"Wie Kinder Spaß am Morden finden"

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johndoe-freename-97970
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"Wie Kinder Spaß am Morden finden"

Beitrag von johndoe-freename-97970 »

Unser öffentlich, rechtliches Fernseher hat in den letzten Tagen einen Artikel veröffentlicht den man überaus informativ und sachlich nennen kann.

Aber bildet euch einen eigene Meinung:

http://www.youtube.com/watch?v=1qEuoCiOD0Q

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,187 ... 31,00.html

Aspekte Kontakt:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1021601,00.html
"In anderen Spielen, die im Handel frei erhältlich sind, heißt es: "Bereite dich auf unsagbare Schmerzen vor", "verwende stachelumwickelte Baseballschläger", "Was weißt Du über Dich, wenn Du Dich noch nie geprügelt hast". Ein anderer Spielhersteller wirbt auf der Verpackung mit "Schockierende Röntgen-Aufnahmen bei Knochenbrüchen" und "extrem realistische Kampfverletzungen"
Sachsen Innenminister Dr. Albrecht Buttolo (CDU) hält die derzeit praktizierte Vermarktung für "völlig unakzeptabel, egal ob ab 16 oder ab 18". [...] "Ich kann nur meine Ablehnung zum Ausdruck bringen, dass wir uns wehren müssen, dagegen, dass wir einen Wertezerfall bei Jugendlichen hinnehmen, der eigentlich irreversible Folgen haben kann."
"Das gehört auf jeden Fall in staatliche Hände, das muss von den Jugendministern in Zukunft anders organisiert werden, die USK kann das in Zukunft sicherlich nicht machen."
Und der dickste Brocken am Ende...
Aus unserer Sicht ist völlig klar, dass eines der populärsten Spiele unter zehnjährigen, 'GTA San Andreas', überhaupt nicht auf den Markt dürfte.
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E-G
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Beitrag von E-G »

ja... das gute alte konservative deutschland :roll:
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Black_T
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Beitrag von Black_T »

Pfff absolut lächerlich!

Das sind doch rein gar nichts ausser Vermutungen und
Interpretationen!!!
Und das von Leuten die sowieso nicht zur
Spielergeneration gehören,die wissen überhaupt nichts!

Einmal wo ich hinter der USK stehe!
Weiter so USK!
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Daddelkönig
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Beitrag von Daddelkönig »

Es gibt doch bereits eine staatliche Instanz! Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien!
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silverarrow
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Beitrag von silverarrow »

Yes ithiiiis! Maaan, ich finde es immerwieder zum kotzen, wenn sich Deutschland mit so kleinen Problemen befasst , wofür es keine richtigen Beweise gibt! Selbst wenn es stimmt. Sowas nimmt doch nur Einfluss auf wenige Kinder(kuckt euch Super-Nanny an, dann wisst ihr wen ich damit meine). Mit den Verboten etc. wird die Mehrheit doch beschissen!
GreatReaper534
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Beitrag von GreatReaper534 »

Oje sowas schon wieder ich glaub ich kotz gleich^^

Vorallem die Saetze:"PC Spiele machen dumm"und "PC Spiele machen aggressiv" :roll:

Das is doch alles Schmarn...
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-nin
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Beitrag von -nin »

Ganz ehrlich, Jugendschutz mag ja vielleicht wichtig sein, aber künstlerische Freiheit auch und mag Sie noch so extrem sein.

Sollen die die Spiele doch härter bewerten, dann sollten Sie aber auch dafür sorgen, dass es in Läden SB-Verkaufszonen ab 18 Jahren gibt, sprich, geschlossene Bereiche, die überwacht werden. In Videotheken geht das ja schließlich auch.

Wenn ich sehe, was es auch hier im Forum für halbstarke Minderjährige gibt, denke ich schon etwas intensiver über den Jugendschutz nach.
Nur sitzt da immer ein Gedanke dazwischen, aus was für einem Elternhaus stammen diese auffälligen Personen?

Verbot nein, höhere Restriktion ja, aber nur, wenn den legitimierten Käufern in den Läden ein entsprechendes Forum für den Erwerb solcher Spiele geboten wird.
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johndoe-freename-86036
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Beitrag von johndoe-freename-86036 »

-nin hat geschrieben: Sollen die die Spiele doch härter bewerten, dann sollten Sie aber auch dafür sorgen, dass es in Läden SB-Verkaufszonen ab 18 Jahren gibt, sprich, geschlossene Bereiche, die überwacht werden. In Videotheken geht das ja schließlich auch.

[...]

Verbot nein, höhere Restriktion ja, aber nur, wenn den legitimierten Käufern in den Läden ein entsprechendes Forum für den Erwerb solcher Spiele geboten wird.
Das trifft es, meiner Meinung nach, ziemlich auf den Punkt. Die, die alt genug sind, um solche Spiele erwerben zu dürfen, sollten auch die Möglichkeit dazu bekommen.
Wenn nicht, wird sich der Kauf solcher Spiele, wahrscheinlich nur auf Import-Händler weiterleiten bzw. ausbreiten.
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Rache-Engel
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Re: "Wie Kinder Spaß am Morden finden"

Beitrag von Rache-Engel »

Hi-Potion hat geschrieben:
"In anderen Spielen, die im Handel frei erhältlich sind, heißt es: "Bereite dich auf unsagbare Schmerzen vor", "verwende stachelumwickelte Baseballschläger", "Was weißt Du über Dich, wenn Du Dich noch nie geprügelt hast". Ein anderer Spielhersteller wirbt auf der Verpackung mit "Schockierende Röntgen-Aufnahmen bei Knochenbrüchen" und "extrem realistische Kampfverletzungen"
Wer sowas auf seine Produkte drauf schreibt ziehlt damit ja nur auf die kundengruppe "kleinkinder" die sowas cool finden.
ich denke das ältere, normaldenkende menschen sowas mit dem gewalt zeugs nicht cool finden sondern, soetwas höchstens als gag für zwischendurch bezeichnen und sonst auf die action und die atmosphere im spiel achten. dazu gehören zwar für manche auch des die einzelnen körperteile im richtigen physikalischem bogen durch die luft auf den bodel fliegt, aber mir ist es eigentlich ziehmlich egal ob literweise gedärme aus den wunden rausquillt. es reicht mir wenn die umgeschossenen/umgeschlagenen gegner einfach umfallen (finds eigentlich auch besser ohne blut).
grünes blut und des sich die gestorbenen einfach auf den boden setzen find ich dann schon übertrieben.

(PS: bin 14jahre alt)
Fragezeichenmensch
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Beitrag von Fragezeichenmensch »

Ich denke viel gefährlicher ist die Chemie in Nahrungsmitteln und die durchaus funktionierenden Praktiken der Nahrungsmittelkonzerne schon Kleinstkinder von künstlichen Essen abhängig zumachen.

Aber dafür interresiert sich niemand.

Lobbyismus ftw!! :Applaus:
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Sdan-theChosenOne
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Beitrag von Sdan-theChosenOne »

jetzt ma ehrlich, wer wird schon von sowas ihm richtigen leben
brutal??? :roll:
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Niki123
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Beitrag von Niki123 »

ICH! :twisted:

Naja es stimmt schon das es gewisse Leute gibt, die das zu ernst nehmen und ausrasten siehe CS. :roll:
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Daddelkönig
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Beitrag von Daddelkönig »

Sehr geehrte Damen und Herren der "Aspekte"-Redaktion,

ich habe aufmerksam Ihren Bericht über Videospiele und Gewalt verfolgt, gesehen auf www.youtube.com.

Sicherlich haben Sie schon im Vorhinein mit heftigen Reaktionen von Mitgliedern der Videospielszene gerechnet. In diesem Schreiben möchte ich Ihre Berichterstattung bezüglich dieser Thematik kritisieren.

So erwähnten Sie in Ihrem Bericht in keinster Weise, dass in unserem Staat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) dafür zuständig ist u.a. Videospiele zu prüfen und gegebenenfalls zu zensieren. Die Siegel der "USK" sind nur eine Empfehlung für Hersteller und Vertriebe. So sieht z.B. Microsoft freiwillig von einer Veröffentlichung des Konsolentitels "Gears of War" in Deutschland ab, weil die "USK" diesem Spiel ein Siegel verweigert hat.

Als Frechheit empfinde ich es Videospiele in Zusammenhang mit wirtschaftlichen bzw. sozialen Problemen zu stellen: "In Zeiten von Armut und Arbeitslosigkeit boomt vielleicht nicht zufällig besonders eine Branche, die der Computerspiele."
Dadurch ordnen Sie Videospieler einer gewissen Schicht zu. Gerade diese Thematik hat in den vergangenen Tagen zu heftigen Kontroversen geführt.

Anschließend sofort von "Gewaltspielen" zu sprechen verleiht dem Beobachter den Eindruck, Videospiele hätten generell jugendgefährdende Inhalte und schafft somit Vorurteile. So entsteht beispielsweise der Eindruck alle Spieler seien potentielle Gewaltverbrecher oder stehen kurz davor es zu werden.

Weiter greifen Sie im Laufe Ihrer Berichterstattung auf das Spiel "Hitman" zu, erwähnen dabei allerdings nicht das eigentliche Ziel des Spiels. So entsteht der Eindruck, man müsse im Sanatorium so viele wehrlose Menschen töten, wie möglich. Dies entspricht nicht der Realität.
Kurz: Durch Ihre falsche bzw. unvollständige Berichterstattung werden bewusst Vorurteile Videospielkonsumenten gegenüber geschürt.

Auch haben Sie nicht erwähnt, dass Minderjährige auf keinem legalen Weg in der Lage sind Spiele mit jugendgefährdenden Inhalten zu erwerben. Hier verhält es sich genauso wie mit Filmen mit pornografischen oder gewalttätigen Inhalten. Dass die Möglichkeit besteht über Schwarzmärkte und Raubkopien an entsprechendes Material zu gelangen, möchte ich nicht leugnen.

Ein Verbot dieser Spiele erachte ich allerdings als Beschneidung künstlerischer Freiheit und als Bevormundung Volljähriger.

Von all dem einmal abgesehen, warum interviewen Sie nicht mal die Eltern der von Ihnen im Beitrag gezeigten Kinder. Warum interviewen Sie nicht mal Eltern aus verschiedenen sozialen Schichten über die Inhalte der Spiele die Ihre Kinder spielen? Vorausgesetzt Sie zeigen keine gestellten Interviews, in denen Sie sich Ihre Meinung noch einmal von anderen bestätigen lassen, werden Sie bemerken, dass nur ein Bruchteil deutscher Eltern wirklich genau weiß, worum es da eigentlich in dem Spiel geht, dass ihre Kinder spielen. Wenn der kleine Thomas in einem deutschen Kinderzimmer Aliens zerstückelt und Menschen mit Autos überfährt ist das nicht die Schuld der Videospielindustrie oder des Einzelhandels, sondern Vernachlässigung der elterlichen Aufsichtspflicht, was meiner Meinung bestraft werden sollte. Ob Kevin jetzt ein Videospiel ab 18 spielt oder sich einen Porno oder das Texas Chainsaw Massacre anguckt spielt hierbei keine Rolle.

Das ist für mich allerdings keine Rechtfertigung für ein Herstellungsverbot.

Meiner Meinung nach ist Ihr Bericht sehr einseitig, weil er nur Ihre Meinung verdeutlicht. Was fehlt sind Interviews mit Spielern verschiedener sozialen Schichten. Denn Videospiele sind kein Unterhaltungsmedium der Unterschicht. Diese Banalität behaupteten Sie gleich zu Beginn Ihres Berichts. Darüberhinaus wäre es sinnvoll ein paar Beamte der BPjM vor der Kamera zu befragen und einige Spieletester namhafter Zeitschriften, wie z.B. der "Gamestar" oder der "Playzone" oder Redakteure von Onlinemagazinen, wie z.B. "www.4players.de".

Ihr Bericht ist ein gutes Beispiel dafür, wie man auch mit "neutraler" Berichterstattung Meinungen diktieren kann und Vorurteile schafft. Reportagen, wie die Ihre oder der Frontal21-Bericht über "Killerspiele"- der Ihnen ja bekannt sein dürfte - führen dazu, dass man beim Kauf eines Videospiels misstrauisch beäugt wird und unwissende Bürger einem mit Vorbehalten begegnen, nur weil sie mitbekommen haben, dass man ein Videospiel spielt und letztendlich womöglich zu einem Verbot eines Großteils an Videospielen.

Dass der Konsument dann gezwungen wird Kapital im Ausland auszugeben, weil die Spiele nur noch als Import zu haben sind wird außer Acht gelassen. Bei der Videospielindustrie handelt es sich um eine milliardenschwere Branche an der internaltionale und nationale Firmen beteiligt sind. Die Branche boomt seit geraumer Zeit und es ist momentan stark wie noch nie. Durch ein Verbot gingen dem Staat Steuereinnahmen in geraumer Höhe verloren und dem deutschen Einzelhandel Millionen-Umsätze. Dies würde letztendlich zu einer weiteren Verschlechterung des Standortfaktors Deutschland beitragen.

Für altersgerechte Unterhaltung der jeweiligen Altersgruppen und eine Erziehung frei von oben beschriebenen Einflüssen sind in erster Linie die Eltern zuständig. Für Fehlverhalten deutscher Eltern dürfen nicht unschuldige volljährige Spieler bestraft werden.

Ein Spieler
Dieses Schreiben hab ich dem ZDF jetzt mal geschickt. Wer das sonst noch machen möchte kann das hier tun:

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1021601,00.html

Da sitzen jetzt wieder die ganzen Rentner und Unwissenden vor der Glotze sehen den Bericht und sind entsetzt. Nur wirklich auseinandersetzen mit der Thematik tut sich keiner. Man hat sich ja aufgeregt. Das muss reichen, um das gutbürgerliche Gewissen zu beruhigen.

^^
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johndoe-freename-97970
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Beitrag von johndoe-freename-97970 »

Bravo Daddelkönig!

Ich hoffe ja die haben wenigstens den Anstand drauf zu antworten denn der Bericht ist ganz mieser Journalismus!
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Daddelkönig
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Beitrag von Daddelkönig »

Wenn eine Antwort kommt, poste ich die hier...
Hat eigentlich jemand den Link von dem Frontal21 Bericht?