Crow1981 hat geschrieben:Culé hat geschrieben:Lange Rede, kurzer Sinn: Witcher ist für mich glaubwürdig (es steckt ja auch eine ganze Fantasywelt eines Autoren dahinter), Dragon Age ist es nicht für mich.
Ob das nun ausgerechnet für eine Glaubwürdigkeit einer Welt spricht, kann ich nicht unterschreiben. Schließlich sind für den Backround eines Videospiels ebenso Autoren am Werk. Oder eben auch die andere Seite: In der Literatur gibt es genauso Werke, deren Spielwiese unglaublich flach gehalten und unglaubwürdig wirkt.
Klar gibt es auch in der Literatur unglaubwürdige und flache Werke. Diese werden aber (meistens) nicht für Spiele gewählt. Es gibt viele Autoren, die eine "Welt" erschaffen haben, die so unglaublich gut durchdacht ist, dass die Welt selber greifbar wird. Als erstes wäre da ganz sicher J.R.R. Tolkien, wer sich mal ernsthaft mit diesem Universum beschäftigt (und dessen Geschichte), sieht das unglaubliche Potential dahinter. Andrzej Sapkowski gehört eben zu dieser Art Autoren; der Hexer ist sozusagen sein Lebenswerk. Die ganze Welt, die er erschaffen hat, wirkt dadurch wirklich real und durchdacht! Etwas, das nur wenige Autoren eines Spiels jemals erreichen können, da es halt nur "ein Job" ist. Dragon Age liegt, was die Glaubwürdigkeit der Spielewelt betrifft, weit hinter dem Hexer zurück. Die Umwandlung guter Geschichten/Bücher in Spiele, daran haperts aber dann am meisten. Beim Witcher hats aber ganz gut geklappt

Und ja, es gibt auch Ausnahmen, bei denen Spieleautoren eine geniale Welt erschaffen

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Ich will Dir Deine Vorlieben gar nicht absprechen, auch ich fand The Witcher ganz nett. Allerdings ist es für mich an den Bugs und vor allem die miese deutsche Synchro gescheitert, die sämtliche Atmosphäre im Keim erstickt hat. Wenn sowas wie der Kinnhaken im Witcher-Spiel eine selbstironische Überspitzung ist, sind es die Blutfontänen in DA auch. Sicher ist Witcher düster und erwachsen, und das auch gewollt. Man kann aber eben dies auch DA nicht absprechen.[/i]
Hmm, wann hast du denn den Witcher gespielt? Die erste Version war ja wirklich eine Zumutung, aber mit der Sonderedition hat sich das ganze ja dann total geändert. In der Version wurde nahezu die ganze Synchro komplett neu vertont (und zwar mit gutem Ergebnis), sowie die Ladezeiten um 90% verkürzt und die meisten (fast alle) Bugs behoben. Das Spiel wurde dadurch von "solide / gut" zu einem "Muss für Rollenspieler"

Vielleicht solltest du es mit der "besseren" Version nochmals ausprobieren.