sYntiq hat geschrieben:1.) Geht seit Ewigkeiten dass Gerücht herum dass Lnch selbst gar nicht will dass seine Filme interpretiert werden, da er sie nie dafür machen würde. Sprich: Er baut gar keinen absichtlichen Interpretationsspielraum ein. Er soll sogar mal gesagt haben dass man das Interpretieren lassen soll und einfach nur den Film geniessen, da es eh keinen tiefer liegenden Hintergrund geben würde.
Das ist kein Gerücht

Umso faszinierender sind daher so manche Interpretationen, die durchaus glaubhaft den Eindruck vermitteln, David Lynch hätte sich tatsächlich etwas dabei gedacht. Und genau das ist ja das tolle an seinen Filmen. Man kann sie so nehmen, wie sie sind und sich angenehm verunsichern/faszinieren lassen oder man kann lange darüber nachdenken und plötzlich feststellen, dass doch gewisse Muster und Grundstrukturen vorhanden sind, die Lynch vielleicht nicht bewusst, aber unbewusst eingebaut hat.
Oder der neue Batman. Laut diversen Reviews ist die Handlung nur Mittel zum Zweck, bzw. für "einfachere Gemüter". Im Grunde, zwischen den Zeilen, soll der Film eine einzige Gesellschaftskritik sein und die Batman/Bane Handlung im Grunde völlig irrelevant. (Ich hab ihn noch nicht gesehen.)
Ja. Das stimmt tatsächlich und zeigt die große Klasse eines Chris Nolan. DKR kann man durchaus als politisches, sehr politisches Kino betrachten. Noch mehr, als sich das bereits in den ersten beiden Filmen angedeutet hat.
Leider findet man so etwas in Spielen viel zu selten. Im Gegenteil. Ich habe sogar oftmals das Gefühl dass der Anspruch möglichst aus Spielen herausgelassen werden soll.
Weil die Publisher der Meinung sind, dass Spiele mit Anspruch Kassengift sind. Und weil sie dieser Meinung sind, dürfen die Kreativen auch nicht experimentieren. Keiner darf ein CoD mit Anspruch machen, also weiß auch niemand, wie das gehen soll.
Allerdings ist das alles immer noch was anderes als ein "Bau dir deine eigene Story" (Siehe unten)
Das ist ja nur als Beispiel dafür gewählt, wie man den Spieler mit kleinen Häppchen dazu bringen sich eigene Gedanken zu machen. Nicht eine eigene, individuelle Story, aber eigene Interpretationen dessen, was hier anscheinend stattgefunden hat oder gerade stattfindet.