Zudem, wenn ich mir ein Spiel kaufe, dann können sich das von mir aus alle anderen kopieren. Wieso sollte ich das nicht wollen?
das sollte ich mir rahmen...
stell dir vor der Publisher würde dir die einzige Kopie verkaufen? Was wäre die Folge?
Entweder: er verlangt 10-100Mio€ für das Spiel (die du sicher nicht hast)
oder, er zahlt den Entwickler aus (8-80Mio sagen wir mal)
und meldet Insolvenz an.
Zweites ist nicht wünschenswert, weil es bald keine Spiele mehr geben würde. Ersteres ist utopisch, weil niemand 100 Mio € einfach aus Nächstenliebe verschenkt.
Was würde passieren? Du müsstest anfangen deine eine Kopie zu vermarkten und würdest automatisch zum Publisher werden.
Aber natürlich würde es dich dann nicht stören, wenn du bei einer 50 Mio € Produktion nur 30 Mio einnimmst, aber an den Downloadzahlen siehst, dass du dort "theoretisch" (reiner Traumwert) noch Lizenzen im Wert von 40 Mio € rumschwirren siehst.
Und jetzt mal ehrlich: ich kann es nicht mehr hören... ich kann es nicht
"Raubkopierer erzeugen keinen Schaden"
DOCH, warum? Weil ich mir in meiner Kindheit schonmal ein Spiel nicht gekauft hab, weil ich es halt schon gesaugt hatte. (Mir fallen sogar 3 ein)
q.e.d. for christs sake
aber wahrscheinlich bin ich auch nur DER Einzelfall
und selbst wenn dem so wäre, die Theorie ist dennoch belegt.
PS: wenn ihr mal mit etwas Weitsicht rangeht (und das wollen die meisten Kopierer ja) dann wird die Wirtschafstleistung einfach in anderen Industrien umgesetzt. Raubkopierer sorgen dann halt dafür, dass die Kneipen überleben, die Kinos laufen, die Autohersteller mehr Geld verdienen können und Abspielgeräte in größeren Stückzahlen verkauft werden.
Das ist alles schön und gut, aber zum einen moralisch fragwürdig, zum andern egal. Denn in letzter Konsequenz können sie das Spiel auch einfach kaufen, ihr Geld dem Einzelhändler, Staat, Publisher und Entwickler in die Hand drücken und die geben es dann für ihn im Kino oder der Kneipe aus.
Der Unterschied an der Kopiererei is also einzig der, dass man sich unrechtmäßig bereichert. Und das muss auch niemand rechtfertigen. Soll man halt einfach dazu stehen, dass man zu geizig, faul oder zu arm ist.
(Armut ist keine Erlaubnis, dafür gibts jobs, und Gebrauchtwaren)
und im gleichem Atemzug können die Publisher endlich zugeben, dass sie sich für ihre Shareholder prostituieren und dem Kunden genau so stark vor das Schienbein treten, dass er nur noch unwillig zahlt, so lang er es dennoch tut.
Und wo wir schon dabei sind kann China endlich eine offene Informationspolitik verfolgen, Russland die Korruption einstellen, das Westjordanland mal endlich n Friedensvertrag hinbekommen und die USA den Kopf ausm Arsch nehmen, weil Wikileaks gesagt hat, was eh schon jeder weiß.
Aber nein, morgen ist alles so wie heute und auch die Raubkopierer werden weiterhin behaupten, dass die Publisher es verdient hätten mit viel zu hohen Spielepreisen (Spiele waren früher teurer - mit durchschnittlicher Inflation abgezinst) und zu geringen Spieldauern (Spiele waren früher auch sehr oft kürzer - Turtles in Time yeah) und regiden Kopierschutzmechanismen (Cartridges ftw)
und sie dadurch quasi gezwungen sind (diese Ärmsten) ihr Recht auf eine Demo (LOL) kreativ geltend zu machen. Wie konnte nur ein einziges SNES Spiel je verkauft werden ... so ganz ohne Demos... krass oder?!
Wenns nicht so traurig wäre, würd ich vor lachen nicht mehr schlafen können bei solchen Sätzen...