Ubisoft: Eigener Online Pass geplant

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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

Druzil hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:Ich lese zumindest so gut wie nie von Verkaufsrekorden. Erfolgreiche Spiele verkaufen sich 2mio mal und mehr.
Modern Warfare 2: 4,7 mio. in den ersten 24 Stunden
Black Ops: 5,6 mio. in den ersten 24 Stunden
Und über WoW brauchen wir gar nicht erst zu reden.
:roll:
Du trägst also gerne Karo. Am beste schön kleinkariert. Diese Aufzählung ist doch quatsch und spielgelt nicht die Realität wieder. Das sind Ausnahmeerscheinungen. Der VW Golf ist auch eine Ausnahmeerscheinung, trägt aber allenfalls zur Erhöhung des Verkaufsdurchschnitts in dem Segment bei.

edit: Ich hab dir mal was kenntlich gemacht, was du womöglich überlesen hast. Mag jetzt arrogant sein, aber das ist mir zu blöd.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

The Scooby hat geschrieben:
Der Gebrauchtmarkt ist bei Videospielen einfach gesagt, durch ebay und co, sehr stark gewachsen, eindeutig zum Nachteil der Hersteller. Man kauft ein Spiel für 60€ (Konsole), spielt es in 8h durch und spielt dann eines der nächsten 3, 4 oder mehr Spiele, die er heutzutage schon fast abarbeiten muss, um die Masse an Spiele erleben zu dürfen. Wie gesagt, Spiel durchgespielt und ab zu ebay damit. Da verkauft man es dann für 48€ abzüglich der 9% Verkaufsgebühr und gut ist. Jetzt könnte man argumentieren, dass du von dem Geld wieder neue Spiele kaufst, aber an dem alten Spiel hat der Hersteller bei dir vielleicht 5€ Gewinn erzielt.
Tut mir leid, was Du hier erzählst, ist blanker Humbug.

Mit dem Erstkauf für die von Dir angeführten 60€ ist die Sache für den Publisher erledigt und er ist aus der Kette raus. Was danach mit dem Produkt passiert, hat ihn nicht zu interessieren. Weiterverkauf ist ein Kundenrecht. Wenn Du Deine abgetragene Levis zum Humana bringst, sieht der Hersteller vom Erlös des Weiterverkaufs keinen Cent. Wieso sollte es beim Publisher denn bitte anders sein?

Und was sollen Hersteller denn für einen Nachteil von einem stark gewachsenen Gebrauchtmarkt haben? Wenn mehr Gebrauchtspiele im Umlauf sind, bedeutet das logischerweise, dass diese auch mal am Anfang der Kette zum Originalpreis gekauft wurden.
Ergo: Mehr Gebrauchtspiele = Mehr verkaufte Originalspiele, denn jedes Gebrauchtspiel war mal ein Originalspiel.

Oder hast Du in letzter Zeit verstärkt Meldungen über Überfälle auf Retail-Lager gelesen, aus denen Originalspiele vor ihrem Verkauf in großer Stückzahl geklaut wurden, um Tage später bei Amazon und Co. aufzutauchen?

Hör doch auf, den Leuten hier ein X für ein U vorzumachen.
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Druzil
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Beitrag von Druzil »

The Scooby hat geschrieben:
Druzil hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:Ich lese zumindest so gut wie nie von Verkaufsrekorden. Erfolgreiche Spiele verkaufen sich 2mio mal und mehr.
Modern Warfare 2: 4,7 mio. in den ersten 24 Stunden
Black Ops: 5,6 mio. in den ersten 24 Stunden
Und über WoW brauchen wir gar nicht erst zu reden.
:roll:
Du trägst also gerne Karo. Am beste schön kleinkariert. Diese Aufzählung ist doch quatsch und spielgelt nicht die Realität wieder. Das sind Ausnahmeerscheinungen. Der VW Golf ist auch eine Ausnahmeerscheinung, trägt aber allenfalls zur Erhöhung des Verkaufsdurchschnitts in dem Segment bei.

edit: Ich hab dir mal was kenntlich gemacht, was du womöglich überlesen hast. Mag jetzt arrogant sein, aber das ist mir zu blöd.
So wie es den meisten Leuten hier zu blöd ist, wie du selbst dumm nickst, wärend die Spielehersteller deine Rechte beschneiden.
Ist ok.
Dragondeal
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Beitrag von Dragondeal »

Scipione hat geschrieben:Wer grundsätzlich nur gebraucht und/oder zum Budget-Preis kauft oder gar Spiele nur ausleiht, hat imo auch das Recht verspielt sich über Inhalt, Qualität oder Spiellänge zu beschweren. Von nichts kommt nichts. :)
Ich darf mich sogar beschweren, wenn ich gar kein Spiel kaufe. Und der Publisher sollte mir dankbar sein, denn so lernt er ganz umsonst, warum es ihm nicht gelungen ist, mich als Kunden zu gewinnen. Denn eins müssen wir festhalten - der Publisher will mein Geld. Das bekommt er nur, wenn er mir ein Angebot macht, das ich für akzeptabel halte. Klar, wenn er seinen Kram an genug andere Leute verkauft bekommt, braucht er micht nicht unbedingt. Aber selbst dann lebe ich für mich besser damit, kein Geld für etwas ausgegeben zu haben, was für mich nicht den entsprechenden Gegenwert liefert.
Wer in ein Restaurant geht und dem Kellner sagt "ich will nicht mehr als zwei-fuffzig ausgeben", der muss sich auch nicht wundern, wenn er nur ein Glas Tafelwasser und ein Leberwurstbrot bekommt :P
Das Problem ist, dass man heutzutage ins Spielerestaurant geht und für 50€ ein rohes Stück Fleisch in der Pfanne serviert bekommt. Und wenn das eigene Spiele-Filet dann irgendwann gut durch und genießbar ist, kostet das gleiche Filet für alle neuen Gäste nur noch 20€. Da darf man sich dann nicht wundern, wenn alle Welt wartet, bis man für 20€ ein fertiges Filet bekommt. Zumal oft auch erst dann Pommes und Gemüse zum Filet verfügbar sind.
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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

mr archer hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:
Der Gebrauchtmarkt ist bei Videospielen einfach gesagt, durch ebay und co, sehr stark gewachsen, eindeutig zum Nachteil der Hersteller. Man kauft ein Spiel für 60€ (Konsole), spielt es in 8h durch und spielt dann eines der nächsten 3, 4 oder mehr Spiele, die er heutzutage schon fast abarbeiten muss, um die Masse an Spiele erleben zu dürfen. Wie gesagt, Spiel durchgespielt und ab zu ebay damit. Da verkauft man es dann für 48€ abzüglich der 9% Verkaufsgebühr und gut ist. Jetzt könnte man argumentieren, dass du von dem Geld wieder neue Spiele kaufst, aber an dem alten Spiel hat der Hersteller bei dir vielleicht 5€ Gewinn erzielt.
Tut mir leid, was Du hier erzählst, ist blanker Humbug.

Mit dem Erstkauf für die von Dir angeführten 60€ ist die Sache für den Publisher erledigt und er ist aus der Kette raus. Was danach mit dem Produkt passiert, hat ihn nicht zu interessieren. Weiterverkauf ist ein Kundenrecht. Wenn Du Deine abgetragene Levis zum Humana bringst, sieht der Hersteller vom Erlös des Weiterverkaufs keinen Cent. Wieso sollte es beim Publisher denn bitte anders sein?

Und was sollen Hersteller denn für einen Nachteil von einem stark gewachsenen Gebrauchtmarkt haben? Wenn mehr Gebrauchtspiele im Umlauf sind, bedeutet das logischerweise, dass diese auch mal am Anfang der Kette zum Originalpreis gekauft wurden.
Ergo: Mehr Gebrauchtspiele = Mehr verkaufte Originalspiele, denn jedes Gebrauchtspiel war mal ein Originalspiel.

Oder hast Du in letzter Zeit verstärkt Meldungen über Überfälle auf Retail-Lager gelesen, aus denen Originalspiele vor ihrem Verkauf in großer Stückzahl geklaut wurden, um Tage später bei Amazon und Co. aufzutauchen?

Hör doch auf, den Leuten hier ein X für ein U vorzumachen.
Das ist doch unlogisch. Mehr der Gebrauchtmarkt für den Spielebesitzer um ein vielfachens zugänglicher gemacht wurde, bedeutet das nicht zwangsweise mehr verkaufte Spiele. Spiele werden nicht nur 1x wiederverkauft, sondern mehrfach. Je öfter ein Spiel wiederverkauft wird, desto größer ist der Schaden für den Entwickler. Denn dann könnte man nämlich genauso mit 3 Freunden zusammenlegen, sich ein Spiel kaufen und es dann 2x brennen. Ist im Endeffekt das selbe, nur dass hier keine Drittunternehmen wie ebay Gewinn daraus schlagen. Für den Onlinemodus finde ich den Pass also durchaus sinnvoll. Wer nicht online spielt, brauch auch keine Minderung des Wiederkaufswertes hinnehmen.
Druzil hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:
Druzil hat geschrieben: Modern Warfare 2: 4,7 mio. in den ersten 24 Stunden
Black Ops: 5,6 mio. in den ersten 24 Stunden
Und über WoW brauchen wir gar nicht erst zu reden.
:roll:
Du trägst also gerne Karo. Am beste schön kleinkariert. Diese Aufzählung ist doch quatsch und spielgelt nicht die Realität wieder. Das sind Ausnahmeerscheinungen. Der VW Golf ist auch eine Ausnahmeerscheinung, trägt aber allenfalls zur Erhöhung des Verkaufsdurchschnitts in dem Segment bei.

edit: Ich hab dir mal was kenntlich gemacht, was du womöglich überlesen hast. Mag jetzt arrogant sein, aber das ist mir zu blöd.
So wie es den meisten Leuten hier zu blöd ist, wie du selbst dumm nickst, wärend die Spielehersteller deine Rechte beschneiden.
Ist ok.
Wo beschneiden sie denn deine Rechte?
Warum seid ihr so kleinkariert und glaubt, dass man immer auf einer der beiden Seiten stehen muss? Nur weil man nicht automatisch dagegen ist, heißt das noch lange nicht, dass man automatisch dafür ist. Sind wir hier im Kindergarten?
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

The Scooby hat geschrieben:
Das ist doch unlogisch. Mehr der Gebrauchtmarkt für den Spielebesitzer um ein vielfachens zugänglicher gemacht wurde, bedeutet das nicht zwangsweise mehr verkaufte Spiele. Spiele werden nicht nur 1x wiederverkauft, sondern mehrfach. Je öfter ein Spiel wiederverkauft wird, desto größer ist der Schaden für den Entwickler. Denn dann könnte man nämlich genauso mit 3 Freunden zusammenlegen, sich ein Spiel kaufen und es dann 2x brennen.
Zunächst: Dein Beispiel waren die Weiterverkäufe nach einmaligem Durchspielen für ca. 10,- € unterhalb des OVP nach dem Erstkauf. Nicht einfach mal die Argumentation wechseln, wie es einem gerade passt, bitte.
Und wo kommen denn Deiner Meinung nach die vielen Gebrauchtspiele her? Entstehen die durch Zellteilung bei Amazon im Regal oder wie? Wie oft ein Gebrauchtspiel bereits wiederverkauft wurde, ist völlig belanglos. Irgendwann, selbst wenn es heute nur noch 0,01 Cent plus Versand kostet, war es mal ein Originalspiel. Und wenn heute mehr Gebrauchtspiele in Umlauf sind - dann werden logischerweise auch mehr Originalspiele gekauft. Bei gleichbleibender Zahl von Sammlern, wohlgemerkt.

Und Deine Definition von "Schaden für den Entwickler" ist mit Verlaub hahnebüchener Mumpitz. Was zählt sind tatsächliche Verkäufe. Und nicht imaginäre Verkäufe, die nie getätigt wurden. Sonst könntest Du genauso argumentieren, das jeder/jede 20jährige, der nicht Dein Spiel gekauft hat, Dir als Unternehmen schadet, weil er potentiell ein Kunde hätte sein können. In Wirklichkeit ist es Dir aber nur einfach nicht gelungen, ihn zu erreichen. Man kann die Leute Gott sei Dank noch nicht zum Kauf von Produkten zwingen.

Und das Beispiel mit den Freunden: so what? Ist legitim. Selbst das 2x brennen bewegt sich noch im Rahmen des gesetzlich erlaubten.

Aber mir ist schon klar, dass ich Dich nicht überzeugen werde. Du mich aber auch nicht. Ich hoffe bloß, dass Deine Sicht der Dinge die inferiore bleibt. Denn was Dir hier vorzuschweben scheint, ist ein System, bei dem sich das Spiel nach dem Kauf innerhalb eines halben Jahres selbst vernichtet. Damit es nur einmal vom Erstkäufer benutzt werden kann.

Und ehrlich gesagt glaube ich nicht einmal, dass sich die Publisher sowas wünschen. Denn wer sollte denn ernsthaft noch den aktuellen Mainstream zum Originalpreis kaufen, wenn er ihn nicht wieder loswerden könnte? Da müsste man für die 60,-€ ja richtig bleibende Qualität bieten. Sehe ich im Moment nicht.
Zuletzt geändert von mr archer am 17.07.2011 12:48, insgesamt 4-mal geändert.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

The Scooby hat geschrieben: Warum seid ihr so kleinkariert und glaubt, dass man immer auf einer der beiden Seiten stehen muss? Nur weil man nicht automatisch dagegen ist, heißt das noch lange nicht, dass man automatisch dafür ist. Sind wir hier im Kindergarten?
Ach so. Du wirfst uns vor, eine Meinung und einen Standpunkt zu haben. Das hättest Du natürlich ganz am Anfang schreiben müssen. Dann hätten wir uns die Unterhaltung auch klemmen können.

Unterm Strich bin ich lieber kleinkariert als indifferent. Schöne Grüße aus´m Kindergarten.
Zuletzt geändert von mr archer am 17.07.2011 12:38, insgesamt 1-mal geändert.
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DARK-THREAT
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Beitrag von DARK-THREAT »

ih höre immer wieder Spiele wären nicht teurer geworden, aber das ist doch Quatsch. Man kann schonmal keine Spiele auf Modulen mit Spielen auf heutigen Datenträgern vergleichen. Denn die Produktionskosten sind bei den heutigen Medien um welten geringer. Nimmt man einfach mal die preisentwicklung bei PC Spielen, sieht man das Spiele natürlich teurer geworden sind. Allerdings wirklich nicht viel. Ich habe damals für Quake3 69DM bezahlt. Später sollte man für Tiberum Sun 90DM bezahlen. Das würde man mit den heutigen 45€ vergleichen können. Heute kosten Spiele 50€ und der Versuch ist angelaufen 60€ dafür zu verlangen.
Und ja ich weiß, daß man die Spiele auch deutlich günstiger bekommt. Ich spreche hier von UVP. Für C&C:TS hab ich schließlich malas auch nur 80-85DM gezahlt.
Tja, offiziell hat C&C:TS aber 100DM bzw 150DM gekostet, siehe hier: http://s8.directupload.net/file/d/2037/qfnmlprj_jpg.htm

Der Durchschnitt lag damals bei 85-90 DM pro PC-Game. Heute kosten neue PC-Games 35-40 EUR, also weniger.

Über Konsolengames, die damals generell 140DM gekostet haben will ich garnicht erst anfangen. Heute kosten diese 50-55 EUR (also 100-110DM). Und wer 70 EUR für ein Konsolengame heute ausgibt (zB in Gamestop), der ist selber Schuld.

Peace.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

ich kann die ganze Kritik auch nur bedingt nachvollziehen. Wenn einem ein Titel für den angebotenen Preis zu teuer ist, dann kann man doch einfach verzichten. (mach es quasi immer so)

und dann iwann wird das Spiel schon für einen Preis angeboten, mit dem ich zufrieden bin (Just Cause 2 für 8€ als steam deal)

und wenn Ubisoft jetzt nen Code einführt, dann kauf ich halt neu, wenn ich den MP spielen will. (Was auch insofern sinnvoll ist, als im späteren Bereich des Life Cycle oft nur noch Leute online spielen die Klassen besser sind und den Spaß deutlich bremsen) und wenn ich nur den SP will, dann sollte man sich darüber freuen, dass man am Ende nicht mehr für den MP zu zahlen braucht.

Ich sehe darin ehrlich gesagt eher Vorteile.
Ist es doch ein Schritt in die Richtung "a la carte" gaming. Noch lieber wäre mir eine komplette Trennung von MP und SP ... müsste ich dann bei Spielen wie Bioshock 2, Dirt 3, etc. einen Modus nicht mitfinanzieren, welchen ich gar nicht nutze
Denn was Dir hier vorzuschweben scheint, ist ein System, bei dem sich das Spiel nach dem Kauf innerhalb eines halben Jahres selbst vernichtet. Damit es nur einmal vom Erstkäufer benutzt werden kann.
Das System hätte ich gern :sabber:
aber ohne den Part mit der Selbstvernichtung ...
also im Grunde so wie steam ^^
Zuletzt geändert von Zierfish am 17.07.2011 12:49, insgesamt 1-mal geändert.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

4P|Zierfish hat geschrieben:...
Prinzipiell alles richtig. Mich interessiert der MP-Part auch nicht. Bin verborter SP-Spieler.

Die böse Vorahnung ist aber leider, dass die Publisher es im Erfolgsfall wohl kaum bei der Trennung von SP und MP belassen werden. Auch den SP kann man ja "a la carte" noch ganz ordentlich aufdrieseln. Was da allein bei Rollenspielen so möglich wäre. Ich finde diese Entwicklung ein bisschen bedenklich. "Runde" Spielerlebnisse "aus einem Guß" werden so eher nicht begünstigt, fürchte ich.
Zinssm
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Beitrag von Zinssm »

4P|Zierfish hat geschrieben:ich kann die ganze Kritik auch nur bedingt nachvollziehen. Wenn einem ein Titel für den angebotenen Preis zu teuer ist, dann kann man doch einfach verzichten. (mach es quasi immer so)

und dann iwann wird das Spiel schon für einen Preis angeboten, mit dem ich zufrieden bin (Just Cause 2 für 8€ als steam deal)

und wenn Ubisoft jetzt nen Code einführt, dann kauf ich halt neu, wenn ich den MP spielen will. (Was auch insofern sinnvoll ist, als im späteren Bereich des Life Cycle oft nur noch Leute online spielen die Klassen besser sind und den Spaß deutlich bremsen) und wenn ich nur den SP will, dann sollte man sich darüber freuen, dass man am Ende nicht mehr für den MP zu zahlen braucht.

Ich sehe darin ehrlich gesagt eher Vorteile.
Ist es doch ein Schritt in die Richtung "a la carte" gaming. Noch lieber wäre mir eine komplette Trennung von MP und SP ... müsste ich dann bei Spielen wie Bioshock 2, Dirt 3, etc. einen Modus nicht mitfinanzieren, welchen ich gar nicht nutze
Denn was Dir hier vorzuschweben scheint, ist ein System, bei dem sich das Spiel nach dem Kauf innerhalb eines halben Jahres selbst vernichtet. Damit es nur einmal vom Erstkäufer benutzt werden kann.
Das System hätte ich gern :sabber:
aber ohne den Part mit der Selbstvernichtung ...
also im Grunde so wie steam ^^
genau so ist es.man prüft ob man den mp bei game xy überhaupt braqucht und entscheidet dann.soviel kaufmündigkeit kann man erwarten
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

@ archer

ja, die Angst ist berechtigt

aber ich gebe eins zu bedenken: "Konkurrenz"

d.h. jemand, der dem Kunden nur Häppchen anbietet, wenn dieser aber nach dem "real deal" sucht, wird nicht die Mengen verkaufen, welche er sich vorgestellt hat.
Merke: Auch der Vertriebsweg muss dem Kunden munden :)

und zusätzlich kommt hinzu, dass die Publisher wahrscheinlich mehr Geld bekommen würden. (Was wir ja zunächst nicht wollen, den bösen Investoren Geld in die Taschen stopfen ;)), aber letztlich wird ein Unternehmen immer versuchen mehr zu verdienen als seine Konkurrenz. Und wenn diese zu gierig wird, wird der Kunde dies bestrafen und eben zur Konkurrenz wechseln.

Ich denke also (mal ganz naiv), dass das System der freien Marktwirtschaft die meisten Leute vor der üblen Abzocke schützt.

Die einzig moderne Ausnahme, welche ich heute sehe ist eindeutig Apple.
Die schaffen es gekonnt ein Ökosystem aufzubauen, in dem sie nahezu Mondpreise verlangen können.

Das ist allerdings eine andere Geschichte ;)
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

4P|Zierfish hat geschrieben:
Das System hätte ich gern :sabber:
aber ohne den Part mit der Selbstvernichtung ...
also im Grunde so wie steam ^^
Ich nicht. In dem Moment, indem es keinen Retail-Markt mehr gibt (von den Indies jetzt mal abgesehen), stelle ich den Kauf von neuen Spielen ein. Dann wird nur noch Bestandpflege betrieben. Und das Hobby gewechselt.

Wie STEAM innerhalb kürzester Zeit zu everybodies darling geworden ist - das wäre wirklich mal einen längeren Essay wert.

Ist aber jetzt im hiesigen Zusammenhang o.t. Möchte damit keine STEAM-Diskussion anstoßen.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

4P|Zierfish hat geschrieben:@ archer

ja, die Angst ist berechtigt

aber ich gebe eins zu bedenken: "Konkurrenz"

d.h. jemand, der dem Kunden nur Häppchen anbietet, wenn dieser aber nach dem "real deal" sucht, wird nicht die Mengen verkaufen, welche er sich vorgestellt hat.
Merke: Auch der Vertriebsweg muss dem Kunden munden :)

und zusätzlich kommt hinzu, dass die Publisher wahrscheinlich mehr Geld bekommen würden. (Was wir ja zunächst nicht wollen, den bösen Investoren Geld in die Taschen stopfen ;)), aber letztlich wird ein Unternehmen immer versuchen mehr zu verdienen als seine Konkurrenz. Und wenn diese zu gierig wird, wird der Kunde dies bestrafen und eben zur Konkurrenz wechseln.

Ich denke also (mal ganz naiv), dass das System der freien Marktwirtschaft die meisten Leute vor der üblen Abzocke schützt.

Die einzig moderne Ausnahme, welche ich heute sehe ist eindeutig Apple.
Die schaffen es gekonnt ein Ökosystem aufzubauen, in dem sie nahezu Mondpreise verlangen können.

Das ist allerdings eine andere Geschichte ;)
Danke. Schönes Post. Man kann die Welt auch einfach mögen und an das Gute glauben.

Und Apple ist ja mal ganz eindeutig ein Fall für den Sektenbeauftragten.
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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

mr archer hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:
Das ist doch unlogisch. Mehr der Gebrauchtmarkt für den Spielebesitzer um ein vielfachens zugänglicher gemacht wurde, bedeutet das nicht zwangsweise mehr verkaufte Spiele. Spiele werden nicht nur 1x wiederverkauft, sondern mehrfach. Je öfter ein Spiel wiederverkauft wird, desto größer ist der Schaden für den Entwickler. Denn dann könnte man nämlich genauso mit 3 Freunden zusammenlegen, sich ein Spiel kaufen und es dann 2x brennen.
Zunächst: Dein Beispiel waren die Weiterverkäufe nach einmaligem Durchspielen für ca. 10,- € unterhalb des OVP nach dem Erstkauf und einmaligem Durchspielen. Nicht einfach mal die Argumentation wechseln, wie es einem gerade passt, bitte.

Und Deine Definition von "Schaden für den Entwickler" ist mit Verlaub hahnebüchener Mumpitz. Was zählt sind tatsächliche Verkäufe. Und nicht imaginäre Verkäufe, die nie getätigt wurden. Sonst könntest Du genauso argumentieren, das jeder/jede 20jährige, der nicht Dein Spiel gekauft hat, Dir als Unternehmen schadet, weil er potentiell ein Kunde hätte sein können. In Wirklichkeit ist es Dir aber nur einfach nicht gelungen, ihn zu erreichen. Man kann die Leute Gott sei Dank noch nicht zum Kauf von Produkten zwingen.

Und das Beispiel mit den Freunden: so what? Ist legitim. Selbst das 2x brennen bewegt sich noch im Rahmen des gesetzlich erlaubten.

Aber mir ist schon klar, dass ich Dich nicht überzeugen werde. Du mich aber auch nicht. Ich hoffe bloß, dass Deine Sicht der Dinge die inferiore bleibt. Denn was Dir hier vorzuschweben scheint, ist ein System, bei dem sich das Spiel nach dem Kauf innerhalb eines halben Jahres selbst vernichtet. Damit es nur einmal vom Erstkäufer benutzt werden kann.

Und ehrlich gesagt glaube ich nicht einmal, dass sich die Publisher sowas wünschen. Denn wer sollte denn ernsthaft noch den aktuellen Mainstream zum Originalpreis kaufen, wenn er ihn nicht wieder loswerden könnte? Da müsste man für die 60,-€ ja richtig bleibende Qualität bieten. Sehe ich im Moment nicht.
Ich weiß wirklich nicht wo du hinwillst. Um das Wiederverkaufsrecht geht es doch schon lange nicht mehr. Außerdem fängst du an mir Dinge zu unterstellen, die ich nie auch nur ansatzweise behauptet habe. Jeder der das Spiel gebraucht kauft ist ein potentieller Kunde für ein Neukauf. Das ist ein Fakt, sogar physikalisch und alles andere als von dir behauptet imaginär. Vielleicht nicht für 60€ aber für 40€ oder 30€. Womit der Entwickler immer noch mehr Gewinn macht als beim Gebrauchtspiel. Da sind es nämlich 0€. Das habe ich aber auch schon erwähnt, und wurde von dir offensichtlich überlesen, greifst du doch wieder den Vollpreis auf. Das kann man statistisch alles in Zahlen fassen. Das ist ein nicht zu unterschätzender Einfluss auf Unternehmenstrategien.

Wir können hier auch nicht das Beispiel mit der Levis heranziehen. Eine Jeans ist ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, der Abnutzungserscheinungen von sich trägt. Dessen Enwicklungskosten gering sind und die Personalkosten/Produktionskosten durch Verlagerung in Schwellenländern veringert werden, die Marge aber stabil oder sogar gesteigert wird.
Spiele sind ein Luxusgut. Das ist ein entscheidender Punkt. Man benötigt dafür eine gewisse anforderung an den PC oder eine Konsole, die auch gekauft werden muss. Hab noch nie gehört, dass sich einer Beine kaufen musste um eine Jeans zu nutzen. Filme sind zwar auch Luxusgut aber duch deren Erstaufführung in Kinos, eine ausgezeichnete Einnahmequelle und der DVD Verkauf kann auch noch 50 Jahre später Gewinne abwerfen. Die Musikindustrie verdient auch nciht ausschließlich über CD und DVD Verkäufe. Konzerte sind eine große Einnahmequelle. Eine vergleichbare konstante Einnahmequelle gibt es kurz-, mittel, oder langfristig nicht bei Spielen. Daher sind fast alle Vergleiche nicht tragbar. zumal die Entwicklung dieses Medium in sehr sehr viel kürzer Zeit stattfindet und stattgefunden hat. Musik gibt es, seit es den Menschen gibt, nur der Träger der Verbreitung verändert sich. Filme gibt es seit über 100 Jahren. Die Spieleindustrie ist dagegen noch ein Baby.

Im Endeffekt bringt es nicht wirklich was, hier weiter zu Diskutieren. Das führt zu nichts. Ich habe das Gefühl, dass wird etwas persönliches. Denn ich sehe es im Grunde ähnlich wie Zierfisch, dem du sogar beipflichtest und bei mir nur auf kontra aus bist.