Wenn in einer Branche 6-8 Jahre was falsch läuft, hätte der große Knall, den alle hier prophezeien, schon längst passieren müssen. Ist er aber nicht. Warum wohl? Weil ein paar "Verwirrte" wie ich die Politik der Industrie angeblich verteidigen? Oder weil die gewachsene Menge an Videospielern die Spiele, wie sie heute rauskommen, gut findet?Knarfe1000 hat geschrieben:Es bringt einfach nichts.Kajetan hat geschrieben:Ich bin nicht dazu da Dir die Grundlagen von Meinungsforschung und die Durchführung von Kundenbefragungen zu erläutern. Wende Dich dafür bitte an die entsprechende Fachliteratur oder Leute, welche Zeit und Lust haben Dir solche Dinge en Detail nahezubringenThe Incredible Hojo hat geschrieben:Ich will ja verstehen, aber ich hörte bisher keine Vorschläge oder gar Argumente.
Hojo verteidigt krampfhaft alles, was seit 6 - 8 Jahren in der Branche falsch läuft und schmettert jeden Verbesserungsvorschlag ab, weil es ja angeblich nichts bringt.
Das beste Beispiel war die Verteidigung der heutigen Levelschläuche mit kruden Argumenten.
Ich kann diese Haltung in keinster Weise nachvollziehen. Was soll an dieser Verarmung der Spiellandschaft schon gut sein.
Letztlich muss man aber auch solche skurillen Auffassungen tolerieren.
Meine "Verteidigung" für die Schlauchlevel ist immer die gleiche: Es gibt Millionen, die das gut finden und kaufen. Damit beantwortet sich die Frage, was an dieser Verarmung gut sein soll: Für eine Vielzahl von Videospielern sind das gute Spiele, an denen sie Spaß haben und sich unterhalten lassen. Was soll daran krud sein, anderen - vielen anderen - ihren Spaß zu gönnen?
Mir gefallen die Mainstreams auch nicht. Ich spiele auch kein CoD oder BF oder sonstige Ableger, wenn dann nur, um sich mein Vorurteil bestätigen zu lassen. Aber es gibt ja Gott sei Dank genug Nischenspiele, die ich mir besorgen kann, die meiner Vorstellung von Spiel eher entsprechen, so wie das jeder andere auch machen kann, dem die AAA-Titel nicht zusagen.
Ich stimme halt ungern auf das Klagelied der verlorenen Spielkultur ein, weil es eben eine gute und abwechslungsreiche da draußen gibt, man muss sie halt nur suchen. Aber diese Selbstbemitleidung und dieses "früher war alles besser" und "würden die da oben nur auf mich hören" bringt aus meiner Sicht am allerwenigsten. Dagegen aufzumucken ist zwar unbequem und nicht immer shitstorm-frei, aber das ist mir dann auch egal.
Die einzige Möglichket, die aus meiner Sicht besteht, wieder mehr gute Spiele auf dem Markt zu haben, ist die Masse zum Umdenken zu bekommen. Wie schon gesagt, wenn die nachwachsende Videospielgeneration den Einheitsbrei nicht mehr will und Innovationen und Kreativität verlangt, dann wird sich was ändern, aber nicht dadurch, dass wir "Ur-Gamer" ständig darüber lamentieren oder gar meinen, ein Kreativ-Wochenende bei der Entwicklung von Spiel x mit uns als echte Spieler würde den Titel zum Erfolg führen.
Wenn sich das Blatt dennoch mal wendet, wo ich im Moment nicht die Anzeichen sehe, dass es IN DER MASSE so kommt, dann wird es etliche Spieler von heute geben, die eben den Schläuchen nachweinen. Dann werde ich aber auch wieder querschießen und sagen "Ihr hattet eure Zeit, jetzt sind wieder schwere und intelligente Spiele gefragt - was ich persönlich für einen Fortschritt halte - und eure x-te Version einer Kopie des Ablegers von dem Spin-Off eines ausgelaugten Franchise ist passé."
Und dann werde ich wieder auf die Mütze bekommen, macht nichts, ist sie ja gewohnt...
