Der 4P-Kommentar: Call of Iran

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Kajetan
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Re: Call of Iran

Beitrag von Kajetan »

RosaElfe hat geschrieben: Was ist daran merkwürdig, dass ein Entwickler aus einem Land, der vorallem seine eigene Bevölkerung anpeilt, bei einem realistischen Kriegsszenario fast immer die eigene Seite bevorzugt und darstellt? Das ist doch total normal und verständlich.
Die Frage war: Warum sind diese Spiele so, wie sie eben sind.
Die Antwort war: Weil das US-Publikum eben auf sowas steht.
Ende Gelände. Frage beantwortet.

Deine künstliche Erregung kannst Du Dir daher bitte woanders hinstecken, Hier ist sie fehl am Platze ...
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

@Spark: Ich glaube wenn es den MoH-Machern mehr um die Qualität als um den Gewinn gegangen wäre, hätten sie sich wohl etwas mehr überlegt als die paar Ideen. ;)


@Jörg: Ich glaube wir sehen Shooter etwas anders. Ich halte Militärshooter wie COD oder MoH nicht für evolutionsfähig. Da kann man einfach nur die Story mit Sequenzen erzählen . Die sind aber eigentlich nichts weiter als Gegnerwellenbrecher.

Daher sehe ich hier auch keinen Unterschied ob man jetzt Folterszenen, Atomtode oder Terroristenmassaker inszeniert. Und genau diese Genre soll ja so funktionieren. Da gibt es nichts dran zu rütteln.

Die Forderung nach vielschichtigen intelligenten Kriegsspielen sehe ich bei Rollenspielen oder Hybriden wie Deus Ex oder eben auch Schleichspielen. Ich sage ja nicht dass die Forderung falsch ist. Ich sage nur, dass ausgerechnet Shooter dafür in meinen Augen nicht taugen. Denn da kommt es nicht auf die Story an. Wie sagte es Carpenter so schön: Wozu braucht ein Spiel wie COD eine Story? Pornos funktionieren doch auch. ;)

Ich denke du verstehst jetzt vielleicht etwas besser, was ich meine.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

mosh hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben:
Es geht darum, dass das Medium Videospiele nicht ausschließlich hirnlose Hurra-Action liefern muss. Wenn du nur das konsumieren willst, bitte, keiner hindert dich dran. Aber es darf ruhig mal etwas tiefgründiger werden - denn es gibt auch Leute, die daran Spaß haben.
Streitet auch niemand ab. Aber wie soll denn bitte ein Spiel aussehen, das die Schrecken des Krieges zeigt? Was macht man als Spieler? Wie geht man mit den Emotionen um und wie werden diese Emotionen im Spiel überhaupt erzeugt? Wenn ich bei CoD reihenweise meine "Feinde" über den Haufen schieße, empfinde ich kein Mitleid. Wie soll das Gameplay also aussehen?
eben, es wär kein ego-shooter mehr und würd daher die ego-shooter liebhaber gar nicht ansprechen. dadurch würds komplett sein ziel verfehlen.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

Bedlam hat geschrieben:
Pyoro-2 hat geschrieben:Gibt's hier EINEN, den in ME1 die Mission, in der man vor Saren aus dem Labor flüchtet und ein Crew-Mitglied opfern muss, irgendwie berührt?
...
Ich geh jede Wette, dass die meisten froh sind, einen der beiden Unsympathen loszuwerden.
Klar geht das wenn man es versteht wirkliche Bindungen zu den Charakteren aufzubauen. Das war bei den ME-Charakteren nicht wirklich der Fall.

Aber es gibt schon genug Beispiele im Medium Videospiele, die es schaffen den Spieler zu Berühren wenn es um den Verlust etc geht. Nur im Shootergenre hats noch keiner versucht.
da muss ich doch direkt an FF7 denken.
hats da nicht mal so ne untersuchung gegeben bei der rausgekommen ist, dass die szene in der aeris stirbt die stärksten emotionalen reaktionen von allen spielen abgeliefert hat?

edit: wow, ich habs tatsächlich geschafft hier nen doppelpost zu machen... -_-
Zuletzt geändert von JesusOfCool am 14.10.2010 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
Kyanon
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Beitrag von Kyanon »

@ pyoro-2: Hättest dir aber auch denken können das ich das Einbinden von Moral und Gewissen meinte und nicht die Splatter Effekte...

@ Bedlam: Ich könnte auch nur das gleiche zu manchen sagen. /signed

@ RosaElfe:

Entschuldige mal, aber ich wollte nicht iwelche Rassen angreifen, sondern das Gedankengut als solches, dass einem die Medien was ums Maul schmieren und man das getrost schluckt, weil man ja selbst als gut dargestellt wird.
Die Fähigkeit selbstkritisch Dinge zu reflektieren erkenne ich leider in der Masse aus Übersee in sehr geringen Anteilen, vll liegt das auch an der deutschen Kriegsvergangenheit. Wir sind eben zur Selbstkritik gezwungen

@ ALL:

also ich krieg nochn Krampf wenn ich euch hier beim Trollen zuschaun darf
Jörg könntest du ein Machtwort sprechen?
Ihr macht euch ja nur noch gegenseitig blöd an, was voll am Thema vorbei ist.

Redet über das Thema anstatt euch Schwächen in der Argumentation oder Ähliches zu suchen.
Bitte


EDIT: @ Kajetan
Danke fürs Verteidigen, du sprichst mir aus der Seele
Zuletzt geändert von Kyanon am 14.10.2010 15:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

²kya
Hättest dir aber auch denken können, das mir das absolut klar ist ^^
Bedlam hat geschrieben:Aber es gibt schon genug Beispiele im Medium Videospiele, die es schaffen den Spieler zu Berühren wenn es um den Verlust etc geht. Nur im Shootergenre hats noch keiner versucht.
z.B.? (mal ehrlich, war das so unvorhersehbar, dass ich da nachfragen würde? Hättest doch gleich welche dazuposten können ^^)

Mir fallen da so Dinge ein, wie bspw. die verrottenden Leichen in JA2, mit den Raben dann. Das iwie "Fratze des Krieges", würd ich mal behaupten.
...
Und die Viecher explodieren verdammt lustig, außerdem kann man aus iwelchen Gründen die Köpfe der Leichen absäbeln. Yay ^^
Zuletzt geändert von Pyoro-2 am 14.10.2010 15:09, insgesamt 1-mal geändert.
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mosh_
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Beitrag von mosh_ »

JesusOfCool hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben:
Pyoro-2 hat geschrieben:Gibt's hier EINEN, den in ME1 die Mission, in der man vor Saren aus dem Labor flüchtet und ein Crew-Mitglied opfern muss, irgendwie berührt?
...
Ich geh jede Wette, dass die meisten froh sind, einen der beiden Unsympathen loszuwerden.
Klar geht das wenn man es versteht wirkliche Bindungen zu den Charakteren aufzubauen. Das war bei den ME-Charakteren nicht wirklich der Fall.

Aber es gibt schon genug Beispiele im Medium Videospiele, die es schaffen den Spieler zu Berühren wenn es um den Verlust etc geht. Nur im Shootergenre hats noch keiner versucht.
da muss ich doch direkt an FF7 denken.
hats da nicht mal so ne untersuchung gegeben bei der rausgekommen ist, dass die szene in der aeris stirbt die stärksten emotionalen reaktionen von allen spielen abgeliefert hat?

edit: wow, ich habs tatsächlich geschafft hier nen doppelpost zu machen... -_-
Also bei mir hat das auf jeden Fall geklappt ;). Fand aber auch das Ende von MGS 3 stark emotional und einige andere Spielmomente.
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Sonic_The_Hedgehog
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Beitrag von Sonic_The_Hedgehog »

Ich verstehe auch nicht wie sowas realisiert werden soll ohne mir den Spaß zu nehmen. Ich spiele ein Spiel um spaß zu haben und auch mal wenn es sein muss ein wenig Hirn abzuschalten. Es muss nicht irgendein was weiß ich 0815 Aufguss von Kriegsshooter sein, aber es gibt genügend Spiele, die sehr viel Unterhaltung bringen und auch noch eine relativ anspruchsvolle story haben.
Aber was ich nicht will ist irgendein interaktives Drama durchleben.
Dafür ist die Spieleplattform niemals gedacht worden.
Bücher und Filme sind auch zu Unterhaltung mutiert, aber in erster Linie waren diese zur Meinungsäußerung und zur Auslebung der Fantasie gedacht oder auch für künstlerische Darstellungen usw.

So warum muss dies auch noch in Videospielen untergebracht werden?
Wenn ich dramatik sehen will dann schaue ich mir z.b. Platoon an und lasse mich von dem Grauen usw fesseln, wenn ich intelektuelle Unterhaltung haben möchte dann schnappe ich mir ein Buch und lese dies, wenn ich Spaß haben möchte dann spiele ich ein Videospiel(natürlich gibt es auch spaßige Filme und Bücher, dennoch wurden die Spieleplattformen eigentlich nur dafür ausgelegt).

Natürlich sollten sich Spiele auch weiterentwickeln, aber dabei sollte niemals der Spaßfaktor vergessen werden und wenn man in solch eine Richtung geht, sehe ich jeglichen Spaß verloren.

My opinion and now start to tear it apart :roll:
Kyanon
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Beitrag von Kyanon »

Dann schreib sowas nicht ;)
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bruchstein
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Beitrag von bruchstein »

@ mosh hier gehts nicht darum wie ich mitleid oder sonstige moralische Zeigefinger im Gamplay wiederfinde , sondern darum einen shooter etwas interessanter,abwechslungsreicher und vor allem umfangreicher zu gestalten.....keine Angst das ballern gehört weiterhin dazu......lol
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mosh_
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Beitrag von mosh_ »

bruchstein hat geschrieben:@ mosh hier gehts nicht darum wie ich mitleid oder sonstige moralische Zeigefinger im Gamplay wiederfinde , sondern darum einen shooter etwas interessanter,abwechslungsreicher und vor allem umfangreicher zu gestalten.....keine Angst das ballern gehört weiterhin dazu......lol
Schon klar. Aber wie willst du das miteinander vereinbaren? Und mach dir mal keinen Kopf, bin kein Shooterfan ;)
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M_Coaster
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Beitrag von M_Coaster »

Howdie nichts für ungut, du schreibt qualitativ gute Posts, aber nur weil Du es Dir nicht vortsellen kannst, heißt das noch lange nicht, das es nicht möglich ist. Du wirst dann halt nicht derjenige sein der das entwickelt, das macht dann ein anderer - es gab eine Zeit da konnten sich die Leute auch nicht vorstellen das die Erde rund ist.

Ich denke ein Fallout 3, mit diesem Moral System, würde auch als reiner Eo-Shooter im Kriegssetting funktionieren, der den Krieg halt einfach mal anders darstellt - wieso soll das nicht fuktionieren?!
sANg
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Beitrag von sANg »

Sonic_The_Hedgehog hat geschrieben: Aber was ich nicht will ist irgendein interaktives Drama durchleben.
Dafür ist die Spieleplattform niemals gedacht worden.
Bücher und Filme sind auch zu Unterhaltung mutiert, aber in erster Linie waren diese zur Meinungsäußerung und zur Auslebung der Fantasie gedacht oder auch für künstlerische Darstellungen usw.

So warum muss dies auch noch in Videospielen untergebracht werden?
Wenn ich dramatik sehen will dann schaue ich mir z.b. Platoon an und lasse mich von dem Grauen usw fesseln, wenn ich intelektuelle Unterhaltung haben möchte dann schnappe ich mir ein Buch und lese dies, wenn ich Spaß haben möchte dann spiele ich ein Videospiel(natürlich gibt es auch spaßige Filme und Bücher, dennoch wurden die Spieleplattformen eigentlich nur dafür ausgelegt).
Tut mir Leid, aber ich finde es gelinde gesagt äußerst vermessen von sich zu behaupten, man wüsste "für was die Spieleplattform" gedacht war/ist und wohin sie sich entwickeln sollte. Das ist DEINE Meinung, die du hier jedoch als unumstößlichen Fakt darstellst und sowas hat in einer ernsthaften Diskussion (in dieser Form) keinen Platz.
Wenn du das so siehst muss ich dich das selbstredend akzeptieren und respektieren, aber bitte mach du das umgekehrt auch, bzgl. meiner Meinung, auch wenn ich das anders sehe als du.
Und wenn ich an die allerersten Filme zurückdenke, als das Medium noch in seinen Kinderschuhen steckte, glaube ich kaum, dass es damals zur tiefgründigen Meinungsäußerung diente.
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Bedlam
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Beitrag von Bedlam »

mosh hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben:
Es geht darum, dass das Medium Videospiele nicht ausschließlich hirnlose Hurra-Action liefern muss. Wenn du nur das konsumieren willst, bitte, keiner hindert dich dran. Aber es darf ruhig mal etwas tiefgründiger werden - denn es gibt auch Leute, die daran Spaß haben.
Streitet auch niemand ab. Aber wie soll denn bitte ein Spiel aussehen, das die Schrecken des Krieges zeigt? Was macht man als Spieler? Wie geht man mit den Emotionen um und wie werden diese Emotionen im Spiel überhaupt erzeugt? Wenn ich bei CoD reihenweise meine "Feinde" über den Haufen schieße, empfinde ich kein Mitleid. Wie soll das Gameplay also aussehen?
Das ist den Designern überlassen aber sicherlich kein Ding der Unmöglichkeit.

Man könnte es über gut ausgebaute Bindungen zu Charakteren versuchen oder besondere Missions- und Erzählstrukturen.

Nur ein Beispiel: "friendly fire" thematisieren. Man ballert in der einen Mission seine Ziele mit der Artillerie, Panzern, Helikoptern oder was auch immer ab und in der nächsten spielt man - zunächst unwissentlich - das Ziel dieses friendly-fire Angriffs, wobei kein Entkommen möglich ist (man versucht dennoch panisch dem Beschuss zu entkommen) und der gespielte Charakter kommt quasi durch eben jene Action ums Leben kommt, die man im vorherigen Level noch selbst mit einem anderen Charakter zelebriert hat.

Wäre nur mal ein Ansatz, der mir auf Anhieb einfällt. Aber von vornherein zu sagen: "Nicht möglich" ist Blödsinn.

mosh hat geschrieben:Das Medium "Videospiel" soll Spaß bringen. Wie es das erreicht, ist doch egal.
Aber Spaß bringen muss nicht nur hirnlose Hurra-Action bedeuten. Verschiedenen Leuten machen verschiedene Sachen Spaß.
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

Kyanon hat geschrieben:Dann schreib sowas nicht ;)
Solche threads sind halt immer viel zu humorlos ^^

Wobei es ja auch ein wenig in Richtung Masakados "Ins-Bein-Schießen-und-entwaffnen" ging ;) Ich glaub in F3 ging das. Als Arm abschießen und dann Waffe aufsammeln.
Weiß jezz nicht, ob das mehr in Richtung "Anti-Krieg" ging als einfach nur erschießen ;)