TRichter hat geschrieben:donkeyman hat geschrieben:@ TRichter: und ob Videospiele künstleriche Tiefe besitzen. An einem
Videospiel arbeiten Drehbuchautoren, Designer und Komponisten.
Videospielvertreter gehören übrigens dem deutschen Kulturrat an.
Videospiele sind Kunst, das bestreite ich nicht, aber Tiefe nein. An einem Transformers arbeiten auch Drehbuchautoren und Komponisten mit. Besitzt er deshalb künstlerische Tiefe?
Aber wer bestimmt den Maßstab dieser "Tiefe"? Wer darf bzw. kann das bewerten und für andere sprechen? Das ganze läuft in eine zu große Komplexität aus, als das man da einfach mit so einem Kommentar einfach drüber wischt! Kunst ist wesentlich mehr als das man es in die Schublade a)"Oberflächlichkeit" und b)"Tiefsinnig" unterteilen könnte. Es ist rein subjektiv. Es kann nur ein kurzer Moment sein, der eine gewisse Melancholie hervorruft. Sei es ein Ausblick in die Ferne mit entsprchender Musikuntermalung wie in Uncharted, oder eine Handlung im Gameplay wie die Heilung der Sisters in Bioshock oder ein Twist in der Story wie in MGS oder FF. Das sind nur Beispiele und können ausgetauscht werden aber was immer für Spiele es tun, oder bei wem sie es tun ist letztens irrelevant. Es geht mir darum das eine Handlung, sei sie noch so banal, simpel oder klischeebedient einen Menschen berühren kann. Das liegt alleine am Menschen. Kunst geht per Definition über die Logik hinaus und funktioniert nach keiner Formel. Und keiner kann mir sagen was künstlerisch wertvoll ist und was nicht!
Das der Beitrag hier nicht auf das Thema "Anti-Kriegsspiel" explizit verwendet werden kann ist klar. Für ein derartiges Spiel verlangt es schon mehr. Von daher bin ich mit dieser Meinung hier vollkommen d´accord wie man so schön sagt:
Emotionen zu wecken, ist technisch gesehen ziemlich leicht. Und nur, weil man einen Film gerne ansieht oder ein Spiel gerne spielt, weil es einen z. B. fröhlich macht, heißt das noch lange nicht, dass es irgendwie zum Nachdenken anregt. Und das wäre notwendig, denn ein Antikriegserlebnis muss sowohl auf der Emotionalen als auch auf der intellektuellen Ebene funktionieren. Das ist bei den meisten Spielen schwer bei Shootern gar nicht vorstellbar.
Aber dadurch das die Diskussion eher ins Allgemeine gerückt ist, war es passend.
Pyoro-2 hat geschrieben:Mag ja sein, dass da 'ne Welt zw. PG und HL2 liegt, aber aus sich eines Krieg und Frieden ist doch beides weit genug entfernt, um es einfach zusammenzugruppieren ...
...wobei ich nicht so ganz sehe, wieso man in dem Zusammenhang von "Pessimusmus" reden muss. Soll ja Leute geben, die glatt bevorzugen, wenn ihre Hobbys auf dem Boden bleiben
Ich glaube nicht das Stillstand und nur "auf alt bewährtes setzten" gut ist. Nach Fortschritt zu schreien ist immer gut, sonst wirds ja langweilig :wink:
Pyoro-2 hat geschrieben:In Sachen Emotionen schließ ich mich einfach TRichter mal an - wobei ich sagen muss, dass games da bei mir anscheinend bisher ziemlich versagt ham'. Ich reg mich vllt in Fifa über die Torwart-Ki oder sowas mal auf (so Brettspiel-Multiplayer-mäßig Wink ), aber ansonsten würd mir da nicht viel einfallen. Gab mal so'n Umfragethread, ob einen Videospiele schonmal zum Weinen gebracht haben. Ich glaub das Ergebnis war ziemlich eindeutig.
Und ich kann da zwar nur für mich sprechen, aber normalerweise ist der Effekt nicht besonders schwierig bei mir zu erreichen - Filme und visual novels schaffen das relativ häufig bei mir ^^
Aber hier eben nocheinmal: Das ist eine Frage der Individualität. Visual Novels haben es bei mir zum Beispiel noch nie erreicht. Spiele nebenbei auch nicht. Aber sie haben mich schon gerührt, aggressiv gemacht, mich zum Lachen gebracht, zum nachdenken und traurig gemacht. Wenn das Games bei dir oder Trichter nicht erreichen können und haben, gilt das nur für euch. Deswegen aber zu Verallgemeinern das Spiele nur zur "kurzen Unterhaltung" dienlich sind ist nicht gerade fair und sehr engstirnig!