Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

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Heruwath
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Heruwath »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Naja, aus meiner Sicht gibt es keine "Open World" Spiele. Was als OW immer angepriesen wird, sind nur ein paar mehr Möglichkeiten. Dass ich mich in einer Stadt verabreden kann oder zum Flippern gehen? Wow, Wahnsinn. Erinnert mich ein bisschen an "Sims - Freizeit" Add-on. Ein Mensch verbringt seine Freizeit damit, Spiele zu spielen, in denen er einen Menschen spielt, der seine Freizeit mit Töpfern verbringt. Quasi ein Mensch, der seine Freizeit damit verbringt, Videospiele zu spielen in denen er einen Menschen spielt, der seine Freizeit damit verbringt, Videospiele zu spielen. Ein Mops kam in die Küche...
Es gibt kein wirkliches OW Spiel, von daher sind sich alle Spiele gleich. Und "die guten alten Zeiten" haben es auch nicht besser gemacht, außer, dass man eben noch den Pioniergeist haben konnte, bereits bestehende Genre neu auszurichten, sprich darzustellen. Und immer schon leichter zu machen.
Bsp Monkey Island. Eines der ersten Adventures, in dem man nicht sterben konnte (ich weiss, bis auf eine Ausnahme...) Toll, genial, witzig - aber viel leichter als die anderen Adventures vorher.
In einigen Punkten stimme ich dir zu. Allerdings will ich damit ausdrücken, dass die Entscheidung zwischen Weg A und Weg B keine Entscheidungfreiheit ist solange ich gezwungen werde einen dieser beiden Wege zu nehmen. Für mich ist Enscheidungsfreiheit, wenn ich mich dafür entscheiden kann überhaupt keinen dieser Wege zu gehen, weil ich nicht zu dem Ziel will. Vorgegaukelte Freiheit. Auf CoD bezogen: Flughafen Level vom MW2. Hier gibt es eine Entscheidungfreiheit. Entweder schieße ich oder ich lasse es sein. Die Wahl zwischen Messer und Pistole wäre hier keine Entscheidungsfreiheit.
Kajetan hat geschrieben:
Heruwath hat geschrieben:So gamedesign ist also spielerische Freiheiten zu schaffen, von welchen du selbst als designer keine Ahnung hast?
Richtig. Wenn Dein Gameplay-Mechnismus Dinge erlaubt und möglich macht, an die Du als Designer gar nicht gedacht hast, als Du Dir Level und Gameplaymechanik ausgedacht hast.
Mehrere Wege zum Ziel sind auch nur Schläuche und vor allem vorgegaukelte Entscheidungsfreiheit. Es gibt nur Schlachlevels und open world. Left 4 Dead hat auch Schlauchlevels auch wenn dieser Schlauch an manchen Stellen ziemlich breit ist. Wirklich Entschiedungsfreiheit bekommst du nur in open world Spielen. Hier bist du hier dein Sandkasten. Mache was du willst.
Du hängst Dich hier an Äusserlichkeiten auf und schaust nicht tiefer. Sicher, in Sandbox-Spielen ist es ganz offensichtlich, dass Du hier rumspielen kannst.

Aber spielerische Freiheit allen anderen Spielen abzusprechen, nur weil hier einem spielerische Freiheit nicht mit dem Vorschlaghammer mitten in die Fresse geknallt wird ... bissi kurzsichtig diese Sichtweise, meinst Du nicht? :)
Wenn der Mechanismus etwas erlaubt, was nicht angedacht war, dann ist es Zufall, keine Kreativität. Was hat etwas mit Kreativität zu tun, wenn du keinen einzigen Gedanken darauf verschwendet hast? Kreativität setzt immer voraus, dass der Erschaffer weiß was er tut. Eine unbeabsichtigtes zufälliges Ereignis hat nichts mit den Fähigkeiten eines designers zu tun.

Falsch ich hänge mich nicht an Äußerlichem auf. Entweder werde ich an der Leine geführt oder nicht. Es ist offensichtlich, dass du hier rumspielen kannst, aber genau das ist Freiheit. Die Freiheit das zu machen, was ich will und nicht eines von zwei oder drei Sachen auszuwählen die mir serviert werden.
Zuletzt geändert von Heruwath am 24.07.2012 13:19, insgesamt 2-mal geändert.
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I love TitS
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von I love TitS »

Sofern es nicht schon einer geschrieben hat, aber ich würde euch folgenden Artikel wärmstens Empfehlen, da er gut zur Thematik passt und nochmal mehr zeigt, wie bescheuert die Aussagen des CEOs sind:
http://www.krawall.de/web/Spielemarkt/special/id,62591/

Eigentlich blanker wahnsinn, wenn man sich die Next-Gen herbeiwünscht. Aber der Mann ist ja kein Entwickler, steht ja ganz oben in der Nahrungskette.

Und noch ein paar warme Worte, die mir dazu auf Twitter rausgerutscht sind:

Wenn 1 Mio verkaufte Spiele heute als Flopp gelten, weil Entwicklungskosten immer mehr steigen, kann einfach etwas nicht richtig laufen
Mit der Next-Gen wird sich das noch verschlimmern = weniger Spiele, weniger Risiko = weniger Innovation = mehr Nachfolger der Nachfolger
Ein Grund, warum ich auch keine PS4 und Xbox720 benötige... schon die aktuelle Grafik reicht mehr als genug. Geniale Spiele lassen sich-
auch mit einfacher Grafik realisieren. Siehe Limbo, Fez, Minecraft, Nippon Ichi oder Nihon Falcom Spiele. Traurig, wenn aktuelle Umfragen-
wie zuletzt auf 4Players von 2783 Teilnehmern 66,3% für einen deutlichen Grafiksprung für die Next-Gen voten. Wohl sehr unüberlegt
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The Incredible Hojo
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von The Incredible Hojo »

Der Vergleich auf der Karte ist amüsant, aber nicht aussagekräftig genug. Streiche die ganze Architektur links und male die Wege wie Abbildung rechts und du hast vielleicht zwei Abzweigungen, die aber nicht spielentscheidend sind. Monster hinter der Tür, Monster im Lüftungsschacht. Triffst du das eine, triffst du das andere nicht. Das sollen Wahlmöglichkeiten sein? In welchem Spiel haben wir denn wirklich Entscheidungsfreiheiten? Thief? Irgendwo gibt es ein Ziel, ein Opfer, ein Auftrag zu dem ich geleitet werden muss. Und auch da konnte ich nur dort verschiedene Vorgehensweisen wählen, die der Designer mit vorgegeben hat.
Auch beim neuen Crysis soll man mehrere Wege zum Ziel gehen können, bleibt aber Schlauch. Was ja eben nicht schlimm ist. Ich fand das, was man bis jetzt gezeigt hat, interessant, aber ich weiss, dass ich hierbei kaum Entscheidungsfreiheiten habe.
Nimm eins der hier immer wieder verrissenen Spiele wie AC oder Batman. Da kannst du dich auch verlaufen, aber das ist ja wieder allen zu leicht, weil es keinen Unterschied macht, ob man sich anschleicht oder direkt alle niedermetzelt.
Wir spielen seit Jahren immer das Gleiche, nur anders umgesetzt und "angemalt"
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Kajetan
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Kajetan »

I love TitS hat geschrieben:Sofern es nicht schon einer geschrieben hat, aber ich würde euch folgenden Artikel wärmstens Empfehlen, da er gut zur Thematik passt und nochmal mehr zeigt, wie bescheuert die Aussagen des CEOs sind:
http://www.krawall.de/web/Spielemarkt/special/id,62591/
Jepp. Man muss solche fundierten Artikel, die hinter den schönen Schein und die Marketingsprüche schauen, fast schon Pflichtlektüre machen.
Heruwath
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Heruwath »

Kajetan hat geschrieben:
I love TitS hat geschrieben:Sofern es nicht schon einer geschrieben hat, aber ich würde euch folgenden Artikel wärmstens Empfehlen, da er gut zur Thematik passt und nochmal mehr zeigt, wie bescheuert die Aussagen des CEOs sind:
http://www.krawall.de/web/Spielemarkt/special/id,62591/
Jepp. Man muss solche fundierten Artikel, die hinter den schönen Schein und die Marketingsprüche schauen, fast schon Pflichtlektüre machen.
Ja vor allem wenn man beachtet, dass bei einem 200 mio Projekt 60 euro je 20 mio exemplare einen Verlust bedeuten? Haben die Leute verlernt zu rechnen? 60 * 20 = 1200. Das ist das sechsfache von 200 mio. Es ist nicht die Schuld der Konsolen sondern die Schuld der Entwickler selbst. Nintendo macht schon seit Jahren vor wie man gute Spiele macht. Wieso muss ich beim "Durango" die Ausgaben für die 3D Modelle verdoppeln? Habe ich keine andere Möglichkeiten das Leistungspotenzial auszureizen? Lächerlich. Die Entwickler haben Angst unterzugehen, warum konzentrieren sie sich dann auf Modelle, welche das meiste Geld verschlingen? Selbst Schuld. Rechenpower kann doch für so vieles verwendet werden.
hans-detlef
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von hans-detlef »

sYntiq hat geschrieben:
Worrelix hat geschrieben:Die Aussage lautet nun mal: "Neue Konsolen fördern Kreativität" und das kann ich nicht nachvollziehen.
Hmm... Ich finde die Aussage gar nicht so falsch.
Evtl. sollten Du, Katejan und Co mal aufhören diese Aussage rein aufs Gameplay zu reduzieren.
"Kreativ sein" heisst ja nicht zwangsweise etwas neues zu erfinden. Alte Dinge sinnvoll, bzw. "anders" zu kombinieren kann auch schon kreativ sein. Die meisten Gameplay-Elemente gibt es schon seit C64-Zeiten. Sie wurden verfeinert, entwickelten sich weiter usw. aber das war es.
Ich kann mir allerdings gut vorstellen dass es da so eingie Kombinationen aus (bekannten) Gameplay-Elementen, Grafik, Physikengine, KI usw. usw. gibt, die ein durchaus anderes, bzw. neues Spielerlebnis bieten, welches die aktuelle Konsolengeneration nicht leisten kann, bzw. nicht so glaubhaft leisten kann.
Es sit ja schön, dass ich einen Ego-Shooter auch auf dem C64 in Vektor- oder Wireframegrafik realisieren kann. Das "Feeling" ist trotzdem ein komplett anderes als zB. bei einem Bioshock obwohl die Gameplay-Elemente im Grunde die gleichen sind.

Je mehr ich als Entwickler meine Kreativität ausleben kann bevor ich auf Leistungslimitierungen stosse, umso besser wird doch im Endeffekt auch der Erlebnis für den Spieler.
Bioshock kommt nichtmal in Sachen Atmosphäre an seinen geistigen Vorgänger heran und das trotz um Welten besserer Grafik. Vom Gameplay wollen wir erst garnicht reden. Meiner Meinung nach ein schlechtes Beispiel.
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sYntiq
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von sYntiq »

hans-detlef hat geschrieben:Bioshock kommt nichtmal in Sachen Atmosphäre an seinen geistigen Vorgänger heran und das trotz um Welten besserer Grafik. Vom Gameplay wollen wir erst garnicht reden. Meiner Meinung nach ein schlechtes Beispiel.
Da ich den geistigen Vorgänger nicht kenne, kann ich den auch schlecht als Vergleich anführen. (Bin kein PC-Spieler). Davon ab hätte ich für die Kernaussage meines Vergleichs auch Halo, Gears oder gar Timeshift anführen können.
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Dr.Khaos
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Dr.Khaos »

Seit wann bringt eine neue Generation von Konsolen denn bitte mehr Kreativität? Aber wie hier schon häufig erwähnt ist der Herr halt ein Geschäftsmann und ist natürlich mehr an anderen Dingen interessiert. Dass hier die gegenteilige Meinung vorherrscht finde ich sehr angenehm. Ich brauche nicht unbedingt eine supertolle neue Engine die dann den gleichen Mist für mich neue aufwärmt. Ich sehe jetzt schon GoW Grafikreboots. Das brauche ich nicht. Mehr wünsche ich mir kreative Konzepte und eine Verlagerung auf gute Drehbücher und dergleichen. Die Grafik spielt da für mich noch keine so große Rolle da sich mittlerweile viel über stilistische Mittel regeln lässt. Trotz allem gehört man vlt. ja auch nur der Minderheit an.
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3nfant 7errible
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von 3nfant 7errible »

Kajetan hat geschrieben:
The Incredible Hojo hat geschrieben:Aus dieser Perspektive war auch Tetris ein Quell kreativer Schöngeisterei.
Stell Dir mal vor ... das war es ja auch. Es gab vor Tetris nichts vergleichbares.

Und das Bild soll nur die mangelnde spielerische Freiheit demonstrieren, nicht die architektonischen Details und die Ausschmückung des Levels. Früher gab es in Ego-Shootern viele Wege, um ans Ziel zu gelangen. Deswegen ist ja auch das Sub-Genre "Speedruns" entstanden, weil hier manche Leute Wege zum Ziel gefunden haben, welche die Gamedesigner so gar nicht vorgesehen hatten, die aber möglich waren, weil der Spieler die Freiheit hatte selber zu entscheiden, wie er das Ziel mit den vorgebenen Werkzeugen erreichen möchte. Heute ist da nur ein enges Korsett aus Skriptsequenzen, in denen der Spieler nur noch dann das Ziel erreicht, wenn er EXAKT das tut, was der Leveldesigner sich ausgedacht hat.

Links ist Kreativität in Leveldesign zu sehen, die sogar spielerische Freiheiten schafft, die so nie explizit vorgesehen war. DAS ist Gamedesign!

Rechts haben wir eine vorgefertigte Fabrikware für Leute, die eigentlich keinen Bock auf Selberspielen haben und sich nur fremdgesteuert bespassen lassen wollen. Was ja ok ist. Nur ist das dann in Punkto Gameplay nicht mehr kreativ, sondern ein Armutszeugnis. Gerade weil da kaum noch Spiel drinsteckt. Nicht einmal in Punkto Art Design und Optik sind heutige Shooter kreativ, da man eigentlich Bildunterschriften benötigt, um die grau-braunen Trümmerwüsten der diversen Military-Shooter voneinander zu unterscheiden. Das ist heute nicht mehr kreativ, das ist armselig.

Sicher, es bringt viel Geld. Aber dann soll man bitte nicht so tun, als ob Kreativität bei der Herstellung solcher Produkte im Vordergrund stand. Denn dann wird Marketing zu dreisten Lüge und die Äusserungen des Ubisoft-CEOs zum blanken Hohn für die Leute, die sich nicht vom Marketing für dumm verkaufen lassen.

Nee, dieses Bild ist sowieso in mehrerer Hinsicht Unsinn. Wie schon jemand sagte, muss man das rechte nur etwas verknoten und übereinanderlegen oder das linke langziehen und es gäbe schon keinen Unterschied mehr. Aber das ist noch nichtmals das wichtigste. Eigentlich fängt es damit an, welche Geschichte überhaupt erzählt wird... wenn ich den Protagonisten auf eine Reise, Jagd oder Flucht schicke, dann macht es keinen Sinn ihn 100 mal im Kreis, vor und zurück zu schicken.

Spiele wie im linken Beispiel haben häufig auch viel Backtracking, ständig muss man wieder zurück oder irgendeine eine kleine Abzweigung nehmen, nur um irgendwo einen Schalter zu betätigen, einen Schlüssel zu holen oder einen Code zu finden, damit man irgendein kleines Hindernis aus dem Weg schafft und innerhalb dieses recht begrenzten Komplexes einen kleinen Schritt weiterkommt. Wenn es darauf ankommt, kann man solche Inhalte oder Rätsel auch genauso gut in "lineare" Spiele auf den Weg setzen. Das ist nun wirklich keine Zauberei.
Eigentlich ist das linke sogar ein viel "fauleres" und weniger aufwändiges Design, weil man damit den Spieler innerhalb eines Gebietes festsetzt und Spielzeit schindet, während man im anderen Fall viel mehr Content auffahren muss, da sich die Spielwelt ja schneller und häufiger ändert.
Im Übrigen sind viele heutige "Schlauchspiele" bei weitem nicht so eng wie es immer gern behauptet wird, während man in vielen alten Spielen sprichwörtlich durch die engsten Gänge und Tunnel gerannt ist.

Im Fall von recht reinrassigen Egoshootern ist das ganze sowieso egal. Das Gameplay beschränkt sich im wesentlichen auf wasd, linke Maustaste, rechte Maustaste und bisschen Fadenkreuz bewegen.
Bei Stealth Spielen oä macht verzweigtes Leveldesign natürlich Sinn, und soweit ich weiss haben diese Spiele das auch heute noch.


Open World....
wie schon jemand gesagt hat, ist das alles Illusion. Nur dass man sich da ein bisschen die Reihenfolge der Missionen aussuchen kann und uU stundenlang durch die Gegend kurven muss.
Wenn es um unterschiedliche Vorgehensweisen geht, um zb an ein Ziel ranzukommen, da gibt es nun wirklich keinen Grund, der lineare Spiele davon abhalten würde es genauso anzubieten. Bau nen Abschnitt mit mehreren Zugangswegen ein und erlaube die Wahl zwischen mehreren Waffen und da hast es. Tatsächlich wird es auch schon so gemacht. Nur die Leute sehen immer nur die coolen Trailer mit den durchchoreographierten Sequenzen und denken dann die Spiele seien wirklich ne einzige Cutscene ^^

wie auch immer, am Ende kommt es sowieso auf andere Sachen an...

verdammt, 110% aller Spiele sind sowieso strunzlinear, früher wie heute... da hätte man sich ja gar nie erst für dieses Hobby erwärmen dürfen :D
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Kajetan
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Kajetan »

sYntiq hat geschrieben:Da ich den geistigen Vorgänger nicht kenne, kann ich den auch schlecht als Vergleich anführen.
Das ist ja der Grund, warum es den Publisher immer noch gelingt mit faden, aufgewärmten Ideen wahre Begeisterungsstürme hervorzurufen. Wenn ich nur Bioshock kenne, bin ich natürlich begeistert. Keine Frage. Wäre ich auch, wenn ich nur Bioshock kennen würde.

Wenn man aber die geistigen Vorläufer kennt und auch sonst jede Menge anderer Spiele aus mehr als zwei Jahrzehnten kennt, konnte man angesichts des Hypes um Bioshock nur verwundert die Augen reiben. Das Spiel hatte ein exzellentes Art Design und das war es dann auch schon. Der Rest war leichtbekömmliches "meh". X-mal gesehen, x-mal erlebt, der Nächste bitte. Und das ist auch der Grund für viele sinnlose Dikussionen hier bei 4Players, wo alte Säcke müde abwinken, während "Spielefrischlinge" gar nicht verstehen können, was es an Spiel XYZ denn NICHT toll zu finden gibt?

Aber wenn Du schon Timeshift erwähnst ... DAS ist mal ein Beispiel für ein wenig Kreativität im Shooter-Bereich. Der Versuch mit Zeitmanipulationen das Gameplay zu erweitern, wirkt (wie bei Singularity) zwar leider zu oft wie ein aufgesetztes Gimmick anstatt intregaler Bestandteil des Spiels zu sein, aber die Idee ist gut. Darauf lässt sich aufbauen. Erwartet ja auch niemand beim ersten Mal gleich alles richtig zu machen :)
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The Incredible Hojo
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von The Incredible Hojo »

Naja, gehe mal davon aus, dass nicht 60 EUR beim Entwickler oder Publisher landen...
Allein bei einem VK von 69 EUR erhält der Publisher vielleicht irgendwas zwischen 35 und 45 EUR. Davon kann man ja sehen, was wo landet. Wenn ich natürlich einen Titel für 40 Melonen entwickel und dann 200 Melonen Marketing dafür brauche, naja....
Da aber "nur" knapp die Hälfte an Entwicklung und Design geht, sind wir bei 17 - 22 EUR pro Spiel. Also musst du ca. 4,7 Millionen Max Payne 3 (105 Mios) verkaufen, damit du den break even hast. Der Rest geht für Marketing und anderes drauf.
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brent
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von brent »

Kajetan hat geschrieben: Timeshift
Ein Spiel, das ich immerhin mit Freuden durchspielte. So schlecht kanns nicht gewesen sein.
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Heruwath »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Naja, gehe mal davon aus, dass nicht 60 EUR beim Entwickler oder Publisher landen...
Allein bei einem VK von 69 EUR erhält der Publisher vielleicht irgendwas zwischen 35 und 45 EUR. Davon kann man ja sehen, was wo landet. Wenn ich natürlich einen Titel für 40 Melonen entwickel und dann 200 Melonen Marketing dafür brauche, naja....
Da aber "nur" knapp die Hälfte an Entwicklung und Design geht, sind wir bei 17 - 22 EUR pro Spiel. Also musst du ca. 4,7 Millionen Max Payne 3 (105 Mios) verkaufen, damit du den break even hast. Der Rest geht für Marketing und anderes drauf.
Wir rechnen mit 25€ je Exemplar. Daher stimmt die Rechnung 15 mio. Kosten, 500.000 Exemplare zum break even annähernd, obwohl wir hier dann bei 30€ wären. Somit wären bei Max Payne zum break even 4.2 mio. Exemplare nötig, fall das game 105 mio. gekostet hat. Deswegen verstehe ich nicht warum überhaupt 60 euro erwähnt werden, das verfälscht die aktuelle Lage. Wer so nachläßig mit Zahlen umgeht dem glaube ich kein Wort, wenn er mir etwas von Finanzieller Lage der Entwickler erzählt.
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lenymo
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von lenymo »

I love TitS hat geschrieben: Traurig, wenn aktuelle Umfragen-
wie zuletzt auf 4Players von 2783 Teilnehmern 66,3% für einen deutlichen Grafiksprung für die Next-Gen voten. Wohl sehr unüberlegt
Was ist daran bitte traurig? Die Entwicklungsfortrschritt der Videospiele ging seit jeher immer mit einer Steigerung des optischen Erlebnisses einher, es ist das was wir Spieler schlicht und ergreifend von Next-Gen erwarten.Und es macht auch einen Teil der Faszination dieses Mediums aus zu sehen wie es sich in nur wenigen Jahrzehnten technisch weiterentwickelt hat und wohin es sich noch entwickeln wird. Ich wüsste nicht warum wir jetzt plötzlich anfangen sollten auf der Stelle zu treten.
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sphinx2k
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von sphinx2k »

I love TitS hat geschrieben:Sofern es nicht schon einer geschrieben hat, aber ich würde euch folgenden Artikel wärmstens Empfehlen, da er gut zur Thematik passt und nochmal mehr zeigt, wie bescheuert die Aussagen des CEOs sind:
http://www.krawall.de/web/Spielemarkt/special/id,62591/
Entspricht ja in etwa dem was ich hier auch schon angedeutet hatte und ich halte den Artikel für eine sehr realistische Einschätzung. Wie man an den Kickstarter Projekten sieht kann man auch kleinere Brötchen backen..auf die ergebnisse muss man allerdings noch etwas warten bis man es abschließend bewerten kann.
Vor allem ist ja interessant das man für eine kleine Verbesserung der Grafik mittlerweile erheblich mehr Aufwand betreiben muss. Und wenn das Spiel packend ist wird er während dem Spiel ohnehin nicht mehr drauf achten.

Aktuell Spiele ich "Dwarf Fortress", ultimativ Minimaleistisch von der Grafik weil die zwei Entwickler sich lieber auf den Code als die Grafik konzentrieren wollten. Die Features die es jetzt schon hat gepaart mit den noch geplanten sind einfach unfassbar genial. Ich sehe zwar auch die Grafik als größte Einstiegshürde bei dem Spiel, aber wenn man erst mal drin ist nimmt man das kaum noch war.

Einfach mal wieder etwas zurück rudern den aktuellen Grafikstand halten und alles mehr in das Gameplay investieren. Physik und Ki. zum Beispiel. Mehr Features schaden in meinen Augen auch nicht (richtig Präsentiert und Stück für Stück eingeführt das man nicht erschlagen wird). Ich hatte schon so einige Spiele wo ich dachte jetzt ist das Spiel gleich zu ende ich hab ja alles gesehen. Und auf einmal erweitert sich das Spiel um eine viel zahl von Funktionen und geht weiter.