Kajetan hat geschrieben:The Incredible Hojo hat geschrieben:Kunde König ist sowieso ein schwachsinniger Begriff...
Wie schon gesagt wurde: "Nirgendwo sonst lassen sich die Kunden freiwillig so entrechten, abzocken, gängeln und knebeln wie im Spielesektor."
Deine Aussage ist das beste Beispiel für diese Geisteshaltung.
Also gut. Der Kunde wäre gerne König. Könige sind entweder Relikte aus alten Zeiten ohne Einfluss auf die wirklich wichtigen Entscheidungen und sind quasi nur als Aushängeschild zu gebrauchen - oder um Nachkommen untereinander zu verheiraten. Oder als altes Bild herrschsüchtige Despoten, die durch ihre Regentschaft die einfachen Bewohner ihres Staates knechten. Keins davon halte ich als erstrebenswert.
Also entweder ich bin als König Kunde nur eine Show-Figur oder ich kann mir alles erlauben, was allein das Gesetz schon einschränkt. Wenn ich aber mit der Einstellung in einen Markt renne, dass ich mir eben alles erlauben darf - weil ja König - dann ist das Geschrei wieder groß, wenn man nicht weiter kommt mit seiner Beschwerde oder seinem Vorhaben.
Geschäftspartner Kunde - das wäre mir eine günstigere Betitelung als König. Und wenn ich das Gefühl habe, mein Gegenüber - also der Geschäftspartner Händler oder Softwarefirma - gängelt mich oder zockt mich ab, dann mache ich mit ihm halt keine Geschäfte mehr. Das muss ich aber nicht mit großen Aufschrei zelebrieren sondern gebe mein Geld eben da aus, wo ich mich angemessen behandelt fühle. Nicht als König, sondern als Geschäftspartner.
Wenn ich aber Entwickler bin und shitstorms und Petitionen über mich einbrechen, weil ein Teil eines Spiels nicht so umgesetzt wurde wie erwartet, dann würde ich mir auch Gedanken darüber machen, ob ich mir das alles antun soll. Und wie jeder, der im Handel angepflaumt wird, das Recht hat, sich einen anderen Job zu suchen, kann auch ein Entwickler sagen "Hab die Schnauze voll von den aggressiven Anfeindungen der Gamer, wenn den was nicht passt, mache jetzt erstmal Pause auf Borabora und dann schaun mer mal!"