Zumal Alan Wakes Argumentation Löcher hat. Das Dunkle bietet auch Schutz vor dem Bösen. Im Licht bin ich auch sichtbar für meine Feinde, schutzlos. Thief und Dario Argentos "Tenebre" haben sich der Dunkel/Hell Thematik wesentlich besser bedient.
Das ist ein Punkt, denn das ist mit eines der Hauptthemen von Alan Wake. Das dunkle Böse, Thomas Zane in seinem hell leuchtenden Big Daddy Cosplay-Outfit.
Alone in the Dark meistert die Thematik besser, in dem es bis zum Schluss die Frage offen lässt, ob der Lichtbringer das Böse ist, oder Carnby selbst. Schließlich steht das Licht auch für das Feuer der Hölle. Und Gott selbst kann auch als "King of Darkness" bezeichnet werden. Schließlich kann er jedem Wichser das Licht auspusten.
2komma9 hat geschrieben:Ich fand es spielerisch schon sehr nah an Resident Evil. Und zwar an dem 4. Teil der mir sehr gefallen hat. Was die RE4 Einschränkung ist nicht beim laufen schießen zu können ist in Alan Wake halt das Licht.
Wenn man es nicht gerade auf dem sehr einfachen Schwierigkeitsgrad normal zockt und eher spät abends spielt dann entfaltet Alan Wake schon seine Wirkung. Es gibt tausend andere Spiele die linear sind und man nie Open World vermisst, und hier ist es ähnlich. Zumal ich viele Stephen King Romane sehr mag und Alan Wake sehr nah an dem Roman "Sara" lag, hat mir das Spiel gleich doppelt gefallen.
Wer sich immer noch daran aufhängt dass das Spiel mal Open World war, dem kann ich auch nicht helfen. L.A. Noire z.B. wäre besser nicht Open World gewesen und hätte die Programmierzeit genutzt und seinen Entscheidungen lieber Konsequenzen gesetzt. Die Stadt war riesig aber total unnütz.
Wer weiß wie es in Alan Wake gekommen wäre. Sicherlich weniger offensichtlich blinkende Bärenfallen etc. wären besser gewesen, aber Open World allein bringt es auch nicht.
Wenn Open World, dann muss der Weg hin zu Adventure mäßigen Inventar und Dialogsystem laufen oder Levelabschnitte wie Deus Ex oder Hitman gestalten wo es partiell mehrere Lösungswege gibt, aber nur Open World ist auch nur ein rieser Ladescreen mehr nicht.
Falls Open World nur bedeutet von A nach B über C nach D und zurück zu laufen, wo man nur die Reihenfolge der Quests abändern kann aber ansonsten diese auf linearem Level bleiben und eventuell nach dem Schema hol mir dies, hau den eins übern Kopf etc. laufen, kann ich auch darauf verzichten. Far Cry 2 und Dead Island sind so ein Beispiel wie Open World NICHT aussehen sollte.
Vielleicht kam Remedy auch an dem Punkt wo sie merkten es funktioniert nicht so wie gedacht. Oder vielleicht wollte Microsoft das Produkt wirklich vercausalisieren. Ich hatte zumindest beim spielen von Alan Wake nie das Gefühl um eine bessere Spielerfahrung betrogen wurden zu sein.
Um die Open World ging es mir gar nicht. Alan Wake ist ein 3rd Person Shooter. Hör auf es Survival Horror zu nennen.
Nightfire123456 hat geschrieben:Kommt darauf an was es kosten wird. Die beiden dlcs habe ich nie gespielt und da das Ende ziemlich offen ist wüsste ich schon gerne wie es weiter geht. Ich geh mal davon aus das dass komplette Alan Wake+ die beiden dlcs bei nem steam deal immer noch günstiger sind als die beiden dlcs einzeln bei steam. Ich versteh auch nicht warum so viele über das Spiel her ziehen. Es ist für mich 100% mehr Survival Horror als das letzte Resident Evil. Das einzige was ich zu bemängeln hätte sind die hölzernen bewegungen der Menschen und die immer gleich ablaufenden Kämpfe. Ansonsten wurde ich wircklich gut von dem Spiel unterhalten
Besser als Resident Evil zu sein ist wie gegen einen Rollstuhlfahrer beim Hürdenlauf zu gewinnen. das d gewinnst war klar. Aber du hättest gar nicht erst gegen ihn antreten brauchen, um dich lächerlich zu machen. Es ist für alle Beteiligten und Beistehenden unangenehm.