Lionhead: Gebrauchtmarkt schlimmer als Kopien

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Billau
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Beitrag von Billau »

T.H. hat geschrieben:Ich hätte da ja nen Tipp...

Liebe Spieleentwickler und Publisher,

Macht Spiele mit Kampagnen von um die 20 Stunden statt inzwischen um die 4-6. Mit Wiederspielwert. Dann tauchen die Spiele auch nicht 3 Tage nach Release auf dem Gebrauchtmarkt auf.

Ich hab' z.B. meine Deus Ex-Spiele nach 10 Jahren immer noch im Regal stehen. Warum? Weil es immer noch Lösungswege und Skillungen gibt, die ich nicht ausprobiert habe. Und ich in unbewachten Momenten diesen Dino unter den Spielen tatsächlich noch mal rauskrame. Etwas, dass mir bei den meisten modernen Spielen NIEMALS passieren würde.

Das unterschreibe ich zu 100%!

Spiele wie Deus Ex, GTA Vice City oder Gothic 1und 2 stehen immer noch bei mir im Regal und werden trotz ihres Alters immer mal wieder gespielt.
Ich würde gar nicht auf die Idee kommen mich von denen zu trennen.
Bei den meisten neuen Titel gibt es einfach keinen Grund sie zu behalten.

Da sollte man ansetzten, anstatt Gebrauchtspielkäufer mit Leuten gleich zusetzten, die sich die Spiele illegal besorgen.
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crewmate
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Beitrag von crewmate »

stormgamer hat geschrieben:
Crewmate hat geschrieben:Da ist die Industrie mit ihren verstaubten konservativen Vertriebswegen selbst dran schuld.
Selbst der Kaffeeladen an der Ecke hat ne Rabattkarte, bei der der Fünfte Kaffee umsonst ist.
Ähnliche Aktionen gibt es auch wieder nicht. Jedes Jahr ein fifa, nfs und CoD.

Der Schuldige ist hier der falsche. Nicht die Spieler sind die Bösen, sondern Gamestop.
Die machen dick Cash, an den Publishern vorbei. Was haben wir Spieler damit zu tun.

Hier wurden einige sehr gute Argumente zusammengefasst.
http://www.escapistmagazine.com/videos/ ... Ten-Dollar
thx für das vid, is echt klasse :D
aber ich gehöre eindeutig trotzdem zur gruppe die sich irgendwie verarscht fühlen wenn bei einen gebrauchtspiel was fehlt^^
Mir gefällt der reduzierte Preis bei neuen Spielen sehr gut. 30€ für das Spiel in Verpackung mit Anleitung etc und eine geringe Summe später für Online-MP, der auf der Disk ist. Man braucht für Online-MP so oder so internet. Es wäre ein Kompromiss zwischen Spielern, Vertriebsfirmen und Entwicklern. Gegen Gamestop, die heute allein profitieren. Oder die Entwickler machen einfach bessere Spiele, die auch 60€ wert sein können.
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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

Crewmate hat geschrieben:
stormgamer hat geschrieben:
steve0711 hat geschrieben:Hab mal beim Gamestop gearbeitet. An einem neuen Spiel verdient das Unternehmen mittlerweile nicht mal mehr 5 €. An einem gebrauchtem Spiel ca 5-30 €. Und das möglicherweise mehrmals beim selben Exemplar. Dass das die Entwickler stört kann man nachvollziehn.
Trotzdem ist die Aussage blödsinnig. Denn das hat nichts mit Logik zu tun, sondern ist schlicht und einfach Kapitalismus.
Vor 10-20 Jahren kam ich mit einem Spiel teilweise Monate aus, weil man es immer wieder durchspielen konnte und der Spielspaß trotzdem erhalten blieb. Heute ist es schon schwer genug ein Spiel zu finden (außer Sport- und Rennspiele) die einen länger als eine Woche beschäftigen(und ich mein damit Spaß und keine Achievements). Solls dann etwa bei mir verstauben? Beschwert sich der Heyne oder Fischer Verlag über gebrauchte Bücher? Oder Ikea über gebrauchte Möbel? Ganz zu schweigen von Gebrauchtwagen. Soll Ebay runtergefahren werden?

Die Aussage des Lionheads Mitarbeiters verdient letztendlich keine Beachtung.

LG Steve
wie gesagt der große unterschied zu anderen materiellen dingen ist ist halt das software an sich (bis auf die aktualität) an qualität nicht verliert während autos und möbel sich beispielsweise abnutzen.
und ehrlich gesagt wundert das mich bei gamestop gar nicht^^
hatte mal so nen werbezettel mit einen "supersonderangebot" in die hand bekommen wo ich zwei spiele abgeben und dafür ein neues für nur 10€ bekommen konnte. die die ich aber abgeben konnte (vorgegebene liste) waren nur ziemlich aktuelle , qualitativ hochwertige spiele. folglich ging ich mal bei gamestop rein und sehe das sie diese spiele bis zu gar 60!!!!!€ gebraucht wiederverkaufen. gamestop nutzt halt wirklich die unwissenheit des kunden, was ihre spiele noch wert sind. und das auf beiden wegen sowohl im ankauf als im verkauf
Da ist die Industrie mit ihren verstaubten konservativen Vertriebswegen selbst dran schuld.
Selbst der Kaffeeladen an der Ecke hat ne Rabattkarte, bei der der Fünfte Kaffee umsonst ist.
Ähnliche Aktionen gibt es auch wieder nicht. Jedes Jahr ein fifa, nfs und CoD.

Der Schuldige ist hier der falsche. Nicht die Spieler sind die Bösen, sondern Gamestop.
Die machen dick Cash, an den Publishern vorbei. Was haben wir Spieler damit zu tun.

Hier wurden einige sehr gute Argumente zusammengefasst.
http://www.escapistmagazine.com/videos/ ... Ten-Dollar
Dem Video stimme ich definitv zu. Dem werden wohl auch die meisten anderen Studenten der Wirtschaftswissenschaften zustimmen. Es ist zwar recht allgemein aber dafür sehr anschaulich für jedermann.
Es gibt nur ein großes Problem. Die Zeit. Es gibt keine aussagekräftigen Zeiträume in denen verschiedene Vorgehensweisen statistisch verwertbare Aussagen liefern. Nur bei Blockbustern kann man ein neues Vertriebsmodell testen, da bei diesen eine Käuferbasis vorhanden ist. Nur lassen alte Strukturen wie eine antiqierte Kostenrechnung meist keinen Spielraum für Experiemente. Leider sind die meisten Führungspersonen in einem solch schnell wandelnden Markt so alt, dass sie in ihren alten Strukturen festhängen und zu konservativ agieren.

@Steve
Die Spiele sind auf keinen Fall schlechter geworden. Die Mischung aus gehobenem Anspruch, größerer Auswahl, welche wieder einen größeren Anspruch hervorruft, bei weniger verfügbarer Zeit, lässt so manchen ein verzerrtes Wahrnehmungsbild erschaffen.

Die fortschreitende Technologie lässt lässt nicht zu, dass man die Spieleindustrie mit anderen Gewerben wie Filmproduktionen oder Buchverlagen vergleichen kann. Haben beide nämlich jeweils eine Konstante, die ihnen eine sichere Basis geben. Filme nutzen die Welt, wie wir sie kennen. Sie erschaffen "relativ" wenig im Vergleich zu Spieleherstellern. Bücher leben von der Imagination des vom Autor geschriebenen Wortes. Spieleentwickler müssen dagegen virtuell glaubwürdige oder zumindest irgendwelche Welten erschaffen. Und das mit immer mehr Aufwand weil der potentielle Kunde durch die Konsumwelt immer anspruchsvoller wird. Es gibt nicht "das eine Problem". Es ist ein Kreislauf.
kuebelnest
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Beitrag von kuebelnest »

Der Gebrauchtmarkt ist nur so lukrativ weil die Preise so hoch sind, 70€ für 10 Stunden Entertainment das ist einfach nicht angemessen. Ich würde nie auf die Idee kommen mir ein Spiel das neu 35 € (bei wii is das gerne mal so) kostet, und das trotzdem was taugt gebraucht zu kaufen, genauso wenig denke ich aber daran 70€ für ein Spiel neu zu kaufen wenn ich es für 50 einkaufen und 20 wieder verkaufen kann. Mir geht es nicht um jeden Euro aber es geht um faire preise, die werden vom publisher nicht geboten, also hol ichs mir wo anders.
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Alking
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Beitrag von Alking »

Ein klassischer Fall von "Selber schuld" würde ich sagen.

Man schaue sich direkt mal ein Lionhead Spiel an, Fable 3 zum Beispiel. Das ist seit letzter Woche auf dem Games on Demand Place auf Xboxlive. Das Spiel ist letztes Jahr rausgekommen, mittlerweile schon recht "alt" und was haut man da für einen Preis raus, für eine Download Version, ohne Hülle, Handbuch und Disc? 49,99€. Und sowas soll jemand kaufen?

Ich glaube die Publisher/Entwickler sollten sich mal überlegen, wann man die Preise im Verkauf senkt. Schaut euch CoD an, da kostet selbst Modern Warfare 2 noch mehr als 20€ neu. Das kanns doch einfach nicht sein.

Wenn ein Spiel 2 Jahre auf dem Buckel hat, dann würde ich als Publisher doch versuchen all diejenigen anzusprechen, die das Spiel noch nicht hatten und es neu für 10€ UVP in den Laden stellen.

Ein Spiel wie Fable 3 sollte neu für 25€ zu haben sein. Da fehlt ein MP Modus, der Wiederspielwert ist eher mittelmäßig und das Game ist schon was älter. Da muss man sich doch mal realistisch dran setzen und sich fragen, ob man nach einem halben Jahr nicht mal über eine andere Strategie nachdenkt und die Spiele für attraktive Preise raushaut.

Ähnlich gut ist auch Halo Reach, was auf dem Games on Demand Place für 50€ angeboten wird. Unfassbar.

Mein persönliches Fazit: Aussagen wie die von Lionhead lassen mich kalt. Ich werde weiterhin Spiele tauschen, gebrauchte Games kaufen etc. Nur die Kracher für mich persönlich kaufe ich selbstverständlich neu. Aber Spiele die mich nicht voll überzeugen werden weiterhin gebraucht gekauft.
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Azure-Kite
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Beitrag von Azure-Kite »

Die Entwickler sollten sich mal lieber in die Lage der nutzer versetzen.

Anstatt ständig neue Mittel und Wege zu suchen um den kunden ohne großen Aufwand noch mehr Geld aus den Taschen zu ziehen.

Wer kann sich denn bitte um die 4 vollpreis Titel die man gern hätte pro Monat leisten?
Da ist es eine sinnvolle alternative diese dann für 2/4 - 3/4 des Vollpreises gebraucht zu kaufen.

Ich war froh das ich Titel wie Disgaea 3 gebraucht bekommen konnte.
Weil es das einfach nirgendwo mehr zu kaufen gibt/gab.
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Arvin Sloane
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Beitrag von Arvin Sloane »

Manche alte Spiele bekommt man aber nur gebraucht, wenn es kein Original mehr gibt zu gutem Preis, kaufe ich auch gebraucht. Zum Beispiel Kotor 1 etc.
johndoe945852
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Beitrag von johndoe945852 »

...
Zuletzt geändert von johndoe945852 am 17.07.2020 17:30, insgesamt 1-mal geändert.
BcHmF
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Beitrag von BcHmF »

Also seid EA die 10$ (Onlinecode/Pass etc) gestartet hat, kaufe ich aus Protest von EA NUR noch gebraucht Spiele! Der Code liegt trotzdem dabei und ist aus vollem Bewußtsein des Verkäufers eh nicht genutzt um den Gebrauchtpreis nicht noch weiter zu drücken.

Tja jetzt werde ich wohl auch sämtliche Lionheadspiele auf meine Liste setzten ^^

Also mal ehrlich, ich bin selbst Entwickler und wenn der "Kollege" meint das Recht des Kunden mit seinem beschränkten Horizont zu beschneiden dann geht das nach hinten los.

Grundregel: Gute Spiele verkaufen sich gut, trotz Gebrauchtmarkt und Raubkopiererei. Vorwiegend schwache/schlechte Titel "leiden" vielleicht darunter dass von dem bisschen was dabei rumkommt auch noch andere was haben wollen.

@Lionhead: Ihr wollt Geld? Macht uns gute Spiele. Bis dahin kaufe ich dann erstma nur noch gebrauchte Games von euren unzufriedenen Kunden. :P
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fflicki
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Beitrag von fflicki »

Dann werde ich dem netten Herrn von Lionhead mal etwas freudiger stimmen und vom gelegenheits Gebrauchtkäufer zum Raubkopierer umsteigen ;)

Wenn ich mir überlege das ich jeden Monat um die 300,- Euro für Games/Zubehör für mein geliebtes Hobby ausgebe, die Gegenleistung aber schon seit Jahren durch immer kürzer werdende Spiele oder die Ideelosigkeit, und dadurch immer den selben Einheitsbrei vorgesetzt wird, frag ich mich schon manchmal, warum ich mir das nächste Spiel nicht einfach illegal ziehe.
Da reg ich mich wenigstens nicht über 70,- Euro für unter 5 Spielstunden Unterhaltung auf.

Auch ist die Gamesbranche die einzig mir bekannte, wo Publisher in schöner Regelmäßigkeit uns Zahlende Kunden durch sinnfreie Aussagen permanent beleidigen können.
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Ninnghizidda
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Beitrag von Ninnghizidda »

Hmm ich fahr mit meiner taktik keine spiele über 20.- zu kaufen ganz gut ...

Street Fighter 4 - PlayStation 3 - Gebrauchtware 9,99 €
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Star Wars: Empire at War Gold Pack - PC Spiele - Gebrauchtware 4,79 €

Kam letzte Woche bei mir an ... damit bin ich ersma monatelang beschäftigt.
Die glauben doch nich im ernst das ich 40-60.- für etwas zahle was in 10-20std eh keinen fun mehr macht da würd ich eher nix zahlen und es mir von nem kumpel rüberziehen der eh immer alles hat ...
Fürn hunni gibts ja schon nen Tag im Flatrate ****
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Ninnghizidda hat geschrieben:Hmm ich fahr mit meiner taktik keine spiele über 20.- zu kaufen ganz gut ...
Weisst Du, was Du bist? *hihi*

Ein Kunde, den die Publisher mit ihren bisherigen Preismodellen und ihren etablierten Vertriebsstrukturen nicht bedienen können. So! Das bist Du! Aber anstatt das Geschäftsmodell so zu erweitern, dass man auch Leute wie Dich erreicht, beschimpft man Dich lieber, weil Du nicht gewillt bist Dich den Interessen der Industrie unterzuordnen, Du Sau, Du! :)
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Wenn ich hier so manche Einstellung zu dem Thema lese, dann wird mir schlecht... Geiz ist geil, so geil, dass es völlig wurscht ist, ob man mit seinem Kauf die Entwickler unterstützt oder nicht. Und dann kommt man mit so Argumenten wie, wer sich 4 Vollpreis Spiele im Monat leisten können soll... schon mal dran gedacht dann einfach eine Auswahl zu treffen, was man spielt und was nicht? Statt dessen sind viele Spieler der Meinung sie müssten absolut jedes gute Spiel spielen, das ihren Geschmack trifft. Wäre ja auch furchtbar wenn sie etwas verpassen würden, davon ginge ja die Welt unter... Was sollen denn Spieler erst sagen, die aus Zeit gründen gar nicht alles spielen können? Aber ja, Zeit ist dann plötzlich ein Argument, dass völlig in Ordnung ist, aber zu wenig Geld ist keines, schon klar... Die typische Konsumer Krankheit: alles haben wollen obwohl man es sich gar nicht leisten kann und auch gar nicht alles braucht.

Und ernsthaft: wären Spiele billiger, würden immer noch genug Leute Gründe finden gebraucht zu kaufen und zwar mit dem Argument "Geil, jetzt kann ich mir noch mehr neuere gebrauchte Spiele im Monat leisten!". Ob die Entwickler was von dem Geld sehen geht doch diesen Spielern völlig am A**** vorbei.
johndoe776539
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Beitrag von johndoe776539 »

das fable macher angst vor gebrauchtspielen haben is logisch, ich würd fable auch sofort wieder verkaufen, weils scheise is xD
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greenelve
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Beitrag von greenelve »

Balmung hat geschrieben:Wenn ich hier so manche Einstellung zu dem Thema lese, dann wird mir schlecht... Geiz ist geil, so geil, dass es völlig wurscht ist, ob man mit seinem Kauf die Entwickler unterstützt oder nicht. Und dann kommt man mit so Argumenten wie, wer sich 4 Vollpreis Spiele im Monat leisten können soll... schon mal dran gedacht dann einfach eine Auswahl zu treffen, was man spielt und was nicht? Statt dessen sind viele Spieler der Meinung sie müssten absolut jedes gute Spiel spielen, das ihren Geschmack trifft. Wäre ja auch furchtbar wenn sie etwas verpassen würden, davon ginge ja die Welt unter... Was sollen denn Spieler erst sagen, die aus Zeit gründen gar nicht alles spielen können? Aber ja, Zeit ist dann plötzlich ein Argument, dass völlig in Ordnung ist, aber zu wenig Geld ist keines, schon klar... Die typische Konsumer Krankheit: alles haben wollen obwohl man es sich gar nicht leisten kann und auch gar nicht alles braucht.

Und ernsthaft: wären Spiele billiger, würden immer noch genug Leute Gründe finden gebraucht zu kaufen und zwar mit dem Argument "Geil, jetzt kann ich mir noch mehr neuere gebrauchte Spiele im Monat leisten!". Ob die Entwickler was von dem Geld sehen geht doch diesen Spielern völlig am A**** vorbei.
öhm..what? ja klar werden so Entwickler nicht komplett unterstützt...aber warum ein überteuertes Produkt erwerben, nur um der Geldgeilheit der Firmen nachzukommen? bei World of Goo gab es mal nen Zeitraum, in dem man das Spiel im Preis stark reduziert erwerben konnte. Und nun rate mal, die haben damit wirklich mehr Gewinn gemacht als mit dem Vollpreis.

Desweiteren deine Aussage "alles haben wollen obwohl man es sich gar nicht leisten kann und auch gar nicht alles braucht"
1: ja klar kann sich kaum jemand 6 Vollpreisspiele zu je 60 Euro im Monat leisten, Gebraucht aber geht das :wink:
2:ob, wer und warum jemand etwas braucht, ist Ermessenssache. Ich brauche Fussballmanager, kann gar nicht ohne, heist aber noch lange nicht, dass diese allgemein gebraucht werden.

Wie schaut es denn mit Filmen aus? Mittlerweile ebenfalls ein teures Vergnügen geworden (hofftenlich wird Fluch der Karibik 3D nicht zu teuer :evil: ) und da gibts Leute, die schauen sich jeden Film ihres Genre an. Die sagen sich auch nicht "och wozu 3 Actionfilme, einer reicht doch"

Mir wird bei ignoranten Meinungen wie deiner Schlecht. Wir beurteilen eine Aussage eines Lionhead-Mitarbeiters, der Gebrauchtwarenkäufer negativer darstellt als Kriminelle 8O
So etwas darf ruhig abgestraft werden, denn es zeigt die Gier einiger Entwickler/Publisher, die einfach nicht genug Geld abkassieren können.