Ubisoft: Eigener Online Pass geplant

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Druzil
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Beitrag von Druzil »

DARK-THREAT hat geschrieben:
ih höre immer wieder Spiele wären nicht teurer geworden, aber das ist doch Quatsch. Man kann schonmal keine Spiele auf Modulen mit Spielen auf heutigen Datenträgern vergleichen. Denn die Produktionskosten sind bei den heutigen Medien um welten geringer. Nimmt man einfach mal die preisentwicklung bei PC Spielen, sieht man das Spiele natürlich teurer geworden sind. Allerdings wirklich nicht viel. Ich habe damals für Quake3 69DM bezahlt. Später sollte man für Tiberum Sun 90DM bezahlen. Das würde man mit den heutigen 45€ vergleichen können. Heute kosten Spiele 50€ und der Versuch ist angelaufen 60€ dafür zu verlangen.
Und ja ich weiß, daß man die Spiele auch deutlich günstiger bekommt. Ich spreche hier von UVP. Für C&C:TS hab ich schließlich malas auch nur 80-85DM gezahlt.
Tja, offiziell hat C&C:TS aber 100DM bzw 150DM gekostet, siehe hier: http://s8.directupload.net/file/d/2037/qfnmlprj_jpg.htm

Der Durchschnitt lag damals bei 85-90 DM pro PC-Game. Heute kosten neue PC-Games 35-40 EUR, also weniger.
Du hast Recht, daß TS damals 99DM gekostet hatte. Da hab ich mich vertan.
Der durchschnittliche Preis eines PC Spiels lag zum Schluss der DM Zeiten bei ~90€. Als ich anfing PC Spiele zu zocken, kosteten die aber eben noch keine 80€.
Das Spiel heute 35-40€ kosten stimmt aber nicht. PC Spiele kosten 45-50€. Einige Publisher versuchen wie gesagt aber schon einen Preis von 55-60€ durchzudrücken (Activision, EA).
Wohl gemerkt, immer UVP. Das man Spiel natürlich auch günstiger bekommt ist klar (habe ich im Text oben aber auch extra noch erwähnt). Aber den Preisanstieg kann man eben nur an der UVP festmachen.
Über Konsolengames, die damals generell 140DM gekostet haben will ich garnicht erst anfangen. Heute kosten diese 50-55 EUR (also 100-110DM).
Wie ich schon mehrfach erwähnte, ist ein systemübergreifender Preisvergleich schlichtweg nicht möglich. Gründe dafür habe ich schon angeführt.
Und wer 70 EUR für ein Konsolengame heute ausgibt (zB in Gamestop), der ist selber Schuld.
Deswegen rede ich von UVP, was die einzige Möglichkeit ist eine Preisentwicklung zu betrachten. Auch früher konnte man seine Spiele schon günstiger bekommen.

Generell sollte man das nicht zu ernst nehmen. Denn ich habe ja auch geschrieben, daß der Preisanstieg nicht wirklich hoch ist. Falsch ist aber, daß es keinen gegeben hätte.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

@Kajetan & Mr Archer

ich weiß gar nicht wie ihr euch das vorstellt, dass jeder Publisher einen eigenen Einzelhandelsladen aufmachen soll. Das funktioniert aus dem selben Grund nicht, aus dem auch nicht Asus, Acer, Sony, HP, iRiver, Samsung, Phillips, Cowon, Logitech, u name it...
einen Store aufmachen. Dann is ja jeder Laden so klein wie mein (sehr bescheidenes) Zimmer und es gibt nur ein paar Produkte.

Die genannten Ideen könnten theoretisch auch in einem Gamestop umgesetzt werden. Dafür braucht es keine eigene Einzelhandelskette.

Das ist imho Utopie

Und wenn EA Gamestop kauft, wird es immense Bedenken von Kartellbehörden geben und v.a. würden Ubisoft, Squareenix, Take2, usw. anfangen Gamestop zu boykottieren.

Was bleibt ist die Umstellung auf Digital Distribution.
Wo auch eine Bestelllung a la carte einfacher wäre.

Letztlich würden sich dann aber wieder die Leute beschweren, wenn der SP 40€ und der MP 40€ kostet. Aber ist doch klar. Die Leute, die früher den MP mit ihren 60 subventioniert haben. Bekommen einen besseren Deal und die Leute die beides haben wollen zahlen drauf.
Höhere Nutzung -> Höherer Preis
vllt gibts ja dann das Kombi Pack für 75 ;)

es wird aber früher oder später so kommen. Und ich hab ehrlich gesagt im Moment ganz andere Dinge die mein Blut in Wallung bringen als ein paar Publisher die verzweifelt versuchen aus ihren roten Zahlen rauszukommen, während Gamestop lacht und die Nutzer in Foren alle den Aufstand proben ^^

(ich schaue dich an GEMA und jedes Filmstudio, welches sich für das unterirdische Angebot von Online Film Flatrates verantworlich zeichnet... da fragt sich noch einer warum kino.to geboomt hat... aber das ist auch eine andere Geschichte :D)
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

4P|Zierfish hat geschrieben:@Kajetan & Mr Archer
ich weiß gar nicht wie ihr euch das vorstellt, dass jeder Publisher einen eigenen Einzelhandelsladen aufmachen soll.
Ja, scheisse, erzähl das mal Apple, die sich eigene Shops leisten wollen. Ist doch nicht deren Problem, wenn sich HP und Dell keine eigenen Shops leisten möchten und die Hardware nur online verkloppen. Oder frag mal all die Mobilfunker, wo es in jeder Einkaufstrasse neben den offiziellen Filialen noch mal dreissigtausend Freelancer-Vertragsklitschen gibt.

Man kann schon. Rechnen tut es sich auch. Man muss nur wollen.

Und wenn den Publishern das mit dem Brick & Mortar-Shop zu blöde ist, dann macht man sowas eben online. Ein feines, bequem und einfach zu bedienendes Einkaufsportal mit Vorteilen wie haufenweise Extras zum Spiel, mit günstigen Preisen oder häufigen Deals, ohne DRM, einem umfangreichen Back-Katalog (und nicht nur immer die aktuellen Chart-Titel) UND (Killer-Feature!!!) mit der Möglichkeit über diese Plattform den Handel mit Lizenzen von einem Account zum anderen erlauben. Spiel gekauft und gefällt nicht oder ist schnell durch? In Account einwählen, das jeweilige Spiel zum Verkauf freigeben und Wunschpreis festlegen. Wird das Spiel gekauft, verschwindet es vom eigenen Account und taucht beim Käufer in dessen Account auf.

SOO bindet man Kunden. In dem man ihnen Vorteile bietet und nicht, in dem man sie mit vorgehaltener Waffe zu irgendetwas zwingen möchte.

Aber wie schon gesagt, geht es den Major Publishern noch viel zu gut. Man muss sowas nicht tun. Noch kann man es sich dort leisten die eigene Kundschaft wie einen willenlosen Haufen hirntoter Zombies zu behandeln, weil es noch genügend Kundschaft gibt, die auf Grund ihrer emotionalen Abhängigkeit von den Spielen dieses Publishers alles mit sich machen lassen.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

Ja, scheisse, erzähl das mal Apple, die sich eigene Shops leisten wollen
Das sind aber Äpfel und Birnen (höhö)

nein, ernsthaft. Etwas was Apple kann auf andere zu applizieren ist bisweilen zumindest gewagt ^^
Oder frag mal all die Mobilfunker, wo es in jeder Einkaufstrasse neben den offiziellen Filialen noch mal dreissigtausend Freelancer-Vertragsklitschen gibt.
Da macht das System imho den Unterschied. Wenn ich einen Mobilfunkvertrag will, dann weiß ich oft schon zu welchem Anbieter ich will, und dann sucht man sich dort eben das passende Handy (oder halt nur Vertrag ohne Telefon)
Man muss aber das Vertriebsmodell immer als ganzes betrachten. Und auch wenn ihr es toll fändet, wenn in einer Stadt 10 Läden versch. Publisher aufmachen würden. Ich fände es grausam (und würde im zweifel dennoch zum Gamestop gehen, allein schon wegen der Auswahl) Und dann die Vorstellung, dass im EA-Laden nur EA Spiele angenommen werden?

Ich mein jetzt mal realistisch betrachtet, glaubt ihr wirklich, dass dies einen erweiterten Kundennutzen hätte? Ich mein jetzt _wirklich_? :D
Man kann schon. Rechnen tut es sich auch. Man muss nur wollen.
Das würde jetzt auf eine "nein, doch, nein, doch, nein, doch"-Debatte raus laufen, wobei ich die Person bin die "nein" sagt, also können wir uns das wohl sparen ;)
Ein feines, bequem und einfach zu bedienendes Einkaufsportal mit Vorteilen wie haufenweise Extras zum Spiel, mit günstigen Preisen oder häufigen Deals, ohne DRM, einem umfangreichen Back-Katalog (und nicht nur immer die aktuellen Chart-Titel) UND (Killer-Feature!!!) mit der Möglichkeit über diese Plattform den Handel mit Lizenzen von einem Account zum anderen erlauben.
Uff.... da steckt Problematik drin. Zum ersten:
Will ich bei jedem Publisher eine Plattform wie Steam haben, oder würde es mir nur tierisch auf den Sack gehen, wenn ich 10 solcher Plattform parallel laufen hab? (Am besten noch mit geschlossenem Öko System a la Steam *schauder*)
Haufenweise Extras? Na da wär ich aber gespannt wie das den Vertragspartnern gefällt, und ob die nicht einfach alle den Vertrieb des eigenen Titels boykottieren, womit die Verkaufszahlen stark gedrückt werden würden. Und dann die Möglichkeit die Lizenzen weiter zu verkaufen? Am besten noch mit dem Übertragen von Gutschriften über Kreditkarten oder Paypal, um das ganze auch noch Endgültig zu leicht zu machen, damit niemand mehr das neue Spiel kauft?

Never ever ever evvvar, going to happen. Ich würd ja als Publisher schon ein Magengeschwür bekommen, wenn ich diese Idee nur lese. (für den Kunden super, aber für den Publisher ein Tritt in die Eier)
SOO bindet man Kunden. In dem man ihnen Vorteile bietet und nicht, in dem man sie mit vorgehaltener Waffe zu irgendetwas zwingen möchte.
Wer wird denn zu irgendwas gezwungen? Der einzige Publisher von dem ich mich bis jetzt etwas genötigt gefühlt hab war Blizzard mit ihrem scheiss Zwangslogin vor jedem Starcraft 2 start. Und letztlich haben sie sich damit auch iwie selbst ins Knie geschossen. Ich hab den Account schon einigen Freunden gegeben, die es damit durchgezockt haben. Fail :D
Noch kann man es sich dort leisten die eigene Kundschaft wie einen willenlosen Haufen hirntoter Zombies zu behandeln, weil es noch genügend Kundschaft gibt, die auf Grund ihrer emotionalen Abhängigkeit von den Spielen dieses Publishers alles mit sich machen lassen.
und hör mal bitte auf Leute wie mich als "willenlose hirntote Zombies" zu bezeichnen die in "emotionaler Abhängigkeit" stehen.
Ich bin sehr wohl der Meinung, dass ich und viele andere emanzipiert genug sind um zu beurteilen, ob das Angebot des Publishers einen angemessenen Gegenwert bietet oder nicht.

Ich bin zwar auch der Meinung, dass viele Leute sich nicht so übermäßige Gedanken über etwaige DRM Systeme machen, aber wollen wir die Kirche mal im Dorf lassen.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Äh, Äh, Zierfish, nur kurz:

Teilweise haben wir sowas doch schon!

EA baut Origin auf, Blizzard hat das Bnet, Ubisofts Gamelauncher wird sicher auch so werden, Facebook als Platform darf man nicht unterschätzen, Istore, Android Market, GoG, diverse Download Platformen...
Und für JEDES Spiel darfst Du eh getrennte Konten anlegen, musst Dir X Passwörter für Y Konten merken.

Der Markt streut sich langsam. Was ja auch gut ist! Nur wenn man Konkurrenz zu Steam aufbaut, tut sich was.
Wenn DANN Steam für Dich die beste Platform ist, dann ist das ja in Ordnung und kann so bleiben.
Andere wünschen sich halt Konkurrenz mit anderen Features.

Was Kajetan vorschlägt ist ja "nur" ein Lizenzhandel unter den Kunden ÜBER die jeweilige Platform des Publishers. Die Infrastruktur dafür wird ja gerade aufgebaut. Und ob ich meine Mass Effect Lizenz jetzt im Cerberus Network anbiete oder bei Origin, macht den Braten ja nicht fett. Irgendwo habe ich sie ja schon dezentral registrieren müssen.

Ansonsten habe ich mich nicht in die Diskussion eingemischt, ihr habt nicht das geringste gesehen *wirktsüßundknuddelig*
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

Teilweise haben wir sowas doch schon!
Is schon richtig, kostet so ein Online Shop zum Glück auch nicht so viel wie eine Einzelhandelskette ;)
Ändert aber auch nichts daran, dass ich das nicht von jeden Publisher auf meinem Rechner haben will. (Schlimm genug, dass ich mich dank BF3 ggf mit Origin anfreunden muss)
Was Kajetan vorschlägt ist ja "nur" ein Lizenzhandel unter den Kunden ÜBER die jeweilige Platform des Publishers.
Schon richtig, allerdings halte ich "nur" für ein sehr gewagtes Wort, wenns darum geht. Man sollte das System mal für Filme einführen. Dann muss sich jeder in Leben nur noch einen Film kaufen, und man teilt gibt dann einfach jeden Tag eine Lizenz für ne neue her. :D
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

4P|Zierfish hat geschrieben:Schon richtig, allerdings halte ich "nur" für ein sehr gewagtes Wort, wenns darum geht. Man sollte das System mal für Filme einführen. Dann muss sich jeder in Leben nur noch einen Film kaufen, und man teilt gibt dann einfach jeden Tag eine Lizenz für ne neue her. :D
Das ist natürlich nur mit extremen DRM möglich und hätte VOR Tauschbörsen eingeführt werden müssen, um zu funktionieren.
Jetzt sind sämtliche Kinder in sämtliche Brunnen gefallen.
In meinen Augen kann man wirklich nur noch versuchen, den Kunden den Kauf schmackhaft zu machen mit Vorteilen der Kopie gegenüber.
Zur Zeit gehen die Publisher allerdings noch die andere Schiene, welche ich für eine Sackgasse halten.
Denn irgendwann wird auch der letzte von Kajetan als Schaf bezeichnete seine persönliche Schmerzgrenze überschritten sehen und dann gibt's kein Zurück mehr, crasht die Branche ein zweites Mal.
(Wobei - ICH habe von dem Crash damals nichts mitbekommen. Zum einen war ich zu jung, zum anderen irgendwas zum zocken war da! So wird das beim evtl. crash 2 auch sein - gibt genug Indies, die mit den Hufen scharren und genug Leute "Shut up and take my money!" schreien, wenn sie brauchbare Spiele anbieten.)
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

In meinen Augen kann man wirklich nur noch versuchen, den Kunden den Kauf schmackhaft zu machen mit Vorteilen der Kopie gegenüber
Die 1 Mio € frage lautet jetzt:

wie ist man attraktiver als kostenlos und jederzeit, überall, unbegrenzt verfügbar? :Häschen: