffentlich zieht Activision und Ubisoft nach...
Nur mal so aus einer Laune heraus gefragt:

Was hätten wir davon?
manchmal müssen die großen, alten weg, damit neue nachrutschen können und zumindestens so lange tolle spiele produzieren und publishen, bis sie selber zu den großen, alten gehören.

ea und activision waren ja nicht immer das was sie heute sind und haben ja sogar beide ne ganze zeit lang ordentliche spiele gemacht. und selbst mit den jährlichen sportserien hat sich ea zumindestens bei mir lange zeit nicht unbeliebt gemacht, gerade aufgrund der lizensen.
das wurde halt von jahr zu jahr schlimmer und schlimmer und schlimmer, dann kurzzeitig besser mit dead space, mirrrors edge und dante's inferno, wo man gerade mit visceral games ein mega studio an land gezogen hat und so ein paar tolle spiele publishen konnte und dann wurde es wieder ganz doll scheiße. das machen auch kleinere produktionen wie shadow of the damned nicht mehr wett.

und jetzt das moh debakel, welches vorhersehbar war, aus gründen die ich nicht nochmal erläutern möchte, da dieses forum bereits voll damit ist (übrigens sollte ea sich mal mehr in solchen foren rumtreiben, anstatt nur auf ihre quatschigen umfragen zu hören, die eh meistens gefaked sind...), denn hier sind die analysen oft wesentlich erdiger und pragmatischer.

naja und activision wurde einfach beschissen und fies und baut das jedes jahr einfach immer stärker aus. kann man auch machen. :mrgreen:

also was ich sagen will, ist folgendes: wenn mal ein paar der großen einbrechen würden und so notgedrungen ein paar unnötige kapazitäten abschmeißen müssten, würde das den markt wieder ein bisschen entschlacken, sodass auch mal wieder platz für neue entwickler, publisher und somit auch für neue ideen wäre.

denn so wie es jetzt ist, kann es auf keinen fall weiter gehen. die großen kopieren sich nur noch gegenseitig, ein spiel wird zugänglicher und primitiver als das andere, man verliert jeglichen blick auf das wesentiche, nämlich gute spiele und konzentriert sich nur noch darauf möglichst viel gewinn zu erwirtschaften, mit möglichst unseriösen mitteln. und wenn dann mal ein spiel aus ganz offensichtlichen gründen floppt, nämllich weils scheiße ist, erkennt man das noch nicht mal, oder will es nicht wahrhaben.

und im gegensatz fristen einige geniale titel ein nischendasein, obwohl sie den "großen" spieltechnisch oft massiv überlegen sind und nur mehr ins rampenlich gezerrt werden müssten, damit auch der mainstream bereich mal wieder mit tollen titeln versorgt würde.

ich sähe das also nicht so schwarz, wenn der markt selbstverschuldet mal ein paar viel zu große und unbewegliche monster los würde.
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RVN0516
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von RVN0516 »

Das ist ja gerade das große Problem, es kostet unmengen an Geld heute ein Game zu produzieren. Daher werden so oft geniale Games nicht "fortgesetzt" da sie noch nicht mal die Produktskosten einspielen, geschweige den genug damit ne Fortsetzung oder ein anderes Game vorfinanziert werden kann, somit sind viele kleine Studios meist auf Finanzierer angewiesen, die dann aber auch ihr Geld wieder oder mehr haben wollen.
Spiele wie BF3 oder CoD kosten mittlerweile fast 3 stellige Millionen Beträge nur in der Entwicklung, da müssen sich Spiele auch Millionenfach verkaufen sonst würde sich das nicht lohnen, egal in welcher Hinsicht.
Auch wenn man Spieleentwickler/Diesigner als Künstler sieht auch die wollen von irgendwas leben.
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The Incredible Hojo
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von The Incredible Hojo »

@ muecke

Ich halte mal fest:

Du bevorzugst Titel kleinerer Studios / Indies
Du vermeidest Titel von Majors.

Szenario:
Die Majors fahren ihre Läden an die Wand.

Folgen:
ein großes Heer an Arbeitskräften strömt auf den Arbeitsmarkt
eine Heerschaar von Spielern wird nicht mehr mit Titeln bedient, die sie spielen möchten

Mögliche Folgen (Spekulationen)
Mainstream entdeckt Indies
Indies wachsen zu Majors

Wir "Indie-Gamer" kaufen weiterhin unsere Spiele bei den Studios, die einen gewissen Anspruch an Spiele erfüllen. De facto ändert sich für uns nichts. Gar nichts. Außer das wir ein Erlebnis der Schadenfreude habe, auf das ich aber verzichten kann.
Es ist mir absolut egal, ob EA erfolgreich ist oder nicht. Ich finde es bemerkenswert, wie die Majors ihre Politik umsetzen und damit Millionen Spiele verkaufen.
Schlimmstenfalls tritt es ein, dass ein Indie zum Major wächst und eine Spielreihe an die Masse anpasst. Somit wäre wieder eine Serie aus deiner Sicht vermurkst und du würdest wieder nicht beim Major kaufen. Gewinn/Verlust gleich null, für dich ändert sich nichts.

Wenn ein Major ein Spiel herausbringt, das mich interessiert, dann kaufe ich es auch, egal ob EA, Ubisoft oder Activision dahinter steht. Ich mache da keine Blutfehde draus, weil es mich nicht inteteressiert, was bspw. EA in der Vergangenheit mit Spielreihen gemacht hat, sondern nur, was sie für Spiele jetzt herausbringen und auch nur soweit, ob sie mir Spaß machen könnten oder nicht.

Der Spielemarkt ist heute so vielfältig wie nie, jeder findet sein Spiel, das ihm Spaß macht. Außer volkswirtschaftlichen Schaden haben wir Gamer überhaupt nichts von einer Pleite eines Majors.
Lass sie doch ihren "Müll" produzieren und verkaufen, davon hast du im Speziellen keinen Schaden.

Eine Spielereihe, die du mochtest wurde von EA vermurkst? Und jetzt? Warst du der Lizenzinhaber? Ist es DEINE Spielereihe? Hat EA was falsch gemacht, wenn vor der Übernahme die Serie sich an 5 Millionen Spieler verkauft hat, nach der Übernahme an 15 Millionen? Tragisch für dich, aber ein Ende eines Majors wird weder deine Serie wieder "auf den rechten Weg" bringen noch dir sonstwie in irgendeiner Form helfen.

Du sagst, dass dann Spiele von Indies mehr ins Rampenlicht treten. Wie denn? Mit massiver Marketingkampagne? Wo soll das Geld dafür da sein? Dein Rechenweg ist "Major pleite>Indies rücken in den Fokus>Indies erfolgreich" der aber nicht aufgeht. Denn für eine stärkeres Interesse müssten sich Indies eben mit dem Thema Marketing, Werbung, Produktmanagement etc. auseinandersetzen. Das kostet Geld, das die Indies beim Zeitpunkt des Zusammenbruchs der Majors nicht hätten. Jetzt kannst du sagen "Ja, da stehen doch genug dann am Arbeitsmarkt rum, die man dafür einstellen kann" aber die Leute wollen auch bezahlt werden und das nicht mit 400 EUR im Monat. Alles Geld, das Indies nicht haben.

Meine Vermutung: Würden Majors zusammenbrechen, entstünde ein Vakuum, das erstmal kein Hersteller/Publisher entsprechend füllen könnte. Die Folge wären massive Umsatzrückgänge im Gamesbereich, was eine Kettenreaktion auslösen würde. Händler, Speditionen, Handelsketten, Werbeagenturen, Außendienstler, Lagerarbeiter, Sachbearbeiter, Redakteure - tausende wären binnen kurzer Zeit arbeitslos und alle würden sich bei Indies bewerben, aber kaum welche genommen, weil das Geld fehlt. Der Gamesmarkt kann nicht explodieren, nur implodieren.

Außer einer massiven Arbeitslosenwelle im Gamesbereich bringt das gar nichts, wenn ein Major pleite geht. An der Spielefront würde sich nichts ändern. Und für dich speziell erst recht nichts.
ArneWHV
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von ArneWHV »

Ich kaufe seit Einführung des Online-Passes sowieso keine EA-Spiele mehr. Gebrauchte EA-Spiele zu verkaufen ist damit quasi nahezu unmöglich geworden. Wozu soll ich als Gebrauchtspielkäufer nochmal gut 10 Euro ausgeben, nur um Online zu spielen, da kann man sich das Spiel ein halbes Jahr nach Veröffentlichung gleich neu kaufen, was ja auch der Grund für den sch... Online-Pass ist? Als ob die Abzocke mit den DLCs nicht schon ausreichen würde, mit denen man das Spiel eh schon zweimal bezahlt. EA ruht sich bei MoH und den ganzen Sportspielen auf Lorbeeren aus, die sie schon lange nicht mehr haben. :baeh: EA
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Opy92
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Re: Kommentar

Beitrag von Opy92 »

DonPeon hat geschrieben:Viele sind vor Jahren auch von einem Ende der NFS-Reihe ausgegangen. Das hat EA kurzzeitig sogar eingesehen und verkündet, dass man die Marke erstmal in Ruhe lassen will, woraufhin kurze Zeit später drei neue NFS-Titel angekündigt wurden.

So schnell wird MoH also nicht untergehen. Ist der Ruf erst runiniert... nächstes Jahr platzt also die Bombe. MoH Free-2-Play, MoH Warfighter 2 und 3 (Warfighter ist nämlich eine Trilogie), MoH-MMORPG, MoH vs. CoD, MoH BF4-Edition, alles schön mit Micropayment (1 Cent pro Kugel) und beim Kauf der Sonderedition gibts einen Gruppenausflug in den Irak. Das Highlight der EA-Spasstour durch Krisengebiete: Minenlegen in der Wüste. Ich bin auch Analyst. So wirds kommen. Glaubt mir.
haha ich musste schmunzeln :)
Armin
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von Armin »

The Incredible Hojo hat geschrieben: Meine Vermutung: Würden Majors zusammenbrechen, entstünde ein Vakuum, das erstmal kein Hersteller/Publisher entsprechend füllen könnte. Die Folge wären massive Umsatzrückgänge im Gamesbereich, was eine Kettenreaktion auslösen würde. Händler, Speditionen, Handelsketten, Werbeagenturen, Außendienstler, Lagerarbeiter, Sachbearbeiter, Redakteure - tausende wären binnen kurzer Zeit arbeitslos und alle würden sich bei Indies bewerben, aber kaum welche genommen, weil das Geld fehlt. Der Gamesmarkt kann nicht explodieren, nur implodieren.

Außer einer massiven Arbeitslosenwelle im Gamesbereich bringt das gar nichts, wenn ein Major pleite geht. An der Spielefront würde sich nichts ändern. Und für dich speziell erst recht nichts.
Ich denk schon,dass sich dann ne Menge aendert, in der Wirtschaft ist es halt so, dass der Markt manchmal bereinigt werden muss, um sich weiterzuentwickeln. In den 80ern ist das was Du oben beschreibst in aehnlicher Form ja schon passiert, damals gingen ne Menge "Majors" hops. Und kurz danach kam die goldene C64/Amiga Zeit.
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The Incredible Hojo
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von The Incredible Hojo »

Armin hat geschrieben:
The Incredible Hojo hat geschrieben: Meine Vermutung: Würden Majors zusammenbrechen, entstünde ein Vakuum, das erstmal kein Hersteller/Publisher entsprechend füllen könnte. Die Folge wären massive Umsatzrückgänge im Gamesbereich, was eine Kettenreaktion auslösen würde. Händler, Speditionen, Handelsketten, Werbeagenturen, Außendienstler, Lagerarbeiter, Sachbearbeiter, Redakteure - tausende wären binnen kurzer Zeit arbeitslos und alle würden sich bei Indies bewerben, aber kaum welche genommen, weil das Geld fehlt. Der Gamesmarkt kann nicht explodieren, nur implodieren.

Außer einer massiven Arbeitslosenwelle im Gamesbereich bringt das gar nichts, wenn ein Major pleite geht. An der Spielefront würde sich nichts ändern. Und für dich speziell erst recht nichts.
Ich denk schon,dass sich dann ne Menge aendert, in der Wirtschaft ist es halt so, dass der Markt manchmal bereinigt werden muss, um sich weiterzuentwickeln. In den 80ern ist das was Du oben beschreibst in aehnlicher Form ja schon passiert, damals gingen ne Menge "Majors" hops. Und kurz danach kam die goldene C64/Amiga Zeit.
In der ja soviele Spielehersteller Geld verdient haben :lol:

Den einzigen zuverlässigen Marktplatz, den ich damals kannte hieß "Schulhof"
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Kajetan
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von Kajetan »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Außer volkswirtschaftlichen Schaden haben wir Gamer überhaupt nichts von einer Pleite eines Majors.
Ja, es ensteht ein kurzfristiger volkswirtschaftlicher Schaden. Gleichzeitig werden aber wieder Räume und Möglichkeiten für andere Anbieter geschaffen, deren Prosperieren der Volkswirtschaft oder gar der Gesellschaft langfristig mehr nutzen kann als der vorherige Zustand.
Außer einer massiven Arbeitslosenwelle im Gamesbereich bringt das gar nichts, wenn ein Major pleite geht. An der Spielefront würde sich nichts ändern. Und für dich speziell erst recht nichts.
Das stimmt nicht. Denn die Nachfrage bleibt ja bestehen. Niemand hört plötzlich auf CoD zu mögen, wenn es von einem Tag auf den anderen kein CoD mehr geben würde. Irgendjemand wird diese Nachfrage mit einem Angebot füttern wollen. Branchenquereinsteiger. Mitarbeiter des ehem. Majors, die aus der Pleite der großen Firma gelernt haben bestimmte strukturelle Probleme zu vermeiden. Jedes Ende beinhaltet IMMER die Chance auf einen Neuanfang, jedes Ende der einen Sache ist IMMER der Beginn einer anderen Sache.

Und wenn dann eines Tages aus manchen Indies von Heute wiederum neue Großkonzerne geworden sind, die zu groß und zu behäbig sind, um sich der ständig verändernden Wirklichkeit anzupassen, dann ist es auch Zeit für diese Firmen den Weg alles Vergänglichen zu beschreiten. Oder es passiert etwas ganz anderes, was keiner von uns hier ahnen kann.

Aliens. Der Weltuntergang. Kalte Fusion für Hobbybastler. Energie/Materie-Replikatoren ... ein Military-Shooter, welcher sogar mir Spass macht. Wer weiß, wer weiß ... :)
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Kajetan
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von Kajetan »

The Incredible Hojo hat geschrieben:
Armin hat geschrieben:Und kurz danach kam die goldene C64/Amiga Zeit.
In der ja soviele Spielehersteller Geld verdient haben :lol:
Genau, damals hat ja niemand mit Spielen Geld verdient ...
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muecke-the-lietz
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von muecke-the-lietz »

The Incredible Hojo hat geschrieben:
[...]
unsinn, ich bin weder pro indie noch anti mainstream, ich bin für einen mainstream, der sich wieder auf die spiele besinnt, nicht rein auf den gewinn.

spiele sind (zwangsläufig) teuer in der produktion - bullshit. sie werden teuer gemacht, aber viele studios haben bewiesen, dass diese horrenden summen, welche die amis in ihre spiele pulvern, vor allem eines sind: geldverschwendung und schlechte wirtschaft.

außerdem will ich nicht aus prinzip, dass die großen publisher untergehen, ich habe nur keine angst davor, wenn sie rein aus wirtschaftlichen gründen kapazitäten abbauen müssten, oder eben - wenn absolute lernresistenz vorhanden ist - untergehen. es entsteht ja in der wirtschaft da nicht gleich ein vakuum, sondern oft wird tatsächlich einfach nur platz für neues geschaffen. schau dir doch mal den markt der 90er an, da waren viele große big player, die es so heute oft gar nicht mehr gibt.

das ist halt ein ständiger wandel und der ist wichtig. außerdem zählt sehr oft: was heute indie ist, ist morgen mainstream, was einfach daran liegt, dass in finanziell kleinerem rahmen oft viel mehr möglich ist und so neue sachen eher ausprobiert werden können, naja, und was sich dann halt bewährt, wird irgendwann, mit einer verzögerung von ein paar jahren im mainstream umgesetzt.
und ich möchte, dass dieser vorgang jetzt nicht gestoppt wird, nur weil die großen mittlerweile so betriebsblind und unbeweglich sind, dass sie nicht mehr in der lage sind, diese innovationen in ihre produktionen einfließen zu lassen.

also dein beitrag ist halt so ein ewig gestriger, der sich lieber an klassische "böser mainstream, guter indie-bereich"-ideen klammert, als zu verstehen, dass beide die seiten der selben medaille sind und der eine ohne den anderen nicht kann. aber das ist eben realität.

ich möchte nicht in einer welt leben, in der der mainstream nur noch für arbeitslose hauptschüler und dumme pubertierende amis shooter produziert und alle anderen sich irgendwo im schatten mir ihren schönen, schrulligen, oldschooligen indies herumtreiben.

ich möchte eine spielewelt, in der der mainstream alle geschmäcker abdecken kann und der indie bereich den speziellen geschmack befriedigt, den der maistream nicht erreichen kann. aktuell ist ja noch alles halbwegs im lot, aber es läuft eben doch gefahr, dass sich die ganze nummer zum schlechten wendet.

und daher fände ich es nicht schlimm, wenn ea als mega publisher vor die hunde ginge und activision mitziehen würde, nach und nach, sodass beide und vor allem der markt zum handeln gezwungen würden.

mega super offtopic alla kattamakka weltuntergangsscheiß:

so wie ich es falsch fand, dass obama die amerikanische autoindustrie künstlich am leben hält, dabei wäre auch da ein umdenken notwendige gewesen, dass man mit der krise erreicht hätte. kapazitäten abbauen, umdenken, neu anfangen, neu aufbauen. nichts speziell gegen obama, aber das ist halt, was ich meine.



warum sollte man ein system versuchen künstlich am laufen zu halten, wenn es reell längst überholt ist?
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The Incredible Hojo
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von The Incredible Hojo »

Nein, für mich sind weder Majors pauschal die Bösen und Indies nicht pauschal die Guten. (Dass gerade ich als Major-Basher betitelt, hätte ich ja nicht gedacht...)
Produkte für die Masse ist immer der Kompromiss auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Das liegt in der Natur der Sache, denn je mehr du einbaust, desto mehr musst du darauf achten, wie das Verhältnis Zuwanderer/Abwanderer bei deinem Spiel ist. Zudem ist es eben auch einfach, nach einem bestimmten Schema F zu produzieren.
Ich bin überzeugt, dass ein Massenmarkt nicht die Vielseitigkeit bieten kann, um das umzusetzen, was du dir vorstellst. Dann ist es nämlich nicht mehr Masse sondern Differenzierung. Ein Massenmarkt, der sich an Spiele orientiert, nicht nach Gewinn? Das ist betriebswirtschaftlich gesehen Unsinn. Du bringst kein Spiel heraus, weil du Spielern etwas Gutes tun willst, sondern weil du Geld verdienen möchtest. In diesem Punkt unterscheiden sich Indies nicht von Majors. Nur dass Indies das ganze etwas Nischenorientierter umsetzen als die Majors, die eben massenkompatibler arbeiten möchten, sprich mehr Stückzahlen verkaufen.

Warum hat die Branche in den 90ern das ganze aufgefangen? Weil es sehr viele, etwa gleich große Firmen gab, die eben den Untergang des einen abfangen konnten - oder sie verschwanden durch den Verkauf an einen anderen Publisher.

Und Quereinsteiger? Hm. Die dann der CoD - Masse so eine Perle wie "Terrorist Takedown" serviert? Gott bewahre. Da dürften sich eine Menge von Spielern dem Hobby abwenden, was eben zu Umsatzeinbußen führen wird. Einen reibungslosen und fließenden Übergang kann es nur geben, wenn es parallel zu den Majors eine gewisse Anzahl von etwa gleichgroßen Firmen gibt, die eben die Nachfrage aus dem STand bedienen können. Siehe Schlecker: Falsches Konzept, falsches Management, Insolvenz. Aber warum? Erst als die Ketten dm, Müller und Rossmann groß genug waren, um die Nachfrage der Leute zu bedienen und Schlecker die Kunden abgenommen haben, fuhr das Ding gegen die Wand. So ist auch der volkswirtschaftliche Schaden überschaubar gewesen.

Wenn EA, Activision und Ubisoft an die Wand fahren, innerhalb kurzer Zeit, nochmal die Frage, wer soll das auffangen? Die anderen Firmen sind produktionstechnisch gar nicht in der Lage dazu, diese Nachfrage so zu bedienen, dass es zu kaum merklichen Einbrüchen in der Branche kommt.

Warum lässt man nicht das Parallelsystem, das wir haben? Die Masse hat ihre Publisher, die ihnen ihre Spiele liefert und die Gamer mit einem anderen Anspruch an Spielen haben ihre Firmen, bei denen sie fündig werden. Eine Koexistenz ist doch für alle Seiten zufriedenstellend, außer ich rege mich über die Spiele einer anderen Schiene auf. Was eben keinen Sinn macht.
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von The Incredible Hojo »

Kajetan hat geschrieben:
The Incredible Hojo hat geschrieben:
Armin hat geschrieben:Und kurz danach kam die goldene C64/Amiga Zeit.
In der ja soviele Spielehersteller Geld verdient haben :lol:
Genau, damals hat ja niemand mit Spielen Geld verdient ...
Wie viele der Spielehersteller von damals gibt es heute noch als eigenständige Firmen? Wie viel Prozent sind das? Ich breche jetzt keine Kopierdiskussion vom Zaun, weil die Fehler eben im Management gemacht wurden was Preispolitik, Produktpolitik und Controlling anging.
Freakstyles
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

Beitrag von Freakstyles »

The Incredible Hojo hat geschrieben:@ muecke

Ich halte mal fest:

Du bevorzugst Titel kleinerer Studios / Indies
Du vermeidest Titel von Majors.

Szenario:
Die Majors fahren ihre Läden an die Wand.

Folgen:
ein großes Heer an Arbeitskräften strömt auf den Arbeitsmarkt
eine Heerschaar von Spielern wird nicht mehr mit Titeln bedient, die sie spielen möchten

Mögliche Folgen (Spekulationen)
Mainstream entdeckt Indies
Indies wachsen zu Majors

Wir "Indie-Gamer" kaufen weiterhin unsere Spiele bei den Studios, die einen gewissen Anspruch an Spiele erfüllen. De facto ändert sich für uns nichts. Gar nichts. Außer das wir ein Erlebnis der Schadenfreude habe, auf das ich aber verzichten kann.
Es ist mir absolut egal, ob EA erfolgreich ist oder nicht. Ich finde es bemerkenswert, wie die Majors ihre Politik umsetzen und damit Millionen Spiele verkaufen.
Schlimmstenfalls tritt es ein, dass ein Indie zum Major wächst und eine Spielreihe an die Masse anpasst. Somit wäre wieder eine Serie aus deiner Sicht vermurkst und du würdest wieder nicht beim Major kaufen. Gewinn/Verlust gleich null, für dich ändert sich nichts.

Wenn ein Major ein Spiel herausbringt, das mich interessiert, dann kaufe ich es auch, egal ob EA, Ubisoft oder Activision dahinter steht. Ich mache da keine Blutfehde draus, weil es mich nicht inteteressiert, was bspw. EA in der Vergangenheit mit Spielreihen gemacht hat, sondern nur, was sie für Spiele jetzt herausbringen und auch nur soweit, ob sie mir Spaß machen könnten oder nicht.

Der Spielemarkt ist heute so vielfältig wie nie, jeder findet sein Spiel, das ihm Spaß macht. Außer volkswirtschaftlichen Schaden haben wir Gamer überhaupt nichts von einer Pleite eines Majors.
Lass sie doch ihren "Müll" produzieren und verkaufen, davon hast du im Speziellen keinen Schaden.

Eine Spielereihe, die du mochtest wurde von EA vermurkst? Und jetzt? Warst du der Lizenzinhaber? Ist es DEINE Spielereihe? Hat EA was falsch gemacht, wenn vor der Übernahme die Serie sich an 5 Millionen Spieler verkauft hat, nach der Übernahme an 15 Millionen? Tragisch für dich, aber ein Ende eines Majors wird weder deine Serie wieder "auf den rechten Weg" bringen noch dir sonstwie in irgendeiner Form helfen.

Du sagst, dass dann Spiele von Indies mehr ins Rampenlicht treten. Wie denn? Mit massiver Marketingkampagne? Wo soll das Geld dafür da sein? Dein Rechenweg ist "Major pleite>Indies rücken in den Fokus>Indies erfolgreich" der aber nicht aufgeht. Denn für eine stärkeres Interesse müssten sich Indies eben mit dem Thema Marketing, Werbung, Produktmanagement etc. auseinandersetzen. Das kostet Geld, das die Indies beim Zeitpunkt des Zusammenbruchs der Majors nicht hätten. Jetzt kannst du sagen "Ja, da stehen doch genug dann am Arbeitsmarkt rum, die man dafür einstellen kann" aber die Leute wollen auch bezahlt werden und das nicht mit 400 EUR im Monat. Alles Geld, das Indies nicht haben.

Meine Vermutung: Würden Majors zusammenbrechen, entstünde ein Vakuum, das erstmal kein Hersteller/Publisher entsprechend füllen könnte. Die Folge wären massive Umsatzrückgänge im Gamesbereich, was eine Kettenreaktion auslösen würde. Händler, Speditionen, Handelsketten, Werbeagenturen, Außendienstler, Lagerarbeiter, Sachbearbeiter, Redakteure - tausende wären binnen kurzer Zeit arbeitslos und alle würden sich bei Indies bewerben, aber kaum welche genommen, weil das Geld fehlt. Der Gamesmarkt kann nicht explodieren, nur implodieren.

Außer einer massiven Arbeitslosenwelle im Gamesbereich bringt das gar nichts, wenn ein Major pleite geht. An der Spielefront würde sich nichts ändern. Und für dich speziell erst recht nichts.
Ich halte mal fest, Deine Vermutungen bleiben Vermutungen und haben soviel Diksussionsbestand wie ne getrocknete Tomate ;)
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Re: Medal of Honor: Warfighter: Analyst und das Ende der Mar

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Naja, es sind Prognosen, wie so ziemlich alle Aussagen hier, die die Zukunft betreffen. Man kann seine Prognose aber einfach in den Raum werfen oder den Gedankengang mit Argumenten schlüssig darlegen. Aber ist das nicht Bestandteil einer Diskussion?