Erynhir hat geschrieben:
Gegenstände (ab Stufe selten) müssen weiterhin identifiziert werden. Nur braucht man dafür keine weiteren Voraussetzungen mehr.
Eben. Identifizieren in D3 ist klick und gut. Welchen spielerischen nutzen hat es, Gegenstaende identifizieren zu muessen, wenn man eh immer alles identifizieren kann.
In PoE nervt es mich schon nach wenigen Minuten dass Rollen der Identifikation selten sind. Was bringt das für einen spielerischen Mehrwert?
Nun, man muss sich halt ueberlegen, ob es sich lohnt Gegenstand XY zu identifizieren, oder ob man ihn lieber gleich so verkauft. Wobei ich im global chat gelesen habe, dass man irgendwann eh mehr als genug scrolls hat, und ab dem Punkt waere es wirklich nur unnoetig belegter Inventarplatz.
Standardattacken gibt es Diablo III auch weiterhin.
Jein. Wenn man kein Mana mehr hat, benutzt man in D3 halt die Standardattacke. Die hat aber in einigen Faellen nichts mit der Waffe zu tun, die man in der Hand hat. So kann ein Witchdoctor beispielsweise nicht einfach mal mit 'ner Axt zuschlagen.
Das Skill-System ist wie es jetzt ist einem simplen Talentbaum,
Es ist eben kein Talent
baum, D3 bietet ein einfaches Skill XY ist erhaetlich ab Level YZ System. 2 Spieler auf gleichem Level haben exakt das Gleiche Skillset zur Verfuegung.
nichts anderes bietet PoE ja (und dann noch einen eher langweiligen wo man nur Werte steigert), deutlich überlegen weil es einfach viel mehr Kombinationen erlaubt.
Oh doch. PoE bietet einerseits den grossen passiven Talentbaum, der spezialisierung in sehr viele verschiedene Bereiche zulaesst (Elementarschaden, staerkere Minions, Crit Dmg, all int, mixed stats, etc.), und zum anderen die Skillrunen, bei denen man ebenfalls Entscheidungen treffen muss, welche man mitnimmt, und vor allem wie man seine Ausruestung zusammenstellt, um die entsprechenden Plaetze zur verfuegung zu haben.
Stat-Punkte... ja, auf den ersten Blick mag das so wirken als würde da was fehlen. Aber Blizzard geht halt einen anderen Weg und zwar über Items.
Genau das ist mein Problem, jegliche Individualisierung in D3 scheint mir abhaengig von random drops. Das ist etwas was
mir nicht gefaellt. Ein 2tes Playthrough mit der gleichen Charakterklasse in D3 spielt sich halt identisch zum ersten, weil Entscheidungen a la Frostmage, Firemage, Elemental Druid, Trap Assassin, etc. einfach wegfallen.
Das ist nicht schlechter, nur halt anders.
PoE hat sicherlich interessante Ansätze, aber wenn ich die Beta von PoE mit der von Diablo III vergleiche, dann ist PoE nichts weiter als Diablo 2,5. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Beide Spiele sind nur weiterentwicklungen von Diablo 2, beide gehen in andere Richtungen, und beide sind per se erstmal nicht schlechter (wirklich beurteilen laesst sich das eh erst, wenn beide Spiele auf Herz und Nieren getestet wurden, und nicht auf Grundlage der stark beschraenkten Betas), sondern eben nur anders als der Konkurrent. Und mir sagt einfach derzeit die Richtung in die PoE geht mehr zu, als die von D3.
Edit:
LordBen hat geschrieben:...
Ninja'd... stimmt schon, zu einem gewissen Grad. D2 hardcore war das stats leveln festgelegt auf all vit, was die Wahlmoeglichkeit irgendwie ueberfluessig gemacht hat. Aber ich entscheide da auch zwischen Casual und Hardcore ansatz. Beim ersten mal spiele ich das Spiel einfach nach gutduenken durch, und levele was mir Spass macht, im Hardcore Modus richte ich mich dann nach Guides

PoE hat die all vit Falle umschifft, indem sie Vitality einfach gestrichen haben, und wieviel Individualisierungsmoeglichkeiten das Spiel am Ende habe wird, wird sich erst zeigen wenn ein paar bekloppte irgendwann mal alle moeglichkeiten durchgerechnet haben.
Abgesehen davon werd ich mir als grosser D1/2 Fan D3 natuerlich holen, und dann endgueltig entscheiden welches der beiden Spiel mir im Endeffekt mehr zusagt
