Boesor hat geschrieben:das gilt aber nur, wenn man kein Interesse mehr an Spielen hat.
Solange das noch besteht macht man sich natürlich das eigene Hobby kaputt.
Nun, Du musst halt für Dich individuell ausmachen, ob Dein Hobby - das Spielen - den Aufwand - Kopierschutz akzeptieren - rechtfertigt.
Ist dem nicht so, also ist Dein Ärger mit dem KS größer, dann ist das mit dem nicht mehr Spielen zwar irgendwo schade - aber nicht tragisch.
Meine Meinung ist halt, dass zwischen dem Publisher und mir ein direkter Verhältnis von Angebot und Nachfrage existiert.
Ich habe allerdings kein Interesse an seinem Angebot, wenn es absurde DRM Maßnahmen enthält.
Der Publisher braucht mein Geld, ich aber sein Spiel nicht.
Den Schwarzkopierer lasse ich aus dieser Rechnung übrigens bewußt raus. Der Kopierer erfindet ja den KS nicht. Der Kopierer stellt den auch nicht als Feature für mich dar.
Eigentlich will den KS keiner. Ich will ihn nicht, der Kopierer will ihn nicht, der Publisher will ihn eigentlich auch nicht (bezahlen).
Der Knackpunkt ist, nur ICH leide unter dem KS. Der Publisher verteilt die Ausgabe auf den Preis und der Kopierer verläßt sich auf die Cracker.
Deshalb sehe ich als Kunde nur den Publisher, der beim Versuch irgendwelche Verkaufszahlen zu retten, diese genau damit torpediert.
Ich möchte sein Spiel ja kaufen und so nutzen, wie sich der Entwickler das gedacht hat (also ohne selber Cracks zu installieren, was für mich ja die Blödeste aller Maßnahmen ist).
Aber der Kopierschutz ist für mich mitunter ein Kaufschutz.
Darin ist er übrigens besser als als Kopierschutz.
Der Witz an der Sache ist nämlich, dass es fast vollkommen egal ist, ob ein Spiel jetzt einen KS hat oder nicht. Das mindert nicht die Zahl der Kopien. Der Publisher erhält maximal ein wenig Zeit, bis die Kopien in großer Zahl vorhanden sind und die wird auch immer kürzer, bzw. oft kann der Kopierer schon spielen, bevor ich das Spiel überhaupt haben darf.
Mit dieser Zeit argumentiert der Publisher dann ja auch, weil ihm nur die Vorbesteller und erste Woche Käufer wichtig sind.
Beides bin ich aber schon lange nicht mehr.
Ich kann aber nur mit meinem Geldbeutel abstimmen. Damit habe ich - gesetzt den Fall die Regeln der Marktwirtschaft funktionieren noch - eigentlich ein sehr mächtiges Instrument in der Hand. Ich kann nicht mehr als dem Publisher mit einem Verzicht auf das Spiel mitteilen, dass er in die falsche Richtung rennt.
Sowas in der Art meint Petersson dann auch. Der Fokus der Publisher liegt bei den Kopierern. Da sollte er aber nicht hin, denn die interessieren sich einen Dreck für seine (oder meine) Belange. Die meisten kopieren, weil sie's können oder schon gar nicht mehr anders gewohnt sind.
Die bekommt man durch einen KS nicht zum Kauf. Die bekommt man vielleicht auch ohne KS nicht zu einem Kauf.
Dafür bekommt man aber seine eigentlichen Kunden wieder zum Kauf.
Dass Spiele ohne KS Erfolg haben können - wenn sie denn finanziell richtig geplant sind - wird inzwischen immer häufiger bewiesen.
Dass man das Gegenteil nicht wirklich beweisen kann, ist auch Fakt. Niemand kann beweisen, dass der Comic Prinz von Persien mit KS auch untergegangen wäre.
Ich kann das nur vermuten bis ganz stark glauben.
Denn mit oder ohne KS... das Spiel war nicht wirklich das Gelbe vom Ei...