The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Online-Pässe

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crewmate
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von crewmate »

Xris hat geschrieben:Ich frag mich aber warum diese selbsternannten RPG'ler seit Arena meinen das Spiel müste anders sein woes ihnen doch ganz offensichtlich nicht gefällt. Es gibt doch sooo viele Alternativen.

An was stören die sich? Das eigentliche Genre ist doch schon lange tot. Es gibt keine RPG's mehr.
Bild

http://forum.4pforen.4players.de/viewto ... 9&t=120684

Doch.
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Kajetan
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von Kajetan »

Xris hat geschrieben:Ich frag mich aber warum diese selbsternannten RPG'ler seit Arena meinen das Spiel müste anders sein woes ihnen doch ganz offensichtlich nicht gefällt.
Es müsste anders sein, damit es ihnen gefällt, aber es muss nicht anders sein, solange es genügend Alternativen gibt und solange man den Begriff "Core-RPG" für eine bestimmte Art klassischen Gameplays verwendet und Sandbox-Spiele auch nur als Sandbox-Spiele bezeichnet, ohne die Fallstricke, Übertreibungen oer bewusst dreisten Falschaussagen von Entwicklern, die das nur aus Marketinggründen tun. Heavy Metal ist halt Heavy Metal und nicht lauter, gitarrenlastiger J-Pop.
An was stören die sich? Das eigentliche Genre ist doch schon lange tot. Es gibt keine RPG's mehr.
???
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Sir Richfield
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von Sir Richfield »

Kajetan hat geschrieben:Es müsste anders sein, damit es ihnen gefällt, aber es muss nicht anders sein, solange es genügend Alternativen gibt und solange man den Begriff "Core-RPG" für eine bestimmte Art klassischen Gameplays verwendet und Sandbox-Spiele auch nur als Sandbox-Spiele bezeichnet, ohne die Fallstricke, Übertreibungen oer bewusst dreisten Falschaussagen von Entwicklern, die das nur aus Marketinggründen tun.
Mir geht einfach der Begriff "Kern" auf den Nerv. Weil... er drück so gar nix aus. Was soll denn ein Kern RPG sein? Und streitet man darüber nicht schon seit D1 selig, weil D1 hat ja Charakterwerte aber sonst nix und aber ist doch ein RPG oder nicht oder wie?

Zumal sämtliche Definitionsversuche dem Untergang geweiht sind, weil das Genre an sich eine unglaubliche Diversifikation zuläßt.
Nehmen wir mal DAS RPG vor dem Herrn... Nein, nicht Wizardry 7... obschon das auch ein guter Kandidat ist.
Planescape Torment: Welchen Einfluss haben Deine Entscheidungen während des Spiels auf das Ende? Genau: NULL.
Gut, das ist natürlich der Witz an Torments Geschichte. Aber hüben wie drüben ist der Weg das Ziel.
Skyrim als Wandersimulator und Torment als interaktiver Roman.
Beides RPG... Und beide in sich weder casual noch core.

Vielleicht ist Wiz7 ja da Core Spiel? Ich meine es war schon verdammt komplex und mitunter schwer wie die Hölle, mit Rätseln, die nicht mal bei Gamefaqs gelöst wurden...
Oder doch nur ein plumper Dungeon Crawler mit einer Story, die man nach sechs Stunden Grinding eh wieder vergessen hat???

Das Wort Core ist... einfach scheisse! Es soll eine Trennung suggerieren, die es eigentlich gar nicht gibt. Torment, Fallout, Baldur's Gate, Bard's Tale, Wizardry, Ultima (ja, auch 8 und 9), TES, Dragon Age (Origins!!!), Jade Empire, Star Wars TOR, ... alles Rollenspiele, für jeden Geschmack was dabei.
Core, Casual... lasst Euch doch nichts einreden...

Und unterm Strich: JA, auch Eure Mudda, die Farmville spielt, die spielt ein Videospiel! Wie, ist nur ein wenig Geklicke und Freunden auf den Sack gehen?
Pacman war auch nur ein wenig am Joystick wackeln und komische Geräusche machen.
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Kajetan
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben:Mir geht einfach der Begriff "Kern" auf den Nerv. Weil... er drück so gar nix aus. Was soll denn ein Kern RPG sein? Und streitet man darüber nicht schon seit D1 selig, weil D1 hat ja Charakterwerte aber sonst nix und aber ist doch ein RPG oder nicht oder wie?
Wenn "Core" zu elitistisch und arrogant ist, nehmen wir halt "Klassisch" :)
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superboss
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von superboss »

Ich versteh diese Begriffe Core und Casual auch nicht so wirklich und eigentlich meint damit ja auch jeder was anderes.
Sagen wir doch einfach Skyrim ist ein lebendiger und atmosphärischer open World RPG Spielplatz ohne große Grenzen oder Konsequenzen. Es gibt viele Hol und Bring Quests und wer schon mal nen Bethesda RPG gespielt hat, wird von kaum etwas überrascht oder herausgefordert sein, da alles nach Schema F abläuft.
Aber es hat Umfang und viele Menschen können damit durchaus spaß haben und sicherlich auch die besonderen Momente, Storys oder RPG Elemente finden , wenn sie wollen.
Deshalb dürfte es so erfolgreich sein.
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Xris
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von Xris »

Kajetan hat geschrieben:
Xris hat geschrieben:Ich frag mich aber warum diese selbsternannten RPG'ler seit Arena meinen das Spiel müste anders sein woes ihnen doch ganz offensichtlich nicht gefällt.
Es müsste anders sein, damit es ihnen gefällt, aber es muss nicht anders sein, solange es genügend Alternativen gibt und solange man den Begriff "Core-RPG" für eine bestimmte Art klassischen Gameplays verwendet und Sandbox-Spiele auch nur als Sandbox-Spiele bezeichnet, ohne die Fallstricke, Übertreibungen oer bewusst dreisten Falschaussagen von Entwicklern, die das nur aus Marketinggründen tun. Heavy Metal ist halt Heavy Metal und nicht lauter, gitarrenlastiger J-Pop.
An was stören die sich? Das eigentliche Genre ist doch schon lange tot. Es gibt keine RPG's mehr.
???
Ich spiele RPG's seit D&D, Ultima, Wizardry und Konsorten. Nachdem ich kein Storyspieler bin hänge ich sehr am urpsrünglich rundenbasierten Gameplay. Ein ME oder DA als RPG zu bezeichnen... geht garnicht. Grade die Dialoge mit den drei Antwortmöglichkeiten empfinde ich als höchst aufgesetzt. Und über das Gameplay braucht man nicht zu diskutieren. DA ist ein HnS schon seit Teil 1 und ME ein Shooter mit RPG Elementen. Dialoge und Entscheidungen machen kein RPG. Wieder die leidige Grundsatzdiskussion. Heutzutage kann man bestenfalls noch einige AAA möchtegerne RPG's als Action RPG bezeichnen. Und ja damit ist auch der heilige Gral The Witcher gemeint.

Ich bin da halt übergenau. Auch wenn ich im grunde dann trotzdem eher Action RPG's aka TES Morrowind oder Gothic 1 und 2 dem eigentlichen Genre vorziehe. Das sind Spiele die mir aufgrund der beispiellosen Atmo, bzw. die Glaubwürdigkeit der Spielwelt (die für mich ebenfalls nicht unerheblich ist), bis heute in Erinnerung geblieben sind.

@crewmate
Klar. Abseits des AAA Mainstreams findet sich natürlich noch was. Ich hätte es genauer differenzieren sollen.

@Core und Casual
Habe ich auch so meine Problemchen mit. Ich gehe da nach der Definition. Unter ersterem stelle ich mir ehrlich gesagt diverse Hartzler die übermässig viel CoD und Konsorten konsumieren vor.. Ist doch ein eher neumodischer Begriff der aus der PClerischen Online Fraktion abgeleitet ist. Und letzteres asoziere ich ebenfalls nach der Definition. Demnach wäre selbst ein Assaissins Creed nicht unbedingt für diese Zielgruppe - die normalerweis Facebook Spiele, I-Phone Aps und iwelche Partyspiele konsumiert - geeignet.

Mir fehlt aber auch oft ein geeigneter Begriff. Casual machts da einfach. Sonst müste man von anspruchsvollen und weniger anspruchvollen Spiele sprechen. Definiere "anspruchsvoll"...
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Sir Richfield
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von Sir Richfield »

Xris hat geschrieben:@Core und Casual
Habe ich auch so meine Problemchen mit. Ich gehe da nach der Definition. Unter ersterem stelle ich mir ehrlich gesagt diverse Hartzler die übermässig viel CoD und Konsorten konsumieren vor.. Ist doch ein eher neumodischer Begriff der aus der PClerischen Online Fraktion abgeleitet ist. Und letzteres asoziere ich ebenfalls nach der Definition. Demnach wäre selbst ein Assaissins Creed nicht unbedingt für diese Zielgruppe - die normalerweis Facebook Spiele, I-Phone Aps und iwelche Partyspiele konsumiert - geeignet.

Mir fehlt aber auch oft ein geeigneter Begriff. Casual machts da einfach. Sonst müste man von anspruchsvollen und weniger anspruchvollen Spiele sprechen. Definiere "anspruchsvoll"...
Ja aber CoD und Konsorten sind doch die Speerspitze der Casual Shooter...

Die einzige Definition, die ich grob zulassen würde ist, dass Casual etwas ist, das man nebenbei macht, oder mal kurz. Also kurz in facebook gucken, zehn Klicks machen, weiterkochen. (Jay sexism!)...
Oder kurz mal ne Runde Bejeweled für 20 Minuten.
Im Gegensatz zu drei Stunden am Stück durch Skyrim latschen auf der Suche nach dem Levelup.

Aber: Ich kann auch drei Stunden an Bejeweled sitzen... oder fünf an Peggle.
Ich kann aber auch nur mal eine oder zwei Runden CoD spielen (Wenn ich das nach MW1 noch tun wollte).

Casual und (Hard)Core hat nix mit dem Spiel zu tun, sondern wird vom jeweiligen Spieler individuell geprägt.

Mischcharaktere wie ich lehnen deswegen fast alles mit bekloppten Autosaves ab. Weil wir verflucht noch mal die Kontrolle darüber haben wollen, wie lange und intensiv wir ein Spiel gerade spielen.

(Es soll Leute geben, die Torment in halbe Stunde Häppchen konsumieren konnten....)


PS: Klassisch könnte man ja fast noch zulassen, weil es einen Zeitraum definiert. Allerdings: Welchen? Und welches Spiel? Zu der Zeit, als wir alten Säcke von klassischen RPG sprechen, existierten doch diverse Spielarten des Genres bereits friedlich nebeneinander. Und wir sind ja schon von den Ahnen blöd angeschaut worden, weil wir dieses grafische Teufelszeug in ihre Core Textadventures gekippt haben....
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

Mount and Blade sollte noch als Beispiel genannt werden. Entscheidungen die Konequenzen haben. Fertigkeiten die nicht alle etwas mit Kämpfen zu tun haben und davon nicht wenige. Dann die unterhaltungen zwischen dem Helden und den angeheuerten Söldnern die sich ständig streiten oder lieben. Un je nach entscheidung der Antwort verliert man einen oder den anderen. Oder wenn man eine Quest scheitert, unschuldige Dörfer angreift meldet sich einer zu Wort. Und wenn man das öfters macht verschwinden sie. Man kann tun und lassen was man will,man muss nicht einmal selbst Kämpfen. Auf jede Aktion folgt eine Reaktion und die ist nicht selten klein. Und auf der Schwierigkeitsgrad normal wo man nicht mehr aushältals in der Realität sorgt man sich mehr um sein Leben als in vielen anderen Spielen. Und wenn soldaten die man aufzieht sterben ist das schmerzhaft weil sie sich nicht wie Kanonenfutter anfühlen.

Und Trotzdem würde ich sagen das dieses Spiel für ein jedermann ist genau wie Skyrim und Co. Doch das macht sie nicht schlechter. Es steckt so viel Liebe drin und eine Definition fürRollenspiel gibt es nicht. Für mich bleibt der wichtigste Asspekt die Gestaltung eine Charakters, mit Wahl der Rasse, des Aussehens und der Fertigkeiten. Also hier könnte auch ein Diablo 2 Punkten. Deshalb finde ich Gothic unausstehlich. Man startet mit einem vorgefertigten langweiler der oben drein ziemlich hässlich ist. Und sätze wie "ich kann dir mal ein paar auf die schnauze hauen" machen das nicht besser.

The Elder Srolls ist eine Tolle reihe die in würdigen Abständen kommt. Und so änlich die höhlen oft sind, so atmosphärisch ihre Präsentation. Von oberflächlichkeit habe ich in Morrowind und oBlivion nie was gespürt. Besseres Beispiel wäre Two Worlds.
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Brakiri
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von Brakiri »

Ich will dem Mit-RPG-Altgestein ja nix vom Pferd erzählen, aber die Rollenspiele, wo man alles machen kann, und das Ende je nach Entscheidungen wirklich anders ausfällt, sind ganz dünn gesäät.

Gab es die je? Ich habe schon viel gespielt, aber ausser Fallout fällt mir wirklich keines ein, wo das auch nur in die Nähe ging.

Es ist nunmal leider so, das CRPGs an der Limitierung des Rechners scheitern. Man kann kein allumfassendes RPG zimmern, weil es keine prozedurale lernende Expertensoftware gibt, die die Welt je nach Entscheidung anpassen kann. Dafür braucht man einen Spielleiter.

Ohne eine P&P-Runde ist doch das Geforderte kaum bis garnicht möglich.
Daher probiert es auch keiner mehr. Der Aufwand ist zu hoch und das Ziel quasi unerreichbar.
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Sevulon
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von Sevulon »

GesangDerWinde hat geschrieben:Mount and Blade sollte noch als Beispiel genannt werden. Entscheidungen die Konequenzen haben. Fertigkeiten die nicht alle etwas mit Kämpfen zu tun haben und davon nicht wenige. Dann die unterhaltungen zwischen dem Helden und den angeheuerten Söldnern die sich ständig streiten oder lieben. Un je nach entscheidung der Antwort verliert man einen oder den anderen.
Das gilt übrigens auch alles für Mass Effect 2, bei dem ich bis heute nicht versteh, warum da die Leute immer motzen "Das ist doch nen Shooter und kein RPG", nur weil zwischendrinn recht viel geschossen wird. Bei Mount and Blade geht es in erster Linie auch nur ums Kämpfen, genau wie bei Dark Souls, Skyrim, Final Fantasy, ja selbst Baldurs Gate und wie sie alle heißen. Es ist lediglich ein anderes Kampfsystem.
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crewmate
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von crewmate »

Dann ist Mount & Blade auch eher ein Hack & Slay als ein richtiges Rollenspiel. Hack & Slay waren immer teil des Genres, aber sie haben nicht die vollwertige Erfahrung, die ich suche. Von einem Rollenspiel erwarte ich auch, das ich als Barde/Schurke/Streuner/Dieb verstohlene Sachen machen kann. Und ein Barde/Schurke/Streuner/Dieb scheunt meiner Ansicht nach den offenen Kampf. Er schleicht und versteckt sich, schleimt sich bei Feind und Freund ein, knackt Schlösser, umgeht Fallen, lügt wie gedruckt, ist hinterfotzig.

Außer Echo Bazaar, Fallout (NV) und Human Revolution gibt es kein Rollenspiel mehr, das mir diese Möglichkeiten bietet. Neverwinter Knights, Deus Ex, Fallout 2 und Baldurs Gate 2 boten mir die Freiheit, meinen Spielstil durch zu ziehen.

Könnt ihr definieren wie ihr wollt: Für mich sollte ein "RollenSpiel" mich in ROLLEN schlüpfen lassen. Und wie ich die Spiele, entscheide ich, nicht das Spiel. Die modernen RPGs sind trotz freier Charaktererstellung nicht auf ein kampfreduziertes Gameplay ausgelegt. Und Mass Effect 3s Casual-Storymodus wird daran nichts ändern. Und das ist auch ok. Das Spiel wollte nie was anderes, also scheitert es nicht darin, ein Shooter zu sein. Daran ist nichts schlimmes.

Mann, ist Echo Bazaar toll. ^___^
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Ash2X
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von Ash2X »

Kajetan hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Na, jetzt bin ich mal gespannt, was dann für Dich ein "Core" Rollenspiel ist...
Vor allem das mit den Entscheidungen interessiert mich. Gerade im Verbund mit "Tiefgang", einer gescheiten Story und "unseichtem" Gameplay, was immer auch das sein soll..
Er meint vielleicht den Mangel an Konsequenzen, die Beliebigkeit und somit Bedeutungslosigkeit des eigenen Handelns, die bislang so typisch für Bethesdas Sandbox-RPGs war. Inwieweit das bei Skyrim der Fall ist, kann ich leider nicht sagen, aber Oblivion war zB. DAS Paradebeispiel für ein oberflächliches Casual-RPG, in dem größtenteils nur auf optische Schauwerte und seichtes, relativ anspruchsloses Gameplay-Geplänkel gesetzt wird.
Sie haben an einigen Ecken und Enden runtergekürzt...das ist im ersten Moment sehr ungewohnt und ist dadurch mehr "Casual" als noch Oblivion.Man darf aber dabei nicht vergessen das es dem Spiel selbst wirklich gut getan hat.Man kann sich bei den Blick auf wasweißichwieviele Statistiken nicht mehr cool fühlen aber dafür sind auch viele Dinge einfach nicht mehr so blödsinnig kompliziert.
Man nehme das abnutzen von Waffen: Wenn ich das Verhältnis sehe zwischen dem Hauch an Atmosphäre die es schafft und dem Maße in denen es in späteren Spielstunden einfach nur noch nervt...
Ähnlich ist das auch bei dem Menü (welches vorher unter aller Sau war) und dem Level-System,den Klassen die es so nicht mehr gibt, aber vorher auch dazu führten das so mancher irgendetwas so verbockt hatte das man das sechste mal neu gestartet hat.Ja,es ist jetzt nicht mehr so kompliziert,das Ergebnis aber größtenteils das Gleiche - nur mit deutlich besseren Dungeons.Natürlich ist nicht alles besser oder die Optimallösung,das ist klar (Karte!).Sonderlich anspruchsvoll ist das Ganze nie gewesen...sind die meisten Core-Games aber auch nicht,nüchtern betrachtet.Bei 90% der Spiele ist das nur Augenwischerei.Weitere 5% lassen sich einfach nur verdammt unkonfortabel bedienen.
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Deuterium
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von Deuterium »

Was ist Core? Was ist Casual? Übersetzt ja eigentlich einfach kern(ig) und oberflächlich. Soll ich mir das ganze wie ein Atom vorstellen, so mit kleinem Kern in der Mitte und Spieleeletronen, die furchtbar gerne in den Kern stürzen wollen, aber von der Tatsache daran abgehalten werden, dass sie dann überlichtqualitäten erreichen müssten und das nicht geht? Müssen Entwickler deshalb mit ihren Eletronen rumprotzen, wie nahe sie einem eventuellen Kern gekommen sind und wie Spieler doch auf diese Schwanzvergleiche abfahren? Keine Ahnung. Mir sind diese Begrifflichkeiten relativ egal. Ich hab kein Problem damit, dass ich auch mal ein oberflächliches Spiel (also ein Valenzelekton sozusagen :D ) gespielt habe. Wir wissen doch seit Facebook, dass die erst für Bindungen sorgen und Akzeptanz in der Gesellschaft fördern.

Diese ganzen Bezeichnungen, die sich Spieler da geben lassen, um sich gegenseitig ein wenig anzufeinden sind doch vollkommener Mist. Und das Schlimmste daran: Viele identifizieren sich mit diesem Schwachsinn und bilden sich wunders was ein. Ich glaube kaum, dass nur die verstaubten, aber unbestreitbar elitären und kernigen Kellerkinder aus ihren Löchern kriechen, nur um ein durch und durch durchschnittliches und in vielen Belangen oberflächliches Spiel wie Skyrim zu spielen. Es werden auch eine Menge oberflächlicher Typen dabei gewesen sein. Aber nichts desto trotz hat es Bethesda mit dieser Aussage geschafft, all ihren Kunden noch ein wenig auf die Schulter zu klopfen: Ja, du bist die Elite. Und alle sind glücklich. Kann ich das auch in Bewerbungen schreiben? Ausgewiesener Corespieler! Anlage: Kopie meines Skyrimkassenzettels. Dann weiß mein Arbeitgeber auch, dass ich es todernst meine und ein ganz abgebrühter Bursche bin.
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crewmate
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von crewmate »

Könnte ich nie besser ausdrücken, Deuterium. Sehr gut geschrieben.
[Shadow_Man]
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Re: The Elder Scrolls V: Skyrim: Über Core-Gamer, Erfolg und Onl

Beitrag von [Shadow_Man] »

Was viele einfach nicht verstehen, dass es unterschiedliche Rollenspiele gibt. Es gibt Party-Rollenspiele, es gibt Actionrollenspiele, Online-Rollenspiele, Open-World-Rollenspiele und Story-Rollenspiele.

Bei einem Spiel wie Skyrim geht's eben vor allem um den Entdecker- und Erkundungsdrang. Hier hast du deine Welt, mach was du dort tun willst. Schreib deine eigene Geschichte. Das war quasi immer das Spielprinzip der Elder-Scrolls Reihe.
Würde man da sowas geschichtsmäßig wie bei The Witcher oder Mass Effect reinpacken, dann müsste man das "Korsett" viel enger schnallen, die spielerische Freiheiten einschränken, nur um eine intensivere Geschichte zu erzählen. ABER dann würde man der Elder Scrolls Reihe seine Stärken nehmen.
Es ist schon gut, dass ein Elder Scrolls Spiel eben so ist und ein The Witcher so, würde man das angleichen wäre der Einheitsbrei ja noch größer.
Ich finde übrigens, dass die Skyrim Welt unheimlich glaubwürdig wirkt. So als hätte da schon alles gelebt, bevor man da in die Welt kam. So gut wie dort hat das meiner Meinung nach schon lange kein Spiel mehr hinbekommen.
Auch wenn Skyrim großartig ist, bleibt dennoch Morrowind immer noch der beste Teil der Reihe.