CoD Black Ops: Activision über DLC-Einnahmen

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Ooipooi
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Beitrag von Ooipooi »

Nuracus hat geschrieben:Na, wieso abgezogen?
Mal ganz im Ernst - wenn man für sich entscheiden kann, dass z.B. eine neue Karte etwa 4 € kostet und einem das auch wert ist, dann ist es sicher niemandes Recht, den DLC-Käufer zu verurteilen.

Bitte wer seid ihr?

[...]

"Wer ist so doof und kauft sich eine Flasche Champagner für 2.000 €!!! Der Aldisekt kostet nur 3,99 € und der schmeckt auch!"

Wer es sich leisten kann und will, der soll es GERNE tun.
Genau so sieht es aus und nicht anders.

Wenn ihr der Meinung seid, dass euch der geforderte Preis zu hoch ist und ihr den DLC oder ein irgendein anderes Produkt nicht kaufen möchtet: Ist doch absolut okay.

Aber gleich "Abzocke" zu schreien und jeden Käufer als "dumm" zu beleidigen, ich bitte euch. Es gibt keinen allgemeingültigen "richtigen" Preis, jeder entscheidet selbst ob ein Preis angemessen ist oder nicht.

Natürlich kann man sich darüber aufregen wenn man eine Sache gerne haben möchte, aber sie sich nicht lesiten kann bzw. nicht bereit ist die geforderte Gegenleistung zu erbringen. Aber das ist noch lange kein Grund den Anbieter oder andere Käufer zu beleidigen.
PixelMurder
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Beitrag von PixelMurder »

Klagt ihr bei eurem Auto eigentlich auch, dass der Hersteller die Klima-Anlage, die Kalbsleder-Sitze und die HiFi-Anlage enfernt hat und sie euch anschliessend separat verkaufen möchte?
Spiele und deren DLC sind reine Handelware wie jede andere auch. Wenn man dabei das Gefühl hat, dass man verarscht wird, kauft man das Produkt einfach nicht. Gute Story-DLC mit einigem Unfang kaufe ich, Klamottenpacks nicht.
Auch beim Hauptspiel: wenn jemand das Gefühl hat, dass er zuwenig Inhalt kriegt: einfach nicht kaufen. Man könnte manchmal meinen, dass Leuten die Menschenrechte beschnitten werden, wenn sie sich selbst einen DLC verweigern.
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Nuracus
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Beitrag von Nuracus »

Jap, genau das finde ich das Witzige an diesem "alle müssen darunter leiden".

Super Vergleich mit dem Auto, den hatte ich gestern auch im Kopf:
Wer das Spiel in "Vollausstattung" haben will, der kauft sich von vornherein die teurere Super-Sonder-Edition, die statt 59€ dann 69€ kostet und 1 DLC sowie meinetwegen das angekündigte 2. DLC enthält (z.B.).

Aber ohne Ledersitze fährt das Auto genauso schnell.
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JunkieXXL
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Re: bekannte abzocke

Beitrag von JunkieXXL »

psyemi hat geschrieben:
S3bish hat geschrieben:
Artorius hat geschrieben:Ich spiele gerne CoD in allen varianten aber ich weigere mich die DLC für 10 oder mehr euro zu kaufen.

und meiner meinung nach ist das auch bei shootern der einzig sinnvolle umgang mit DLC´s.
Ein paar maps sind mir den preis echt nicht wert.
wer es bezahlt ist es selbst schuld!
Absolut richtig!

Ich höre eine Stimme in meinem Kopf die immer lauter "Battlefield" singt. Ich mochte MW2 gerne, aber im Vergleich zu Bad Company 2 ist es ein Ego Unreal Tournament mit Quickscoping und teilweise fehlgeschlagenem/nicht vorhandenem Waffenbalancing.

Ich muss nur leider sagen ich hoffe, dass dür Battlefield 3 Mappacks und ein richtiges Addon erscheinen - kein Vietnam-Addon, dass die Spieler auf zwei Games aufteilt. CoD werde ich dann wohl beim Steamdeal holen. Schade!
wie ich eben schon geschrieben habe war battlefield wohl das erste spiel wo es wenig content für viel geld zum download gab.
die booster packs bei battlefield 2 :)
3 maps und eine paar waffen und fahrzeuge
Das wurde auch kritisiert. Dass die Maps bei BC 2 umsonst sind kommt ja net von ungefähr. http://www.gamestar.de/spiele/battlefie ... 13915.html

Und 1943 - ein komplettes Spiel - nur 15 Euro; oder BC 2 Vietnam - ein komplettes Addon - 13 Euro.

Bei BF 3 wird man vielleicht für Maps zahlen müssen, aber sicher keine 15 Euro für 5 Maps.
Zuletzt geändert von JunkieXXL am 02.09.2011 12:15, insgesamt 3-mal geändert.
n!cker
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Beitrag von n!cker »

Nuracus hat geschrieben:
n!cker hat geschrieben:was mich am meisten aufregt:
es leiden alle, wirklich alle spieler von pc oder konsolenspielen unter den, sagen wir schafen, die sich diese dlcs und drm scheiße holen.

euer argument: "määh wenn ihrs nicht wollt müsst ihr ja dafür nicht zahlen" ist so lächerlich wie wenn angela merkel morgen verkündet guido westerwelle ist mit sofortiger wirkung kanzler.

(...)

man siehts ja an cod world at war: dlcs damals noch 10 euro, heute 15 die nächsten werden garantiert 20 kosten, es geht immer noch mehr.
seht euch diablo 3 an: daueronline, echtgeld-ah
guckt euch sc 2 an: wird in episoden unterteilt, daueronline, lan weg.
ea: project origins
microsoft: windows live games
rockstar: social club

all diese scheiße gibts nur, weil es leute gibt, denen es egal ist. und die anderen dürfen dann drunter leiden und kriegen auch noch diese lächerliche "gefällts dir nicht, kaufs/spiels halt nicht" scheiße vorgebetet.

(...)

ich weiß nicht wie man es diesen leuten beibringen soll. es scheint keine grenzen zu geben und immer weniger gute spiele die ich mir deswegen kaufen werde. man kann zwar selbst damit eine art "boykott" machen, aber trotzdem schmerzt es innerlich all die "schafe" zu sehen, die darauf hereinfallen und damit alles nur noch schlimmer machen.

Also gut, erstens.
Wer leidet denn? Bitte an was leidest du, dass du Map X nicht spielen kannst? Du hast den Singleplayer, du hast den vollwertig funktionierenden Multiplayer, du hast eine gewisse Anzahl an Karten.
Du LEIDEST nicht daran, dass du weniger Karten hast als andere. Es sei denn, es werden fast nur diese Karten gespielt - und das ist vollkommen unrealistisch. Die Standardkarten sind die am häufigsten gespielten Karten. IMMER.
Die Aliens vs. Predator DLCs gingen gründlich in die Hose, weil so gut wie niemand die Zusatzkarten spielte. Okay, das hatte noch andere Gründe (grässlicher Support des Multiplayers - als die nötigen Verbesserungen kamen, hat kaum noch jemand AvP online gespielt).

Zu den DLC-Preisen: ja, leider wird so gut wie alles teurer. Das System ist so, aber in jeder Branche. Heute bezahlst du für einen Neuwagen der Kompaktklasse mehr als vor 15 Jahren für eine Limo. Mit akzeptabler Ausstattung versteht sich. Nun sind natürlich auch die Einkommen gestiegen (ja, is mir völlig klar - die Verhältnisse sind längst nicht genügend proportional).
Hatte mein Bruder vor 15 Jahren das verdient, was ich heute verdiene?
Hat man in der Ausbildung früher 1.200 DM bekommen? Und im letzten Lehrjahr dann 1.400 DM?
das ist das wovon ich spreche. leute wie du verstehen es nicht.

es geht nicht darum dass ich mich jetzt explizit über multiplayermaps aufrege oder ich wegen einem fehlenden kontent leide, sondern darüber, dass es nicht bei multiplayermaps bleiben wird, bzw. geblieben ist.

Schau doch zb. Mafia 2... Das spiel wurde ABSICHTLICH gekürzt um den "extra"content danach nochmal für einen aufpreis auf den markt zu hauen.
und darunter leide ich dann nicht? dass das spiel an sich um einige spielstunden gekürzt wurde???

Ich glaube dir fehlt einfach die weitsicht. Glaubst du die Entwickler werden es bei Maps belassen? Es gibt genügend gegenbeispiele.

Bei indipendent spielen kann ich es ja verstehen, allerdings wird es da auch meistens wirklich sinnvoll eingesetzt, damit diese firmen sich selbst finanzieren können.

aber bei riesen wie ubisoft oder ea finde ich es eine frechheit. diese leute haben die kohle und könnten unglaublich göttliche spiele damit entwickeln, aber es geht ihnen schon lange nicht mehr um die spiele, sondern um die kohle. und diese firmen werden die leute so lange mit dlcs ausquetschen wie es geht. Der Trend beweist das.

Und spätestens wenn ich für jede mission 50 cent überweisen muss, dann leide ich sehr wohl auch darunter, dass leute wie du damals mappacks unterstützt haben und damit den firmen gesagt hast: "Hey, ich finds ok, macht weiter so."

Man es macht mich echt fertig, dass sowas nicht in die Köpfe der Leute rein will. Naja, ich freu mich schon auf den Tag an dem ich euch dann sagen kann: "Ich habs euch gesagt"

Es ist wie in der Politik: Guck dir Schwarz gelb doch an. Erst wählen sie alle und dann heulen sie rum. Genaus wird es mit den dlcs auch passieren. Bis dahin kann ich nur weiter meine meinung runterbeten, aber ich erreiche in diesem Forum sowieso nur leute, die dafür sind, also was bringts...
Billie_the_man hat geschrieben:
Nuracus hat geschrieben: Bitte wer seid ihr?
Wir sind Menschen und wir sind daher (das ist biologisch nicht zu leugnen) Ich-Bezogene Wesen, folglich muss es uns stören, dass so viele Menschen Geld für etwas ausgeben, was eigentlich kostenlos sein sollte. Denn damit unterstützen sie das System sowie die Verbreitung des selben. Dieses Konzept werden sich natürlich andere Publisher abgucken (müssen). Am Ende steht logischerweise der der Gewinn für ein Unternehmen, und da diese DLC-Einnahmequelle seit ein paar Jahren wunderbar aufgeht, wird man diese Quelle auch bei anderen Publisher anzapfen. Wir Gamer, wir Kunden entscheiden durch unsere Einkäufe das Angebot des Publishers selbst.

(...)

Wie du erkennst, geht es uns schon etwas an, was diese Leute kaufen, da es uns schadet und uns dazu zwingt, auf Spielinhalten zu verzichten (die früher garantiert kostenlos waren), oder eben diese horenden Preise zu bezahlen.
Du bestimmst, was kostenlos sein sollte und was nicht?
Wohl nicht - das tut der Verkäufer.
Ich will den Kunden sehen, der zu mir kommt und sagt "Na gut, für die Kreditkarte zahl ich die 20 € im Jahr, aber die Zinsen für den Kredit zahle ich nicht."
Den schmeiße ich achtkantig raus, denn was an meinem Produkt etwas zu kosten hat und was nicht, bestimme ich.
Okay, klar, wenn ich merke, ich werde das Produkt nicht los - dann muss ich mir Gedanken machen. Entweder verbessere ich das Produkt, oder ich ändere was am Preis.

Und ich schwöre dir: hätten die Phönizier damals Internet, ne Xbox 360 und ne PS3, dann hätten die auch schon das DLC-System gehabt.
Da stimme ich psyemi völlig zu.
Nein, er bestimmt nicht was kostenlos sein soll und was nicht, aber er hat als Kunde großen Einfluss darauf.

Glaubst du jemand würde für eine Kreditkarte Zinsen von 200 % zahlen? Niemals! Und warum gibt es keine Unternehmen die so etwas machen? Weil es keinen gibt der bereit ist, dafür kohle zu zahlen. Tadaa: Wer hat jetzt bestimmt was was kosten soll und was zu teuer ist?

nicht die kunden richten sich nach den unternehmen, sondern die unternehmen nach den kunden. Der kunde ist derjenige mit unendlichen Bedürftnissen, welche die Unternehmen befriedigen wollen.

Lass mich dich eine sache fragen: damals hättest du diese maps umsonst gekriegt. warum bist du heute bereit dafür 15 euro zu zahlen?

Und noch eine Sache die ich mal fragen möchte:

Stört es eigentlich keinen von euch, dass er seine Bankdaten, paypalkontodaten oder kreditkartendaten überall im internet an hunderte verschiedene unternehmen verteilt indem er mal hier nen dlc für 2 euro mal da einen für 50 cent kauft?

Hacker werden sich in zukunft dumm und dämlich freuen, denn sie müssen garnicht mehr die firewalls von großen unternehmen knacken, sie können einfach irgendwelche 08/15 indipendent unternehmen mit wenig geld und wenig sicherheit knacken um an kreditkartendaten usw. zu kommen.
Zuletzt geändert von n!cker am 02.09.2011 12:23, insgesamt 1-mal geändert.
psyemi
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Beitrag von psyemi »

ich weiß nicht wie alle darauf kommen das dlc früher kostenlos war. klar es gab den einen oder anderen entwickler der mal gratiscontent verschenkt hat. das gibt es heute genauso.
früher gab es meistens größere add ons zu einen höheren preis. das lag aber vorallem daran das man es noch nicht online verteilen konnte.

mini add ons und map packs gab es auch schon immer.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

psyemi hat geschrieben:ich weiß nicht wie alle darauf kommen das dlc früher kostenlos war.
Weil es das war :)
klar es gab den einen oder anderen entwickler der mal gratiscontent verschenkt hat.
Richtig. Und die nächste Stufe war gleich das kostenpflichtige Addon. Dazwischen gab es nichts.
mini add ons und map packs gab es auch schon immer.
Ja, aber nicht kostenpflichtig. DLC steht heute für kostenpflichtige Zusatzinhalte, für ein psychologisch geschicktes Geschäftsmodell, bei dem der Kunde nicht merken soll (und dies oft genug auch nicht tut), dass er auf lange Sicht für die Inhalte eines klassischen Addons MEHR bezahlt als früher für ein klassisches Addon.
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Nuracus
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Beitrag von Nuracus »

N!cker, mir fehlt es an der Weitsicht nicht. Dass gewisse Geschäftsmodelle, die Erfolg haben, weitere Experimente nach sich führen, das ist mir völlig klar.

Genau wie du bin ich mir auch recht sicher, dass gekürzte Verkaufsversionen versuchen, sich durchzusetzen (ich mein ich bitte dich, dieser ganze Episodenkram), logisch.
Aber im Gegensatz zu dir sehe ich das nicht als Katastrophe!
Ich kann mir nämlich sehr gut vorstellen, dass dieses Modell dafür sorgen wird, dass die gekürzte Version zu einem günstigeren Preis angeboten wird als die "volle".
Ähnlich wie bei Filmen: die Standard-Version und dann die Sonder-Edition mit zusätzlichen Szenen und Bonus-Material. Deckt sich zwar nicht 100%ig dieser Vergleich, aber er geht in die Richtung.

Dir jedoch, sage ich auch, fehlt die Weitsicht, was das Geschäftliche angeht.
Du behauptest, EA hat massig Geld, also sollten sie uns nicht melken dürfen. Das ist FALSCH!
Warum sie uns melken MÜSSEN, habe ich oben beschrieben. Geh das bitte nochmal durch.


Zur Preisbildung:
Zinsen von 200% zahlt kaum jemand, das ist wahr.
Jedes vernünftige Unternehmen hat eine Abteilung, die sich um die Preisbildung kümmert.
Diese berechnet, wie groß der Absatz bei welchem Preis wahrscheinlich wäre, und somit auch den Umsatz und den möglichen Gewinn. Diese Berechnungen werden sehr genau durchgeführt - denn auch große Firmen sind darauf angewiesen, möglichst keine Flops zu produzieren.


Mich stört es nicht, dass meine Kreditkartendaten bei Steam, Rebuy und PSN bekannt sind - denn die Kreditkarte ist ein absolut sicheres Zahlungsmittel, wenn ich mich nicht grob fahrlässig verhalte.



Nachtrag: n!cker, zu deiner fett gedruckten Frage:
Bis heute habe ich noch kein Map-Pack gekauft. HÄTTE es aber bei AvP, wenn es das in Deutschland gegeben hätte. Auch bei Killzone hab ichs mir überlegt.
Warum würde ichs heute tun im Gegensatz zu vor 10 oder 15 Jahren?
Nun, ich hab mehr Geld zur Verfügung.
Aber, noch wichtiger: ich bin heute erwachsen genug, um zu verstehen, dass Leistung und Service Geld kosten. Ich weiß heute, wie Unternehmen funktionieren.

Mal ehrlich: als pubertierende Teenies (in den 90ern) haben wir doch alle uns tierisch darüber gefreut, dass wir nen Kumpel hatten, der nen CD-Brenner hatten. Der andere Kumpel hatte Internet und kannte diese "Spielkopiewelt"-Seite.

Das fiele mir heute im Traum nicht mehr ein.
Zuletzt geändert von Nuracus am 02.09.2011 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Nuracus hat geschrieben:Ich kann mir nämlich sehr gut vorstellen, dass dieses Modell dafür sorgen wird, dass die gekürzte Version zu einem günstigeren Preis angeboten wird als die "volle".
Ach. So wie sich günstigere Preise für Spiele mit Ingame-Werbung durchgesetzt haben? So wie sich günstigere Preise für Kinokarten und DVDs für Filme mit Product Placement durchgesetzt haben?

Du hängst hier an dieser Stelle vollkommen naiven Vorstellungen an. Die Industrie wird NUR und AUSSCHLIESSLICH das tun, was ihr selbst nützt. Das Wohl der Kunden steht nicht auf dieser Liste. Warum, erkläre mir das mal, warum sollte ich den Preis für eine "kürzere" Version senken, wenn ich doch weiterhin den vollen Preis verlangen kann und noch zusätzliche Einnahmen über DLC generiere? Warum sollte ich das tun?
n!cker
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Beitrag von n!cker »

Nuracus hat geschrieben:N!cker, mir fehlt es an der Weitsicht nicht. Dass gewisse Geschäftsmodelle, die Erfolg haben, weitere Experimente nach sich führen, das ist mir völlig klar.

Genau wie du bin ich mir auch recht sicher, dass gekürzte Verkaufsversionen versuchen, sich durchzusetzen (ich mein ich bitte dich, dieser ganze Episodenkram), logisch.
Aber im Gegensatz zu dir sehe ich das nicht als Katastrophe!
Ich kann mir nämlich sehr gut vorstellen, dass dieses Modell dafür sorgen wird, dass die gekürzte Version zu einem günstigeren Preis angeboten wird als die "volle".
Ähnlich wie bei Filmen: die Standard-Version und dann die Sonder-Edition mit zusätzlichen Szenen und Bonus-Material. Deckt sich zwar nicht 100%ig dieser Vergleich, aber er geht in die Richtung.

Dir jedoch, sage ich auch, fehlt die Weitsicht, was das Geschäftliche angeht.
Du behauptest, EA hat massig Geld, also sollten sie uns nicht melken dürfen. Das ist FALSCH!
Warum sie uns melken MÜSSEN, habe ich oben beschrieben. Geh das bitte nochmal durch.


Zur Preisbildung:
Zinsen von 200% zahlt kaum jemand, das ist wahr.
Jedes vernünftige Unternehmen hat eine Abteilung, die sich um die Preisbildung kümmert.
Diese berechnet, wie groß der Absatz bei welchem Preis wahrscheinlich wäre, und somit auch den Umsatz und den möglichen Gewinn. Diese Berechnungen werden sehr genau durchgeführt - denn auch große Firmen sind darauf angewiesen, möglichst keine Flops zu produzieren.


Mich stört es nicht, dass meine Kreditkartendaten bei Steam, Rebuy und PSN bekannt sind - denn die Kreditkarte ist ein absolut sicheres Zahlungsmittel, wenn ich mich nicht grob fahrlässig verhalte.
genau das ist ja das problem: im endeffekt zahlst du für sagen wir mal 3 episoden je 30 euro. dann hättest du 90 euro für ein spiel gezahlt, dass du eigentlich für 60 kriegen solltest. wenn man die aktuellen preise bedenkt.
das ist doch der trick an dlcs und episoden: man zahlt im endeffekt mehr als für das komplett fertige spiel.

außerdem haben dlcs, zumindest in der jetzigen form, einen gewaltigen vorteil für unternehmen: sie geben ihnen narrenfreiheit.

bestimmt hat jedes gute unternehmen eine abteilung zur preisgestaltung, aber das ist bei dlcs eigentlich völlig egal.

ich glaube nicht, dass ubisoft für blackops tatsächlich nochmal maps entwickelt hat. die waren schon mit dem spiel zusammen fertig. und selbst wenn nciht: vielleicht zwei tage arbeit und fertig ist so eine map. es gibt zb. bei css leute, die können dir in einem tag ne einigermaßen gute map basteln und das sind laien. was können dann wohl erst entwickler mit "unbegrenzten" mitteln erreichen?

naja, auf jeden fall denke ich dass diese maps ubisoft so gut wie nichts gekostet haben. und eigentlich kann es ihnen egal sein ob sie sie verkaufen oder nicht, denn den errechneten gewinn haben sie schon mit dem hauptspiel eingefahren.

also kann ubisoft mit den maps jetzt machen was sie wollen. hätten sie sie für 30 euro angeboten, hätten es bestimmt auch einige gekauft. und wären es mit der zeit zu wenige, kann ubisoft immer noch mit dem preis runtergehen.

selbst wenn sie die maps für 50 cent / map verkaufen machen sie noch gewinn. Wer weiß, vielleicht hätten diese Mappacks sogar mehr leute gekauft, wenn sie nur 10 euro gekostet hätten?

ich denke nicht dass unternehmen dlcs mit in ihre gewinnspanne einberechnen. dafür ist das in meinen augen ein zu großes risiko und ein zu großer recherche aufwand der unnötige kosten hervorruft. ich glaube unternehmen rechnen erstmal damit, die kosten für das hauptprodukt wieder reinzuspielen und damit gewinn zu machen. dlcs sind für unternehmen nur ein bonus. eine extra einnahmequelle, die sie nicht unbedingt bräuchten, aber natürlich gerne nutzen.

wie gesagt: bei indipendet spielen sieht das geschäftsmodell anders aus, hier glaube ich finanzieren sich die unternehmen gerade über dlcs. aber großen unternehmen wie ubisoft oder ea traue ich so etwas nicht zu. dafür hängen viel zu viele investoren und jobs daran.
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Nuracus
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Beitrag von Nuracus »

Kajetan, auch das siehst du vollkommen falsch.

Bei jedem vernünftigen Unternehmen steht das Kundenwohl - bzw. nennen wir es Kundenzufriedenheit - an einer sehr hohen Stelle.
Denn es ist genau diese Kundenzufriedenheit, die dem Unternehmen am meisten nützt (Weiterempfehlungsmanagement, Kundentreue).

Ein zufriedener Kunde sagt "Top Spiel, Top Vorgänger, vielen Dank - hier habt ihr mein Geld für DLC!"
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Ooipooi
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Beitrag von Ooipooi »

n!cker hat geschrieben: Und spätestens wenn ich für jede mission 50 cent überweisen muss, dann leide ich sehr wohl auch darunter, dass leute wie du damals mappacks unterstützt haben und damit den firmen gesagt hast: "Hey, ich finds ok, macht weiter so."
Wie geil das wäre! Ich hab' so viele Spiele im Schrank die ich nicht durchgezockt hab' weil sie irgendwann langweilig wurden. Oder weil ich keine Zeit mehr hatte und dann keine Lust hatte mich einige Wochen später wieder in Story und Gameplay einzuarbeiten. Spiele, die ich zum Vollpreis gekauft habe. Da habe ich für mein Geld nicht die volle Leistung ausgeschöpft. Wenn ich jetzt für jeden Level einzeln bezahlen könnte, also nur für das bezahle was ich wirklich spiele. Super! Meinetwegen kann es sofort losgehen.


Lass mich dich eine sache fragen: damals hättest du diese maps umsonst gekriegt. warum bist du heute bereit dafür 15 euro zu zahlen?
Das ist völlig falsch gefragt. Die richtige Frage lautet: Wärst du auch damals bereit gewesen 15 € zu zahlen? Schau dir nur an wie viele Leute die COD-Map Packs gekauft haben. Die hätten sicher früher auch Geld für neue Maps in ihren Lieblingsgames bezahlt. Aber sie haben es kostenlos bekommen. Der Spieler war hier der Gewinner (er bekommt eine Leistung für die er bezahlt hätte kostenlos), der Publisher der Verlierer. Jetzt gibt es die entsprechende Infrasturktur um weitere Maps leicht an die Spieler zu verkaufen. Und die Spieler sind bereit den geforderten Preis zu bezahlen. Activision wollte einfach testen welcher Preis machbar ist. Sicher wären sie auch mit einem niedrigeren Preis zufrieden gewesen, aber die Leute kaufen es ja. Ist doch völlig legitim.

Du kannst ja gerne deine Produkte oder deine Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung stellen, wenn du mit dem System nicht einverstanden bist.
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Xris
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Beitrag von Xris »

Nuracus hat geschrieben:
Xris hat geschrieben:
Also, wenn du sagst, die 13€ sind für die Servermiete (und meinetwegen Wartung, Weiterentwicklung, Erweiterung der Kapazitäten usw.), warum muss dann das Spiel nichts kosten?
Hat es den Entwicklern denn nichts gekostet, es herzustellen? Werbung, Personal, Material?


Es ist ja nicht so das bspw. Blizzard mit den monatlichen Gebühren nur die Unkosten deckt. Eher ganz im Gegenteil. Warum muß dann Add-On XY auch nochmal kosten? Über 10 Millionen WoW Spieler weltweit. Der entscheidende Unterschied ist hier das Publisher und Entwickler sowieso in erster Linie an dne mtl. Gebühren verdienen. Schaur die manche Free to Play Titel an. Da must du das Grundspiel auch nicht kaufen und es funktioniert trotzdem.
Ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass dir sowas von nicht zusteht, zu beurteilen, welcher Preis angebracht wäre.
Es gibt unzählige Faktoren, die du gerade mit Sicherheit NICHT berücksichtigst, die aber definitiv im Preis drinstecken.

Hast du bedacht, dass Blizzard eine Risikovorsorge treffen muss? Hast du bedacht, dass Blizzard in einer Branche arbeitet, wo jede Neuentwicklung ein Millionengrab werden könnte?
Was, wenn Diablo 3 sich katastrophal verkauft?
Was, wenn Starcraft 2 sich nicht zu einem Dauerseller entwickelt wie noch Teil 1?
Was, wenn sich aus unerwarteten Gründen die Entwicklung zum Spiel Xyz verzögert?
Was, wenn die Rechtsabteilung nicht aufpasst und man eine Klage verliert, sodass man zu millionenschweren Strafzahlungen gezwungen wird?

Eine Firma muss immer soetwas mit einrechnen - und entsprechend Vorsorge treffen.
Und wie macht eine Firma das?
Richtig, mit zusätzlichem Gewinn.
Die gleichen Sorgen haben jene Entwickler die ihre MMO's kostenlos oder wesentliche günstiger im Bundle zur Verfügung stellen ebenso. Die monatlichen Gebühren als Polster im Rücken sind übrigens nach wie vor vorhanden. Wenn man dich so liest könnte man meinen die Spielebranche würde uns ihr Produkt zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellen.
Ganz sicher nicht mit "Oho, die Herstellung dieses Produkts hat mich 10.000 € Material gekostet, dazu 20.000 € Personalkosten und noch mal 20.000 € Marketing ... dazu noch 10.000 € für die Miete, macht zusammen 60.000 € ... Lass es mich doch mal für 61.000 € verkaufen, dann hab ich 1.000 € Gewinn!"
Grade Blizzard verkauft Add-On's über Jahre zu relativ hohen Preisen. Wenn man wenigstens iwan die Add-On's konstenlos oder in einem Bundel zur Verfügung stellen würde.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Nuracus hat geschrieben:Kajetan, auch das siehst du vollkommen falsch.
Ich sehe die Wirklichkeit. Du hingegen schaust nur auf die schöne Theorie.
Bei jedem vernünftigen Unternehmen SOLLTE das Kundenwohl - bzw. nennen wir es Kundenzufriedenheit - an einer sehr hohen Stelle stehen.
I fixed that for you.

Wenn Du aber die Augen aufmachst, wirst Du verdammt viele Firmen sehen, die auf ihre Kunden scheissen, die aber trotzdem genug Geschäft generieren um wirtschaftlich zT. sehr erfolgreich über die Runden zu kommen.

Zudem nochmals meine Frage: Wo bitte haben sich günstigere Preise für Spiele oder Filme mit Ingame-Werbung oder Product Placement durchgesetzt?
psyemi
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Beitrag von psyemi »

Kajetan hat geschrieben:
mini add ons und map packs gab es auch schon immer.
Ja, aber nicht kostenpflichtig. DLC steht heute für kostenpflichtige Zusatzinhalte, für ein psychologisch geschicktes Geschäftsmodell, bei dem der Kunde nicht merken soll (und dies oft genug auch nicht tut), dass er auf lange Sicht für die Inhalte eines klassischen Addons MEHR bezahlt als früher für ein klassisches Addon.
klar kostenpflichtig, die mini add ons und mission pakete waren sogar teurer als heute weil sie noch über den normalen handel ausgeliefert wurden.

kann mich sogar noch an missions disketten erinnern die kostenpflichtig waren und wenig inhalt hatten.

gib doch einfach mal beispiele was es früher alles gratis gab was es heute nicht mehr gibt. community mods zählen nicht. die gibt es heute auch noch oft gratis. (auch nicht immer und das auch schon lange, z.b. auf steam)