Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

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Fiddlejam
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Fiddlejam »

Oder nach Tagen des unermüdlichen gehens finden sie unter Ruinen die Reste eines Supermarkts und der Spieler schaut was er Essbares für seine zwei tapfere helden findet mit Augen auf das Haltbarkeitsdatum.
Ich verspüre das unzubändigende Verlangen, diesen Satz zu meiner Signatur zu machen, für die völlige Ignoranz gegenüber intelligenter Erzählstruktur.
Die wirckliche realistische Meinung des mädchens wäre jetzt " Sag mal bist du völlig übergeschnappt, machst du jetzt einen auf superheld, also ich bin hier weg" und kein backstein den sie aufsammelt und auf den gangster shclägt. jaja Blut und Tod für das Shootervolk...
Ja, mir fiele als kleines Mädchen nichts sinnvolleres ein, als in einer solchen Situation auf zu stehen und durch die Schusslinie der Gegner zu laufen.
Generell hätte ich in einer postapokalyptischen Welt nichts besseres zu tun, als allen und jedem generell zu trauen und an das Gute im Menschen zu glauben. Der Glaube macht uns stark. Yeah.
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superboss
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von superboss »

so ein bisschen hat er doch Recht. Die meisten Spiele benutzen Stereotypen und bedienen das, was gewünscht wird. Das gilt für ND genauso wie für Nintendo....Nur das für ihn ein pseudoniedliches (und eigentlich recht brutales) Jumpnrun mit stupid linearem Gameplay und 0 Persönlichkeit ( ja man merkt..ich mag das Genre nicht mehr) mehr Bedeutung hat als nen Uncharted.
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

Stereotyp ist das Stichwort.^^

Nur mal so, in den Nintendothreads haben wir uns auch negativ über die reggie-pressekonferenz geäußert. Das gilt besonders für Mario, der zwar gut ist aber zu viel Auftritte in letzter Zeit bekommt. ZombieU hat für meinen geschmakc auch zu viele balistische Waffen. Es würde mir ausreichen einfach nur vor ihnen davon zu rennen * kicher*
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5Finger
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von 5Finger »

Fiddlejam hat geschrieben: Generell hätte ich in einer postapokalyptischen Welt nichts besseres zu tun, als allen und jedem generell zu trauen und an das Gute im Menschen zu glauben. Der Glaube macht uns stark. Yeah.
Das eine Extrem ist nicht besser als das andere Extrem. Natürlich wäre es bescheuert jedem blind zu trauen, aber es ist genauso bescheuert jeden vorsorglich über den Haufen zu ballern. Interessanter, realistischer und wesentlich spannender wäre eine Atmosphäre des Misstrauens.

Warren Spector (um mal den Bogen zurückzuspannen) hätte wahrscheinlich der gleichen Ausgangsituation 3 geplante Lösungsmöglichkeiten(blutig, stealth, verhandeln) und um die 4 ungeplanten Möglichkeiten spendiert.
Fiddlejam
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Fiddlejam »

Stereotyp ist das Stichwort.^^
Warum wird Stereotyp eigentlich immer als Ausgeburt alles Bösen gehandelt?
Stereotypen sind einfach Prinzipien, die sich bereits bewährt und etabliert haben, deshalb benutzen wir sie - ohne Stereotypen kannst du nichts in Frage stellen, denn dann gibt es vorher nichts.
Du kannst die Position eines "abgehärteten Helden" nicht in Frage stellen, ohne einen solchen vorher schon eingeführt zu haben.
Interessanter, realistischer und wesentlich spannender wäre eine Atmosphäre des Misstrauens.
Einerseits wird bereits zuvor impliziert, dass sie verfolgt werden, andererseits ist das Prinzip vom "Held der immer das richtige tut" ein völliges Klischee. Lieber ein Held, der emotional verödet ist und mit den Konsequenzen leben muss, als einer, der nur die tötet, die getötet werden muss und mit allen anderen Frieden schließt, sodass dann alle am Ende ein großes Happy End haben.

Kurz gesagt. Ich könnte auch wieder eine halbe Abhandlung schreiben.
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

5Finger hat geschrieben:
Fiddlejam hat geschrieben: Generell hätte ich in einer postapokalyptischen Welt nichts besseres zu tun, als allen und jedem generell zu trauen und an das Gute im Menschen zu glauben. Der Glaube macht uns stark. Yeah.
Das eine Extrem ist nicht besser als das andere Extrem. Natürlich wäre es bescheuert jedem blind zu trauen, aber es ist genauso bescheuert jeden vorsorglich über den Haufen zu ballern. Interessanter, realistischer und wesentlich spannender wäre eine Atmosphäre des Misstrauens.

Warren Spector (um mal den Bogen zurückzuspannen) hätte wahrscheinlich der gleichen Ausgangsituation 3 geplante Lösungsmöglichkeiten(blutig, stealth, verhandeln) und um die 4 ungeplanten Möglichkeiten spendiert.
Richtig. Eine weitere gute möglichkeit. Wie es sie so viele gibt. Man rettet jemanden vor dem Fasttod und er führt einen zu einer nahen Stelle, wo noch mehr von Ihm sind. Er ist der Überzeugung, das man den zwei Neulingen vertrauen schenken kann, der Rest der Gruppe oder einige teilen die Meinung nicht. Weil es schon so nicht genügend essen gibt um alle Mäuler zu stopfen. Essen ist für mich ein wichtiger aspekt der Teil des spiels werden sollte. So wird man von zeit zu zeit alte reservors aufsuchen oder neue auskundschaften um ihn und das mädchen zu ernähren. Kämpfen kann man immer noch genug. Denn worum kämpfen wegelagerer an erster stelle? Weil es ihnen gefällt, oder um effektiver bei der suche nach essen, kleidung und wasser zu sein. Das darf man nie aus den augen lassen. Und selbst wenn, würden sie nicht immer gleich schießen, wie es in den Filmen dargestellt wird oder vergewaltigen *lach*
johndoe1197293
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von johndoe1197293 »

@GesangDerWinde:

Wenn du das anprangerst
GesangDerWinde hat geschrieben:Toleranz gleich Null.
und dieses behauptest
GesangDerWinde hat geschrieben:Alles was ich schreibe ist meine Meinung.
dann solltest du mit den Beleidigungen und Herablassungen a la
GesangDerWinde hat geschrieben:Der Unterschied ist du bist von dem Zeug mittlerweile so abgestumpft, das du nicht verstehst, wie weit es schon gekommen ist.
aufhören, denn niemand wird dich hier ernst nehmen, wenn du dir dauernd widersprichst.


@topic:
Natürlich merken viele, vielleicht sogar die meisten Spieler, nicht mehr den latenten Einfluss der Gewaltdarstellung auf ihre Wahrnehmung, sie stumpfen ab.
Ich denke jedoch, dass es niemandem weiterhilft, darüber zu philosophieren, wie toll dies oder jenes Spiel gewesen oder geworden wäre, wenn in ihm keine Gewaltaspekte vorkommen würden.

Was Spector anprangert ist zum einen die extreme Gewalt in Spielen, denn Gewalt an sich ist kaum wegzudenken aus Games.
Der andere Aspekt ist, dass man eben diese im Grunde kindischen und pupertären Thematiken als das betrachtet, was sie sind, nämlich unreif, anstatt sie als etwas seriöses und erwachsenes zu verkaufen.
Das heißt, dass jeder erwachsene Gamer sich klar machen sollte, dass die ganzen Call-of-Gears-on-the- Halo-Battlefields nichts anderes sind, als die Kinderspiele mit Plastikpanzern und Spielzeugpistolen.
Genauso sind alle Final-Fantasy-of-Elder-Dragon-Age-artigen Spiele das immer gleiche Ritter und Prinzessinen Spiel aus der Kindheit. (Deswegen ist es schon etwas lächerlich, wenn man dann homosexuelle Beziehungen und Sex in die Spiele einbringt, denn sie werden dadurch kaum erwachsener, sondern nur absurder.)

Leider driftet diese Diskussion andauernd in verschiedene Richtungen, denn es gibt grob betrachtet zwei Gruppierungen:

Die Gamer, die Videospiele konsumieren um Spaß zu haben. Selbst wenn diese extrem gewaltätig sind, stören sich die Spieler nicht daran bzw. finden es toll. Diesen Leuten kann man kaum was vorwerfen, denn jeder hat so seine Hobbys und Interessen und solange andere davon nicht in irgendeiner Form beeinträchtigt werden, gibt es keine Probleme.

Andere widerum versuchen das Thema eher in Dimensionen der Moral, Ethik usw. zu diskutieren, was sehr löblich ist, nur leider ist das Feld der Videospiele eines der letzten, dass sich um solche Dinge scherrt.

Beide Gruppen werden sich zwangsläufig streiten müssen und zu keinem Konsens kommen, denn die Gewichtung der Thematik ist jeweils eine andere.
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

ufhören, denn niemand wird dich hier ernst nehmen, wenn du dir dauernd widersprichst.
Und wieder. Hört auf von anderen zu sprechen um euch in den Schutz von anderen Händen zu wiegen. "ich denke..." ja ich, aber das kannst du sicherlich nicht. Weil du Angst hast das su alleine dastehst. Zu dem Rest muss ich nichts sagen. Und auf fiddle wäre ich nicht eingegangen, wäre er nicht handgreiflich geworden. Außerdem ist Abgestumpftheit nicht teil der Toleranz, sondern wird ausgeschlossen. Oder soll ich zu jemanden der das Wort Idiot benutzt sagen "ahh heyho, das ist ja seine Meinung" Seine Shooter lernen ihn nicht anders als zu gehorchen.
johndoe1197293
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von johndoe1197293 »

GesangDerWinde hat geschrieben:
ufhören, denn niemand wird dich hier ernst nehmen, wenn du dir dauernd widersprichst.
Und wieder. Hört auf von anderen zu sprechen um euch in den Schutz von anderen Händen zu wiegen. "ich denke..." ja ich, aber das kannst du sicherlich nicht. Weil du Angst hast das su alleine dastehst.
Sehr schade, dass du dich an so einem irrelevanten Satz aufhängst und es der einzige Teil meines Beitrags ist, auf den du angesprungen bist. Auf die Kritik hast du nicht reagiert.
Ich hätte auch ein anderes Pronomen verwenden können...kannst den Satz also ruhig ersetzen, durch "ich nehme deine Argumentation nicht ernst, wenn du dir dauernd widersprichst"

GesangDerWinde hat geschrieben:"ich denke..." ja ich, aber das kannst du sicherlich nicht. Weil du Angst hast das su alleine dastehst.
Habe ich das richtig verstanden? Du meinst, dass ich sicherlich nicht denken kann? Dann auch noch mit der Begründung, weil ich Angst hätte mit meiner Meinung alleine darzustehen?
Ist das so gemeint? Klär mich auf.
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

Nun Cry, Du brauchst offensichtlich das Wohlwollen imaginärer Forenschreiber. Seien sie echt oder nicht, es lässt dich besser einschlafen.

Du fandest meine Aussage mit den Gefängnisinsassen zu radikal? Was solls, von der anderen vertretenden Front gibt es mehr als genug. Das sind dann die, die immer schreiben das Cdu Politiker keine Ahnung haben, sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, ihre Spiele Kunst ist und man sie nicht in Frage stellen soll und das man nicht automatisch zum Amokläufer wird. Alles tausend mal gesehen, tausend mal vertretend. Und solche findet man dann ebenfalls hier. Einer davon bist du! Allerdings ist das dann so wie bei youtube oder amazon. Meinungen die nicht der breiten Masse entsprechen werden gebrandmarkt und aussortiert. Welch glück das wir uns hier nicht mit daumen runter totklicken können.*kicher*
johndoe1197293
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von johndoe1197293 »

GesangDerWinde hat geschrieben:Nun Cry, Du brauchst offensichtlich das Wohlwollen imaginärer Forenschreiber. Seien sie echt oder nicht, es lässt dich besser einschlafen.

Du fandest meine Aussage mit den Gefängnisinsassen zu radikal? Was solls, von der anderen vertretenden Front gibt es mehr als genug. Das sind dann die, die immer schreiben das Cdu Politiker keine Ahnung haben, sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, ihre Spiele Kunst ist und man sie nicht in Frage stellen soll und das man nicht automatisch zum Amokläufer wird. Alles tausend mal gesehen, tausend mal vertretend. Und solche findet man dann ebenfalls hier. Einer davon bist du! Allerdings ist das dann so wie bei youtube oder amazon. Meinungen die nicht der breiten Masse entsprechen werden gebrandmarkt und aussortiert. Welch glück das wir uns hier nicht mit daumen runter totklicken können.*kicher*
Achso, du bist also nachtragend.....
Sorry, aber du schreibst hier so einen Mist, das ist wirklich herrlich. Sehr lange schon nicht mehr so gelacht aufgrund von Forumbeiträgen. :lol:

Ich fand deine Aussage nicht radikal.....nein, ganz im Gegenteil. Sie war einfach nur bedauerlich dämlich.
Dass du überhaupt auf die Idee kommst, ich fände sie "radikal", macht deutlich, dass du dich hier als den großen Verfächter des Rechts und der Wahrheit begreift...sehr arm.

Ausserdem hast du offensichtlich nicht verstanden worum es mir geht, da du zu sehr erstarrt bist in deiner "Ich-gegen-alle-Haltung". So sehr, dass du gar nicht merkst, dass unsere Ansichten nicht sooo weit auseinander liegen.

GesangDerWinde hat geschrieben:Nun Cry, Du brauchst offensichtlich das Wohlwollen imaginärer Forenschreiber. Seien sie echt oder nicht, es lässt dich besser einschlafen.
Soviel Herablassung und Arroganz habe ich hier echt noch nicht erlebt.
Ich weißt nicht, ob dich heute dein Lehrer blöd angemacht hat, oder dir jemand dein Pausenbrot geklaut hat, aber werd`deinen Frust woanders los.

Falls du dazu etwas schreiben willst, dann schreibe mir persönlich. Ich werde hier im Thread nicht mehr auf deine arroganten und beleidigenden Beiträge reagieren.

Ende des Off-Topics.
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Wigggenz
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Wigggenz »

@CryTharsis

Gib dir keine Mühe bei GdW.

Ich schrieb einst, dass ich es sehr bedauerte, dass Nintendo mit der Wii hardwaremäßig so weit abgeschlagen war, und einige "Kracher" (ja ich wagte dieses höchst umgangssprachliche Wort synonym mit "ausgezeichnete Spiele" zu verwenden) damit an der Wii vorbeigegangen sind.

Anhand meiner Wortwahl (Kracher) hat GdW dann hellgesehen, dass ich zweifelsohne ein ballernder CoD-Fan sein muss. Dass ich mich vorher bereits klar davon distanziert hatte, war angesichts dieser eindeutigen Schlussfolgerung vollkommen irrelevant.
koreanstyle
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von koreanstyle »

Ich muss Herrn Spector da Recht geben.

Besonders krass ist der Unterschied meiner Meinung nach von Max Payne 2 zu Max Payne 3.
Der zweite Teil war voller Gewalt, man könnte in der Zeitlupe Gegner abknallen, dass es sie nur so durch die Gegend gehauen hat. Aber das war nur ein Stilmittel um zu zeigen um was es sich für eine Welt handelt.

Bei Max Payne 3 wird diese Gewalt, die nur ein Teilstück des Ganzen war irgendwie Zentrum:
Wenn Max den letzten Gegner töteet dann sieht man diesen aus der Nähe und der Spieler kann sich durch Mausklick entscheiden weiter auf den toten Gegner zu ballern, bis dieser in einer explosion aus roten Partikeln auf dem Boden landet - Warum? Wozu?

Naja, vllt. war das auch der "How to make a succesful shooter in times of CoD:MW3"-Checkliste.
Sniper Szene? Check. Verfolgungsjagd bei der man rumballern darf? Check. In der Zwischensequenz zur richtigen Zeit den richtigen Button drücken um einen Gegner zu vermöbeln? Check.

Naja, andere Symptome aber selbe Ursache: Die Spieleentwickler stehen unter zu viel Druck. Sie können sich einen Flopp nicht leisten - Also mal eben das zusammenwürfeln, was die letzten 5 Jahre funktioniert hat, anderer Namen, anderer Ort, selbe Waffen ... bei den Gewaltszenen setzt man noch einen drauf, das ist dann eben das Alleinstellungsmerkmal.

Echt schade, Innovation sieht man fast nur noch bei Indie Games und kleinen Publishern. Wenn man ein EA/Ubisoft/u.ä Spiel kauft kann man fest mit Einheitsbrei rechnen.

Ich hoffe das wird besser, man hört ja immer wieder davon, dass die Spielebranche ein anderes Handelsprinzip ausprobieren will um diese Probleme zu beheben...

Naja, ich geh pennen, gute Nacht :-p
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FreshG
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Beitrag von FreshG »

Gewalt in Spielen finde ich Grundsätzlich nicht schlimm. Es geht mir persönlich nur um die Darstellung und wie viel Sinn der Akt der Gewalt hat. Ich persönlich bin einem Call of Duty ziemlich abgeneigt da mir diese ganze "America Fuck Yeah" Geschichte immer wieder aufs neue auf den Nerv geht und die Massen an Gegner einfach nur so um gerotzt werden was mir bei den immer wieder schlauchigen und einfallslosen zu 40% gescripteten Gameplay einfach nicht gefällt und langweilig ist. Das komische ist das sich die Spiele in den letzten Jahren immer mehr Fehler erlauben (hier auch besonders IW's und Activisions Kiddy Shooter) und sie jedes Jahr trotzdem aufs höchste gelobt werden. Im Multyplayer wird eben mal ein Modus aus alten Spielen geklaut, alles um einen neuen Prestigelevel erweitert weil es ja ach so geil ist stetig die selben Waffen frei zu schalten und davon garnichts zu haben außer sowas banales wie ein Bild das aufplopt was der erschossene sieht wenn er zusammen Sackt (wobei selbst das immer wieder die selben Animationen sind und trotzdem gibt es dabei mehr Fehler als in anderen Spielen). Warum man hier eigentlich auf einer langweiligen und verbuckten Map immer wieder Menschen umballert wird noch nicht mal in den Mittelpunkt gezogen. In anderen Spielen wird hingegen schon ein Szenario aus der Story als Hintergrundgeschichte genommen (z.B. Spec Ops- The Line).

Dead Space hingegen ist für mich ein Spiel wo die Gewalt so in Szene gesetzt wird, dass die Gewalt nicht das wichtige ist, sondern das Gefühl dabei. Man kommt in einen Raum, das Licht flackert, man hört ein Schluchzen, man geht um die Ecke, im Kerzenlicht sieht man zum ersten mal seit einigen Gefühlten emotionsgeladenen Stunden einen anderen lebenden Menschen, dann ein psychotisches Lachen, ein Knall, der Raum ist fürs den Bruchteil einer Sekunde hell, ...stille. Hierbei fließt einem durchaus ein Schauer durchs Knochenmark und die Situation ist warm-kalt. Man ist hin und her gerissen zwischen Unverständnis, Angst, man will das es Endet aber die Emotionale Achterbahn fährt unentwegt weiter.

Gewalt wird in Spielen immer ein großes Thema bleiben und das ist meiner Meinung nach auch gut so denn anders als die tollen Medien ahnungslosen weis machen wollen machen die meisten Gamer von uns sich sehr wohl mit kritischem Auge Gedanken darüber was einem da vorgesetzt wird.
Es gibt so viele verschiedene Aspekte der Gewalt in Spielen das man mehrere Tage darüber reden könnte und man kann nicht zu einem großen Entschluss kommen der exakt für jedes Spiel und die verschiedenen Situationen dort passt.
Was mir gefällt ist das mir ein Dead Space heute genauso viel Spaß bereitet wie ein Little Big Planet. Jeder der Spieleentwickler sollte das machen was sie am besten können und naja, wenn ich an dieser Stelle einfach mal weiter auf einigen herum trampeln darf, manche sollten auf die Kunden hören oder das Entwickeln einfach sein lassen denn hier ist das Wort "Entwickeln" nicht mehr wirklich angebracht.
Nanimonai
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Nanimonai »

koreanstyle hat geschrieben: Besonders krass ist der Unterschied meiner Meinung nach von Max Payne 2 zu Max Payne 3.
Der zweite Teil war voller Gewalt, man könnte in der Zeitlupe Gegner abknallen, dass es sie nur so durch die Gegend gehauen hat. Aber das war nur ein Stilmittel um zu zeigen um was es sich für eine Welt handelt.

Bei Max Payne 3 wird diese Gewalt, die nur ein Teilstück des Ganzen war irgendwie Zentrum:
Wenn Max den letzten Gegner töteet dann sieht man diesen aus der Nähe und der Spieler kann sich durch Mausklick entscheiden weiter auf den toten Gegner zu ballern, bis dieser in einer explosion aus roten Partikeln auf dem Boden landet - Warum? Wozu?
Das ist mir bei Max Payne 3 auch sehr negativ aufgefallen. Leider ist diese sehr tiefe und düstere Film Noir Geschichte zu einem absoluten Gorefest verkommen... Gegnerwelle auf Gegnerwelle, ich weiß gar nicht, wie viele Typen man im dritten Teil über den Jordan geschickt hat, es waren jedenfalls unverhältnismäßig viele.
Gleichzeitig aber noch der Fokus auf das große Leid von Max, weil er seine Frau und sein Kind verloren hat. Zwischendurch noch seine permanent zynischen Kommentare, die viel zu übertrieben und meist auch ziemlich deplaziert aus den Boxen dröhnen. Leider konnte ich diesen Max nicht mal im Ansatz Ernst nehmen.