Damn good coffee hat geschrieben:Wie jeder, der viele Spiel spielt, erkennen sollte, ist ME2, auch wenn gerade das Endgame nicht die storytechnische Qualität von ME1 erreicht, von der Handlung her immer noch absolut top. Was kein Problem darstellt, da die meisten Spiele in diesem Bereich vollkommener Mist sind.
Wie in diesem Thread und in denen, auf die ich verwiesen habe, bereits dargestellt wurde, könnte die Handlung kreativer nicht sein: Man rekrutiert in spielerisch einfallsreichen Nebenmissionen Leute und darf bei einer bestimmten Menge wieder mit der Hauptstory weitermachen, die in Bezug auf die in Teil 1 begonnene Story so viel Neues bringt, dass man sich gar nicht mehr einkriegt vor lauter Freude. Besonders die "storytechnische Qualität" im Innern des toten Reapers hat mich und alle anderen Spieler in ihren Bann geschlagen, aber das schrieb ja noch niemand in den Threads, auf die ich verwiesen habe, daher sage ich's hier einfach mal mit aller Deutlichkeit. Das gleicht das "Endgame" mehr als aus. ME 2 ist "von der Handlung her immer noch absolut top", ganz meine Rede. "Absolut top" auch, wie geschickt die Entscheidungen aus Teil 1 konsequent und ernsthaft fortgeführt wurden, obwohl das für die Entwickler ja heißt, dass sie damit beim dritten Teil mehr Arbeit haben. Das sollte "jeder, der viele Spiel spielt", schon erkennen, da gebe ich Dir absolut Recht. Lass uns gemeinsam vor so viel Mut und Konsequenz respektvoll verneigen.
Die Sache mit den RPG Tugenden ist hingegen einfach nur lächerlich. Sicher hat Bioware da im zweiten Teil rationalisiert, aber schon ME1 war in Hinsicht auf Taktik und Co. kein RPG. Zumindest konnte man das so sehen, wenn man einen schönen engstirnigen Begriff davon hat, was ein RPG sein soll.
Danke, dass Du meinen Beitrag, auf den Du Dich ja beziehst ("@ MisterMeister79"), aufmerksam gelesen hast. Das zeigt, dass Du im Gegensatz zu vielen anderen Internetforisten Deine Diskussionspartner ernstnimmst. Somit ist Dir selbstverständlich auch nicht entgangen, dass ich mit der "Sache mit den RPG Tugenden"
"insbesondere [...] die Story und die damit verbundenen Entscheidungsmöglichkeiten" meinte, mitnichten aber "Taktik und Co.".
Die Actionanteile hatten sicher noch Luft nach oben, spielten sich aber dennoch besser als in Teil 1, allein schon weil durch schnell regenerierende Gegner sowie die neuen Schilde und Rüstungen neue taktische Aspekte hinzukamen.
Da hast Du mir aber einen handfesten Kontrapunkt vorgesetzt, an dem ich zu knabbern habe, schließlich schrieb ich ja nichts von
"den vielen Verbesserungen", die ME 2 im Shooterbereich aufwies. Danke, dass Du mein Versäumnis nochmal für alle klarstellst.
Und all diese Dinge erkennt natürlich nur ein Spieler, der über eine gewisse Erfahrung, ein gewisses Qualitätsbewusstsein und (Gott bewahre) Ahnung von Storyqualitäten verfügt und das kann man offensichtlich nicht voraussetzen.
Tja, und obwohl Du "mit einer hohen Wahrscheinlichkeit älter" als ich bist und über "viel Spielerfahrung (sicher weitaus mehr als der Durchschnitt hier)" verfügst, offenbarst Du mit Deinem Posting letztlich nur in feinster Realsatire, dass Dein spitzfindiger, wohl humoristisch gemeinter, abschließender Absatz gerade auf Dich _nicht_ zutrifft. Und damit gehörst Du dem jetzigen Anschein nach also zu denjenigen, die sich mit einem Spiel wie ME 2 zufriedengeben können, was - wie ich bereits deutlich betont habe - auch völlig in Ordnung ist.
Wenn diese Einordnung für Dich jedoch nicht in Ordnung sein sollte, dann sei versichert, dass Du Dich in Bezug auf mich altersmäßig zwar höchstwahrscheinlich richtig einschätzt, in Bezug auf zumindest einen der von mir genannten Aspekte "Erfahrungswerte, Wissen und Bildung" aber ebenso wahrscheinlich nicht. Nun denn, das findest Du am besten selbst heraus, derweil ich mir nochmal einprägen werde, dass Alter für sich genommen nur eine quantitative Größe ist und keine qualitative, weshalb sie auch in keinem Kausalzusammenhang zu den genannten Aspekten steht.
Unterm Strich habe ich heute gelernt, und für diese Offenheit bin ich Dir sehr dankbar, dass Du anscheinend zu denjenigen gehörst, die man in Internetforen nicht ernstnehmen kann, weil sie einen auch nicht ernstnehmen, sonst hättest Du ja genauer gelesen, was ich schrieb und Dich dann konkret auf mich bezogen. Aber stimmt schon, wie soll man auf über hundert Forenbeiträge kommen, wenn man jedesmal genau überlegt, was man schreibt? Dann wären die Internetforen ja bald alle leer
PS: Schön, dass wir uns verstehen, f1f2f3.
PPS: Mein vorletztes PS stimmte. Leider. Ich bin erstmal wieder geheilt vom "Diskutieren" im Netz ...
