Umfrage: Shooter in aktuellem Krieg finde ich...

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crewmate
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Beitrag von crewmate »

Wulgaru hat geschrieben:Naja...Antikriegsfilme sind auch kommerziell erfolgreich, man müsste das eben auf Games übertragen können und das müsste eben anders gelöst werden als bisher. Es wäre ein Experiment und das ist bei den Produktionskosten von High-End-Shootern wohl zuviel verlangt...

"Realistisch" sind diese Filme allerdings auch eher selten, vor allem was die Gewaltdarstellung angeht.
Filme haben ein viel größeres Publikum als Videospiele.
Oder ich formuliere es so: Ich habe den Eindruck das das Publikum für einen interlektuellen Realo-Shooter interessiert sich noch nicht für Videospiele
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Venator1.6
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Beitrag von Venator1.6 »

acerace hat geschrieben:Die einzigen, die Nutzen daraus ziehen würden, wenn aktuelle Kriegsschauplätze in primitiven Ballerspielen als Kulisse herhalten müssten, wären diejenigen, die selbst dem militärisch-industriellen Komplex angehören bzw. finanzielle Profite durch diesen Apparat erzielen - in der Altagssprache auch als menschenverachtende, Krieg stiftende Bastarde bekannt. Durch die Einbindung der sogenannten Realität in virtuelle Welten, deren Transport in die Zockerstuben und somit ins Bewußt- bzw. Unterbewußtsein unreifer Persönlichkeiten würde eine tiefere Desensibilierung für das seelenfressende Monster Krieg geschaffen sein. Somit hätten diese Bastarde die Möglichkeit, aus einem unglaublich großen Reservoir, die durch Videospiele gezüchteten, gewissen- und emotionslosen Kriegsverbrecher von morgen zu schöpfen.
Ganau, und wenn ich WoW spiele, ziehe ich morgen los und verprügle Mönche. Oder ich fahre illegale Straßenrennen nach einer Runde NfS.

Ganz ehrlich:Spiele sind nicht real. Ob sie etwas Reales darzustellen versuchen, ist nicht relevant. Wenn ich CoD die linke Maustaste drücke, stirbt deswegen kein Mensch. Es wird ein Sschadensmodell bei meinem Gegner berechnet. Und wer das für real hält, der soll doch bitte zu seinem Therapeuten gehen.
Es ist lächerlich, Spiele als Marionette der Waffenindustrie zu bezeichnen. Dadurch zeigst du lediglich, dass du nicht zu individellen Gedanken fähig bist und dich einfach zur Marionette der Konservativen instrumentalisieren lässt.
<ironie on >
Dieser Text stammt von einem Spieler vonm Ego Shootern, der morgen eindeutig nach Afghanistan reist. </ironie off>
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Frontschwein91
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Beitrag von Frontschwein91 »

Arkune hat geschrieben:Mir egal. Hauptsache es ist ein guter Shooter und ich habe nicht ein exakt vergleichbares Produkt schon hier stehen.
So seh ich dass auch
dann bin ich halt moral verkürpelt und reflektiere nicht
dass ist mir aber ehrlich gesagt scheiß egal
wenn dass spiel gut ist hab ich damit keine probleme
ich will unterhalten werden
wenn ich etwas anspruchvolles möchte dann schau ich mir dass an
aber ich kaufe mir kein COD Black Ops weil ich erwarte dass ich dadurch erfahre wie schlimm krieg ist
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Billie?
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Beitrag von Billie? »

Crewmate hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Naja...Antikriegsfilme sind auch kommerziell erfolgreich, man müsste das eben auf Games übertragen können und das müsste eben anders gelöst werden als bisher. Es wäre ein Experiment und das ist bei den Produktionskosten von High-End-Shootern wohl zuviel verlangt...

"Realistisch" sind diese Filme allerdings auch eher selten, vor allem was die Gewaltdarstellung angeht.
Filme haben ein viel größeres Publikum als Videospiele.
Oder ich formuliere es so: Ich habe den Eindruck das das Publikum für einen interlektuellen Realo-Shooter interessiert sich noch nicht für Videospiele

Andererseitz könnte ein Call of Duty/Medal of Honor Spin-Off den Fokus auf eine realistische Darstellung des Krieges wie er wirklich ist legen, ohne dabei Millionen zu verlieren. Man muss ja vom Gamer nicht gleich verlangen, dass er Mütter und Kinder töten, nur weil das im Krieg auch so passiert. Und man muss auch nicht gleich verlangen, dass der Spieler ein 15-Jähriges Mädchen vergewaltigt, nur weil das ein Schrecken des Krieges ist. Langsam mal einen anderen Ton anzuschlagen, eventuell in einer DLC-artigen Kurzkampagne eines bekannten Shooters. Sowas könnte die breite Masse schon etwas zugänglicher für diese Art des Kriegsshooters machen, und der Publisher faährt auch seinen Gewinn ein. Alle glücklich?
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hardcoreHARALD
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Beitrag von hardcoreHARALD »

Ponte hat geschrieben:[X] Shooter? Spiel ich erst gar nicht...

Sympathieantwort - Es gibt davon zu viele, welche sich zudem noch viel zu ähnlich sind. Die Unterschiede sind so marginal, das ich mir im Jahr genau einen Shooter zu Gute führe, das reicht längstens.
Mit den Rollenspielen hat dieses Genre dringend "Renovierungsbedarf" :wink:
:Daumenlinks: ganz meine meinung, mir kommt auch nur killzone ins haus, den von mir viel gelobten, fliessenden missionswechsel im multiplayer ist in dem fall das zünglein an der waage (gut, die hellghast find ich auch besser als jede andere gegnerfraktion in anderen shootern). sonst kann ich auch kaum noch grosse unterschiede im eigentlichen sinne erkennen... waffen immer gelich, gameplay immer gleich, bis aufs setting eigentlich immer alles gelich.

achso... fast hätt ich doch tatsächlich den duke vergessen... der muss natürlich, allein schon weil ich seit 12 jahren drauf warte und weil duke3d einfach nur grandios war, und forever wird bestimmt auch wieder die lachmuskeln beanspruchen^^
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Bloody Sn0w
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Beitrag von Bloody Sn0w »

me, you - fuck, fuck hat geschrieben:Warum hat sich eigentlich niemand bei der Mod HL2: Insurgency beschwert?
Weil es nicht Mainstream genug ist, um den Meinungsmachern aufzufallen. Außerdem ist es kostenlos und wer will schon moralische Bedenken äußern, wenn man daran nicht profitieren kann?
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

ChaosPhoenix hat geschrieben:Ich sags mal so. Krieg ist ein Teil der Kultur der Menschen. Das war auch schon vor 6.000 Jahren so und allen Retro-Gefühlen zum Trotz, da gab es nicht mal einen C64. Krieg ist auch Teil der Natur, auch wenn ein Löwe einer Gazelle kaum formal den Krieg erklären wird (es sei denn die Geschichtsschreibung ist von Pixar). Gewalt ist ein Teil unseres Lebens und auch ein Teil unserer Freizeitgestaltung. Menschen wollen Abenteuer erleben, erschüttert werden und Angst empfinden. Deswegen gibt es Sherlock Holmes, Star Wars und Saw. All das spielt sich aber in einem kontrollierten Umfeld ab. Wenn der Film vorbei ist, endet der Krieg. Wenn man die Angst nicht erträgt, schaut man die Gummibärenbande und nicht Halloween.
Hier möchte ich zu Anfang gleich widersprechen. Krieg ist leider in der Geschichte des Menschen stets Teil seiner Kultur gewesen. Soweit richtig. Punkt.

Krieg ist allerdings nicht Teil der Natur. Genausowenig wie Gewalt als moralisches Konzept. Natürlich gibt es in der Natur den Tod. Gewalt und Krieg sind aber keine natürlichen d.h. biologischen Konzepte, sondern moralphilosophische bzw. machtpolitische Konzepte der menschlichen Kultur. Punkt.

Menschen wollen auch gerne Abenteuer erleben, und in deren Rahmen auch mal kurzzeitige, überschaubare Angst-Momente überstehen. Soweit richtig. Punkt.

Menschen sind in aller Regel allerdings nicht scharf auf Krieg. Krieg ist nämlich kein Abenteuer. Ein Abenteuer kann ich in der Regel aus eigener Kraft bestehen. Krieg zu überleben, ist Glückssache, unkalkulierbar. Unkalkulierbare Abenteuer schätzen die allerwenigsten.

Du naturalisierst in deinem Post Krieg. Dem widerspreche ich. Krieg ist seinem Wesen nach zutiefst unnatürlich.
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Frontschwein91
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Beitrag von Frontschwein91 »

Bloody Sn0w hat geschrieben:
me, you - fuck, fuck hat geschrieben:Warum hat sich eigentlich niemand bei der Mod HL2: Insurgency beschwert?
Weil es nicht Mainstream genug ist, um den Meinungsmachern aufzufallen. Außerdem ist es kostenlos und wer will schon moralische Bedenken äußern, wenn man daran nicht profitieren kann?
Da hast aber aber dass amuer game 1378 km vergessen
dass ist auch umsonst un da brüllt jeder spacken(allen voran die bild zeitung) wie abartig dass doch ist
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Venator1.6
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Beitrag von Venator1.6 »

bouncer19 hat geschrieben:
Bloody Sn0w hat geschrieben:
me, you - fuck, fuck hat geschrieben:Warum hat sich eigentlich niemand bei der Mod HL2: Insurgency beschwert?
Weil es nicht Mainstream genug ist, um den Meinungsmachern aufzufallen. Außerdem ist es kostenlos und wer will schon moralische Bedenken äußern, wenn man daran nicht profitieren kann?
Da hast aber aber dass amuer game 1378 km vergessen
dass ist auch umsonst un da brüllt jeder spacken(allen voran die bild zeitung) wie abartig dass doch ist
Wenn sie das Spiel ein Simualtions-Programm genannt hätten, würde sich keiner aufregen...
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

W00kie hat geschrieben:
Wenn sie das Spiel ein Simualtions-Programm genannt hätten, würde sich keiner aufregen...
Doch, ich fürchte schon.
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Frontschwein91
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Beitrag von Frontschwein91 »

Er hatt es doch schon als serouis game bezeichnet
aber dass ist scheißegal wenn man die dumme berichterstatung sieht
wie zB bei hier um 4
Killerspiel skandal wer schon immer republik flüchtlinge abknallen wollte kann dass jetzt tun.
Oder bild wird dass wiederwärtige spiel endlich gestopt?"
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Scorcher24_
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Beitrag von Scorcher24_ »

Ich finde Spiele die laufende Kriege thematisieren nicht gut. Immerhin sterben dort Soldaten. Man sollte doch etwas Zeit ins Land ziehen lassen. Spiele die in unserer Zeit spielen sollten eher fiktive Kriege als Thema haben. "Was wäre wenn" Situationen..
rya.
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3nfant 7errible
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Beitrag von 3nfant 7errible »

bei so einem Spiel wie MoH ist es doch wirklich egal. Wen interessiert denn da schon wer gegen wen kämpft? Ob Amis gegen Taliban, oder Marines gegen Middle East Coalition oder Hasis gegen Mausis ist doch vollkommen schnuppe.

Viel wichtiger sind doch die Fragen:
- ist es eher ein BF:BC 2.5 oder doch eher ein CoD: Modern Warfare nur mit anderem Cover?
- Sind die Waffen und Maps gut gebalanced oder wird es wieder ein einziges Sniper-Fest?
- sind die Streak Belohnungen und Perks overpowered?
- und vor allem: wird das ewig gleiche und simple Run & Gun Gameplay nicht langsam langweilig?
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Scorcher24_
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Beitrag von Scorcher24_ »

<offtopic>
Scipione hat geschrieben: Viel wichtiger sind doch die Fragen:
- ist es eher ein BF:BC 2.5 oder doch eher ein CoD: Modern Warfare nur mit anderem Cover?
- Sind die Waffen und Maps gut gebalanced oder wird es wieder ein einziges Sniper-Fest?
- sind die Streak Belohnungen und Perks overpowered?
- und vor allem: wird das ewig gleiche und simple Run & Gun Gameplay nicht langsam langweilig?
Also in der Closed Beta waren die Perks overpowered mMn. Das Gameplay ist eine Mischung aus COD und BC2. Errinert doch stark an Rush :P.
rya.
</offtopic>
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Billie_the_man hat geschrieben:
Crewmate hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Naja...Antikriegsfilme sind auch kommerziell erfolgreich, man müsste das eben auf Games übertragen können und das müsste eben anders gelöst werden als bisher. Es wäre ein Experiment und das ist bei den Produktionskosten von High-End-Shootern wohl zuviel verlangt...

"Realistisch" sind diese Filme allerdings auch eher selten, vor allem was die Gewaltdarstellung angeht.
Filme haben ein viel größeres Publikum als Videospiele.
Oder ich formuliere es so: Ich habe den Eindruck das das Publikum für einen interlektuellen Realo-Shooter interessiert sich noch nicht für Videospiele

Andererseitz könnte ein Call of Duty/Medal of Honor Spin-Off den Fokus auf eine realistische Darstellung des Krieges wie er wirklich ist legen, ohne dabei Millionen zu verlieren. Man muss ja vom Gamer nicht gleich verlangen, dass er Mütter und Kinder töten, nur weil das im Krieg auch so passiert. Und man muss auch nicht gleich verlangen, dass der Spieler ein 15-Jähriges Mädchen vergewaltigt, nur weil das ein Schrecken des Krieges ist. Langsam mal einen anderen Ton anzuschlagen, eventuell in einer DLC-artigen Kurzkampagne eines bekannten Shooters. Sowas könnte die breite Masse schon etwas zugänglicher für diese Art des Kriegsshooters machen, und der Publisher faährt auch seinen Gewinn ein. Alle glücklich?
DLC wäre sicherlich eine gute Idee, aber ich glaube im Gameplay ist es wie gesagt sehr schwierig ein Antikriegsspiel zu kreieren, weil der Spieler gewohnt ist ein Spiel "durchzuspielen", es reicht eben nicht wenn die Spielfiguren sterben...man sieht es ja an Spielen wie "The Path" wie schwer solche Konzepte umzusetzen sind bzw. wie gespalten sie aufgenommen werden...es wäre vielleicht zu mutig.

Crewmate könnte da schon Recht haben was die Zielgruppe angeht, andererseits wäre bei einem Antikriegsspiel plötzlich auch eine ganz andere Base gegeben...vielleicht wäre sie groß genug, vielleicht nicht. Wer es als allererster versucht ist auf jeden Fall mutig. Ich denke es wird ziemlich sicher irgendwann kommen...