Dannyman hat geschrieben:Ja ist mir ja klar, aber die weisen ja auch Gebrauchsspuren auf, während digitale Gebrauchte das nicht tun, welchen Grund hätte ein Spieler dann noch von Steam etc. Games zu kaufen, wenn er es auch für weniger Geld, aber dennoch nicht minderwertig (da ja eh nur digital) von einem anderen Spieler kaufen kann? Dann verdienen die Publisher ja "nichts" mehr...

Weil Kunden, die ein Spiel für 50 Euro kaufen, eine andere Käuferschicht darstellen als Kunden, die nur 20 Euro für ein Spiel ausgeben wollen. Da gibt es keine Überschneidungen, kein "was wegnehmen".
Erstere wollen JETZT sofort kaufen und loszocken und geben dafür halt 50 Euro aus. Wenn ich weniger Geld ausgeben will, muss ich warten, bis ich jemanden finde, der die Spiel-Lizenz wieder zum Verkauf freigibt. Das Angebot "CoD MW17" zum Resale-Preis von 20 Euro in den ersten zwei Releasewochen ist zudem begrenzt, weil ja nicht einfach Kopien verscherbelt werden, sondern Nutzungslizenzen, von denen es genau immer eine pro Key gibt. Wer nicht warten will, kauft also für 50 Euro.
Und, da es digitale Verkäufe sind, kann jeder Publisher einen Anteil an einem Wiederverkauf über zB. Steam bekommen, weil ja alles en Detail gelogged wird. Geld, von dem die Publisher bislang nichts sehen, wenn der Verkauf über eBay erfolgt. Sprich, eine Wiederverkaufsmöglichkeit auf Steam wäre sogar SEHR zum Vorteil der Publisher.
Valve gewinnt übrigens so oder so. Jetzt verdient man gutes Geld mit der bestehenden Situation, würde aber NOCH MEHR Geld verdienen, wenn man den Wiederverkauf über Steam ermöglichen würde über die zusätzlich erhobenen Verkaufsgebühren.