Laner hat geschrieben:In den letzten Jahren fällt es immer mehr auf. Das Wort des Spielers hat Macht bekommen. "Dark Souls für den PC!

" und schon ist es da. "Wir wollen coole Wii-RPGs auch in Amerika - Operation Rainfall!" Und tada: Alle 3 Spiele schaffen es nach Übersee.
Doch mit Macht kommt auch Verantwortung. Ein neues Ende für Mass Effect 3 und jetzt mehr Gewalt für Borderlands 2. Wir sollten vorsichtig sein, mit dem, was wir uns wünschen. Irgendwann heißt es für die Analysten da oben nur noch: "Ach, das sind Gamer. Denen kann man es nie Recht machen."
Da ist ein kleiner Denkfehler:
Der Spieler hatte immer schon Macht. Er nutzt sie nur nicht!
Der Spieler ist KUNDE! Er verhält sich nur nicht so.
Also, in der Masse nicht.
Das wichtigste Machtinstrument nutzt der Spieler nämlich nicht: Nicht konsumieren.
Dank des Internet hat er jetzt langsam immerhin das Zweiwichtigste für sich gefunden: Beschweren!
Also so, dass man auch gehört wird.
Nur fällt das auch flach, solange man zwar meckert, aber trotzdem beim nächsten Titel wieder blind zugreift.
Dieses Verhalten ist bei den großen Marken sehr ausgeprägt. Ich will jetzt nicht sagen, dass alle CoD oder Fifa Spieler blöde sind. Ich denke schon, dass die Masse halt genau das Spiel kauft, dass sie auch will.
Nur diese großen Marken stecken halt alle anderen auch an. Und solange EA damit durchkommt, Fifa 12 als 13 zum Vollpreis zu verkaufen, denken alle anderen, sie könnten das auch.
Dann kommt halt ein Dark Souls, aber so mies portiert, dass die Technik an sich schon als Boss Encounter durchgeht.
Jeder Publisher baut darauf, dass der Kunde das Spiel in den ersten Wochen, am besten am ersten Tag in die Gewinnzone bringt und dann ist alles wunderbar.
Der Spieler an sich gibt ja auch keinen Anlass, das anders zu sehen.
DA wird Gothic um Gothic vorbestellt, obschon es gar keinen Grund gab, darauf zu bauen, dass Publisher und Entwickler JETZT alles richtig gemacht haben. Oder wenigstens nicht so horribel wie im letzten Teil.
Aber immerhin wird jetzt mal darüber geredet, dass man mit dem Produkt nicht zufrieden war.
Das Ende von Mass Effect war - verglichen mit dem Rest des Spieles - totaler Müll.
Kann EA aber egal sein, solange der MP DLC brav gekauft wird.
Die Aussage, dass BL2 ungeschnitten ist war - im Zusammenhang mit dem Tooltip der "gore" Option - irreführend.
Warum sollte man darauf nicht mindestens aufmerksam machen? Wieso sollte man das Signal senden, dass alles in Ordnung war?
Der Hersteller hat das Recht auf Nachbesserung, aber was soll er Nachbessern, wenn er kein Feedback bekommt?
Und wie ernst soll er die Forderung nehmen, wenn auch ohne Nachbesserung noch fleissig gekauft wird?
Ich weiss schon, dass Spieleentwicklung nicht einfach ist - ein solches Projekt zu kalkulieren auch nicht. Auch kann man es wirklich allen nicht recht machen.
Aber es fehlen an allen Ecken klare Signale.
Ich würde mir ja wünschen, dass bei Fifa 14 erst mal alle den Test abwarten. Und wenn da steht "ist 13, nur mit anderen Namen", dass das dann keiner aus genau dem Grund kauft.
Denn dann müsste EA:
Die Serie einstampfen - blöd, aber konsequent.
Die Serie jedesmal deutlich verbessern - stelle ich mir eher arg schwer vor.
Solche Updates halt zu einem entsprechenden Preis anbieten - wobei ich mir vorstellen kann, dass die Lizenzen horrendes Gels kosten.
Aber einfach nur kaufen und im Stillen meckern - das hilft keinem.
Trotzdem würde ich mich über kostenlose und abstellbare Gewaltverstärkung freuen. KOSTENLOS!
Ditto!