Nanimonai hat geschrieben:[...]1. Wie kann sichergestellt sein, dass es tatsächlich der Gewaltgehalt der Spiele ist, die die Hirnfunktion beeinflussen? Die Probanden musst zehn Stunden am Tag gewaltverherrlichende Spiele spielen. Die Kontrollgruppe allerdings sollte gar nicht spielen. Die Studie zeigt erst mal nur den Unterschied zwischen einer spielenden und einer nicht spielenden Gruppe. Interessanter wäre es gewesen, wenn die Kontrollgruppe zehn Stunden pro Tag ein gewaltfreies Spiel hätte spielen müssen. [...]
das gleiche hab ich mir auch gedacht. Noch dazu steht im Bericht:
Ob eine vergleichbare Auswirkung auch durch das exzessive Spielen gewaltfreier Videospiele ausgelöst wird, geht indes aus der Studie von Wang und Kollegen nicht hervor.
Es ist ja einfach so, dass Videospiele eine andere Art des Denkens erfordert als das echte Leben. Man hat nicht alle Möglichkeiten des Universums zur Verfügung sondern nur die Mittel, die das Spiel vorgibt. Die Problemlösungsstrategien ändern sich dabei einfach - sogar die Art Dinge wahrzunehmen. Insofern verändern sich natürlich auch die Gehirnaktivitäten, wenn man einen Woche lang 10 h pro Tag spielt. So würde ich die Ergebnisse der Studie, die veränderten Hirnaktivitäten erklären. Und ist diese Veränderung wirklich negativ? Je nach Argumentation 'vielleicht', aber nur weil etwas anders ist, heißt das ja nicht, dass eine Schädiung vorliegt und das ganze negativ ist.
Außerdem:
Nachdem die Gruppe der Spieler danach eine Woche den "Ballerspielen" entsagt hatten, näherten sich die Aktivitätsmuster in den entsprechenden Regionen wieder denen der Mitglieder der Kontrollgruppe an.
Was soll hieran bitte eine ANHALTENDE Schädigung sein? Wenns nach einer Woche wieder einigermaßen normal ist, wobei "normal" ebenfalls ein dehnbarer Begriff ist, kann man wohl kaum von ANHALTEND sprechen. Und als Schädigung würde ich veränderte Hirnaktivitäten auch nicht bezeichnen.
Was mir als Skeptiker auffällt: Traue niemals einer Studie, die du nicht selber gefälscht hast:
die Wissenschaftler um Dr. Yang Wang [...] untersuchen [...] schon seit rund zehn Jahren in experimentellen Studien die Auswirkungen gewaltverherrlichender Video- und Computerspiele [...]
Ich glaube nicht wirklich, dass die Studie völlig unvoreingenommen durchgeführt worden ist. Die Wissenschaftler arbeiten seit zehn Jahren daran und wollen natürlich erstmal nicht total daneben liegen.
Allein die Vorgaben der Studie erscheinen mir wie gesagt leicht schwammig (wie mein Vorredner schon beschrieben hat). Die Wissenschaftler haben nun also ein paar schwammige Ergebnisse bekommen, deren Interpretation auch in ihrer Hand liegt.
Ich wette mit einer anderen Meinung hätte man die Ergebnisse auch anders interpretieren können.
Die Studie finde ich nicht wirklich überzeugende (- zumindest in der Form, wie sie in dem Bericht beschrieben ist). BEWIESEN ist mir mich erstmal garnichts.