Scrolls: Ärger mit Bethesda

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Azurech
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Beitrag von Azurech »

Kyptoma hat geschrieben:
-Life- hat geschrieben:
Aeneas hat geschrieben:das wirklich traurige an dieser ganzen geschichte is ja eigentlich nur, dass ausgerechnet solche menschen (diese anwälte) mitunter 10mal mehr im monat verdienen als ne kindergärtnerin oder ne krankenschwester oder n feuerwehrmann! traurig!
''Diese Menschen'' müssen auch deutlich mehr dafür tuen, um einen solchen Titel zu haben.
Die Marktprinzipien funktionieren etwas anders als Du denkst.
Ich arbeite also 5mal soviel wie ein Müllwerker oder eine Krankenschwester.
Ein Manager arbeitet also 1000 mal mehr als die Mittelschicht.
Mann, sind wir alle faul!

Ich hab auch einen Dipl.-Titel, und ich wette, dass Ackermann, nicht eine Stunde mehr arbeitet als ich.
Da verschätz dich mal nicht (ich weiß natürlich auch nicht was du tust, also sry falls nötig^^), viele Manager arbeiten fast den Tag durch. Und vergiss die Verantwortung nicht.
Klar sind die Gehälter dezent zu hoch, aber mehr haben sie schon verdient.
Da sollte man sich lieber Sportler zB anschauen :roll:
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Enthroned
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Beitrag von Enthroned »

Azurech hat geschrieben:
Kyptoma hat geschrieben:
-Life- hat geschrieben: ''Diese Menschen'' müssen auch deutlich mehr dafür tuen, um einen solchen Titel zu haben.
Die Marktprinzipien funktionieren etwas anders als Du denkst.
Ich arbeite also 5mal soviel wie ein Müllwerker oder eine Krankenschwester.
Ein Manager arbeitet also 1000 mal mehr als die Mittelschicht.
Mann, sind wir alle faul!

Ich hab auch einen Dipl.-Titel, und ich wette, dass Ackermann, nicht eine Stunde mehr arbeitet als ich.
Da verschätz dich mal nicht (ich weiß natürlich auch nicht was du tust, also sry falls nötig^^), viele Manager arbeiten fast den Tag durch. Und vergiss die Verantwortung nicht.
Klar sind die Gehälter dezent zu hoch, aber mehr haben sie schon verdient.
Da sollte man sich lieber Sportler zB anschauen :roll:
Sportler verzichten auch auf eine Menge Dinge. Zum Beispiel spielt die Ernährung eine Maßgebliche Rolle bei der Fitness. Regelmäßiges Training, stetige Präsenz oder "Überwachung" sind auch Dinge, die Sportler als Menschen einschränken. Dafür bekommen sie das Geld. Haben sie jedoch mehrere Millionen verdient? Nein.

Hat ein Manager, welcher sich täglich mit diversen Konferenzen herumschlägt und xx Leute trifft, wirklich mehrere Millionen verdient? Nein.
Verantwortung wiegt schwer, na klar. Aber man muss auch sehen, dass ein

Bauarbeiter nach 30 Jahren körperlich am Ende ist, vielleicht schon Beschwerden für sein restliches Leben hat. Der kann sich über ein bischen Rente freuen, obwohl er sich sein halbes Leben für die Stadt geopfert hat.

Einzelhändler wie meiner einer betreuen täglich eine große Anzahl an Kunden, bekommen Probleme gesagt, von denen wir nichts wissen wollen. Auch als Bereichs- oder Geschäftsleiter hat man Verantwortung für eine Menge Leute. Bekommen die Millionen? Nein.

Also egal welcher Beruf oder egal welcher Anspruch. Kein Beruf sollte monatlich mehr einbringen, als ein anderer Mensch das ganze Leben nicht verdient.
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Crank LuCKer
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Beitrag von Crank LuCKer »

Seraphitan hat geschrieben:Ist doch mal wieder ein gelungener Schachzug von Seiten Bethesda. Durch solche Aktionen kommt die Firma wieder mal ins Rampenlicht, es werden Schlagzeilen geschrieben und die Leute diskutieren. Und ganz nebenbei schaut der Eine oder Andere halt mal nach, was denn Bethesda so in Petto hat in Sachen Spiele. Siehe da: Demnächst kommt Skyrim. Wenn man billig Werbung machen will, drischt man halt mal auf den Busch und verklagt irgendwen. Falls Bethesda mit diesem "Prozess" Erfolg haben sollte und wirklich das Patent auf den Titelbestandteil "Scrollls" bekommen sollte, werden sicherlich viele andere Studios nachziehen, da ja dann ein Präzedenzfall geschaffen ist. Aber Anwälte sind eben Anwälte... :P
Stell ich mir auch so vor :)
Natürlich ist das Werbung für sie,ob jez gute,ist dahingestellt,trotzdem werden jez die,die bethesda nicht kannten mal nachsehen was das für ne firma ist,und bekommen vieleicht intresse auf eins ihrer games....
Herr Mahjong,oder wie der heisst,klingt aber auch ein wenig schleimig,ich glaube der hofft innig darauf das es sich nciht weiterentwickelt die Sache,und sie den Namen scrolls behalten können.
T.H.
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Beitrag von T.H. »

Ich mache mich hier unbeliebt, aber ich kann die Position Bethesdas im Prinzip nachvollziehen.

Zunächst mal einen kleinen Crashkurs insachen Intellektuellem Eigentum:

Ein Patent, wie hier einer Schrieb, spielt gar keine Rolle - Patente werden in der Welt der Software nicht gebraucht. Mit Patenten werden technische Neu und Weiterentwicklungen gegen die offenlegung der Baupläne geschützt werden ; und zwar für 5 Jahre, die man 4 mal gegen steigende Patentkosten verlängern kann. Das macht man z.B. mit Stossdämpfern und anderen potentiell in der Industrie zu verwertenden Erfindungen. Kriterium ist der ökonomische Mehrwert.

Software an sich wird in Europa vom Urheberrecht (Autorenrecht) geschützt. Dieses Urheberrecht bezieht sich auf den Quellcode, der ein Text ist. Dieses Urheberrecht muss anders als die beiden anderen nicht angemeldet werden es ensteht ab dem Zeitpunkt in dem man sich hinsetzt und einen Quellcode verfasst. Dieses Urheberrecht ist irrsinnig lang: Nämlich das gesammte Leben des Autors + 70 Jahre nach seinem Tod ; für seine Erben.
Aus diesem Grund sind viele Leute FÜR Softwarepatente, weil sie maximal 25 Jahre laufen - Wahrscheinlich nach 10 bis 15 Jahren nicht mehr verlängert würden (Patentkosten > Zu erzielendem Gewinn) ; Der Quellcode offen gelegt werden müsste,... Dies ist eine höchst interessante Diskussion unter Softwarejuristen, die ich berufsbedingt mit grosser Spannung verfolge... Ja Anwälte tun, was Anwälte tun müssen ;o)
Kriterium ist die Künstlerische Leistung und die Einzigartigkeit des Kunstwerks.

Dann haben wir Trademarks - Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Es geht um Marken und deren Wiedererkennungswert. Es geht darum, dass einerseits Überall wo "the Elder Scrolls" drinsteht auch the Elder Scrolls drin ist. Das ist der Hauptaspekt dieses Intellektuellen Eigentums. Neben diesem Hauptaspekt gibt es noch die ungewollten Trademarkverletzungen und den "Graubereich" Zum Beispiel wurden schon Trademarks kassiert die völlig anders geschrieben waren, aber völlig gleich klangen. Und hier liegt auch in diesem Fall das Problem und ist das einzige Kriterium: Die Verwechslungsgefahr.

So funktioniert Eure Idee des Superlangen 200 Worte Trademarks natürlich nicht. Wenn das ginge, hätte eine dieser Parasitenpestbeulen (tschuldigung für diese Wortwahl) aus den USA, die sich meine "Kollegen" schimpfen das längst getan.

Das Problem ist, dass Trademarks eine ziemlich komplexe Materie sind. Selbst in der Welt des Rechts die massig überkomplizierte Regeln hat, ist Trademark eine sehr sehr komplizierte Sache.

Es hängt davon ab, ob die Marke an die sich angenähert wurde eine Starke oder schwache Marke ist...
Zum Beispiel Star Trek / Star Wars. Sind beides "Schwache Marken" Eine Schwache Marke ist eine Markte die grosse Nähe vom Beschriebenem in der Marke haben. Es geht um Sterne, und Stars ist im Namen. Wenn man so "unkreativ" ist, muss man sich damit anfreunden, dass Jemand sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur eigenen Marke eine eigene Marke kreiert (natürlich ohne parasitär zu arbeiten)

Milk - für Milchprodukte ist schwach (für Milch an sich ginge es ohne Zusatz natürlich gar nicht) Milk für ein Modelabel, stark. Übrigens können normale, einzelne Wörter durchaus trademarks sein - nur muss dann der Markenname und das beschriebene Produkt weit genug auseinander liegen.

Okay nach dieser Exkursion - Zurück zu unserer "Elder Scroll" - Sache. Es geht hier um die Verwechslungsgefahr. Hier kamen einige Leute rein die sagten, dass sie bei "Scrolls" zuallererst an die Reihe von "Bethesda" dachten. Das ist ein klares Indiz, dass die Jungs von deren Rechtsabteilung soooo falsch nicht liegen können.

ABER: Durch die Zugeständnisse der Mojang... oder wie sie heissen, dürfte sich ein grosser Teil der Verwechslungsgefahr bannen lassen.

Die Situation im Rechtsstreit dürfte so aussehen, dass Bethesda gewinnen KANN. Sie haben einen Mittelprächtigen Fall.
Es läuft wie beim Pokern... wenn ihr am Tisch sitzt und habt ein paar 8en, dann müsst ihr eure Hand schützen, ihr müsst agressiver Spielen, damit die anderen mit ähnlich mittelmässigen Händen sich zurückzieht. Und das tun die Leute von Bethesda jetzt scheinbar.

So das war meine Ferndiagnose dieser Geschichte.

In der Hoffnung jemandem weitergeholfen zu haben,

Gruss vom Juristen.
-Life-
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Beitrag von -Life- »

Kyptoma hat geschrieben:
-Life- hat geschrieben:
Aeneas hat geschrieben:das wirklich traurige an dieser ganzen geschichte is ja eigentlich nur, dass ausgerechnet solche menschen (diese anwälte) mitunter 10mal mehr im monat verdienen als ne kindergärtnerin oder ne krankenschwester oder n feuerwehrmann! traurig!
''Diese Menschen'' müssen auch deutlich mehr dafür tuen, um einen solchen Titel zu haben.
Die Marktprinzipien funktionieren etwas anders als Du denkst.
Ich arbeite also 5mal soviel wie ein Müllwerker oder eine Krankenschwester.
Ein Manager arbeitet also 1000 mal mehr als die Mittelschicht.
Mann, sind wir alle faul!

Ich hab auch einen Dipl.-Titel, und ich wette, dass Ackermann, nicht eine Stunde mehr arbeitet als ich.
Ich meinte damit die Leistung überhaupt ein Anwalt zu werden ;)
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Smurfocide
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Beitrag von Smurfocide »

Die Anwälte können sich doch nur auf amerikanische Verhältnisse beziehen. Immerhin traut das US-Justizsystem seinen Bürgern nichtmal zu anzunehmen dass frischer Kaffee heiss ist und gewischte Böden glatt. Ohne Warnung muss man als Ami nichtmal davon ausgehen dass es so sein könnte.
Wenn man nun den selben (mutmasslichen) Durchschnitts-Intellekt des amerikanischen Endverbrauchers als Masstab nimmt, ist es nur logisch dass man davon ausgehen muss, dass "Scrolls" mit "Elder Scrolls" verwechselt wird.
Der arme Ami muss doch geschützt werden!!
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Sabrehawk
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Beitrag von Sabrehawk »

Bethesda hat in letzter Zeit sowieso den A... ganz weit offen...die Beliebtheit bei mir hamse sich mittlerweiile fast zu 100% selbst weggeätzt mit der Scheisse die sie seit neulich verzapfen. Und Markenschutz auf Einzelworte des allgemeinen Sprachschatzes (noch dazu Vokabeln die seit hunderten Jahren
im Gebrauch sind) zu beanspruchen gehört sowieso verboten..und das gilt damit genauso für Moojang. Ein Begriffskonglomerat aus 2 oder mehr Worten von mir aus, und Kunstworte sowieso..aber eine Standardvokabel..Ne geht gar nicht. Sollen ses halt Scr0llz nennen oder sonstwie.

Der rechtliche Buhai darum ist ja nun nur noch unsäglich.
:steinigen: :steinigen: :steinigen:
T.H.
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Beitrag von T.H. »

Smurfocide hat geschrieben:Die Anwälte können sich doch nur auf amerikanische Verhältnisse beziehen. Immerhin traut das US-Justizsystem seinen Bürgern nichtmal zu anzunehmen dass frischer Kaffee heiss ist und gewischte Böden glatt. Ohne Warnung muss man als Ami nichtmal davon ausgehen dass es so sein könnte.
Wenn man nun den selben (mutmasslichen) Durchschnitts-Intellekt des amerikanischen Endverbrauchers als Masstab nimmt, ist es nur logisch dass man davon ausgehen muss, dass "Scrolls" mit "Elder Scrolls" verwechselt wird.
Der arme Ami muss doch geschützt werden!!
Du hast von der Thematik ungefähr soviel Ahnung wie eine Kuh von Atomphysik.

Zum einen schmeisst du überzogene Schadensersatzansprüche in einigen US-Staaten mal eben mit dem supranationalen Markenrecht in einen Topf. Seit dem TRIPS-Abkommen ist das nämlich weltweit geregelt. Und um eines offen zu sagen ; der letzte um den es geht, ist hier der Konsument. Es geht einzig und alleine um den Trademark "The Elder Scrolls" Ein Markenname, der höchstwahrscheinlich mit einem 3stelligen MILLIONENBETRAG als Aktivposten in der Bilanz von Bethesda steht. Und diesen Wert würde ich nicht gerne herunterwerten müssen, wenn ich Manager bei denen wäre. Eine Marke die als Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen PC-Spielen nicht mehr taugt müsste wohl um einen Millionenbetrag heruntergewertet werden, für den so mancher Bundesligist mehrere Saisons im oberen Tabellendrittel spielen lassen kann, um mal die Verhältnisse anschaulich darzustellen.

Natürlich schreitet die Rechtsabteilung da ein. Das ist deren verdammter Job. Es geht scheinbar nicht in den Schädel der Leute, dass es bei den Marken der Softwareschmieden nicht um irgendwelchen Firlefanz geht, bei dem man schonmal ein Auge zudrücken kann. Da geht's um die FN' KRONJUWELEN!
Sabrehawk hat geschrieben:Bethesda hat in letzter Zeit sowieso den A... ganz weit offen...die Beliebtheit bei mir hamse sich mittlerweiile fast zu 100% selbst weggeätzt mit der Scheisse die sie seit neulich verzapfen. Und Markenschutz auf Einzelworte des allgemeinen Sprachschatzes (noch dazu Vokabeln die seit hunderten Jahren
im Gebrauch sind) zu beanspruchen gehört sowieso verboten..und das gilt damit genauso für Moojang. Ein Begriffskonglomerat aus 2 oder mehr Worten von mir aus, und Kunstworte sowieso..aber eine Standardvokabel..Ne geht gar nicht. Sollen ses halt Scr0llz nennen oder sonstwie.

Der rechtliche Buhai darum ist ja nun nur noch unsäglich.
:steinigen: :steinigen: :steinigen:
Puma - Nike - Base - Mars - Trek - Saturn - Apollo (gerade antike Gottheiten werden immer wieder gerne genommen - das gibt ungebildeten Deppen das Gefühl sie kämen mit soetwas wie echter Kultur in Kontakt)

um nur einige wenige bekannte und damit sehr wertvolle Marken zu nennen die aus einer Standartvokabel bestehen und die damit immer sehr gut gefahren sind.

Das sind alles starke Marken in der juristischen Bedeutung des Begriffs - weil der Name an und für sich nichts mit der Art des Produktes zu tun hat und damit ein klasse Alleinstellungsmerkmal ist.

Darum gehts im Markenrecht - Alleinstellungsmerkmale ob aus einem oder mehreren Worten bestehend ist da doch Einerlei.
Larks
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Beitrag von Larks »

Na ja, wird TES: Skyrim halt rstmal nicht gekauft.

Kommen noch ein paar mMn sehr nette Spiele dieses Jahr, da muss ich kürzen. Und um so Steilvorlagen kann ich nur dankbar sein.

Zum Sachverhalt:

Ich finds lächerlich. "The Elder Scrolls" ist sicherlich eine starke Marke. Aber wir reden hier ja nicht von irgendwelchen "Schriftrollen" sondern von den "Schriftrollen DER ÄLTESTEN". EA ist ja meines Wissens auch nicht gegen SW: Battlefront vorgegangen, auch wenn der Name nur allzu sehr nach Battlefield klingt. Oder hey, Digimon hat auch nicht gegen Pokemon geklagt.
Würde mich nciht wundern, wenn das nciht den besten Ausgang für Bethasda nimmt.

Btw, ich wäre ja für ein Spiel namens "World of Total Duty SimVille". Da hätten die Gerichte bestimtm was zu tun . =D
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Yojinj
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Beitrag von Yojinj »

T.H.

Ich möchte mal danke sagen für die ausführliche Beschreibung des ganzen.
Als Otto Normalbürger (was ich auch bin) wirft man gerne alles Juristische in einen Topf. Anwalt/Gericht/Recht- bei all diesen Worten sieht man nur die Kohl€ schwirren, oftmals in Betragshöhen wobei man denken muss "hätte das auch mal gerne als Kleingeld über".

Das die Leute von B. ihre Arbeit machen ist auch klar. "The Elder Scrolls" und "Scrolls" sind beide immerhin im Software Bereich. Würde "Scrolls" nun Holzkloggs für Herren produzieren, hach dann gäbe es diese News nicht :p.

PS: Ein Spiel nicht kaufen weil irgendwelche Juristen schreiben herum schicken? Das klingt mehr wie eine kindische Trotzreaktion. Uns als Spielern kann es eigentlich egal sein. Die Idee hinter "Scrolls" gefällt mir, aber deswegen muss man nun nicht die eine oder andere Firma ankreiden. Ich hole mir zwar The Elder Scrolls V nicht, aber das hat eher damit zu tun das ich generell mit der Reihe noch nie wirklich zu tun hatte.
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PunkZERO
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Re: Sowas...

Beitrag von PunkZERO »

Jambi hat geschrieben:erinnert mich immer an Paris Hilton und "ihre Trademark" (wollte sie mal haben, bekam sie aber nicht..) "That's hot". :roll:
...oder als die Rechten hierzulande sich den Begriff "Hardcore" schützen lassen wollten :roll:


b2t: Sowas absolut lächerliches hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Kaum einer wird nur bei dem Wort "Scrolls" gleich an die Elder Scrolls-Spiele denken...zumal ich persönlich die Bezeichnung ohnehin nicht (mehr) verwende, da, wie hier schon gesagt wurde, ohnehin meistens direkt die Titel der Spiele benutzt werden.
Larks
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Beitrag von Larks »

Yojinj hat geschrieben:PS: Ein Spiel nicht kaufen weil irgendwelche Juristen schreiben herum schicken? Das klingt mehr wie eine kindische Trotzreaktion. Uns als Spielern kann es eigentlich egal sein. Die Idee hinter "Scrolls" gefällt mir, aber deswegen muss man nun nicht die eine oder andere Firma ankreiden. Ich hole mir zwar The Elder Scrolls V nicht, aber das hat eher damit zu tun das ich generell mit der Reihe noch nie wirklich zu tun hatte.
Ne, sowas nennt man Meta-Ebene. ;) Ich unterstütze nur Entwickler, die mir gefallen und nicht irgendwelche komischen Rechtsanwälte auf die Konkurrenz loslassen. Und da ich mir noch einige guten Psiele nachkaufen muss, muss ich mich bspw. zwischen BF3 und Skyrim entscheiden. Und wenn dann einer von beiden auf die Idee kommen muss, übelst schlechtes Karma zu produzieren wird mir die Entscheidung doch recht erleichtert. =D
TJ89
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Re: Sowas...

Beitrag von TJ89 »

PunkZERO hat geschrieben:
Jambi hat geschrieben:erinnert mich immer an Paris Hilton und "ihre Trademark" (wollte sie mal haben, bekam sie aber nicht..) "That's hot". :roll:
...oder als die Rechten hierzulande sich den Begriff "Hardcore" schützen lassen wollten :roll:
.
wurde der begriff nicht sogar geschüzt?
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greenelve
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Beitrag von greenelve »

T.H. hat geschrieben:Ich mache mich hier unbeliebt, aber ich kann die Position Bethesdas im Prinzip nachvollziehen.

Zunächst mal einen kleinen Crashkurs insachen Intellektuellem Eigentum:

Ein Patent, wie hier einer Schrieb, spielt gar keine Rolle - Patente werden in der Welt der Software nicht gebraucht. Mit Patenten werden technische Neu und Weiterentwicklungen gegen die offenlegung der Baupläne geschützt werden ; und zwar für 5 Jahre, die man 4 mal gegen steigende Patentkosten verlängern kann. Das macht man z.B. mit Stossdämpfern und anderen potentiell in der Industrie zu verwertenden Erfindungen. Kriterium ist der ökonomische Mehrwert.

Software an sich wird in Europa vom Urheberrecht (Autorenrecht) geschützt. Dieses Urheberrecht bezieht sich auf den Quellcode, der ein Text ist. Dieses Urheberrecht muss anders als die beiden anderen nicht angemeldet werden es ensteht ab dem Zeitpunkt in dem man sich hinsetzt und einen Quellcode verfasst. Dieses Urheberrecht ist irrsinnig lang: Nämlich das gesammte Leben des Autors + 70 Jahre nach seinem Tod ; für seine Erben.
Aus diesem Grund sind viele Leute FÜR Softwarepatente, weil sie maximal 25 Jahre laufen - Wahrscheinlich nach 10 bis 15 Jahren nicht mehr verlängert würden (Patentkosten > Zu erzielendem Gewinn) ; Der Quellcode offen gelegt werden müsste,... Dies ist eine höchst interessante Diskussion unter Softwarejuristen, die ich berufsbedingt mit grosser Spannung verfolge... Ja Anwälte tun, was Anwälte tun müssen ;o)
Kriterium ist die Künstlerische Leistung und die Einzigartigkeit des Kunstwerks.

Dann haben wir Trademarks - Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Es geht um Marken und deren Wiedererkennungswert. Es geht darum, dass einerseits Überall wo "the Elder Scrolls" drinsteht auch the Elder Scrolls drin ist. Das ist der Hauptaspekt dieses Intellektuellen Eigentums. Neben diesem Hauptaspekt gibt es noch die ungewollten Trademarkverletzungen und den "Graubereich" Zum Beispiel wurden schon Trademarks kassiert die völlig anders geschrieben waren, aber völlig gleich klangen. Und hier liegt auch in diesem Fall das Problem und ist das einzige Kriterium: Die Verwechslungsgefahr.

So funktioniert Eure Idee des Superlangen 200 Worte Trademarks natürlich nicht. Wenn das ginge, hätte eine dieser Parasitenpestbeulen (tschuldigung für diese Wortwahl) aus den USA, die sich meine "Kollegen" schimpfen das längst getan.

Das Problem ist, dass Trademarks eine ziemlich komplexe Materie sind. Selbst in der Welt des Rechts die massig überkomplizierte Regeln hat, ist Trademark eine sehr sehr komplizierte Sache.

Es hängt davon ab, ob die Marke an die sich angenähert wurde eine Starke oder schwache Marke ist...
Zum Beispiel Star Trek / Star Wars. Sind beides "Schwache Marken" Eine Schwache Marke ist eine Markte die grosse Nähe vom Beschriebenem in der Marke haben. Es geht um Sterne, und Stars ist im Namen. Wenn man so "unkreativ" ist, muss man sich damit anfreunden, dass Jemand sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur eigenen Marke eine eigene Marke kreiert (natürlich ohne parasitär zu arbeiten)

Milk - für Milchprodukte ist schwach (für Milch an sich ginge es ohne Zusatz natürlich gar nicht) Milk für ein Modelabel, stark. Übrigens können normale, einzelne Wörter durchaus trademarks sein - nur muss dann der Markenname und das beschriebene Produkt weit genug auseinander liegen.

Okay nach dieser Exkursion - Zurück zu unserer "Elder Scroll" - Sache. Es geht hier um die Verwechslungsgefahr. Hier kamen einige Leute rein die sagten, dass sie bei "Scrolls" zuallererst an die Reihe von "Bethesda" dachten. Das ist ein klares Indiz, dass die Jungs von deren Rechtsabteilung soooo falsch nicht liegen können.

ABER: Durch die Zugeständnisse der Mojang... oder wie sie heissen, dürfte sich ein grosser Teil der Verwechslungsgefahr bannen lassen.

Die Situation im Rechtsstreit dürfte so aussehen, dass Bethesda gewinnen KANN. Sie haben einen Mittelprächtigen Fall.
Es läuft wie beim Pokern... wenn ihr am Tisch sitzt und habt ein paar 8en, dann müsst ihr eure Hand schützen, ihr müsst agressiver Spielen, damit die anderen mit ähnlich mittelmässigen Händen sich zurückzieht. Und das tun die Leute von Bethesda jetzt scheinbar.

So das war meine Ferndiagnose dieser Geschichte.

In der Hoffnung jemandem weitergeholfen zu haben,

Gruss vom Juristen.
Schöner Text. Eine Frage hab ich allerdings zum Thema Patent:
War es nicht so, dass Patente von jedermann einsehbar sind? Also man schützt mittels Patent seine Idee einer Erfindung / Weiterentwicklung, die Konkurrenz darf allerdings dieses Patent einsehen und somit auch, wie die Idee funktioniert. Nur nutzen darf sie es nicht, da es rechtlich geschützt ist.
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the curie-ous
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Beitrag von the curie-ous »

soweit schon, nur Zutaten und deren Mischungsverhältnisse dürfen noch geheimgehalten werden