Die Frage ist auch ob die Leute sowas WOLLEN? Wollen sie zum Feierabend, wenn ihnen die Tageschau gesagt hat, wo überall Krieg geführt wird, wo überall Menschen sterben, sich mit kritischen Fragestellungen diesbezüglich auseinandersetzen, wenn sie zur "Entspannung und Agressionsbewältigung" in die banalen aber bombastischen virtuellen Kriege eintauchen?
Nicht falsch verstehen, ich sehe durchaus den Merit, diese Gedanken und dieses Hinterfragen in Spiele zu integrieren, aber ich weiss nicht ob das verkaufstechnisch Sinn macht.
Auch sollte man die Leute nicht "überschätzen".
Die Schweiz, meiner Meinung nach die "einzige" wirklich Demokratie die es gibt, wo jeder sein Land und die Politik mitgestalten kann, wo jeder eigendlich stolz auf die Möglichkeit der Mitgestaltung und seiner Verantwortung ist, hat Beteiligungsquoten bei Abstimmungen von 40%.
Ich denke die meisten Leute wollen einfach nur in Ruhe ihr Leben führen, sich nicht die ganze Zeit mit schwierigen Fragen belasten, und auch nicht ständig grosse Entscheidungen mittreffen.
Ich befürchte, obwohl ich solche Shooter gerne sehen würde, dass es dort nicht anders laufen wird. Für einen Grossteil der Leute dürfte ein Spiel immernoch ein Medium für Spass, und Entspannung sein. Ob solche tiefgründigen Aufforderungen in Shootern GEGEN den Krieg ankommen.....ich weiss es nicht.
Trotz vieler Anti-Kriegs-Filme(die meist auch nicht soo die Cashcows sind) wird weiterhin Krieg geführt, und das nicht weniger als vorher. Ob eine Aufforderung zum Umdenken in Spielen zu wirklichen Fortschritten diesbezüglich führen kann, bzw. ob es dafür viele Liebhaber geben wird?
Ich bezweifle es fast
