Wigggenz hat geschrieben:Mit Anspruch ist das etwas einfacher, unter Anspruch verstehe ich ausgefeilte Songstrukturen (nicht das simple Intro-Strophe-Bridge-Refrain x3), möglichst virtuose Bedienung von Instrumenten, komplexe Rhytmen/Melodien, etc. lässt sich auch objektiv bewerten finde ich. Man kann Anspruch natürlich für sich persönlich als gut oder als lästig empfinden, aber wenn jemand bei anspruchsloser Musik das Gegenteil behauptet, regt mich das auf.
Ich halte das für eine sehr einseitige Definition von Anspruch, den du hier ja schlicht in technischer Komplexität siehst. Es kann ebenfalls sehr anspruchsvoll sein, eine gute – möglicherweise sehr simpel wirkende – Melodie für einen Popsong zu schreiben.
Wenn gewisse Musiker/Komponisten sich überhaupt nicht weiterentwickeln, sondern bloß bekannte Strukturen wiederholen, kann man ja sagen, dass das anspruchslose Werke sind, aber wer "einfacher" Musik ihre Qualität per se abspricht (was
du vielleicht ja gar nicht getan hast

), muss sich schon etwas elitäres Gehabe vorwerfen lassen.
@ Randall: Eigentlich ist die einzige Forderung, die ich an ein Spiel stelle, dass es Spaß macht. Dieses Erlebnis kann verschiedenste Ursachen haben, seien es tolle Gameplay-Mechanismen, eine hervorragende Spielwelt, gut geschriebene Handlung mit faszinierenden Charakteren oder ein schöner Soundtrack, aber am Ende steht immer ein komplett subjektiver Gesamteindruck.