Gears of War 3: Kommt nach Deutschland... ungeschnitten!

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4lpak4
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Beitrag von 4lpak4 »

infi, ich finde deine meinung ok und kann auch deinen auf mich bezogenen text sehr gut nachvollziehen, obwohl ich selber befürworter der usk bin.

aber ich bin gegen die bpjm, da DIE das problem ist. das muss ich nochmal bemerken.

aber ich versteh grad ehrlich gesagt net, was des usk-gebashe soll, man sieht doch eindeutig, die usk wird tolleranter.

ich bin mir sicher, in ein paar jährchen hat sich das eh erledigt, denn erstens sind die videospiel hassenden dinosaurier sowieso eine aussterbende art, bald kommt eine generation an die macht, die videospiele von klein auf kennen und vorallem zweitens, wenn die usk weiter solche fortschritte macht, dann wird bald eh alles durchgewunken.


aber hier:
greenelve hat geschrieben:1. Ob das Spiel in Deutschland indiziert ist oder nicht...wird das nicht generell im Ausland gekauft, weil es dort billiger ist?(siehe 3.) Höchsten für Faule ist es so einfacher Spiele im Laden zu kaufen, wenn sie eine Freigabe erhalten haben.

2. Ein Altersnachweis läuft doch über Personalausweis vorzeigen...war doch so?

3. Teuer über Internet bestellen...war es nicht im Internet, teils deutlich, preiswerter als im Laden? (Liest man hier immer wieder: "Wer Vollpreis im Laden kauft ist selber schuld
da muss ich einfach 100%ig zustimmen.



kurz und knackig: ich finde die kritik an der heutigen usk nicht hundert 100% gerechtfertigt, vorallem finde ich diesen streit in einem thread in dem es darum geht, dass die usk ein tollerantes urteil gefälllt hat, sehr merkwürdig.
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Beam02
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Beitrag von Beam02 »

Erynhir hat geschrieben:Ach Beam, du schreibst und schreibst und schreibst, aber den eigentlichen Punkt, nämlich dass das PEGI-System in den entsprechenden EU-Staaten schlichtweg funktioniert, kannst du nicht widerlegen. Oder sind niederländische, schwedische, englische oder spanische Jugendliche/Kinder soviel verrohter und brutaler das deutsche? :roll:

Die USK ist eine unnütze, teure Einrichtung. Der sog. Jugendschutz in Deutschland ist eine hysterische Sache, der durch wenige, tragische Amok-Läufe (die aber bisher nie endgültig nachweisbar mit Videospielen in Verbindung gebracht wurden, da waren immer andere Sachen ausschlaggebend) viel zu strikt und unnötig regelnd ist.
Wenn wir uns darauf einigen, woran man das Funktionieren bzw. Nicht-Funktionieren messen will, können wir das gerne weiter durchexerzieren.
Amtliche Statistiken über die Jugendkriminalität zu bekommen sollte für Deutschland nicht allzu schwierig sein, keine Ahnung wie leicht / schwer man an die Statistiken der anderen EU-Länder kommt.
Nur ist dann die Frage, ob die Jugendkriminalitätsrate ausreichend ist, um den Erfolg bzw. Misserfolg der einzelnen Jugendschutzmaßnahmen zu messen.

Wie es in der Psyche einzelner Kinder bzw. Jugendlicher aussieht weiß leider niemand von uns, denn nicht immer offenbaren sich psychische Beeinträchtigungen in äußeren Handlungen. Ob also deutsche, spanische, französische oder englische Kinder und Jugendliche durch Videospiele ausgelöste / beeinflusste Gewaltfantasien haben, wie stark sich diese unterscheiden und ob, und wenn ja wie, sich das auf die spezifischen Jugendschutzmaßnahmen zurückführen lässt, ist somit leider nur schwer herauszufinden.

Ich sehe zumindest nicht, dass das deutsche Jugendschutzsystem nicht funktionieren würde. Und dann stellt sich doch die Frage: Warum sollte man ein funktionierendes System, dass sich über 17 Jahre bewährt hat, nur um der Vereinheitlichung Willen ersetzen? Mit der Regelung der Altersfreigaben über die USK hat man seinerzeit in Deutschland einen gesellschaftichen Konsens herbeigeführt, mit dem alle Beteiligten gut leben konnten und können. Auch der BIU und G.A.M.E ev. konnten mit dieser Lösung immer gut leben, schließlich haben sie diese ja seinerzeit miterarbeitet und fungieren nach wie vor als Gesellschafter der USK.
Nur sind in der Vergangenheit mal namhafte Mitglieder des Verbandes, allen voran EA, ausgeschert, weil ihnen einige Bewertungen gegen den Strich gegangen sind. Und weil die Lobby auf der EU-Ebene einfach erfolgreicher war, was man am gesamtem PEGI-System gut sehen kann, proklamiert EA jetzt natürlich den Beitritt Deutschlands zu diesem System.
Allein die Tatsache, dass die großen Publisher PEGI in den höchsten Tönen loben müsste einen doch eigentlich schon stutzig machen. Die sehen, und das ist nur verständlich, in erster Linie ihren Gewinn. Jetzt kommt es dazu, dass Spiel XY in DE, einem der größten Absatzmärkte Europas, keine Freigabe erhält, von der BPjM kassiert wird und damit nicht mehr öffentlich ausgestellt / beworben werden darf. Schlecht für das Geschäft von EA, Activision und Co.
Auch schlecht für alle Spieler, nach derem egozentrischen Weltbild alles nur um sie kreist. Denn jetzt muss man ja ein paar Umwege in Kauf nehmen, um in den Besitz von Spiel XY zu gelangen.
Dass die Entscheidung der Freigabeverweigerung evtl., vielleeeeeicht doch gar nicht so unbegründet war interessiert die Publisher und die eben erwähnten Spieler (erstmal) nicht. Denn es gilt ja in erster Linie persönliche Interessen zu befriedigen.

Die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft wird in den obersten Gremien der USK repräsentiert, anders als beim PEGI-System. Daran sind letztendlich nur die Publisher selbst, der ISFE als deren Interessenvertretung und ein Institut in den Niederlanden (NICAM), welches nicht im Geltungsbereich des Grundgesetzes liegt und auch sonst keinerlei Bezug zu deutschen Jugendschutzbehörden hat, beteiligt. Weder Vertreter der Landesjugendschutzbehörden, noch der Medien, noch der Kirchen, noch der bundesdeutschen Politik sind dort vertreten oder gar an den Entscheidungen beteiligt. Wie soll man dafür in der Bundesrepublik, wo das Miteinbeziehen von nicht-staatlichen Akteuren von jeher integrativer Bestandteil des politischen Aushandlungs- und Entscheidungsprozesses ist, einen gesellschaftlichen Konsens herbeiführen?

@Infi88:

Wo du gelesen haben willst, dass ich einen direkten Zusammenhang zwischen Videospielkonsum und Amokläufen hergestellt habe, zeigst du mir dann bitte nochmal. Wir wissen bis heute nicht, ob es da einen direkten oder gar nur indirekten Zusammenhang gibt. Aber wie wissen eben auch nicht mit Sicherheit, dass es nicht so ist.
Darum ging es mir auch überhaupt nicht. Was ich gesagt habe, und dabei bleibe ich, ist, dass es schlicht und ergreifend Spiele gibt, die definitiv nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehören.
Wer meint, dass man einem Kind jede Form der Gewaltdarstellung zumuten könne verschließt seine Augen schlicht und ergreifend vor der Wirklichkeit.

Indizierungen sind für die Publisher natürlich unschön, geht ihnen doch wie gesagt eine ganze Menge Gewinn durch die Lappen. Und als Zocker muss man eventuell den Umweg des Imports in Kauf nehmen.
Aber daran, dass Kinder im Laden keine Spielverpackung in die Hand nehmen können oder im TV Werbung sehen, in der dass Töten möglichst vieler Gegner auf möglichst kreative Art und Weise angepriesen wird, sehe ich persönlich nichts verwerfliches.

Bei manchen Indizierungsverfahren der BPjM kann ich auch nur den Kopf schütteln, genau wie bei manchen Aussagen gewisser meist konservativer Politiker. Aber das hat mit der Arbeit der USK absolut nichts zu tun.
Die ist über die letzten 17 Jahre deutlich toleranter geworden, sie handelt im Interesse der Spieler, und ihre Freigabe schützt Spiele vor der Indizierung.
Das Feindbild USK hat schlicht und ergreifend keine Grundlage.
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Infi88
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Beitrag von Infi88 »

und ihre Freigabe schützt Spiele vor der Indizierung.
Ja oder auch nicht, deshalb sind manche da andere Ansicht als du und die USK zieht dann natürlich den Zorn auf sich ;), völlig logisch.

Und wie die arbeiten kannst du, oder ich wohl kaum sagen oder bist du da täglich Gast ? Die plötzliche GoW 3 Freigabe klingt auf jeden Fall nicht nach beständigen Prüfmechanismen ;) und die sollen gerne toleranter werden aber mir irgendwelche Vorgaben machen was ich mit 23 Jahren im Laden für Videospiele! kaufen soll oder die Entwickler zur Zensur drängen, ist halt arm finde ich. In unserer Gesellschaft gibt es viele andere Artikel die verwerflicher sind als GoW, geprägt von Oberflächlichkeit bis zum geht nicht mehr, sexistisch, tödlich, die perversesten Sachen im Internet usw. die Liste ist unendlich. Ich finde die Videospiele haben viel zu viel Fokus und würden bei meiner Jugendschutzliste vieleicht bei Punkt 6000 auftauchen. Ich hab Duke Nukem mit 13 jahren gespielt und bin auch nicht gestört, manche sagen zwar was anderes, aber ich denke es geht :hehe:

Und mir graust es wirklich wenn der arme 16 Jährige zum Leechen oder anderweitigen Kriminellen Aktivitäten gezwungen wird, wenn er strenge Eltern hat(meist von den GEZ Sendern hypnotisiert), weil er das neue HDR was bald kommt mit nem Kumpel spielen will (USK ab 18 wahrscheinlich).
Aber 2 Jahre später sich die Eier krauln lassen und danach zum Bund rumballern ;) dafür ist sich die Jugend nicht zu Schade, natürlich.....
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Beam02
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Beitrag von Beam02 »

Infi88 hat geschrieben:
und ihre Freigabe schützt Spiele vor der Indizierung.
Ja oder auch nicht, deshalb sind manche da andere Ansicht als du und die USK zieht dann natürlich den Zorn auf sich ;), völlig logisch.

Und wie die arbeiten kannst du, oder ich wohl kaum sagen oder bist du da täglich Gast ? Die plötzliche GoW 3 Freigabe klingt auf jeden Fall nicht nach beständigen Prüfmechanismen ;) und die sollen gerne toleranter werden aber mir irgendwelche Vorgaben machen was ich mit 23 Jahren im Laden für Videospiele! kaufen soll oder die Entwickler zur Zensur drängen, ist halt arm finde ich. In unserer Gesellschaft gibt es viele andere Artikel die verwerflicher sind als GoW, geprägt von Oberflächlichkeit bis zum geht nicht mehr, sexistisch, tödlich, die perversesten Sachen im Internet usw. die Liste ist unendlich. Ich finde die Videospiele haben viel zu viel Fokus und würden bei meiner Jugendschutzliste vieleicht bei Punkt 6000 auftauchen. Ich hab Duke Nukem mit 13 jahren gespielt und bin auch nicht gestört, manche sagen zwar was anderes, aber ich denke es geht :hehe:

Und mir graust es wirklich wenn der arme 16 Jährige zum Leechen oder anderweitigen Kriminellen Aktivitäten gezwungen wird, wenn er strenge Eltern hat(meist von den GEZ Sendern hypnotisiert), weil er das neue HDR was bald kommt mit nem Kumpel spielen will (USK ab 18 wahrscheinlich).
Aber 2 Jahre später sich die Eier krauln lassen und danach zum Bund rumballern ;) dafür ist sich die Jugend nicht zu Schade, natürlich.....
Wie die USK ganz genau arbeitet, welcher Teil eines Spiels die Wertung wie beeinflusst kann ich dir leider nicht sagen. Aber es ist doch für jeden ersichtlich, dass die Kriterien für eine Freigabe ab 18 Jahren in den letzten Jahren deutlich gelockert wurden. Vor 10 Jahren hätte ein Titel wie Dead Space, Resident Evil 5, God of War 3 oder eben Gears of War 3 keine Freigabe erhalten. Resident Evil 2 ist bspw. bis heute indiziert, selbst in entschärfter Fassung. Wenn ich mir dagegen doch recht gewaltintensive und blutige Spiele wie Dead Space oder God of War 3 anschaue, dann bin ich über die Entwicklung der USK mehr als erstaunt.
Deswegen verstehe ich auch die ständigen Beschwerden über die USK nicht. Dass in anderen EU-Staaten keine Medien indiziert werden liegt einfach daran, dass es dort kein Equivalent zur BPjM gibt.
Dass eine USK-Freigabe Spiele vor Indizierung schützt ist übrigens nicht meine Meinung, das wurde mit der Novelle des JuSchG vom 1. April 2003 gesetzlich so festgeschrieben. Hat ein Titel einmal eine Freigabe durch die USK erhalten, kann von der BPjM kein Indizierungsantrag mehr gestellt werden.

Das Thema Indizierung ist dann wieder ein ganz anderes, hat aber nichts mit der Arbeit der USK zu tun. Dass beim PEGI-Verfahren kein Titel ohne Freigabe bleibt ist denke ich mal klar, schließlich will jeder Publisher sein Spiel verkaufen.
Ob das gut oder schlecht ist, ist Ansichtssache. Ich persönlich bin zumindest nicht begeistert von der Tatsache, dass die Publisher selbst der einzig relevante Akteur im PEGI-System sind. Bei einer wichtigen Entscheidung wie der, welche Medien für Heranwachsende geeignet bzw. nicht geeignet sind, sollten schon noch andere Akteure als die Hersteller selbst in die Entscheidung miteinbezogen werden. Und zwar so, dass ein breiter Teil der gesellschaftich relevanten Akteure miteinbezogen wird.

Und die einzigen, die ein Werbeverbot für Spiele bei einer Indizierung stören sollte sind die Publisher (-da Absatzmarkt DE futsch = geschmälerter Gewinn), ich verstehe nicht, wie man sich da als Spieler in seiner Freiheit eingeschränkt fühlen kann. Wer indizierte Titel haben will greift zum meist ohnehin günstigeren Import aus dem EU-Ausland oder geht zum Händler seines Vertrauens. Wo ist da genau das Problem?
Und muss ein Spiel wie die unzensierte Version von Bulletstorm tatsächlich beworben werden dürfen? Ein Spiel, in dem man für "kreatives" Töten belohnt wird? Selbst wenn einige hier meinen, auch schon als Minderjährige die geistige Reife für die Verarbeitung solcher Gewaltdarstellungen gehabt zu haben, grundsätzlich sind das Spiele, mit denen man Heranwachsende in ihrem geistigen Reifeprozess nicht auf Teufel komm raus konfrontieren muss.

Zur Zensur wird von der USK übrigens niemand gedrängt. Wenn ein Publisher tatsächlich meint, dass das von ihm veröffentlichte Produkt tatsächlich als Kunst einzustufen ist und Änderungen daher dieses Kunstwerk zerstören, dann wird er konsequenterweise von einer Veröffentlichung des Titels in Deutschland absehen oder es unter der Ladentheke verkaufen lassen. So ja bei Gears of War 1+2 und anderen Titeln geschehen.
Wenn ein Publisher aber unbedingt den Absatzmarkt Deutschland abgreifen will, um seinen Gewinn zu maximieren, und dafür sogar soweit geht, sein Produkt inhaltlich zu verändern, dann betrachtet er das Spiel nicht als Kunstwerk, sondern lediglich als Konsumgut.
Und damit wird dann bei Videospiel-Kritikern noch deren Ansicht bestärkt, dass Videospiele eben keine Kunstform, sondern nur ein herkömmliches Konsumgut sind.
Diese so genannte "Selbstzensur" kann man dann also nicht der USK vorwerfen, sondern lediglich dem ökonomischen Gewinnstreben der Publisher, die ihr "Produkt" um jeden Preis absetzen wollen.
Ugchen
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Beitrag von Ugchen »

greenelve hat geschrieben:
Ugchen hat geschrieben: Selten so einen Stuss gelesen, den du hier dauernd von dir gibst...

Wenn ich schon lese "Jugendschutzbehörden, Kirchen, Medien und Pädagogen"...
Wo bitte liest du Kirche? Bist doch so der Erste der die Institution hier erwähnt...
Kannst du nicht EIN EINZIGES MAL lesen, bevor du meinst mich bashen zu können?
Ich habe genau diese Stelle in den Anführungszeichen per Copy&Paste eingefügt und sie steht auch noch immer genau so in seinem Posting.
Also komm net mit dem "wo liest du das"? Augen auf, dann siehste wo ich das lese.
Auf den Rest von dir gehe ich erst gar nicht ein, weil der Anfang ja schon am Ziel vorbei schießt und nicht mit der Absicht einer sinnvollen Diskussion geschrieben ist.


@Beam02:
Du kannst schreiben wie du willst. Und kannst auch gerne sagen, dass ich ja angeblich ein Weltbild für allgemeingültig erklären will. Solange du es selber tust habe ich kein Problem dir zu sagen, dass du mit deiner Meinung ziemlich alleine da stehst. ;)

PEGI funktioniert wunderbar und da kannste noch soviel du willst schreiben. An diesem Fakt ändern auch Riesenpostings nichts.

Bei dir frage ich mich echt wo deine Schmerzgrenze liegt, dass du sagst "Das akzeptiere ich nicht", wenn du mit der BPjM zufrieden bist und die aktuelle Handhabe nicht als Gängelung hinstellst... :roll:
Gerade weil du mein Beispiel mit den Mehrkosten um an diese Spiele zu kommen noch mit "Das ist nur Faulheit" abtust. :Spucklinks:
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greenelve
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Beitrag von greenelve »

Ugchen hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:
Ugchen hat geschrieben: Selten so einen Stuss gelesen, den du hier dauernd von dir gibst...

Wenn ich schon lese "Jugendschutzbehörden, Kirchen, Medien und Pädagogen"...
Wo bitte liest du Kirche? Bist doch so der Erste der die Institution hier erwähnt...
Kannst du nicht EIN EINZIGES MAL lesen, bevor du meinst mich bashen zu können?
Ich habe genau diese Stelle in den Anführungszeichen per Copy&Paste eingefügt und sie steht auch noch immer genau so in seinem Posting.
Also komm net mit dem "wo liest du das"? Augen auf, dann siehste wo ich das lese.
Auf den Rest von dir gehe ich erst gar nicht ein, weil der Anfang ja schon am Ziel vorbei schießt und nicht mit der Absicht einer sinnvollen Diskussion geschrieben ist.

Ja da hat einer die Kirche erwähnt..mehr nicht, einfach nur als Moralapostel im Einklang mit anderen genannt. Hatte auch nicht explizit geschrieben das du der Erste warst. Lern also selber lesen :wink: Desweiteren ging es erst bei dir um einen Eingriff der Kirche auf die Altersfreigabe. Als wäre Kirche bei dir ein Triggerwort (Pädagogen hat auch gut funktioniert :wink:) und du musst deine Ablehnung der Institution gegenüber ausdrücken und eine Verbindung zur USK schaffen. Das schließe ich aus deiner Aussage das sie sich raushalten sollen, weil sie selber Leichen im Keller und Dreck vor der Tür hat. Interesant wie jemand Kirche schreibt und bei dir wie ein Triggerwort funktioniert und du dich über die Institution auslässt, als wenn sie einen Einfluss

Schön das du aufgrund dieser einen Tatsache meine restlichen Argumente, mal wieder, einfach vom Tisch wischst. So muss Forendiskussion ablaufen und nicht anders. :Daumenrechts:

edit: wo hab ich dich gebasht/beleidigt? Und kannst du aufhören mich zu bashen? scheinbar nicht -.-
Zuletzt geändert von greenelve am 17.07.2011 05:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Beam02
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Beitrag von Beam02 »

Ugchen hat geschrieben: PEGI funktioniert wunderbar und da kannste noch soviel du willst schreiben. An diesem Fakt ändern auch Riesenpostings nichts.
Da mir bisher noch niemand sagen konnte, woran man den Erfolg des PEGI-Systems nun messen soll bleibt es weiterhin nicht mehr als eine Behauptung.

Interessant zu wissen ist auch, dass nur ein geringer Anteil der EU-Staaten das PEGI-Rating zur verbindlichen Altersfreigabe gemacht hat, in den meisten Ländern ist es lediglich eine Altersempfehlung, womit letztendlich relativ egal ist, was da für ein Siegel auf der Verpackung prangt, da ohnehin jeder jedes Spiel ohne Probleme im Laden erwerben kann.
Natürlich ist eine Altersfreigabe, durch wen auch immer, noch nicht das Maß aller Dinge. Am Ende sind natürlich die Eltern in der besonderen Verantwortung, ihren Kindern den bewussten Umgang mit Medien, insbesondere mit gewalthaltigen, näherzubringen. Da man als Elternteil aber schlecht jede Aktion seiner Kinder auf Schritt und Tritt überwachen kann bzw. viele Eltern selbst nicht wissen, wie man verantwortungsbewusst mit diesen Medien umgeht bzw. es nicht wenige Eltern wenig bis überhaupt nicht interessiert, womit sich ihre Kinder in deren Freizeit beschäftigen, bin ich doch recht froh darüber, dass wir zumindest gesetzliche Regelungen haben, die den Erwerb bestimmter Medien einschränken.


Wenn du den Erfolg des PEGI-Systems allerdings aus Sicht der Publisher betrachtest, dann hast du sicher recht. Für die funktioniert das System wunderbar, schließlich dürfen sie sich da ihre Alterseinstufung selbst geben, die NICAM schaut mal fix drüber ob die Angaben im Fragebogen sich mit dem Verhaltenskodex abdecken und fertig ist das Verfahren.
Wie wäre es denn, wenn die Automobilhersteller die CO2-Grenzwerte in Zukunft eigenständig festlegen würden? Oder der Verband der Lebensmittelindustrie bestimmt selbst, wie hoch die Grenzwerte für bestimmte Pestizide in Lebensmitteln sein dürfen.
Denn die wissen ja schließlich was gut für uns ist, nicht?

Ich will jetzt Altbundeskanzler Kohl nicht herabwürdigen, aber entscheidend ist eben nicht nur "was hinten rauskommt", sondern auch das Wie?.
Und bei einer Alterseinstufung, an deren Zustandekommen nur die Spieleindustrie und eine kleine Behörde in den Niederlanden beteiligt ist, bleiben bei mir zumindest berechtigte Zweifel ob ihrer Ernsthaftigkeit.

Das System für Deutschland zu übernehmen würde übrigens an der aktuellen Situation nichts ändern, denn in den PEGI Richtlinien selbst wird darauf hingewiesen, dass das System lediglich geltendes nationales Recht ergänzt. Der Schutz vor Indizierung ist übrigens rechtlich an die Freigabe der USK geknüpft. Würde man sich von der USK verabschieden, fiele dieser Indizierungsschutz ersteinmal weg und müsste mit der Politik erneut verhandelt und in ein Gesetz überführt werden. Und wie diese Verhandlungen ausgehen würden, vermag zu diesem Zeitpunkt keiner von uns oder von Seiten der beteiligten Akteure zu sagen.
Ugchen hat geschrieben:Bei dir frage ich mich echt wo deine Schmerzgrenze liegt, dass du sagst "Das akzeptiere ich nicht", wenn du mit der BPjM zufrieden bist und die aktuelle Handhabe nicht als Gängelung hinstellst... :roll:
Gerade weil du mein Beispiel mit den Mehrkosten um an diese Spiele zu kommen noch mit "Das ist nur Faulheit" abtust. :Spucklinks:
Wie gesagt, ich fühle mich dadurch eben schlicht und ergreifend nicht gegängelt, einfach weil ich nicht der Ansicht bin, dass man mit dem Eintritt in die Volljährigkeit a) automatisch die geistige Reife erlangt um alle Eindrücke mit denen man konfrontiert wird ausreichend verarbeiten zu können und b) das Recht erlangt, ohne Rücksicht auf Dritte tun und lassen zu können was man will.
Bei manchen Filmen oder Spielen frage ich mich auch, warum nun gerade dieser Titel indiziert wird, einfach weil ich das Dargestellte persönlich durchaus für zumutbar und für mit dem Grundgesetz vereinbar halte.
Deswegen stelle ich persönlich aber Indizierungen grundsätzlich nicht in Frage, denn bei gewissen Medien ist oder sollte es zumindest durchaus im öffentlichen Interesse sein, dass diese nicht öffentlich verkauft / beworben bzw. überhaupt verkauft werden dürfen. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass hier irgendjemand gerne mit brauner Ideologie versehene Machwerke in seinem örtlichen Elektronikmarkt sehen möchte. Oder Filme / Spiele in denen bestimmte ethnische / religiöse Gruppen diskriminiert werden, in denen Gewalt gegen wehrlose Personen dargestellt oder ermöglicht wird oder die in irgendeiner anderen Art und Weise die Würde des Menschen verletzen.
Wie gesagt, es trifft immer wieder auch vergleichsweise harmlose Fälle, aber wer kann schon eindeutig sagen, wo die Grenze zu ziehen ist? Deswegen aber pauschal alles zu erlauben halte ich persönlich einfach für falsch, das hat für mich dann auch nichts mehr mit freier Persönlichkeitsentfaltung zu tun.
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Infi88
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Beitrag von Infi88 »

Ich stimme dir zu, die USK hat ihre Seriosität und Nachhaltigkeit ja gerade auch wieder schlagkräftig bei GoW 3 unter Beweis gestellt :roll: und wird dich vor jedem Amoklauf retten.
Und das böse PEGI System jaja, bei den Holländern wird eh alles lapidar abgehandelt, der Ratko Mladić spielt da auch gerad auf ner Hanf ähh Hüpfburg.

Im Ernst, du übertreibst maßlos und hier kommt mit dir keiner oder nur wenige auf einen Nenner, aber ein Letztes, Gesetzte ändern und das PEGI-System zur Altereinsstufung von Computer- und Videospielen einsetzten dürfe wohl keine Schwierigkeit darstellen, das bekommt sogar die FDP hin.

Aber bis dahin wird es wohl noch was dauern. Ich laufe auch in Schul Nähe, wenn ich einen alten Kollegen besuche der Sportlehrer werden will, auch immer mit Kevlar Weste rum. Ein wenig Paranoid bin ich aber trotzdem, diese pösen pösen Counterstriker, die sind so gut da gibts direkt en Header . Und wenn Herr Pfeiffer ARD, Frontal21 und co. ja die Gefahr erkennen und den Zusammenhang sehn muss da ja was dran sein ! :ugly:
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Beitrag von Ugchen »

@Beam02:
Ich kann dir irgendwie nicht folgen, dass du auf der einen Seite sagst "Der Erfolg von PEGI ist nicht nachweisbar", aber auf der anderen Seite so tust als würde die USK/BPjM ein totaler Erfolg sein.

Gerade wenn du die Amokläufe in Deutschland mal betrachtest: Alle Amokläufe entstanden, weil die Schüler mit besagten "fachlich sehr kompetent ausgebildeten Pädagogen" nicht klar kamen und diese tollen Pädagogen auf Schüler-Handbuch-Seite 12 gelesen haben "Drück ihm schlechte Noten rein bzw. schmeiß ihn von der Schule, statt dich mit ihm zu beschäftigen und zu schauen wo er Probleme hat".
Hinzu kam dann noch Mobbing der Mitschüler.
Bei diesem Robert in Erfurt wurde sogar einfach behauptet, dass er Counter-Strike gespielt habe, obwohl sein PC noch nichtmal einen Internetanschluss besaß.

Und was auch auffiel:
Alle Amokläufer waren entweder selber aktiv im Schützenverein oder ihr Vater war im Schützenverein. Aber die Schützen haben ja anscheinend eine unangenehme Lobby und dann zieht man lieber die Videospiele als Sündenbock heran. :roll:


Deine Beispiele mit dem "braunen Gut" sind übrigens totaler Bullshit.
Es gibt bei der Indizierung einmal die Liste A und einmal die Liste B.
Auf Liste A landen die Spiele, die angeblich zu schlimm für Erwachsene sind und auf Liste B landen Sachen, die mit dem Strafgesetzbuch in Zusammenhang zu bringen sind - wie z.B. Spiele mit Hakenkreuzen usw.
Und selbst DA fühle ich mir an den Kopf.
Wenn ich den TV anschalte oder Filme schauen lachen mich die Hakenkreuze von allen Seiten an, aber in einem Videospiel wird es verboten?
Es ist ja nicht so, dass dieses Symbol in Videospielen verherrlicht wird, sondern es dient genau wie in Filmen zur Atmosphäre.


Trotzdem halte ich absolut gar nichts von Verbot "braunen Guts".
Nicht weil ich selber so geil drauf bin es zu sehen oder so, sondern weil ich es kategorisch falsch finde, dass den Leuten eingebleut wird "Du darfst Nazis nicht toll finden" und sie sich dann kein eigenes Bild machen dürfen - außer eben mit dem "erwünschten Material".
Und das zählt (solange es nicht gegen das Grundgesetz verstößt wie z.B. Nazi-Propaganda) für mich für Rechte wie auch Linke. Beides ist verkehrt, aber mit Bevormundung kriegt man die Leute ganz sicher nicht mehr stillgehalten.

Auch wenn ich selber kein Interesse am "diskriminieren anderer Kulturen habe":
Warum wird uns Deutschen das verboten und ein Herr Vogel stellt sich einfach mal so auf nen Platz voller Islamisten und Predikt Hass gegen uns?


Du merkst worauf ich hinaus will: Der deutsche Apparat hat auf voller Linie versagt und tut es auch weiterhin.



PS: Ich gebe dir Recht, dass viele 18-Jährige geistig noch nicht ganz ausgereift sind. Aber das kannst du nicht auf alle 18-Jährigen projezieren. Ein weiterer "Ab 21"-Sticker der USK würde dein "Problem" sofort lösen.
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Beitrag von johndoe713589 »

naja fakt is das das schneiden oder verbieten von spielen eine Zensur darstellt. und das ist laut grundgesetz eigentlich verboten. warum da noch keiner gegen geklagt hat ist mir ein rätsel

ich hoffe wir kommen bald weg von der drecks USK regelung. hat doch keinerlei vorteile der mist
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4lpak4
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Beitrag von 4lpak4 »

PsychoDad84 hat geschrieben:naja fakt is das das schneiden oder verbieten von spielen eine Zensur darstellt. und das ist laut grundgesetz eigentlich verboten. warum da noch keiner gegen geklagt hat ist mir ein rätsel

ich hoffe wir kommen bald weg von der drecks USK regelung. hat doch keinerlei vorteile der mist
lol. aber die usk schneidet keine games. das sind die publisher, die es schneiden. würden sie es nicht schneiden, dann hätten sie halt ne höhere freigabe, schlimmstenfalls eine indizierung, aber das ist noch lange kein verbot, da man es immernoch legal kaufen kann. ich kenne überhaupt nur ein game, das verboten wurde und zwar manhunt 2 und da bin ich mir net mal sicher.

speiel werden in deutschland nur geschnitten, weil die publisher (verständlicherweise) nicht wollen, dass es indiziert wird, weil dann WENIGER kunden da sind, da die leute sich net so arg über indexzeug informieren.
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Beam02
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Beitrag von Beam02 »

Ugchen hat geschrieben:@Beam02:
Ich kann dir irgendwie nicht folgen, dass du auf der einen Seite sagst "Der Erfolg von PEGI ist nicht nachweisbar", aber auf der anderen Seite so tust als würde die USK/BPjM ein totaler Erfolg sein.
Ich sagte lediglich, dass das System funktioniert. Es ist nicht alles eitel Sonnenschein, z.B. wäre ein für alle einsichtiger Abschlussbericht der USK für jede einzelne Freigabe wünschenswert. Aber das System ist anerkannt, sowohl von staatlicher Seite als auch von Seiten der Spieleindustrie, die seinerzeit an diesem Konsens mitgearbeitet hat. Nur scheren halt ab und an mal einige Publisher aus, weil ihnen das System nicht liberal genug ist.

Von deiner Seite und von anderen Befürwortern von PEGI fehlt mir bisher nach wie vor jede Begründung, warum das System funktioniert.
Und ich meine nicht von Seiten der Publisher, das ist mir klar dass PEGI für die hervorragend funktioniert, schließlich haben sie es ja maßgeblich mit ausgearbeitet und durchgesetzt.

Eine Indizierung sagt übrigens nach wie vor nicht, dass irgendein Medium "zu schlimm für Erwachsene wär". Sonst würde es ja mit einem generellen Verkaufsverbot belegt werden. Es darf nur nich offen beworben und ausgestellt werden.
Und bei aller Freiheit, ich halte es nicht für ein Menschenrecht, dass man Spiele anpreisen darf, in denen es darum geht so brutal wie möglich Menschen umzubringen.
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Infi88
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Beitrag von Infi88 »

Beam02 hat geschrieben:
Ugchen hat geschrieben:@Beam02:
Ich kann dir irgendwie nicht folgen, dass du auf der einen Seite sagst "Der Erfolg von PEGI ist nicht nachweisbar", aber auf der anderen Seite so tust als würde die USK/BPjM ein totaler Erfolg sein.
Ich sagte lediglich, dass das System funktioniert. Es ist nicht alles eitel Sonnenschein, z.B. wäre ein für alle einsichtiger Abschlussbericht der USK für jede einzelne Freigabe wünschenswert. Aber das System ist anerkannt, sowohl von staatlicher Seite als auch von Seiten der Spieleindustrie, die seinerzeit an diesem Konsens mitgearbeitet hat. Nur scheren halt ab und an mal einige Publisher aus, weil ihnen das System nicht liberal genug ist.

Von deiner Seite und von anderen Befürwortern von PEGI fehlt mir bisher nach wie vor jede Begründung, warum das System funktioniert.
Und ich meine nicht von Seiten der Publisher, das ist mir klar dass PEGI für die hervorragend funktioniert, schließlich haben sie es ja maßgeblich mit ausgearbeitet und durchgesetzt.

Eine Indizierung sagt übrigens nach wie vor nicht, dass irgendein Medium "zu schlimm für Erwachsene wär". Sonst würde es ja mit einem generellen Verkaufsverbot belegt werden. Es darf nur nich offen beworben und ausgestellt werden.
Und bei aller Freiheit, ich halte es nicht für ein Menschenrecht, dass man Spiele anpreisen darf, in denen es darum geht so brutal wie möglich Menschen umzubringen.
Virtuell.....und bei Kindern ist das ja ok mit der Zensur, die sehn zwar auch die Tittenmodels überall aber ok.

Aber das Pegi System Funktioniert doch für uns auch ? Oder meinst du die Jugend verkommt mehr wenn wir auf dieses System setzten würden, das muss du auch erstmal beweisen mein Lieber....

Viele Wissenschaflter sind sich sogar einig, entgegen dem was permanent verbreitet wird. Wenn man es nicht übertreibt sind diese Spiele sogar förderlich für den Menschen. Da er nämlich durch die Zivilisation bedingt, seiner animalischen und natürlichen Gewohnheiten entflieht. Nicht das unbedingt Töten ne Gewohnheit des Menschen wäre zumindest nicht bei "Artgenossen", aber Kampf, Anstrengung, Jagd, sammeln, taktisches Vorgehen usw. mögen viele Menschen und haben es quasi im Blut ;) und deshalb gehen sie unter anderem Virtuell diesem Hobby nach.

Und ich finde das ok so, da kein Mensch eigentlich zu Schaden kommt. Und ich frag mich wie du bei deiner Einstellung der "brutalen" Videospiele den Weg in diesen Thread hier gefunden hast :D. Nichts für ungut, aber du wirst mir langsam immer unheimlicher mit dem was du schreibst, und bist nicht wirklich ein Parade Beispiel dafür wie ein USK Befürworter aussehen sollte.
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Beam02
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Beitrag von Beam02 »

Wie gesagt, ob das PEGI-System funktioniert oder nicht kann man schlecht beurteilen, wenn man keine Kriterien hat, an denen man den Erfolg messen will. Die Antwort bleibst du nach wie vor schuldig und druckst lieber rum.
Dass sich die anderen EU-Staaten dem System angeschlossen haben ist kein hinreichendes Kriterium, schließlich hatten die meisten von denen vorher ohnehin keine Alterseinstufungen auf Spielen. Da lagen die nämlich komplett ohne Einstufung in den Regalen. Dass das nicht förderlich sein kann, darüber sollten wir uns eigentlich einig sein. Auch wenn du mir jetzt sicher wieder erzählen willst, dass es einem Heranwachsenden definitiv nicht schaden kann, wenn er mit exzessiver Gewaltdarstellung konfrontiert wird.

Ich bleib dabei, ein publisherdominiertes Einstufungssystem kann für eine gesetzlich verbindliche Freigabe, wie wir sie in der BRD haben, nicht förderlich sein, da alle anderen relevanten Interessengruppen einfach von vornherein ausgeschlossen werden.
Für die anderen EU-Staaten mag PEGI wohl ausreichen, die haben ja auch keine gesetzliche Altersfreigabe für Videospiele.
Das magst du gut finden, ich finde es verantwortungslos.
KOK
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Beitrag von KOK »

Ich frage mich sowieso, wie man einen Händler auffordern kann, das PEGI-System zu beachten und Titel ab 18 auch nur an Erwachsene auszuhändigen, wenn das PEGI-System keine juristische Relevanz hat, da die gesetzsprechende Kompenente gar nicht gegeben ist. Einerseits fordern die Leute hier im Forum auf, daß die Kontrolle bei den Händlern stärker wird, anstatt die Kontrolle an den Spielen selbst zu verschärfen, anderseits aber wollen sie das PEGI-System.

Wenn wir in Deutschland die USK abschaffen und das PEGI-System in seiner jetzigen Form einführen, dann hat es zwei Konsequenzen:
1. die Spiele können wieder frei nach Schnauze von der BPjM indiziert werden (was eine schärfere Zensur seitens der Publisher nach sich zieht siehe Spiele vor 2003)
2. der Händler kann Spiele ab 18 an Zwölfjährige verkaufen