Levi hat geschrieben:nehmen wir beispiel von Mirrors Edge: nach deiner Einstellung dürfte das Spiel doch nichtmal existieren ...
ME war für EA ein kommerzieller Flopp. Man hat es mit Innovationen versucht, es ist logischerweise gescheitert, weil man mit Innovationen nicht die Umsätze erzielen kann, die angesichts der hohen Produktionskosten nötig waren. Es hat seinen Grund, warum sich die Majors kaum vom den ausgetretenen Pfaden des Mainstreams wagen ... weil das finanzielle Risiko bei Produktionskosten von etlichen Millionen Dollar einfach zu groß ist. Also wird auf Nummer Sicher gegangen. Und jeder Producer, der beim Vorstand für die Freigabe eines (für Publisherverhältnisse) wagemutigen Projekts vorspricht, bekommt das Beispiel ME und andere als NEGATIVES Beispiel um die Ohren gedroschen. Gefolgt mit einer Absage und der Arbeitsanweisung, bis nächste Woche das Konzept für 08/15-Shooter Teil 12 fertigzustellen.
Ich habe gerade echt nen Problem damit, dass du auf Teufel komm raus alles was von einen großen "Label" kommt als "kann nicht innovativ sein" hin stellst ...
Weil Innovation in einem schweineteuren Multimillionendollar-Projekt für einen Major kommerzieller Selbstmord darstellt. Wer das als Major tut, bekommt in der Regel die Quittung in Form ausbleibender, zu geringer Umsätze. Die meisten Majors haben das gelernt. EA mittlerweile auch. Mit der Brechstange geht das nämlich nicht.
Deswegen versucht EA den Weg über das Indie-Label. Man nimmt einige Indies unter die Fittiche, lässt ihnen die komplette kreative Kontrolle und unterstützt sie beim anschliessenden Vertrieb. Will das Spiel niemand haben, ist nicht viel Geld verloren, das Risiko kann man locker tragen. Ist das Spiel ein großer Erfolg, kann man darauf aufbauen. Dann ist dieses neue Produkt, der Nachfolger aber keine Innovation mehr, sondern bedient lediglich die Nachfrage, die der Vorgänger bereits geschaffen hatte.
Ich hoffe mich jetzt klarer ausgedrückt zu haben
