widar hat geschrieben:RyoAue hat geschrieben:
Zwischen Skyrim und Risen 2 besteht ein himmelweiter Unterschied. Skyrim wirkt viel glaubhafter und lebendiger. Das Kampfsystem ist viel dynamischer und abwechlungsreicher, ebenfalls besser in Szene gesetzt durch Killmoves und immersiver durch die Ego-Perspektive. Charakterentwicklung ist auch freier als in Risen 2, wenn auch nicht optimal. Aber das learning-by-doing ist viel besser umgesetzt als das learning-by-paying in Risen 2. In Skyrim gibt's auch kein direktes Finale, und das was ich vom MQ gesehen hab war in Ordnung. Man darf nicht vergessen, dass Skyrim ein Openworld-Sandbox RPG ist und Risen ein lineares RPG-Adventure, wo man viel mehr durch Regie herausholen kann. Das wurde aber nicht genutzt.
Dass da subjektive Eindrücke mit reinspielen ist selbstredend, aber für mich ist auch objektiv Skyrim hundertmal liebevoller und vollgepackter als Risen 2.
also moment mal, skyrim und lebendig, oder gar glaubhaft und authentisch? das kann bitte niemand ernsthaft meinen. skyrim bedient nichts anderes als die üblichen clichees der kuschel-fantasy. hörnerhelme, met, walhalla, ja ganz bestimmt. die gesamte welt wirklich künstlich und plastisch, angefangen bei texturen und modellen, bis hin zu schatten und ausleuchtung. (natürlich aber durchaus etwas besser als der inbegriff für sterilität namens oblivion)
die killcam kam in skyrim meines wissens erst per patch hinzu, und zeigt eigentlich schon wo hier der fokus liegt (kloppen).
die sogenannte "freie charakterentwicklung" von skyrim ist auch eher ein witz, wenn man bedenkt dass sie absolut keine bedeutung für das spiel besitzt.
200 zufällig erstellte dungeons, die alle gleich aussehen nenne ich nicht wirklich eine gelungene "open world". es kommt nicht von ungefähr, dass man sich in den offenen welten von PB nie langweilt, oder an etwas sattsehen kann. (wie es bereits reviews zu risen2 wiederienmal bestätigen)
ach, jetzt hab ichs schon wieder gemacht...
das kampfsystem von skyrim ist wahrscheinlich unerreicht, in allen anderen aspekten spielen titel von PB in einer ganz anderen liga.
dicker drache, dickes schwert, episch episch, rollenspiel

So kann auch nur jemand reden, der Skyrim nicht gespielt hat. Wenn du dennoch anderes behauptest, wirst du lügen. Ich liebe Skyrim und das NICHT wegen des Kampfsystems, das seiner Konkurrenz hinterherhinkt ( zB: Dark Souls, Diablo 3, schätze vielleicht (!) sogar Risen 2)
Der Fortschritt in der Elder Scrolls Serie und einer der Hauptgründe warum Skyrim so erfolgreich ist: KEINE zufällig generierten Dungeons. Hättest du dir das Spiel auch nur angesehen, wüsstest du, dass die Dungeons mit Sinn und Verstand entworfen sind, selbst die kleinsten.
Der Charakterentwurf bei Skyrim ist vorbildlich. Wer sich nur eine halbe Stunde mit den Gesichtszügen beschäftigen möchte, bekommt so ein ahnsehnliches Modell hin, wer daran arbeitet bis der Morgen graut, schafft sich einen Char nach seinen Wünschen und Vorstellungen. Das Skillsystem ist nicht komplex, aber bietet eine sehr breite Fläche. Während sich die meisten Rollenspiele klischeehaften Einteilungen in Bandit, Krieger, Magier und Bogenschütze bedienen, bietet eine derartige Auswahl in Skyrim lediglich die Basis der eigenen Vorstellungen. Wem diese Freiheit nicht reicht, der schafft sich seine eigene Klasse. Die ausgewählten Attribute lenken den Spieler definitiv (!) in eine Richtung. So hatte ich zum Beispiel mit meinem ersten Charakter sehr lange Probleme in der Magiergilde Fortschritte zu erreichen, bin dafür aber in der Fraktionsgilde und den dunklen Brüdern die Karriereleiter nur so hochgeflogen. Einer anderen Skillfokusierung folgte prombt eine andere Spielweise und ein anderes Erlebnis. Die Umwelt in Skyrim ist rau, auf der Straße Eskorten und Räuber, fernab Mammuts, Drachen, wilde Tiere, alles scheint in Bewegung zu sein. Die Berge in der Ferne: Es verbirgt das eigene Ziel. Plastisch? Mhm, ich weiß nicht welche Vorstellungen so manche unter einer lebhaften Welt haben, aber scheinbar rauschen manche am Begriff ein wenig vorbei. Red Dead Redemption bietet eine ähnliche Atmosphäre in der Welt in seinem eigenen Charme und Genre, aber das nur nebenei..
Meine himmelhoch lobenden Worte sind längst nicht genug für diesen Meilenstein im Rollenspielgenre. Elder Scrolls 5 wird ohne Zögern gekauft, weil bisher KEIN Teil der Serie eine Enttäuschung war.
Risen 2 dagegen muss wirklich beweisen, was es kann. Wie bereits gesagt: Das was in Videos angedeutet wird, macht skeptisch. Wer was anderes sagt, bitte erklärt es mir, ich bin offen für jede Meinung, die halbwegs gut fundiert ist. Erfundene Phasendrescherei (damit meine ich jetzt defintiv nicht, denjenigen den ich zitiere!

) macht diesen Thread aber wirklich zur Hölle.
Ansätze in Risen 2 sind defintiv cool. Das Setting, die "Vorstellung" von einem besonderen, "unfairen" Kampfsystem oder die Option Dialog statt Kampf. Die Umsetzung wirkt aber durch diese Präsentationen mangelhaft bis ungenügend. Und dafür muss ich mir nicht die Meinungen von IGN oder sonstigen Magazinen ansehen.
Weil hier scheinbar der ein oder andere das dreckige Vokabular und die raue Gangart mag: Witcher 2 bietet dahingehend doch auch was...