Most Pirated Games of 2010

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YokoOHHNoo
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Beitrag von YokoOHHNoo »

Rat King Of Hamelin hat geschrieben:klar denkt man, was kann so schwer sein, was zu downloaden. aber es gibt schon genug die nicht mal wissen wie ein pc angeht (jetzt extreme mal so gesagt) . . . bzw, nen pc ordendlich halten, treiber und was halt dazu gehört, dann noch die passenden programme zum saugen etc.

edit: und wie ich es immer ankündige . . . soviel konsoleros wettern das pc gaming stirbt.

mmhhh, was passiert wenn pc gaming sterben sollte
... Und dann kommen sie die DRM.
Wobei ich ja so schon gehört habe dasman manche spiele jetzt schon nur online spielen kann.
Warum soll ohne PC Spiele der Kopierschutz für Konsolen noch schwieriger zu umgehen sein als heute? Du weißt schon, das JEDE Konsole schon heute (und damals^^) von Haus aus kopiergeschützt ist? Jemand ohne Ahnung kann sich so viele IS
Es ist eher so, dass man mehr Technik-Ahnung braucht, wenn man auf ner Konsole Kopien zocken will als auf nem PC, wo man den CracOs für seine Konsole ziehen wie er will. Wie soll er sie zum laufen bringen?
Im Falle der PS3 und auch der letzten PSP Version mit je aktueller FW ist sogar (derzeit) überhaupt gar nicht möglich, irgendwelche Kopien zum Laufen zu bringen.

Leute, die diesen Kopierschutz umgehen, können müssen entweder einen Modchip einbauen (lassen) oder die Konsole mit gehackter Firmware bespielen. Mit einfachem Downloaden hat das also nix zu tun, es erfordert schon einigen mutwilligen Aufwand, um Kopien auf ner Konsole zum laufen zu bringen...
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WeAllLoVeChaos
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Beitrag von WeAllLoVeChaos »

YokoOHHNoo hat geschrieben:Auch erstaunlich finde ich, dass gerade Besitzer einer Casual-Konsole, welche ja laut Meinung der meisten im Schnitt ja weniger allgemein technisch interessiert sein sollten, es doch so oft hinbekommen, ihre Konsole zu modden.
WeAllLoVeChaos hat geschrieben:Ich will mich hier nicht outen als Raubkopierer oder sonstiges.
Spiele, die ich mir höchstwahrscheinlich gekauft hätte, sauge ich mir jetzt, zock sie an und verlier nach kurzer Zeit das Interesse.
hm... iwie widersprüchlich^^
:D jaaa, aber im Verlauf meines Kommentars begründe ich das mit der mangelnden Wertschätzung der Güter, die man "einfach so" bekommen kann, worauf du in deinem Kommentar auch eingehst.
Wenn man alles sofort haben kann vergeht einem der Reiz an jeglichem, sei es ein Spiel, Film oder Musik. Der persönliche Bezug fehlt einem, da man sich das Medium nicht für sich gekauft, also auch nicht erarbeitet hat, sondern einfach nur iwo auf "Download" geklickt hat.
Und wie fast immer ist auch hier die Devise, was nichts kostet, ist auch nichts wert.
Und desweiteren bin ich kein Casualgamer ;-) Ich zock halt gerne und die Wii war mein erster Versuch sich an Konsolenkopien ranzumachen... und wie ich ja erwähnt habe... so doll ist das Ganze nicht. Deswegen habe ich auch auf das Flashen meiner 360 verzichtet ;-)

Auch wenn Kopien nichts gutes sind, möchte ich diese Pauschalisierung und Verurteilung schon kritisieren, denn jeder von uns hier im Forum hat sich schon mal mp3s getauscht, oder über einen Youtube Converter Musik scheinbar legal gezogen. Jenes ist aber dann mindestens genauso falsch!
Wir sind alle keine Heiligen.... wie heißts so schön... "Wer im Glashaus sitzt..." ;-)

cya
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YokoOHHNoo
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Beitrag von YokoOHHNoo »

WeAllLoVeChaos hat geschrieben:Und desweiteren bin ich kein Casualgamer ;-) Ich zock halt gerne und die Wii
Hab ich auch nicht auf dich bezogen, diese Aussagen, sondern einfach darauf, dass für die "Casual"-Konsole Wii mehr Kopien gezogen werden als für die "Coregame"-Konsole XBox. Was ich relativ erstaunlich finde.

Dass wir alle keine Heiligen sind, weiß wohl jeder selbst am besten^^.

Aber es ist doch wirklich so, dass gezogene Medien einfach nicht den gleichen Wert für einen persönlich haben wie eine selbst gekaufte CD, DVD oder eben ein Spiel.
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E-G
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Beitrag von E-G »

YokoOHHNoo hat geschrieben:
WeAllLoVeChaos hat geschrieben:Und desweiteren bin ich kein Casualgamer ;-) Ich zock halt gerne und die Wii
Hab ich auch nicht auf dich bezogen, diese Aussagen, sondern einfach darauf, dass für die "Casual"-Konsole Wii mehr Kopien gezogen werden als für die "Coregame"-Konsole XBox. Was ich relativ erstaunlich finde.
nuja... es gibt ja auch mehr verkaufte exemplare der "casual" konsole als von der xbox... und es gibt auch deutlich mehr pcs auf der welt als beide zusammen... is eben ne relative rechnung.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

4P|Zierfish hat geschrieben:
stell dir vor der Publisher würde dir die einzige Kopie verkaufen? Was wäre die Folge?
Entweder: er verlangt 10-100Mio€ für das Spiel (die du sicher nicht hast)
oder, er zahlt den Entwickler aus (8-80Mio sagen wir mal)
und meldet Insolvenz an.

Zweites ist nicht wünschenswert, weil es bald keine Spiele mehr geben würde.
Aha, also ohne Publisher gäbe es in absehbarer Zeit keine Spiele mehr. So, so. Da frage ich mich, wie der Independent-Markt sich deiner Meinung nach erklären lässt, in dem tatsächlich unterdessen Geld verdient wird. Ich behaupte jetzt einfach mal glatt das Gegenteil, das ich genauso wenig mit Fakten untermauern kann, wie du dein Standart-Argument, das früher oder später ja in jeder dieser Diskussionen aufzutauchen pflegt:

Ohne Publisher ginge es uns allen besser. Entwickler müssten keine Rücksicht auf die Zielgruppenanalysten ihrer Verleger mehr nehmen, sondern wären nur noch ihrer Homebase verpflichtet, die sich das Spiel direkt beim Entwickler herunterläd (siehe frictional games mit "Amnesia"). Hätte remedy nicht MS mit seinem Wunsch nach einem X-Box-Exklusiv-Burner im Nacken gesessen, dann hätten wir jetzt nämlich das ursprünglich versprochene Twin-Peaks-Spiel, und zwar auch auf´m PC. Die Spielelandschaft wäre breiter gefächert und vielfältiger, da nicht mehr jedes Spiel auf den Massenmarkt in vordefinierte Genrekorsetts gezwungen werden müsste. Alles wäre schöner, besser. Und jetzt beweis mir mal, dass es nicht so wäre.
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Muramasa
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Beitrag von Muramasa »

YokoOHHNoo hat geschrieben: Es ist eher so, dass man mehr Technik-Ahnung braucht, wenn man auf ner Konsole Kopien zocken will als auf nem PC, wo man den CracOs für seine Konsole ziehen wie er will. Wie soll er sie zum laufen bringen?
Im Falle der PS3 und auch der letzten PSP Version mit je aktueller FW ist sogar (derzeit) überhaupt gar nicht möglich, irgendwelche Kopien zum Laufen zu bringen.

Leute, die diesen Kopierschutz umgehen, können müssen entweder einen Modchip einbauen (lassen) oder die Konsole mit gehackter Firmware bespielen. Mit einfachem Downloaden hat das also nix zu tun, es erfordert schon einigen mutwilligen Aufwand, um Kopien auf ner Konsole zum laufen zu bringen...
ps3 und psp sind derzeit raubkopierbar, psp go durch ison exploit und ps3 wurde gestern vom CCC verkündet das sie gehackt wurde, sodass man programme selbst signieren kann, sprich der totale zwischen die beine tritt den man sich ausmalen kann.

Ohne wegnahme des OtherOs wär das wahrscheinlich net passiert, die hacker und ihr linux sind da pingelig.

Die schutzmechanismen der wii sind halt lahm und es ist halt viel zu einfach ohne großen aufwand da was zu machen. Das erklärt für mich auch den größten umsatz von rk, obwohl diese zahlen überhaupt nicht repräsentativ sind.

Ist schon traurig für die konsolenhersteller, das sie wieder versagt haben.
spliffb
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Beitrag von spliffb »

Ich glaube schon, daß der werbende Effekt durch Kopien positive Auswirkungen auf das Wachstum der Softwarebranche im Gesamten hat.

Wenn ich daran denke was für einen Boom es gab, als die Playstation 1 mit Modchip vereinzelt in den ersten Haushalten auftauchte.
Da kamen Freunde, zu Freunden, von anderen Freunden, die teilweise noch nie etwas mit Computern oder Konsolen zu tun hatten und waren fasziniert von der Fülle an Spielen.
Der Gedanke, dieses Feuerwerk an Spaß für wenig Geld (PS1+Modchip) zu bekommen, ließ sie nicht lange fackeln, und immer mehr Haushalte füllten sich mit PS1en.
Natürlich hatten diese Leute dann auch zu 90% Kopien, und der ein oder andere Publisher neigte bei dieser Erkenntnis dazu, 90% Verluste herauszulesen, anstatt den 10% Gewinnen und den Neukunden als solchen Beachtung zu schenken.
Aus vielen dieser Neulinge sind mit der Zeit begeisterte Videospieler geworden, deren Geldbeutel größer wurde und deren Wertschätzung zu ihren liebgewonnenen Hobby stieg.
Heute sind nicht wenige von ihnen Wii, 360, PS3 Besitzer und aus den 90% Kopien sind 90% gekaufte Titel geworden.
johndoe782451
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Beitrag von johndoe782451 »

Meine simple Meinung zu der ganzen Sache, geht in die Richtung Mr. Archers. Publisher, im allgemeinen Börsenorientierte Unternehmen sind Gift für alles kreative und freie Gestaltung, wenn Profit in erster Linie ist, was zählt. Das darf im Bereich der Kunst einfach nicht sein. Was das mit meinem Hobby gemacht hat, verzeihe ich niemals (ebenso den mangelnden Anspruch, der sich in der Gamerszene breit gemacht hat, zu viel junges Fleisch). Man sollte doch tunlichst unterstehen, dem Raubkopierer moralisch ans Bein pissen zu wollen, wenn man die Publisher und Co. in Schutz nimmt.
Minando
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Beitrag von Minando »

Podophilist hat geschrieben:Meine simple Meinung zu der ganzen Sache, geht in die Richtung Mr. Archers. Publisher, im allgemeinen Börsenorientierte Unternehmen sind Gift für alles kreative und freie Gestaltung, wenn Profit in erster Linie ist, was zählt. Das darf im Bereich der Kunst einfach nicht sein. Was das mit meinem Hobby gemacht hat, verzeihe ich niemals (ebenso den mangelnden Anspruch, der sich in der Gamerszene breit gemacht hat, zu viel junges Fleisch). Man sollte doch tunlichst unterstehen, dem Raubkopierer moralisch ans Bein pissen zu wollen, wenn man die Publisher und Co. in Schutz nimmt.
Das ganze wird ein KLITZEKLEINES BISCHEN torpediert von deinem Avatar. Wenn DAS die Richtung ist die Kunst im allgemeinen und Spiele im besonderen deiner Meinung nach nehmen sollten bin ich doch eher froh dass deine Meinung nicht das Mass der Dinge ist 8)
Nebenbei- tut sowas nicht weh ? 8O
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu »

Finde den Punkt von spliffb keinen schlechten auch wenn er wieder nur nach Legitimierung für's eigene Handeln klingt.

Als ich zu Zocken begann, waren Raubkopien eigentlich nur am Amiga und Co. ein Thema. Da wurde aber verteilt was das Zeug hält. Weil es nur über Freunde ging natürlich etwas lokaler aber trotzdem sehr eifrig.
Und ich hab damals schon beinahe mein Ganzes verfügbares Geld in Spiele gesteckt. Das waren dann aber eben nur 4 Titel oder so im Jahr. Monkey Island und Sonic usw. Die großen eben.
Alles andere wurde beim Kumpel gezockt, vom Kumpel ausgeliehen oder eben vom Kumpel kopiert.

In meinem persönlichen Fall hätte kein Entwickler einen Cent mehr gesehen, wenn ich mir die Spiele nur über den Kaufweg besorgen hätte können. Ich hatte einfach nicht das Budget dazu. Gleichzeitig wäre ich auch nie so ein leidenschaftlicher Zocker geworden, der sich heute die alten Spiele bei Steam und GOG nachkauft um sie im Original zu besitzen. Heute hab ich das Budget und heute sammel ich gerne. Da hat zwar eventuell der Entwickler von damals nix mehr davon, aber die Industrie als Ganzes durchaus.

Das gleiche bei Serien. Es gibt nicht wenige Serien die ich von irgendwem kopiert bekommen habe. Wenn sie mir gefällt kaufe ich sie heute auf DVD, weil ich sie (in besserer Qualität) haben möchte. Ansonsten hätte ich wohl nie irgendwas von Dexter mitbekommen, weil ich das öffentliche Fernsehen meide wie die Pest.


Klar gibt es auch die Menschen mit genug Budget, die das geld lieber in anderes investieren und bei den Medien nur nutznießen.
Ich glaube aber, dass die Mehrheit an Downloadern entweder in Gebieten mit niedrigen Einkommen sitzen oder eben Schüler usw. mit wenig Budget sind. Anstatt sich das Spiel zu brennen oder auszuleihen, klicken die heute eben auf einen Link. Somit scheinen sie in einer Statistik auf, aber geändert hat sich nicht so viel.

Außer dass das Medium Videospiele bekannter und bekannter wird - weswegen natürlich auch die Raubkopien prozentual mitsteigen.


Grundsätzlich hat ein Unternehmen, dass dem Kunden ein Produkt anbieten möchte diesen aber mit Respekt und ohne Vorverurteilungen entgegen zu kommen. Und das passiert durch ewig lange Raubkopier-Vorspänne, Generalverdachtsaussagen und nervigem DRM nicht. Auch wenn das nur die Reaktion ist, ist sie in meinen Augen die falsche.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

mr archer hat geschrieben:
4P|Zierfish hat geschrieben:
stell dir vor der Publisher würde dir die einzige Kopie verkaufen? Was wäre die Folge?
Entweder: er verlangt 10-100Mio€ für das Spiel (die du sicher nicht hast)
oder, er zahlt den Entwickler aus (8-80Mio sagen wir mal)
und meldet Insolvenz an.

Zweites ist nicht wünschenswert, weil es bald keine Spiele mehr geben würde.
Aha, also ohne Publisher gäbe es in absehbarer Zeit keine Spiele mehr. So, so. Da frage ich mich, wie der Independent-Markt sich deiner Meinung nach erklären lässt, in dem tatsächlich unterdessen Geld verdient wird. Ich behaupte jetzt einfach mal glatt das Gegenteil, das ich genauso wenig mit Fakten untermauern kann, wie du dein Standart-Argument, das früher oder später ja in jeder dieser Diskussionen aufzutauchen pflegt:

Ohne Publisher ginge es uns allen besser. Entwickler müssten keine Rücksicht auf die Zielgruppenanalysten ihrer Verleger mehr nehmen, sondern wären nur noch ihrer Homebase verpflichtet, die sich das Spiel direkt beim Entwickler herunterläd (siehe frictional games mit "Amnesia"). Hätte remedy nicht MS mit seinem Wunsch nach einem X-Box-Exklusiv-Burner im Nacken gesessen, dann hätten wir jetzt nämlich das ursprünglich versprochene Twin-Peaks-Spiel, und zwar auch auf´m PC. Die Spielelandschaft wäre breiter gefächert und vielfältiger, da nicht mehr jedes Spiel auf den Massenmarkt in vordefinierte Genrekorsetts gezwungen werden müsste. Alles wäre schöner, besser. Und jetzt beweis mir mal, dass es nicht so wäre.
Äh...und wer soll dann die meisten Spiele finanzieren? Spiele sind nun einmal teuer und die allermeisten Gamer wären ganz sicherlich nicht zufrieden, wenn sie nur noch kleine aber feine Indiegames spielen könnten. Check ich nicht, wie du dir das vorstellst.

Das Publisher sehr viel Scheiße bauen, ändert ja nichts daran, dass sie nicht eine grundsätzlich sinnvolle Aufgabe erfüllen. Sind ja für die Entwickler nichts anderes als Buchverlage für die allermeisten Autoren.

Und abermals ist das wieder keine Rechtfertigung für das saugen von Games. Ich freue mich schon, wenn e-books sich richtig durchsetzen. Bin schon sehr gespannt, wie man das Gewissen denn da beruhigt...ja der Autor soll mal nicht so schlechte Bücher schreiben...ah und deswegen lädst du es dir runter ohne zu bezahlen? Und nein, der Vergleich hinkt nicht. :wink:

Wie gesagt...ladet euch alles runter wie ihr wollt, aber tut nicht so als wenn es rechtens oder gerechtfertigt wäre...ist ja schön wenn man kein Problem damit hat, aber man muss sich nicht selbst anlügen.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

Wulgaru hat geschrieben:
Äh...und wer soll dann die meisten Spiele finanzieren? Spiele sind nun einmal teuer und die allermeisten Gamer wären ganz sicherlich nicht zufrieden, wenn sie nur noch kleine aber feine Indiegames spielen könnten. Check ich nicht, wie du dir das vorstellst.

Und abermals ist das wieder keine Rechtfertigung für das saugen von Games. Ich freue mich schon, wenn e-books sich richtig durchsetzen. Bin schon sehr gespannt, wie man das Gewissen denn da beruhigt...ja der Autor soll mal nicht so schlechte Bücher schreiben...ah und deswegen lädst du es dir runter ohne zu bezahlen? Und nein, der Vergleich hinkt nicht. :wink:

Wie gesagt...ladet euch alles runter wie ihr wollt, aber tut nicht so als wenn es rechtens oder gerechtfertigt wäre...ist ja schön wenn man kein Problem damit hat, aber man muss sich nicht selbst anlügen.
Zunächst, ich bin nicht die allermeisten Gamer. Ich bin ich - und als solches schon seit geraumer Zeit sehr zufriedener Indie-Kunde. Außerdem nähere ich mich der 40-Jahre-Schwelle, habe einen als zufriedenstellend zu bezeichnenden Kontostand - und bekomme leider von der Industrie im Mainstreambereich so gut wie keine Angebote, dieses Geld auszugeben. Den Mist, den die Monat für Monat in die Regale pressen, würde ich nicht mal klauen. So gesehen sind für mich persönlich die Publisher schon länger tod.

Zweitens habe ich hier nirgends das Saugen von Spielen gerechtfertigt. Mache ich persönlich nicht und finde ich in 99 von 100 Fällen mies. Ich verweigere mich nur der Argumentation, das Raubkopieren eine ernsthafte Bedrohung für den Mainstream-Spielemarkt darstellen soll. Dem ist nicht so.

Drittens der Büchervergleich. Der hinkt sogar ganz gewaltig. Denn im Buch-Verlagswesen gibt es neben den großen Mainstream-Thalia-Buchhandlungs-Verlagen abertausende von Klein- und Kleinstverlagen für jedes noch so abseitige Genre. Kein Mensch macht als Lyriker Gewinn. Und trotzdem erscheinen nach wie vor sehr schöne, liebevoll gestaltete Lyrikbände. So einen verlegerischen Berufsethos würde ich mir bei den Spiele-Publishern mal wünschen. Ha! Oder kennst du einen einzigen Buch-Verlag, der gegen die Antiquariate vorgehen würde, obwohl er von deren Umsätzen nichts sieht? Ne, ne, du vergleichst hier leider Äpfel mit Birnen.

Und in dem Moment, wo es nur noch e-books zu kaufen gibt, stelle ich die Neuanschaffung von Literatur ein, das kannste mir glauben. Ich will in Büchern blättern können, sie riechen können, das Papier zwischen den Fingern spüren. Lesen ist eine sinnliche Erfahrung.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

mr archer hat geschrieben:
Drittens der Büchervergleich. Der hinkt sogar ganz gewaltig. Denn im Buch-Verlagswesen gibt es neben den großen Mainstream-Thalia-Buchhandlungs-Verlagen abertausende von Klein- und Kleinstverlagen für jedes noch so abseitige Genre. Kein Mensch macht als Lyriker Gewinn. Und trotzdem erscheinen nach wie vor sehr schöne, liebevoll gestaltete Lyrikbände. So einen verlegerischen Berufsethos würde ich mir bei den Spiele-Publishern mal wünschen. Ha! Oder kennst du einen einzigen Buch-Verlag, der gegen die Antiquariate vorgehen würde, obwohl er von deren Umsätzen nichts sieht? Ne, ne, du vergleichst hier leider Äpfel mit Birnen.

Und in dem Moment, wo es nur noch e-books zu kaufen gibt, stelle ich die Neuanschaffung von Literatur ein, das kannste mir glauben.
Sorry, falls ich dir im ersten Post was unterstellt habe, hatte dich wohl falsch eingeordnet. :wink:

Eines aber noch:
Ich bezog mich mit dem nicht hinkenden Vergleich allerdings nicht auf den jetzigen Markt, sondern auf den künftigen e-book Markt. Was da die neuen "Publisher" sprich die Hersteller von Lesegeräten bereits jetzt in dieser Frühphase abziehen ist unter aller Sau. Das ist im hohem Maßen kundenunfreundlicher als das meiste was die Videogamepublisher so abziehen.

Wenn man dann eben der Logik des kopierens von Games folgen würde, würde man sich dann zukünftig quasi mit nem gehackten Kindle kostenlos Bücher ziehen um den Publisher zu bestrafen. Daher hinkt der Vergleich nicht.

Ich persönlich ziehe daraus die Konsequenz weiterhin bei Print zu bleiben, andere eben nicht.
Mir geht es eben nur um das Bewusstsein, dass auch dieses Verhalten von Konzernen wie Amazon keine Rechtfertigung für einen selbst ist. Man ist kein Rächer, man will einfach was umsonst. So sieht es aus und das ist auch völlig okay
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

Wulgaru hat geschrieben:
Wenn man dann eben der Logik des kopierens von Games folgen würde, würde man sich dann zukünftig quasi mit nem gehackten Kindle kostenlos Bücher ziehen um den Publisher zu bestrafen. Daher hinkt der Vergleich nicht.
Ja, mag sein. Aber die Frage wird sich für mich nicht stellen. Lesen ist für mich ein haptisches Erlebnis, ich will Kaffeeflecken auf mein Buch machen können, mit dem Bleistift Notizen reinschreiben, es im Regal betrachten können, es überall zur Hand nehmen können, ohne dafür erst irgendein technisches Hilfsmittel hochfahren zu müssen. Ich leiste mir ja auch noch das Retro-Erlebnis, jeden Tag meine Tageszeitung in den Briefkasten liefern zu lassen. Man muss echt nicht alles mitmachen. Und das wünsche ich mir einfach auch für den Videospiel-Bereich. Mehr Vielfalt, mehr Abseitiges, verschiedene Geschwindigkeiten. Weniger Homogenisierung. Mehr Wahlmöglichkeiten.
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Nuoroda
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Beitrag von Nuoroda »

Onekles hat geschrieben:Also so, wie hier einige gegen Kopien argumentieren (von wegen armer Entwickler/Publisher) könnte man im gleichen Atemzug gegen Gebrauchtspiele argumentieren. Auch hier sieht der Publisher keinen müden Pfennig vom Käufer. Es ist genauso ein verlorener Käufer. Jetzt mal vom rein rechtlichen Standpunkt abgesehen: Sind Gebrauchtspiele nun ok oder nicht?
IMO ist es OK, da diese eine "Kopie" (ja Spiele sind auch nur Kopien) schon verkauft wurde, ist also eigentlich nichts anderes als das Ausleihen im Freundeskreis, nur dass zwischendrin noch einer verdient. Ist halt ein Unterschied, ob man das Spiel einer Person zugänglich macht oder >20.

mr archer hat geschrieben:
4P|Zierfish hat geschrieben:
stell dir vor der Publisher würde dir die einzige Kopie verkaufen? Was wäre die Folge?
Entweder: er verlangt 10-100Mio€ für das Spiel (die du sicher nicht hast)
oder, er zahlt den Entwickler aus (8-80Mio sagen wir mal)
und meldet Insolvenz an.

Zweites ist nicht wünschenswert, weil es bald keine Spiele mehr geben würde.
Aha, also ohne Publisher gäbe es in absehbarer Zeit keine Spiele mehr. So, so. Da frage ich mich, wie der Independent-Markt sich deiner Meinung nach erklären lässt, in dem tatsächlich unterdessen Geld verdient wird. Ich behaupte jetzt einfach mal glatt das Gegenteil, das ich genauso wenig mit Fakten untermauern kann, wie du dein Standart-Argument, das früher oder später ja in jeder dieser Diskussionen aufzutauchen pflegt:

Ohne Publisher ginge es uns allen besser. Entwickler müssten keine Rücksicht auf die Zielgruppenanalysten ihrer Verleger mehr nehmen, sondern wären nur noch ihrer Homebase verpflichtet, die sich das Spiel direkt beim Entwickler herunterläd (siehe frictional games mit "Amnesia"). Hätte remedy nicht MS mit seinem Wunsch nach einem X-Box-Exklusiv-Burner im Nacken gesessen, dann hätten wir jetzt nämlich das ursprünglich versprochene Twin-Peaks-Spiel, und zwar auch auf´m PC. Die Spielelandschaft wäre breiter gefächert und vielfältiger, da nicht mehr jedes Spiel auf den Massenmarkt in vordefinierte Genrekorsetts gezwungen werden müsste. Alles wäre schöner, besser. Und jetzt beweis mir mal, dass es nicht so wäre.
Wenn nicht der Publisher, wer investiert dann Geld in die Spiele? Woher sollen die Entwickler und das Studio an sich bezahlt werden? Muss dann vor jeder Produktion ein Kredit aufgenommen werden? Soll jeder im Voraus bezahlen? Bevor er weiß wie das Spiel überhaupt wird? Sollen dann Förderprogramme aufgebaut werden, von denen nur das beste Konzept Geld bekommt? Gibt es dann überhaupt noch große Produktionen? Oder nur noch CoD, weil der Entwickler nur das Geld investieren kann, was ihm die Lemminge gegeben haben und nicht an laufenden Kosten aufgefressen wurde. Eigentlich kann dann nur der Gewinn wieder investiert werden und der soll dann auch maximiert werden. Also dasselbe Spiel, nur mit weniger Stammkapital und wahrscheinlich weniger Produktionen, weil das ganze Risiko bei einer Firma sitzt, die im Regelfall bloß ein Produkt entwickelt und wenn das scheiße ist, gibt es keine 10 anderen Spiele die den Ausfall ausgleichen können. Wahrscheinlich würde niemand mehr das geringste Risiko eingehen und es gäbe nur noch Standardkost oder Low-Budget Produktionen, evtl. beides zusammen, was weiß ich. Auch nur eine Vermutung, dass das so läuft, aber mir am wahrscheinlichsten.


Und jetzt mal ganz im ernst:
Was hier argumentiert wird, ist teilweise echt unter aller Sau. Da wird Remedy vorgeworfen, dass sie einen lukrativen Vertrag mit MS abgeschlossen haben. Leute, sie wollen Geld verdienen, das ist ihre Arbeit. Ihr tut ja grad so, als ob das alles eigentl. gemeinnützige Organisationen sein müssten, die ja den PC-Markt nicht vernachlässigen dürfen, das Spiel muss länger sein, offener, was weiß ich. Und weil dem nicht so ist geschiet es ihnen recht, dass so viele Spiele gesaugt wurden.
Nein tut es nicht. Wenn es euch zu kurz ist, dann spielt es NICHT. Wenn euch CoD zu stinkig ist (zu kurz, zu Moorhuhn), dann spielt es NICHT. ICh spiels auch nicht. Es stört mich auch nicht, es nicht gespielt zu haben. Ist euch so langweilig, dass ihr unbedingt alle schlechten Spiele zocken müsst. Dann beschwert euch nicht über die Spiele die ihr euch kostenlos gezogen habt. Ihr habt nichts dafür bezahlt, also steht euch auch nichts zu. Also über eine 4h Kampagne kann man sich eigentlich freuen, wenn´s umsonst war. Dann braucht man sich darüber nicht in zig Foren beschweren. Wenn mir etwas das Geld nicht wert ist, dann kaufe ich es nicht - dann verzichte ich ganz. Meine Güte, ich hab daheim so gute Spiele, die ich noch nicht zocken konnte, weil mir die Zeit fehlt, dann gibt es noch einige andere richtig gute, die ich mir erst kaufe, wenn ich den Bestand daheim runtergespielt habe. Wo haben die Raubkopierer die Zeit her, alle Spiele zu zocken (wenn sie die Zeit für "schlechte" Spiele haben, werden sie die guten erst recht spielen)?

Und der Vergleich mit dem Essen wegkippen: Ich muss doch nicht meine Spiele anderen zur verfügung stellen, um ein "guter" Mensch zu sein. Das ich in mehreren Spendenorganisationen tätig bin, Blutspenden gehe oder generell armen Menschen gerne ein wenig helfe, hat nichts mit meiner Einstellung gegenüber Videospielen (speziell Raubkopien) zu tun. Wer Qualität will, soll dafür bezahlen. Ich kann nicht jeden Tag ins Nobel-Restaurant, dann lass ich´s halt, würde aber nie auf die Idee kommen, über die riesen Preise, bei den kleinen Portionen zu meckern. Sie verlangen so viel wie sie wollen und die die es sich nicht leisten können, nehmen es halt nicht in Anspruch. Trotzdem geh ich gern schick essen, also mach ich das 1-2x im Monat, das kann ich mir leisten. Niemand wird gezwungen sein Geld für was herzugeben, das es einem nicht wert ist, aber das als Grund für Diebstahl zu nehmen ist... zumindest bescheiden.

Hey, ich sehe nicht ein, so hohe Sozialausgaben von meinem Gehalt abgezogen zu bekommen, da hab ich nichts von. Ich geb jetzt meinen Job auf und leg mich in die soziale Hängematte. Soll mir erst mal einer nachweisen, dass das den Staat wirklich schädigt.
Ist eine dumme Behauptung, ich weiß, aber das juckt mich nicht, weil ich zu jedem Argument sagen kann, dass es nicht bewiesen ist und auch nur ein Argument, wie meins eben, dass es den Staat nicht schädigt, wenn er von mir kein Geld mehr bekommt oder nur ganz gering weil ich nur einer bin (von zig Mio). Das Arbeitslose Geld vom Staat bekommen und der Vergleich deshalb hinkt, ist mir bewusst, aber egal.

Sorry, aber hier platzt mir echt der Kragen...

Man, früher hatte ich auch so manche CD vom Kumpel gebrannt, aber ich hab mich deshalb nicht aufgeführt als wäre ich der Rächer aller, die von Plattenfirmen enttäuscht sind. Irgendwann kam der Punkt an dem ich mir gedacht habe, dass dafür jemand wirklich gearbeitet hat und wenn ich es unbedingt haben muss, ich das ganze mit Geld honorieren muss. Scheiß auf die Plattenfirma, das sind Gangster, wie Publisher, alle nur an Geld interessiert, trotzdem kann man die Arbeit des Künstlers würdigen. Aber wie gesagt, ihn beklauen und dann noch über die schlechte Qualität schimpfen, ist echt das letzte.