Ich präsentiere: den zentralen Punkt. Es geht hier nur vordergründig ums Urheberrecht. Worum es der politischen Szene eigentlich geht, ist, einen Zugriff auf das Netz zu bekommen. Denn hier besteht bisher ein Machtvakuum. Und sowas schätzt obige Szene nicht. Klar, in so einem Vakuum passieren auch Dinge, die aus den unterschiedlichsten Gründen kritikwürdig sind. Aber um diese geht es nicht ausschließlich. Es geht um Kontrolle des Ganzen. Um den Gegenschlag gegen das Manifest von John Perry Barlow.Almalexian hat geschrieben:
Und jetzt zum eigentlichen Aufreger des Ganzen, schieben wir beiseite, dass man mit den Gesetzen Urheberrechtsverletzungen aushebeln möchte. Diese Gesetze erlauben Zensur. Sie erlauben es Rechteinhabern, mit vergleichsweise simplen Mitteln Seiten vom Netz zu nehmen. Man hat hier ein Instrument in der Hand, womit man Teile des Internets, Teile eines der wichtigsten Archive der Menschheit, Teile eines der bedeutendsten Medien für die Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit zensieren kann. Man kann vom großen Ganzen nach Belieben Teile wegschneiden. Heute wird es Schutz des Urheberrechts genannt. Wie heißt es morgen?
Und das kann eigentlich niemand, der die Möglichkeiten des Mediums Internet in den letzten Jahren schätzen gelernt hat - und damit meine ich nicht Fileshare-Seiten - ernsthaft wollen.
