crewmate hat geschrieben:
Das klingt schon differenzierter. Aber das Call of Duty oder RUSE einem Kind lehren können wie sie "Krieg führen", "jemanden folten" und "anschließen sezieren" können ist einfach nur lächerlich.
Kein Shooter, nicht mal mit der Wii Remote oder dem Playstation Sharpshooter können den Umgang mit einer Waffe vermitteln. (Hatte noch nie mehr als ein Jahrmarkt-Schießbuden Luftgewehr in der Hand) Solche aussagen sind die polemische, verallgemeinernde Wichse, die die von mir genannten Personen so absondern. Kein Strategiespiel kann die Taktische Planung eines Generals erfahrbar machen. Es ist Unterhaltungselektronik. Ein Kopfschuss im realen Leben ist ein vergleichsweise leise, ekelerregende Sache.
Die Frage ist auch wer bestimmt, was "dumm" und "Zurückgebliebenen und Infantilen" ist.
Wir sind da schneller bei der Zensur im Stile eines George Orwell artigen Albtraums, als du es dir vorstellen kannst. Früher waren es brutale Horrorfilme wie "Mothers Day" und "Freitag der Dreizehnte".
http://www.youtube.com/watch?v=N34jjArTgqA Diese Genreation erzieht heute Kinder, geht normal arbeiten und ist auch sonst recht gewöhnlich.
Was nicht heißt das ich will, das mein 9 jähriger Cousin Modern Warfare oder Condemned spielt.
Ich weiss nicht ob das der Generation so gut bekommen hat, ich halte die Generation meiner Eltern für umsichtiger, strebsamer und gleichzeitig sozialer als die heutigen Mittvierziger. Außerdem redest du ja nur von Teilen der Gesellschaft, aller Orten findet man auch Verwahrlosung a la Trainspotting. Das kann man natürlich als Randerscheinungen abtun, aber der Anteil dieser Verwahrlosten wächst, nicht zuletzt wegen dem erbitterten Kampf den die Mittelschicht führt gegen die sogenannten Asozialen, anstatt ihnen zu helfen, aber der Egoismus neoliberaler Prägung hat sich halt gerade in den Köpfen dieser festgesetzt und sie zu willfährigen Henkern der Oberschicht gemacht. Aber ich schweife ab:
Es sollte eigentlich auch etwas überspitzt rüberkommen, ich glaube nicht zwangsläufig, dass jemand explizit Foltermethoden durch Computerspiele erlernt, zumindest genauso wenig wie durch Saw-Filme, es gab aber mal vor Jahren einen Fall (in den 90ern), dass in Liverpool 2 Jugendliche (so um die 12 oder 13) einen etwas jüngeren Jungen mit nach Hause genommen haben um ihn da zu quälen und zwar explizit so wie sie das vorher in einem Chucky die Mörderpuppe Film gesehen haben. Also können Filme tatsächlich inspirierend wirken.
Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus:
Ich wollte eigentlich damit nur auf Spiele wie Soldiers of Fortune hinweisen, die es dem Spieler erlauben ihm Extremitäten einzeln wegzuschießen (zumindest habe ich das mal so gehört), das meinte ich mit Sezieren. Leute die nen Hang dazu haben, z.B. Katzen zu quälen, werden solche Spiele mit Sicherheit nicht dazu dienlich sein, ihr Gemüt zu beruhigen.
Ich bin persönlich überhaupt nicht gegen Horrorfilme eingestellt, ist sogar einer meiner Lieblingsgenres, besonders Zombiehorror a la 28 Days later oder Hills have Eyes. Aber erstens haben diese Filme eine teils drastische verdeckte Message und zweitens weiss ich nicht ob ich ohne solche Filme nicht besser geeignet wäre, z.B. Familienvater zu sein. Was ich ja auch gar nicht bin, deswegen erübrigt sich hier die Thematik zu vertiefen.