Help hat geschrieben:Jeder hat eine Meinung zu dem Spiel. Fakt ist: Es bringt jede Menge Leuten Spaß (ähnlich wie Farmville) und darauf kommt es an! Das sich die Presse auf das Spiel stürzt, ist mir neu. Ein paar kleine Newsbeiträge kann man noch nicht als "draufstürzen" bezeichnen... Der Entwickler ist (war) allein, hatte keine PR sondern nur eine Idee, die fasziniert. In der durch und durch "organisierten" Spielepresse haben solche Projekte erst bei bestimmten "Erfolgsquoten" eine Meldung verdient. So auch hier bei 4P.
Naja, für ein Indie-Game bekommt Minecraft schon eine ganze Menge Publicity. PC Games ist zwar die einzige größere deutsche Seite, die dem Spiel größere Aufmerksamkeit schenkt, aber auf Internationalen Seiten sieht das ganz anders aus. PC Gamer bringt wirklich eine Menge News über Minecraft und behandelt anstehende Updates, als wären es die nächsten Erwiterungen von WoW. Du musst einfach nur mal auf bekannte englische Blogs wie Destructoid und co. gehen, und du wirst sehen, dass Minecraft wirklich publik ist.
Und wenn die das nicht genügt, dann schau dich mal abseits der Gamer-Szene um. Fox-News hat einen Beitrag über Minecraft gebracht, Zeit.de hat sich erstaunlich tief mit dem Spiel vertraut gemacht, und Spiegel-Online hat wie gewohnt eine lieblose zusammenstellung von Minecraft Videos online gestellt.
Und was dieses Casual-Gelaber angeht, sag ich einfach mal, dass die Grenze zwischen Casual und Hardcore mittlerweile so verschwommen ist, dass man eigentlich nicht mehr zwischen den beiden unterscheiden kann.
Mann kann
FarmVille hardcore spielen genauso wie man sich zwischendurch für eine halbe Stunde an Modern Warfare setzen kann.
Das lustige ist jedoch, dass vor allem im Shooterbereich Spiele immer flacher, weniger fordernd und gescrpteter werden. CoD ist übrigens ein wunderbares Beispiel dafür.
Es gab ja vor einiger Zeit, nach der 94% Wertung von 4Players für Heavy Rain eine lustige Diskussion im Forum darüber, ob ein Spiel, welches eigentlich nur ein gescripterer Film mit einigen Quick-Time Events ist, eine so hohe Bewertung verdient hat, oder überhaupt als Spiel bezeichnet werden dürfte.
Ich fand die ganze Diskussion sehr witzig, denn eigentlich sehen wir die 'Verfimlichung' von Spielen überall. Shooter wie CoD und Gears of Wars wie verlaufen auf Schienen. Man bewegt sich in Korridor Landschaften, und wechselt immer zwischen genau zwei verschiedenen Bewegungen. Sich hinter Mauern zu verstecken und schießen, und dann vor zur nächsten Mauer und Gegnerwelle stürmen. Man befindet sich zwar in einem hollywoodreifen Spektakel, jedoch ist jede deiner Aktionen genauso gescripted wie die jedes deiner hirnlosen Gegner, was irgendwie die Idee von Interaktivität untergräbt. Letztendlich kann ich auch ab und an beim Schauen von Transformers auf die Pause-Taste drücken, und habe eine ähnliche Interaktivitätserfahrung wie in Gears (übrigens ein Grund, warum ich Crysis mit seinem semifreien Gameplay und tatsächlicher Gegner-KI als Ausnahmetitel betrache).
Wenn nun eben nicht mehr Peggles und co. als casual bezeichnet werden, sondern Spiele, bei denen man sich nicht zu 100% auf Schienen bewegt, dann bin ich jetzt wohl gerne ein Casual Player.