Mass Effect 3: Action, Story oder beides?

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danke15jahre4p
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Beitrag von danke15jahre4p »

ItsPayne hat geschrieben:
leifman hat geschrieben:geil, jetzt baut ea direkt in ein game ein marktanalyse-tool ein und die meisten applaudieren!

dank origin wissen die sofort wieviele welchen modus spielen und werden kommende games daraufhin anpassen!

ein hoch auf die gamingindustrie im sinne der rendite-maximierung und weniger im sinne von kreativität!

zum kotzen!

greetingz
Ich will jetzt kein spielverderber sein. Aber wenn sie das tun, müssten dabei doch spiele herauskommen, die die mehrheit besser findet.
korrekt!

aber ist ein spiel welches die mehrheit besser findet für dich individuell unbedingt ein gutes spiel?

sowas tötet auf lange sicht gesehen vielfalt!

andere studios und publisher sehen sich gezwungen auf basis der ergebnisse spiele zu entwickeln um augenscheinlich am markt erfolgreich sein zu können!

das ende vom lied, in jedem genre nur das vermeintlich beste spiel für die massen, recycling von "funktionierenden mechanismen" aber kein rechts oder links!

egal, der indiemarkt wird sicherlich dadurch gestärkt, was ja auch wiederrum ein vorteil sein kann!

greetingz
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

leifman hat geschrieben:aber ist ein spiel welches die mehrheit besser findet für dich individuell unbedingt ein gutes spiel?
sowas tötet auf lange sicht gesehen vielfalt!
Das ist richtig. Und deswegen würde so eine "Komplexitätsauswahl" genau für diese Vielfalt sorgen. Spiele ich das Teil als Action-Baller-Gewummse oder als Adventure oder als tiefgründiges, vollwertiges Rollenspiel, wo ich über jedes Fitzeldetail selber entscheiden kann und mich en Detail mit der Spielmechanik beschäftigen muss. Man macht EIN Spiel und bedient drei Zielgruppen.
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danke15jahre4p
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Beitrag von danke15jahre4p »

Kajetan hat geschrieben:
leifman hat geschrieben:aber ist ein spiel welches die mehrheit besser findet für dich individuell unbedingt ein gutes spiel?
sowas tötet auf lange sicht gesehen vielfalt!
Das ist richtig. Und deswegen würde so eine "Komplexitätsauswahl" genau für diese Vielfalt sorgen. Spiele ich das Teil als Action-Baller-Gewummse oder als Adventure oder als tiefgründiges, vollwertiges Rollenspiel, wo ich über jedes Fitzeldetail selber entscheiden kann und mich en Detail mit der Spielmechanik beschäftigen muss. Man macht EIN Spiel und bedient drei Zielgruppen.
auf den ersten blick ja, da erscheint diese auswahl an möglicher komplexität ein wohlwollen, aber auf den zweiten wird der spieler nur analysiert!

und wenn so ein gebahren 2, 3 mal durchgelaufen ist und ganz klar erkennbar ist, dass beispielsweise gerade mal 10% das spiel als rollenspiel erleben wollen, wird die möglichkeit es als rpg spielen zu können schneller gestrichen als ea das geld zählen kann!

unnötig noch ein rpg teil zu entwicklen wenn es "keiner" spielen will!

greetingz
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

leifman hat geschrieben: auf den ersten blick ja, da erscheint diese auswahl an möglicher komplexität ein wohlwollen, aber auf den zweiten wird der spieler nur analysiert!
Das wird er eh, wenn er über einen Client wie Steam, wie Origin oder ein MMO spielt. Das hat ja mit diesem Spielfeature nichts zu tun.
und wenn so ein gebahren 2, 3 mal durchgelaufen ist und ganz klar erkennbar ist, dass beispielsweise gerade mal 10% das spiel als rollenspiel erleben wollen, wird die möglichkeit es als rpg spielen zu können schneller gestrichen als ea das geld zählen kann!
Das ist doch jetzt schon klar. DAFÜR braucht man keine tiefgründige Analyse, dafür braucht man sich nur ein paar Verkaufszahlen anschauen.
unnötig noch ein rpg teil zu entwicklen wenn es "keiner" spielen will!
Angesichts der derzeit stattfindenden Marktsättigung kann jeder Kunde mehr darüber entscheiden, ob ein Quartal gut, sehr gut oder doch wieder scheisse ausfällt. Bioware versucht mit diesem Feature aus der typischen Shooter-Zielgruppe auszubrechen, ohne sie dabei aufzugeben. Man versucht damit MEHR und ZUSÄTZLICHE Kunden zu erreichen.

Und wenn dabei ein Spiel bei rauskommt, welches auch so alten, viel zu anspruchsvollen Säcken wie mir gefallen könnte ... dann bin ich der letzte, der was gegen so ein Spielfeature hat. Gut, im Falle EA und Origin würde das trotzdem nichts helfen :) aber es ist eine gute Idee.
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Suppression
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Beitrag von Suppression »

Kajetan hat geschrieben:[...]
oder als tiefgründiges, vollwertiges Rollenspiel, wo ich über jedes Fitzeldetail selber entscheiden kann und mich en Detail mit der Spielmechanik beschäftigen muss. .
Ich weiß, das ist nur ein Beispiel, aber das wird wohl trotz einer Teilung der Gameplaymechaniken nie im Leben passieren. Nicht bei den großen Publishern.
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Nekator
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Beitrag von Nekator »

Bio trauen ihrer zukünftigen Zielgruppe ja wirklich nicht viel Intelligenz zu, wenn sie schon Angst habem, dass diese von drei vorauswählbaren Dialogantworten überfordert werden... :roll:
Ragism
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Beitrag von Ragism »

Kajetan hat geschrieben:
Ragism hat geschrieben:Das ist doch Mumpitz für das Belohnungssystem ALLER Spieler.
Also ist jetzt Bioware Schuld, dass Du Dich selbst nicht unter Kontrolle hast?
Ich glaube, Du verstehst nicht. Was für einen Vorteil soll bitte jemand haben, der sich für den RPG-Weg entscheidet? Natürlich würde ich mich immer für den schwierigeren Weg entscheiden. Dann muss ich aber auch wissen, daß das Spiel auch wirklich als RPG überzeugt. Man muss schon ein ziemlich naiver Trottel sein um annehmen zu können, BioWare knüpfe mit diesem Teil wieder an alte Zeiten an.
Angenommen, BioWare hat den RPG-Teil tatsächlich als packendes und forderndes Spiel angelegt. Aus welchem Grund sollten sie dann in anderen Modi alle aufwendig zu entwickelnden Features wieder herausnehmen? Nein, unter dem mehrgleisigen Weg ist es garantiert, daß der komplexe Teil zu leiden hat. Immerhin kann man das Spiel auch spielen, ohne schwierige Kämpfe zu meistern oder auch nur Entscheidungsfreiheit in Dialogen zu besitzen.

Anders gefragt: Warum sollte ich mich überhaupt "unter Kontrolle" haben? Zu welchem Zweck? Weil ich ein forderndes RPG erhalte, bei dem ich mir jeden Schritt zweimal überlegen, abwägen und die Konsequenzen meines Handelns bedenken muss? Diese Mühe wird sich BioWare garantiert nicht machen, wenn sie schon vom Start des Spieles an absolut unwichtig ist.

Ginge es nur um einen Schwierigkeitsgrad, wäre das ganze kein Problem, denn in "mittel" oder "leicht" sind es nur Kleinigkeiten im Gameplay, die etwas leichter gestaltet werden. Hier ist es aber vorausgesetzt, daß weite Teile des schwierigeren Gameplays, mit aller Entscheidungsfreiheit und herausfordernden Situationen, absolut verzichtbar sind.
Zuletzt geändert von Ragism am 06.11.2011 18:51, insgesamt 3-mal geändert.
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Suppression
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Beitrag von Suppression »

Nekator hat geschrieben:Bio trauen ihrer zukünftigen Zielgruppe ja wirklich nicht viel Intelligenz zu, wenn sie schon Angst habem, dass diese von drei vorauswählbaren Dialogantworten überfordert werden... :roll:
Spielepublisher und auch Entwickler halten ihre Klientel generell für komplett gehirnamputiert. Wenn man sich allein so einige PR-Aussagen der letzten Jahre anschaut... naja. Aber offensichtlich haben sie ja Recht.
KOK
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Beitrag von KOK »

Kajetan hat geschrieben:
leifman hat geschrieben:aber ist ein spiel welches die mehrheit besser findet für dich individuell unbedingt ein gutes spiel?
sowas tötet auf lange sicht gesehen vielfalt!
Das ist richtig. Und deswegen würde so eine "Komplexitätsauswahl" genau für diese Vielfalt sorgen. Spiele ich das Teil als Action-Baller-Gewummse oder als Adventure oder als tiefgründiges, vollwertiges Rollenspiel, wo ich über jedes Fitzeldetail selber entscheiden kann und mich en Detail mit der Spielmechanik beschäftigen muss. Man macht EIN Spiel und bedient drei Zielgruppen.
Die Frage, die sich mir selber aber stellt ist, wie die Spielmechanismen denn letzen Endes aussehen sollen, wenn man in einem anderen Spielmodi komplett ohne auskommt. Und wie diese Mechanismen dann in Aktion auch direkt aussehen.

So eine Auswahl an Spielmodi bedeutet doch nur, daß noch mehr Kompromisse eingegangen werden muss als es bei einem Mix aus verschiedenen Genre schon üblich ist. Und diese Kompromisse verwässern das Gesamtgameplay doch nur mehr.
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superboss
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Beitrag von superboss »

da ich das Spielgefühl (ballern und Scannen war bei teil 2 ziemlich schlecht) und Story/Pacing noch nicht kenne und auch nicht weiss, was jetzt genau im RPG modus vorhanden sein wird, kann ich dazu logischerweise noch nichts endgültiges sagen.

Abgesehen davon dass diese Unterteilung natürlich schon primitiv und simpel wirkt. Aber das Spiel kann ja trotzdem genial werden...

edit: wobei natürlich klar ist, dass sie den RPGlern nicht weniger Schlauchlevel, mehr Welten Erkundung und wirkliche Konsequenzen bieten werden :wink: , was ja bei Teil 1 zumindest in Ansätzen vorhanden war.
Zuletzt geändert von superboss am 06.11.2011 19:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Nobilis 1984
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nabend

Beitrag von Nobilis 1984 »

allerseits.

ich hoffe das es mehr richtung rollenspieöl geht. Teil 2 war mir zu viel stumpfsinniges geballere. Es sollte mehr Qualität bei Leveldesign und Charakterbildung geachtet werden.
f1f2f3
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Beitrag von f1f2f3 »

Aber bereits Mass Effect 2 und natürlich Dragon Age 2 boten jenen, welche die früheren Rollenspiele von BioWare schätzen und als Maßstab anlegen, bei weitem nicht genug. Beide Spiele wurden schon viel zu sehr verwässert, um eine neue Zielgruppe anzusprechen. Auf die Verkaufszahlen hat sich das aber nicht so stark ausgewirkt, wie von EA zweifellos erhofft. Was ja auch nicht allzu verwunderlich ist, schließlich war Mass Effect 2 in seinen Shooter-Elementen bestenfalls durchschnittlich. Die Kampfsysteme waren ohnehin noch nie wirklich die Stärke von BioWare. Warum sollten die Shooter-Fans also nicht gleich zu einem anderen Spiel greifen? Sollten dann noch viele RPG-Fans aufhören, Spiele von BioWare zu kaufen, könnte die Strategie, es allen recht machen zu wollen, durchaus scheitern.
Zuletzt geändert von f1f2f3 am 06.11.2011 22:41, insgesamt 2-mal geändert.
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danke15jahre4p
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Beitrag von danke15jahre4p »

Kajetan hat geschrieben:
leifman hat geschrieben: auf den ersten blick ja, da erscheint diese auswahl an möglicher komplexität ein wohlwollen, aber auf den zweiten wird der spieler nur analysiert!
Das wird er eh, wenn er über einen Client wie Steam, wie Origin oder ein MMO spielt. Das hat ja mit diesem Spielfeature nichts zu tun.
sicher?

bisher konnte ea doch nicht feststellen ob spieler nach mass effect lieber mehr rollenspiel oder action haben wollten!

nach mass effect 3 wissen sie ziemlich genau was die masse in mass effect 4 haben will!
und wenn so ein gebahren 2, 3 mal durchgelaufen ist und ganz klar erkennbar ist, dass beispielsweise gerade mal 10% das spiel als rollenspiel erleben wollen, wird die möglichkeit es als rpg spielen zu können schneller gestrichen als ea das geld zählen kann!
Das ist doch jetzt schon klar. DAFÜR braucht man keine tiefgründige Analyse, dafür braucht man sich nur ein paar Verkaufszahlen anschauen.
auf eine genresicht im allgemeinen is das zutreffend, aber innerhalb einer spieleserie?
unnötig noch ein rpg teil zu entwicklen wenn es "keiner" spielen will!
Angesichts der derzeit stattfindenden Marktsättigung kann jeder Kunde mehr darüber entscheiden, ob ein Quartal gut, sehr gut oder doch wieder scheisse ausfällt. Bioware versucht mit diesem Feature aus der typischen Shooter-Zielgruppe auszubrechen, ohne sie dabei aufzugeben. Man versucht damit MEHR und ZUSÄTZLICHE Kunden zu erreichen.
könnte man so sehen, oder aber: Bioware versucht mit diesem Feature aus der typischen RPG-Zielgruppe auszubrechen, ohne sie dabei aufzugeben. ;)
Und wenn dabei ein Spiel bei rauskommt, welches auch so alten, viel zu anspruchsvollen Säcken wie mir gefallen könnte ... dann bin ich der letzte, der was gegen so ein Spielfeature hat. Gut, im Falle EA und Origin würde das trotzdem nichts helfen :) aber es ist eine gute Idee.
korrekt, letztendlich entscheidet die umsetzung, nur nach dem origin-wahnsinn schwant mir in der hinsicht aber nix gutes im sinne von pro-spieler!

greetingz
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crewmate
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Beitrag von crewmate »

leifman hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
leifman hat geschrieben:aber ist ein spiel welches die mehrheit besser findet für dich individuell unbedingt ein gutes spiel?
sowas tötet auf lange sicht gesehen vielfalt!
Das ist richtig. Und deswegen würde so eine "Komplexitätsauswahl" genau für diese Vielfalt sorgen. Spiele ich das Teil als Action-Baller-Gewummse oder als Adventure oder als tiefgründiges, vollwertiges Rollenspiel, wo ich über jedes Fitzeldetail selber entscheiden kann und mich en Detail mit der Spielmechanik beschäftigen muss. Man macht EIN Spiel und bedient drei Zielgruppen.
auf den ersten blick ja, da erscheint diese auswahl an möglicher komplexität ein wohlwollen, aber auf den zweiten wird der spieler nur analysiert! und wenn so ein gebahren 2, 3 mal durchgelaufen ist und ganz klar erkennbar ist, dass beispielsweise gerade mal 10% das spiel als rollenspiel erleben wollen, wird die möglichkeit es als rpg spielen zu können schneller gestrichen als ea das geld zählen kann! unnötig noch ein rpg teil zu entwicklen wenn es "keiner" spielen will! greetingz
Ich interessiere mich sehr für Datenschutz und warte immer noch auf eine angemessene Versoftung von 1984 (fick dich, HAZE!)

Aber in dem Fall ist es mir egal. ich teile EA und jedem auf der Welt gerne mit was ich spiele und wie ich spiele. Das sehen Interessierte eh schon an den Verkaufszahlen. Was verkauft sich am meisten? Schon seit geraumer Zeit, seit dieser Generation an Konsolen werden detailierte Profile erstellt, im Spiel, auch für mich sichtbar. Wie viele gegner habe ich getötet, welche Waffe bevorzuge ich, wie viel Zeit habe ich verbracht, wie lange bin ich gerannt, wie oft Schnellreisen benutzt. Glaube kaum, das die Daten erst jetzt der Publisher erhält. Das geht schon seit Jahren so. Und EAs ******log ist nun der nächste Schritt. Jetzt gehen sie nur weiter ins Detail. Mass Effect 3 wird aber vermutlich wieder nichts für mich. Ohne ME3 gespielt zu haben, schätze ich mal, das der "Storymodus" nicht als ein interaktiver Kinofilm mit eingestreuten leichten Shooterelementen wird. Ein Rollenspiel war Mass Effect doch nie, oder?
Zuletzt geändert von crewmate am 06.11.2011 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Ragism hat geschrieben:Ich glaube, Du verstehst nicht.
Das mag sein :)
Was für einen Vorteil soll bitte jemand haben, der sich für den RPG-Weg entscheidet? Natürlich würde ich mich immer für den schwierigeren Weg entscheiden. Dann muss ich aber auch wissen, daß das Spiel auch wirklich als RPG überzeugt. Man muss schon ein ziemlich naiver Trottel sein um annehmen zu können, BioWare knüpfe mit diesem Teil wieder an alte Zeiten an.
Sicher. Sinn ergeibt dieses Feature nur dann, wenn der RPG-Modus tatsächlich qualitativ reichhaltig und ansprechend ist.
Angenommen, BioWare hat den RPG-Teil tatsächlich als packendes und forderndes Spiel angelegt. Aus welchem Grund sollten sie dann in anderen Modi alle aufwendig zu entwickelnden Features wieder herausnehmen?
Um möglichst viele Kunden anzusprechen und nicht nur DIE Shooter-Fans oder nur DIE RPG-Fans. Man macht EIN Spiel für alle, ohne jeweils die eine oder andere Zielgruppe aufgeben zu müssen.
Nein, unter dem mehrgleisigen Weg ist es garantiert, daß der komplexe Teil zu leiden hat.
Nein, das ist kein Automatismus. Der mehrgleisige Weg ist nur dann sinnlos, wenn der RPG-Teil nichts taugt, wenn die Gameplay-Mechanismen der Kämpfe doch nur auf stumpfes Geballer hinauslaufen und irgendwelche Talentbäume hohle Fassade sind. Dann kann man sich das alles sparen.
Anders gefragt: Warum sollte ich mich überhaupt "unter Kontrolle" haben?
Wenn Du ein forderndes Spiel haben willst, dann aber aus Bequemlichkeit oder anderen Gründen doch wieder den einfachen Pfad wählst, dann ist die Forderung nach fordernden Spielen nichts weiter als dummes Geschwätz, um es mal so deutlich auszudrücken. Entweder man möchte gefordert werden, dann spielt man auch so. Oder man möchte es nicht, dann fordert man es aber auch nicht.
Zu welchem Zweck? Weil ich ein forderndes RPG erhalte, bei dem ich mir jeden Schritt zweimal überlegen, abwägen und die Konsequenzen meines Handelns bedenken muss? Diese Mühe wird sich BioWare garantiert nicht machen, wenn sie schon vom Start des Spieles an absolut unwichtig ist.
Ok und hier sind wir bei einem anderen Thema. Du vermischt Deine Erwartungehaltung von der inhaltichen Qualität künftiger EA-Spiele mit der Idee hinter diesem Gameplay-Feature. Das sind zwei Paar Schuhe.
Hier ist es aber vorausgesetzt, daß weite Teile des schwierigeren Gameplays, mit aller Entscheidungsfreiheit und herausfordernden Situationen, absolut verzichtbar sind.
Wo ist da der Widerspruch? Hast Du mal System Shock 1 gespielt? Oder Indiana Jones and the Fate of Atlantis? Beide kann man als einfaches Arcade-Spielchen zocken oder als knallhartes Spiel für Hardcore-Freaks. Unter der Möglichkeit die Gameplay-Komplexität zu reduzieren leiden weder die komplexen Inhalte, noch der einfache Spielweg.

Aber vielleicht verstehe ich ja immer noch nicht, worauf Du hinaus willst :)